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Januar Der Konkurrenzkampf ist eröffnet
Fußball: Fünf Neuverpflichtungen bei Zweitligist TuS Koblenz - Babatz kommt aus Mainz - Slowene Mavric ausgeliehen
Fünf "Neue" für die TuS! Zweitligist TuS Koblenz rüstet seinen Kader fürs Unternehmen Klassenverbleib weiter auf.
KOBLENZ. Klotzen, nicht kleckern, so lautet das Motto beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz in der kurzen Winterpause. Um das Unternehmen Klassenverbleib zu einem erfolgreichen Ende zu führen, geht die TuS personell in die Vollen.
 Nach der Verpflichtung des Aacheners Emil Noll und des serbischen Torhüters Djordje Pantic
Eine Chance, die der slowenische Nationalspieler Matej Mavric vom norwegischen Klub Molde FK beim Schopfe packen will.
Vom FSV Mainz 05 wechselt Christof Babatz zur Sasic-Elf. Der Bundesliga-Routinier (32)
Neuverpflichtung Nummer fünf in der Winterpause ist Christian Holzer.
Ferydoon Zandi geht nach Zypern
Der iranische Fußball-Nationalspieler Ferydoon Zandi hat seinen Vertrag bei Zweitliga-Neuling TuS Koblenz aufgelöst und bei Zyperns Meister Apollon Limassol angeheuert. Beim Klub des deutschen Trainers Bernd Stange unterschrieb der 27-Jährige, der in Deutschland vor seinem Engagement in Koblenz auch schon für den SV Meppen, SC Freiburg, VfB Lübeck und 1. FC Kaiserslautern gespielt hatte, einen Vertrag bis zum Saisonende mit der Option auf ein weiteres Jahr. WM-Teilnehmer Zandi konnte in Koblenz die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen und wurde zudem durch Verletzungen und einen Virusinfekt zurückgeworfen. Bei der TuS kam er lediglich auf acht Zweitliga-Einsätze.
TuS leiht Stürmer Diakité aus
Fußball: Koblenzer Zweitligist verpflichtet 26-jährigen Angreifer vom Bundesligisten FSV Mainz 05 - Schneller Linksfuß
Ermittlungen gegen Koblenz
Auf die TuS Koblenz kommt offenbar Ärger zu. Laut "Sport-Bild" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Aufsteiger.
"Es gibt ein laufendendes Verfahren gegen die TuS Koblenz wegen Steuerhinterziehung. Wir ermitteln in diesem Verfahren seit einigen Monaten. In diesem Zusammenhang gab es auch mehrere Hausdurchsuchungen", erklärte der Leiter der Staatsanwaltschaft Koblenz, Horst Hund.
Die Vorwürfe sollen sich unter anderem gegen den ersten Vorsitzenden Walter Degen und seinen Vorgänger Bruno Gauggel richten.
TuS-Präsidium entbindet Rech von seinen Aufgaben
Führung rügt "eigenmächtige Handlungsweisen" des Vizepräsidenten
KOBLENZ. Michael Rech aus der Führungsriege des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz ist mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Diesen einstimmigen Beschluss fasste das Präsidium bei einer Sondersitzung.
Das Amt des Vizepräsidenten, das Rech seit einem halben Jahr innehat, ist von dieser Maßnahme nicht betroffen - dies ist Sache der Mitgliederversammlung. Gleichwohl hat ihm die Vereinsspitze nahegelegt, auch diesen Stuhl zu räumen.
TuS mit Moral zum Punktgewinn

Koblenz kommt dank Steigerung in Halbzeit zwei zu einem 1:1 gegen Duisburg - Kapitän Dzaka trifft, Eilhoff greift daneben
Gelungener Rückrundenauftakt für Zweitligist TuS Koblenz: Gegen den MSV Duisburg verdiente sich der Aufsteiger ein 1:1.
TuS Koblenz - MSV Duisburg 1:1 (0:1)
TuS in der Offensive zu harmlos
Zweite Bundesliga: Koblenz bei Pleite in Fürth nicht zwingend genug - Verärgerung über Kenan Sahins fünfte Gelbe Karte
Dass es für Zweitligist TuS Koblenz bei der SpVgg Greuther Fürth nichts zu holen gab, hatte vor allem zwei Ursachen: fehlende Zweikampfhärte und die falsche Wahl der Mittel in der der Offensive.
SpVgg Greuther Fürth - TuS Koblenz 2:0 (0:0)
Februar
TuS holt Stürmer Stefan Maierhofer
Fußball: Koblenzer Zweitligist verpflichtet Angreifer von Bayern München
Es war ein langer Tag bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz mit erfolgreichem Ende. Nach zahlreichen Telefonaten und einem Verhandlungs-Marathon war die Verpflichtung des lange gesuchten Stürmers perfekt: Vom FC Bayern München kommt Stefan Maierhofer zur TuS. Der 24-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende.
Rat macht Weg für TuS-Arena frei
Koblenz: Der geplante"Sport- und Veranstaltungspark" kann auf zirka 31 Hektar großem Gelände an der A 61 gebaut werden
Wenn die Fans der TuS Koblenz zum heutigen Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig ins Stadion Oberwerth kommen, sollten sie vielleicht schon einmal die Kamera zücken und Erinnerungsfotos von ihrer "Festung" machen. Denn viele Gelegenheiten dazu wird es möglicherweise nicht mehr geben. Schon bald könnte die TuS in einer neuen Arena auflaufen. Ein Beschluss des Stadtrats macht"s möglich.
TuS siegt dank Maierhofer
Koblenz verbucht gegen Braunschweig wichtigen Erfolg im Abstiegskampf - Trainer Sasic aufgewühlt
TuS Koblenz kann doch noch gewinnen: Nach acht Spielen ohne Sieg hat die Mannschaft von Trainer Milan Sasic gestern Abend wieder einen Dreier eingefahren, noch dazu gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.
TuS Koblenz - Eintracht Braunschweig 1:0 (0:0)
Offener Streit im TuS-Präsidium
Koblenzer Führungsgremium beendet Zusammenarbeit mit Vize Rech - Trainer Sasic attackiert Simon und Ex-Chef Heidger
Das 1:0 von TuS Koblenz gegen Eintracht Braunschweig war schon eine Stunde nach dem Abpfiff kein Thema mehr. Durch eine Brandrede von TuS-Trainer Milan Sasic auf der offiziellen Pressekonferenz traten die schwelenden Konflikte im Verein offen zu Tage. Eine der Folgen: Am Samstag kündigte der Vorstand die Zusammenarbeit mit TuS-Vizepräsident Michael Rech auf.
TuS erreicht Minimalziel
Koblenz verpasst Auswärtssieg bei Wacker Burghausen - Ursache: Mangelnde Chancenauswertung
TuS Koblenz hat es verpasst, im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen zu setzen. In einer insgesamt schwachen Partie holte die Mannschaft von Trainer Milan Sasic aber immerhin ein Unentschieden bei Wacker Burghausen und hält damit einen direkten Konkurrenten auf Distanz.
Wacker Burghausen - TuS Koblenz 0:0
TuS fehlen nur Tore zum Glück

Koblenz: Durchwachsenes Fazit nach dem 0:0 gegen Kaiserslautern - Trainer Sasic: Jetzt müssen wir uns auch mal belohnen
Die Ereignisse bei TuS Koblenz wiederholen sich: Wie vor Wochenfrist in Burghausen kann der Aufsteiger auch das 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern nüchtern betrachtet als Punktgewinn verbuchen - aber im Rückblick auf das Derby überwog erneut der Eindruck, dass mehr möglich war.
Sukalos Dreierpack bringt Punkte

TuS Koblenz holt bei den Offenbacher Kickers einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenverbleib - Sasic lobt sein Team
TuS Koblenz ist dem Klassenverbleib ein Stück näher gekommen. Bei Kickers Offenbach landete der Aufsteiger einen wichtigen 3:2-Sieg.
Kickers Offenbach - TuS Koblenz 2:3 (2:3)
März
Das Tor der anderen weckt die TuS

Koblenz schlägt Paderborn 3:1 und kommt dem Klassenverbleib stetig näher - Verrückte sechs Minuten auf dem Oberwerth
3:1 gegen den SC Paderborn, fünf Spiele ohne Niederlage - Zweitligist TuS Koblenz hat auf dem Weg zum Klassenverbleib nach Lage der Dinge den richtige Weg eingeschlagen.
TuS Koblenz - SC Paderborn 3:1 (0:0)
Chancenlos in Augsburg
TuS Koblenz enttäuscht beim Mitaufsteiger - Keine Tormöglichkeit in 90 Minuten - Noll sieht Gelb-Rot
Chancenlos in Augsburg: Beim Mitaufsteiger bot TuS Koblenz eine äußerst dürftige Leistung und verlor verdient mit 0:2.
FC Augsburg - TuS Koblenz 2:0 (0:0)
Degen ruft Sasic zur Ordnung
Zweite Bundesliga: Koblenzer 0:2 beim FC Augsburg wird zur Nebensache - TuS-Präsident verteidigt Geschäftsführer Gläsner
WM bringt Geldsegen für die TuS
Wie allen übrigen 35 Klubs der Bundesliga und der Zweiten Liga steht TuS Koblenz ein warmer Geldregen ins Haus. Grund ist der stolze Gewinn, den der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aus der Weltmeisterschaft 2006 erwirtschaftet hat. Rund 100 Millionen sind für den DFB hängen geblieben, die Hälfte davon steht der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu. 25 Millionen davon sollen unter jenen Klubs ausgeschüttet werden, die bei der WM Nationalspieler abgestellt haben, die übrigen 25 Millionen sollen laut DFB zu gleichen Teilen unter den 36 Profi-Klubs sowie den vier Zweitliga-Absteigern 2005/2006 verteilt werden. Demnach würde auch TuS Koblenz rund 600 000 Euro erhalten. Eine Zahl, die TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner am Rande der Partie in Augsburg aber nicht bestätigen wollte. "Wir haben davon gehört, es gibt aber noch keine rechtsverbindliche Zusage vom DFB. Daneben wissen wir auch noch gar nicht, wie das Ganze steuerlich zu behandeln ist", so Gläsner. Daneben ließ der Geschäftsführer wissen, dass die Koblenzer bereits ihre Lizenzierungs-Unterlagen in der DFB-Zentrale abgegeben haben - obwohl die Frist erst am Donnerstag abläuft.
TuS muss mit Remis leben
Koblenz kommt gegen Carl Zeiss Jena über torloses Unentschieden nicht hinaus - Kaum Torchancen
Die TuS Koblenz hat gestern Abend ihr Minimalziel erreicht: Durch ein torloses Unentschieden gegen Carl Zeiss Jena wahrte die Mannschaft von Trainer Milan Sasic ihren soliden Abstand auf die Abstiegsplätze. Das war aber auch schon die erfreulichste Nachricht nach einem schwachen Spiel.
TuS Koblenz - Carl Zeiss Jena 0:0
Tiéku droht eine Anzeige aus Jena
Foul des TuS-Verteidigers an Leendert van Steensel rückt nach müdem Koblenzer 0:0 in den Mittelpunkt
Nach dem ereignisarmen 0:0 zwischen TuS Koblenz und Carl Zeiss Jena rückte eine eher unschöne Szene in den Blickpunkt: Ein Foul von TuS-Verteidiger Anthony Tiéku an Jenas Leendert van Steensel sorgte bei den Thüringern für Empörung. Bei Carl Zeiss denkt man sogar über eine Anzeige gegen Tiéku nach.
Jena verzichtet auf Klage
Carl Zeiss Jena wird das Foul des Koblenzers Antony Tieku an Verteidiger Leendert van Steensel nicht juristisch verfolgen. "Strafrechtlich ist das Thema für uns vom Tisch, nachdem Leendert die Entschuldigung Tiekus angenommen hat", so Vereinspräsident Rainer Zipfel. Van Steensel war vom linken Stollenschuh Tiekus bei einem Kopfball-Duell direkt im Gesicht getroffen worden und zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu
Sasic nimmt Niederlage gelassen
Zweitligist TuS Koblenz verliert Testspiel gegen Liga-Konkurrent Kickers Offenbach - Salif Keita meldet sich zurück
Neue Erkenntnisse gab's nur bedingt, aber auch keinen Grund zur Unzufriedenheit: Fußball-Zweitligist TuS Koblenz kassierte in einem Testspiel gegen Liga-Konkurrent Kickers Offenbach zwar eine Niederlage, zeigte aber gerade in der ersten Halbzeit eine ordentliche Leistung.
TuS Koblenz - Kickers Offenbach 0:1 (0:1)
Denkzettel für Kenan Sahin
Koblenzer Angreifer vor Auswärtsspiel beim 1. FC Köln suspendiert - Trainer Sasic wirft 22-Jährigem schlechte Einstellung vor
Die Meisterschaftspause endet bei TuS Koblenz mit einem Paukenschlag. Vor der anstehenden Partie beim 1. FC Köln wurde Angreifer Kenan Sahin bis auf Weiteres suspendiert.
April
TuS glänzt nur eine Stunde

Am Ende müssen sich die Koblenzer dem 1. FC Köln geschlagen geben - Broich dreht die Partie
TuS Koblenz hatte bei seinem Auftritt beim 1. FC Köln das Zeug zum Überraschungsgast - allerdings nur eine Stunde lang. Am Ende war die TuS nur Punktelieferant, die Domstädter steigerten sich und gewannen mit 3:1.
1. FC Köln - TuS Koblenz 3:1 (0:1)
Salif Keita wird heute operiert
Salif Keita im Pech: Nach seinen starken Trainingsleistungen in den vergangenen Wochen hatte der 31-Jährige gute Chancen im gestrigen Spiel in Köln in der Startelf zu stehen - bis ihn eine Knieverletzung stoppte. Nach eingehenden Untersuchungen wurde bei dem Angreifer ein Riss des Innenmeniskus diagnostiziert, Keita wird heute in der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid operiert. "Bei normalem Heilungsverlauf wird er in zehn Tagen wieder mit dem Training beginnen können und steht damit in drei bis vier Wochen wieder zur Verfügung", sagte TuS-Mannschaftsarzt Gerd Blaumeiser am Rande der Partie in Köln. Überraschend saß dort TuS-Verteidiger Andreas Richter mit einer dicken Bandage auf der Ersatzbank, nachdem er sich im Verlauf der Trainingswoche eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zugezogen hatte.
Führungskrise bei Tus Koblenz hält an
Beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz hält die Unruhe hinter den Kulissen an. Nachdem der Vorstand im Februar die Zusammenarbeit mit Vizepräsident Michael Rech beendet hat, ist nun auch der Vorstand Sport, Peter Simon, mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.
 "Leider kann ich keinerlei sachliche Basis der Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands mehr erkennen", erklärte Simon in einer Pressemitteilung des Vereins. Simon war rund zehn Jahre in der Führung des Clubs.
Gegen Rech ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Koblenz wegen des Verdachts der Untreue. In dem Verfahren geht es um vermeintliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung von Torwart Djordje Pantic.
Ursprünglich wollte sowohl Simon als auch Rech bei der Mitgliederversammlung am 15. Mai wieder zur Wahl antreten. Der Restvorstand sieht sich dabei auch einer Gruppierung um Stadionsprecher Dirk Zimmer gegenüber, die mit einem Schattenkabinett eine Neuwahl des gesamten Vorstands fordern.
Sahin gegen Essen wieder im Kader
Nach einem klärenden Gespräch geht der Blick wieder nach vorn: Milan Sasic, Trainer des Zweitligisten TuS Koblenz, hat die einwöchige Suspendierung von Angreifer Kenan Sahin aufgehoben. Der 22-Jährige kehrt somit im anstehenden Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen (Donnerstag, 18 Uhr) in den Kader zurück. "Er hat eingesehen, dass er sich in einigen Fällen nicht richtig verhalten hat", sagte der Trainer, der Sahin in der Vorwoche wegen "mangelnder Berufsauffassung" freigestellt hatte. Offenbar hat der Stürmer Besserung gelobt, zumindest stellte Sasic fest, "dass für mich die Sache nun erledigt ist". Während Sahin folglich wieder zum Kreis der Mannschaft gehört, sorgt sich der Kroate vor dem Duell gegen den Mitaufsteiger in erster Linie um Evangelos Nessos, der nach der Partie in Köln erneut über Schmerzen an der entzündeten Patellasehne klagte.
TuS hilft: 28-Jährige lernt wieder gehen
Die Mannschaftskameraden und Fans unterstützen Anel Dzakas Cousine
10 000 Euro entscheiden über ein verhältnismäßig normales Leben oder ein Leben mit "Fesseln" im Haus, ständig auf Hilfe angewiesen. Denn die 28-jährige Elma Arnautovic leidet an einer unheilbaren Lähmung. Nur unter allergrößten Schmerzen kann sie sich ein, zwei Schritte weit schleppen. Doch sie hat neue Hoffnung geschöpft: Die Mannschaft von TuS Koblenz, allen voran ihr Cousin Anel Dzaka, hat Hilfe versprochen. Klärungsbedarf an allen Fronten

TuS Koblenz spielt einfallslos und verliert verdient gegen Rot-Weiss Essen - Sasic: Einigen müssen die Augen geöffnet werden
Die TuS taumelt: Mit dem 0:1 gegen Rot-Weiss Essen gerät Zweitligist Koblenz noch stärker in den Abstiegssog.
TuS Koblenz - Rot-Weiss Essen 0:1 (0:0)
KSC cleverer vor dem Tor

TuS Koblenz verliert trotz guter Vorstellung bei Tabellenführer Karlsruhe - Keine Trainerdiskussion
Trotz des 1:3 in Karlsruhe: Zweitligist TuS Koblenz zeigte mit einem mutigen Auftritt beim Spitzenreiter aufsteigende Tendenz. Allein die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig.
Karlsruher SC - TuS Koblenz 3:1 (1:1)
TuS: Negativserie setzt sich fort
In Unterhaching gibt's die vierte Niederlage in Folge - Tiéku fliegt vom Platz - Was passiert nun mit Trainer Milan Sasic?
Für TuS Koblenz spitzt sich die Situation im Abstiegskampf der Zweiten Liga zu. Nach der vierten Niederlage in Folge bleibt die Mannschaft von Trainer Milan Sasic nur aufgrund der besseren Tordifferenz über dem Strich.
Spvgg Unterhaching - TuS Koblenz 1:0 (0:0)
Ära Sasic bei der TuS ist zu Ende

Nach sechs Spielen ohne Sieg muss der langjährige Koblenzer Trainer gehen - Uwe Rapolder als Nachfolger im Gespräch
Nach fast fünf Jahren endete gestern die Ära von Milan Sasic als Trainer von Zweitligist TuS Koblenz. Angesichts des Negativtrends der vergangenen Wochen hofft der Klubvorstand mit einem neuen Mann an der Seitenlinie auf den entscheidenden Impuls im Abstiegskampf. Einer der Kandidaten ist dabei Uwe Rapolder.
Zwei Aufstiege, zwei Titel und viel Jubel
Die Bilanz der Amtszeit von Milan Sasic bei TuS Koblenz - Dramatische Partien im DFB-Pokal
KOBLENZ. "Wir hatten sieben Spieler und eine Million Schulden." Mit diesem Satz begann häufig die Geschichte, die Milan Sasic erzählte, wenn es darum ging, das "Wunder von Koblenz" zu erklären. In seiner fast fünfjährigen Amtszeit schaffte der Ex-Trainer von TuS Koblenz zwei Mal den Aufstieg, daneben gewann TuS Koblenz zwei Mal den Rheinlandpokal. Eine Chronologie der Ära Milan Sasic:
6. Mai 2002: Der von der Insolvenz bedrohte Oberligist TuS Koblenz verpflichtet Trainer Milan Sasic, der von Mitte der neunziger Jahre bis September 2000 den VfL Hamm trainiert hatte.
27. März 2003: Sasic verlängert vorzeitig bis Juni 2005. "Wir wollten die gute Arbeit honorieren, die Milan Sasic in dieser Saison geleistet hat", erklärte der TuS-Vorsitzende Bruno Gauggel zur Vertragsverlängerung.
24. Mai 2003: Die TuS beendet die Oberliga-Spielzeit 2002/2003 auf Rang elf mit 48 Punkten und 50:42 Toren (12 Siege, 12 Unentschieden, 12 Niederlagen)
22. Mai 2004: Aufstieg in die Regionalliga. Nach Ablauf der Spielzeit 2003/2004 steht die TuS mit 71 Punkten und 69:19 Toren auf Platz eins der Oberliga Südwest.
3. April 2005: Die TuS verlängert den Vertrag mit Sasic vorzeitig bis zum 30. Juni 2007.
25. Mai 2005: TuS Koblenz gewinnt den Rheinlandpokal im Finale gegen die SG Roßbach/Verscheid mit 2:0.
4. Juni 2005: Die erste Spielzeit in der Regionalliga Süd beendet TuS Koblenz auf Platz elf mit 43 Punkten und 43:38 Toren. Nach einer furiosen Hinrunde mit dem Sprung bis auf Platz zwei bleibt Sasics Mannschaft zwischenzeitlich 18 Spiele ohne Sieg.
20. August 2005: In einer dramatischen Partie scheitert TuS Koblenz in der ersten Runde des DFB-Pokals an Hertha BSC Berlin mit 2:3 nach Verlängerung. 14 000 Zuschauer sind begeistert.
11. April 2006: Sasics Vertrag wird vorzeitig bis zum 30. Juni 2009 verlängert. Sportwart Peter Simon: "Wir können uns jetzt für die nächsten Jahre solide aufstellen."
27. Mai 2006: Gleich im zweiten Jahr in der Regionalliga gelingt der Aufstieg in die Zweite Liga. Die Erfolgsbilanz der TuS: 66 Punkte, 55:31 Tore - Koblenz landet als Tabellenzweiter hinter dem FC Augsburg.
31. Mai 2006: TuS Koblenz gewinnt erneut den Rheinlandpokal. Das Finale endet 2:0 gegen die SG Roßbach.
9. September 2006: DFB-Pokal: TuS Koblenz unterliegt vor mehr als 12 000 Zuschauern Bayer 04 Leverkusen erst im Elfmeterschießen mit 3:5.
3. November 2006: Die TuS gewinnt im ausverkauften Stadion Oberwerth 3:1 gegen den 1. FC Köln.
23. April 2007: Nach vier Niederlagen in Folge trennt sich die TuS von Milan Sasic.
Rapolder beerbt Milan Sasic
Fußball: Zweitligist TuS Koblenz ist bei Trainersuche fündig geworden
KOBLENZ. Einen Tag nach der Demission von Milan Sasic ist Fußball-Zweitligist TuS Koblenz bei der Suche nach einem neuen Trainer fündig geworden: Uwe Rapolder (48), zuletzt bis Dezember 2005 als Übungsleiter beim 1. FC Köln, soll den Kampf um den Klassenverbleib bei der TuS zu einem guten Ende führen. "Jetzt gilt es, den freien Fall zu stoppen und das Ruder herumzureißen", sagte Rapolder am späten Abend. Er habe unbedingt wieder auf die Trainerbank zurückgewollt. Zudem seien die Verhandlungen in freundschaftlicher Atmosphäre verlaufen. "Ich habe die TuS als Verein mit Perspektiven kennengelernt", meinte der neue TuS-Coach, der einen Zweijahres-Vertrag unterschrieb. Rapolder gilt als Verfechter des Konzeptfußballs. Seinen größten Erfolg als Trainer feierte er in der Spielzeit 2004/2005 mit Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen sicherten sich als Aufsteiger seinerzeit früh den Klassenerhalt. Danach ging Rapolder zum 1. FC Köln, wo er aber nach kurzer Zeit beurlaubt wurde.
Mit dem "zwölften Mann" gegen die Löwen
TuS-Fans zeigen im Abstiegskampf Flagge: Jetzt erst recht! - Mit Poster für Ligaverbleib kämpfen
KOBLENZ. Noch ist längst nichts verloren. "Jetzt erst recht!", sagen sich in diesen Tagen viele Mitglieder und Freunde von TuS Koblenz. Der Klassenerhalt ist noch zu schaffen. Dazu braucht die Mannschaft jedoch auch die volle Rückendeckung ihrer Fans und Sympathisanten. Und das öffentlich!
Mit einer groß angelegten Unterstützungsaktion können die Fans der Mannschaft signalisieren: Ja, wir stehen voll und ganz hinter euch. Wir sind der "zwölfte Mann"! Im Innenteil unserer Zeitung erscheint dazu heute eine Doppelseite, die es auch als kostenloses Poster im RZ-Shop am Koblenzer Wöllershof sowie im TuS-Fanshop im Koblenzer Schängel-Center gibt. Damit können TuS-Fans am Sonntag beim Spiel gegen die Münchner Löwen im Oberwerther Stadionrund buchstäblich ihren Glauben an die Mannschaft und den Klassenerhalt hochhalten. Aber auch etwa im Heck des Autos macht sich das Poster gut.

Rapolder setzt die ersten Akzente
Der neue Trainer von TuS Koblenz legt viel Wert auf spielerische Elemente - Wiblishauser im Trainingslager auf dem Sprung
Heute Nachmittag endet das Kurztrainingslager von TuS Koblenz, das in einem Erfolg am Sonntag gegen 1860 München münden soll. In jedem Fall ist bei den drei Einheiten in Bad Bertrich die Handschrift des neuen Trainers Uwe Rapolder deutlich zu erkennen.
TuS erzwingt das Glück und siegt
Unbändiger Wille zum Erfolg ebnet Koblenz Weg zum ersten "Dreier" nach sechs Partien - Spieler loben Neu-Trainer Rapolder
Mit dem neuen Trainer ist bei Zweitligist TuS Koblenz auch der Erfolg zurückgekehrt. Im ersten Spiel unter Coach Uwe Rapolder besiegte der Aufsteiger 1860 München mit 2:1.
TuS Koblenz - TSV 1860 München 2:1 (1:1)
Ouedraogo blickt nur nach vorne
Zweite Bundesliga: Beim Koblenzer Erfolg gegen 1860 München überrascht Trainer Uwe Rapolder mit mutigen Entscheidungen
Mit dem neuen Trainer ist das Glück zu TuS Koblenz zurückgekehrt: Nach sechs Runden ohne Sieg hat der Zweitligist bei der Premiere von Uwe Rapolder wieder einen Dreier landen können. Gegen 1860 München überraschte der Coach mit einigen gewagten Personalentscheidungen.
TuS Koblenz - 1860 München 2:1 (1:1)
Mai
Nessos vor langer Pause
KOBLENZ. Seit Januar konnte Evangelos Nessos nur eingeschränkt trainieren und mit schmerzstillenden Spritzen spielen, jetzt wird eine Operation umumgänglich: Der 28-Jährige muss sich in Köln einem Eingriff an der entzündeten Patellasehne unterziehen und fällt damit für die restlichen drei Saisonspiele der TuS aus. Bei idealem Heilungsverlauf ist der Grieche zu Beginn der Vorbereitung wieder einsatzbereit.
TuS-Lizenz: Das ist noch zu tun
Einige Auflagen müssen bis August erfüllt werden - "Knackpunkt Stadion"
KOBLENZ. Gute Nachricht für die TuS Koblenz: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat dem Zweitligisten die Lizenz für die Saison 2007/2008 erteilt - allerdings müssen noch einige Auflagen erfüllt werden. "In erster Linie erweist sich das Stadion Oberwerth als Knackpunkt", betont der TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner im Gespräch mit unserer Zeitung.
Bis zum 1. August dieses Jahres müssen im Stadion Oberwerth eine Rasenheizung mit einem entsprechenden Be- und Entwässerungssystem eingebaut, der Untergrund der Stehplatzränge vollständig befestigt sowie die Oberfläche versiegelt sein. Gläsner: "Außerdem müssen die Holzsitzbänke der Haupttribüne zu Einzelsitzplätzen umgerüstet werden." Und: Für das DFL-Tochterunternehmen "Sportcast", das von den Spielen der Ersten und der Zweiten Bundesliga die Fernsehbilder für die Medienpartner produziert, müssen etliche Kameraplätze zum Beispiel überdacht werden.
TuS-Opposition stellte sich vor
Mannschaft um Dirk Zimmer will für den Vorstand des Vereins kandidieren
KOBLENZ. Die Absetzung des amtierenden Vorstands der TuS Koblenz und die Wahl eines neuen Führungsgremiums, das sind die Ziele der Initiative "Team 2007 - Eine neue Generation für die TuS" um Dirk Zimmer. Gestern Abend hat der Stadionsprecher und Kulturschaffende in der Königsbacher Brauerei einigen Sponsoren und der Presse "seine" Mannschaft vorgestellt, die bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag, 15. Mai, zur Wahl antreten will.
Neben Zimmer, der als Vizepräsident kandidieren will, stehen TuS-Vereinsarzt Gerd Blaumeiser für das Amt des Präsidenten, Finanzwirt und Steuerberater Gerd Regnery als Vorstand für die Finanzen, TuS-Betreuer Hans Dill als Vorstand für den Bereich Sport und Joachim Bender als Vorstand für den Jugendbereich bereit. Zudem wurde ein "Kompetenzteam" gebildet, das die Vorstandskandidaten unterstützen soll. Ihm gehören der Rechtsanwalt Ulrich Schulte-Wissermann, Heinz Fink, Oberstaatsanwalt a. D., der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Thorsten Reifferscheid und der freie Journalist Oliver Schupp an.
Dzaka-Gala beim Sieg in Rostock
Aufsteiger TuS Koblenz landet beim Mitfavoriten um den Aufstieg einen "Dreier" und ist dem Ziel Klassenverbleib ganz nah
Für TuS Koblenz ist der Klassenverbleib zum Greifen nah. Mit dem hochverdienten 3:0 (1:0)-Sieg bei Hansa Rostock legte der Aufsteiger den Grundstein für ein weiteres Jahr im Unterhaus.
Hansa Rostock - TuS Koblenz 0:3 (0:1)
Kreuzbandriss: Ouedraogo im Pech
Am Ende einer frustrierenden Saison schienen sich die Dinge für Alassane Ouedraogo doch noch zum Guten zu wenden - bis ihn am Samstag das Verletzungspech ereilte. Im Abschlusstraining zog sich der 26-Jährige ohne gegnerische Einwirkung einen Kreuzbandriss zu und fällt damit ein halbes Jahr aus. Doppelt ärgerlich: Nach seinem Saisondebüt gegen 1860 war der Mittelfeldspieler aus Burkina Faso auch in Rostock für die Startelf vorgesehen, wie TuS-Trainer Uwe Rapolder am Rande der Partie durchblicken ließ.
TuS will mit Liga-GmbH Profi Strukturen schaffen
In der Jahreshauptversammlung am 15. Mai sollen entscheidende Weichen für mehr Professionalität gestellt werden
Einen entscheidenden Schritt zu mehr Professionalität - und mehr Rechtssicherheit für den gesamten Verein und seine Mitglieder - will der Zweitligist TuS Koblenz bei der bevorstehenden Jahreshauptversammlung am Dienstag, 15. Mai, gehen: „Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung der ersten Fußballmannschaft und des -Lizenzspielbetriebes vom Verein auf die TuS Koblenz GmbH", lautet Tagesordnungspunkt 7. Dahinter stecken (über)lebenswichtige Profistrukturen für einen Verein, der auch strukturell endlich im Profifußball ankommen will.
Rahn wagt den Schritt zum VfB
Angreifer von TuS Koblenz will sich in Stuttgart weiterentwickeln - Babatz nach Mannheim, SV Wehen lockt Diakité
Während Fußball-Zweitligist TuS Koblenz seine sportlichen Planungen erst nach dem endgültigen Klassenverbleib forcieren will, haben bereits zwei Akteure ihren Abschied zum Saisonende angekündigt: Johannes Rahn wechselt zum VfB Stuttgart, Christof Babatz zu Waldhof Mannheim.
Platzt Koblenzer Stadion-Traum?
Private Investoren wollen neue Arena für 15 Millionen Euro bauen - Stadt rechnet aber mit weiteren Kosten von 40 Millionen
Aus der Traum für ein neues Stadion in Koblenz? Zumindest innerhalb der Stadtgrenzen. Nach vielen Gesprächen und intensivem Briefwechsel stellen Investoren (fast) resigniert fest: Die Spitze der Stadt hat offenbar kein Interesse, dem Zweitligisten eine dauerhafte Perspektive zu bieten und fürs Image der Rhein-Mosel-Stadt einen großen Marketing-Schritt nach vorne zu tun.
KOBLENZ. "Wir geben Gas!" So hatte der Koblenzer Oberbürgermeister Eberhard Schulte-Wissermann (SPD) noch vor Weihnachten allen TuS-Fans ein besonderes Geschenk gemacht. Das versprochene Gas scheint in der Verwaltung inzwischen allenfalls noch auf Sparflamme zu brennen. Im Gegenteil: TuS Koblenz und mit dem Zweiligisten alle, die sich für ein neues Stadion stark machen, gewinnen inzwischen den Eindruck, dass die Stadtspitze und ihr Wirtschaftsförderer kein neues Stadion wollen. Während der eigentliche Stadionneubau (Kosten: rund 15 Millionen Euro) von privaten Sponsoren aufgebracht werden könnte, legt die Stadt inzwischen eine Rechnung für die "Peripherie" der Arena, also für Parkplätze, Zufahrten, Wege etc. über bis zu 40 Millionen Euro vor. Zum Vergleich: Für das neue und dazu weit größere Mainzer Stadion, in das selbst die maßlos überschuldete Landeshauptstadt fünf Millionen Euro steckt, werden diese Infrastrukturkosten nur mit 9 Millionen Euro angegeben.
Dzaka: TuS ist eine Herzensangelegenheit
Koblenz treibt Planungen voran und verlängert Verträge mit fünf Spielern - Auch Sukalo bleibt
KOBLENZ. Es ist nur noch ein kleiner Schritt für Zweitligist TuS Koblenz zum Klassenverbleib. Weitaus größer dürfte die Herausforderung sein, in der kommenden Spielzeit erneut einen Kader aufbieten zu können, der auch im bekanntlich schweren zweiten Jahr in einer dann bekanntlich noch stärkeren Klasse Zweitligaansprüchen genügt. Gestern unternahm der Klub schon mal einen großen Schritt in Sachen Qualitätssicherung. Gleich mit fünf Spielern hat TuS Koblenz die Verträge verlängert.
Ganz wichtig: Anel Dzaka, Kapitän, Motor und Seele der Mannschaft, bleibt der TuS für weitere drei Jahre erhalten. Und das, obwohl dem gebürtigen Bosnier lukrative Angebote - auch von Bundesligisten - vorgelegen hatten. Doch Dzaka weiß auch, was er für den Verein und was der Verein für ihn bedeutet. "Ich habe mir hier etwas erarbeitet, das ich gerne fortführen möchte. Die TuS ist eben auch eine Herzensangelegenheit für mich", bekannte der torgefährliche Mittelfeldmann, der sich bei den Fans großer Beliebtheit erfreut.
Nicht minder wichtig für die Perspektive dieser Mannschaft unter Neu-Trainer Uwe Rapolder ist die Vertragsverlängerung mit Goran Sukalo. Auch der einstige Aachener war auf dem Markt heiß begehrt, bleibt aber nun für weitere drei Jahre bei der TuS.
Darüber hinaus haben zwei Akteure ihren Kontrakt für weitere zwei Jahre verlängert, deren Verbleib eng mit dem Namen Rapolder verbunden ist. Die Defensivkräfte Frank Wiblishauser und Martin Forkel hätten Koblenz wohl den Rücken gekehrt, wäre es vor gut zwei Wochen nicht zum Trainerwechsel auf dem Oberwerth gekommen.
Fünfter im Bunde der TuS-Treuen dürfte Innenverteidiger Matej Mavric sein. Der Klub ist sich mit dem Slowenen einig, jetzt müssen nur noch die Modalitäten mit Molde FK geregelt werden. Mavric war von dem norwegischen Zweitligisten ausgeliehen.
Die TuS jubelt im Jahresrhythmus
Exakt ein Jahr nach dem Aufstieg ins Unterhaus machen die Koblenzer mit dem Sieg gegen Aue den Klassenverbleib perfekt
Es ist geschafft! Mit einem hochverdienten 2:1 gegen Erzgebirge Aue hat TuS Koblenz vorzeitig den Klassenverbleib gesichert.
TuS Koblenz - FC Erzgebirge Aue 2:1 (2:0)
KOBLENZ. Als der Oberwerth nur noch eine einzige Jubelorgie war, gingen einem nochmal die Bilder der Saison wie im Zeitraffer durch den Kopf: Das 1:0 durch ein Last-Minute-Tor von Martin Forkel gegen Fürth im ersten Zweitliga-Heimspiel, ein 3:1 vor vollem Haus gegen den 1. FC Köln, ein 2:1 gegen München 1860 zu Beginn der Ära Uwe Rapolder - umjubelte Durchgangsstationen einer turbulenten Spielzeit bei TuS Koblenz. Eine Spielzeit, der die Krönung nicht versagt blieb. Mit dem 2:1 (2:0) gegen Erzgebirge Aue machte der Aufsteiger vorzeitig den Klassenverbleib perfekt.
Ein Farbenmeer in Blau und Schwarz
TuS-Fans feierten Klassenverbleib auf dem Görres-Platz und dem Rasen
Die Erleichterung, das Abstiegsgespenst endgültig verscheucht zu haben, war auch Stunden nach dem Abpfiff noch greifbar. Als die TuS-Spieler mit Kapitän Anel Dzaka gegen 19 Uhr bei der Saisonabschlussparty auf dem Görresplatz erschienen, brandete ihnen ohrenbetäubender Jubel entgegen. Ein Schrei der Freude wie Stunden zuvor im Stadion nach dem Schlusspfiff.
Wahlen bei TuS erst nach Mitternacht
Ausgliederung der Profi-Abteilung beschlossen
KOBLENZ. Die Profi-Abteilung der TuS Koblenz wird eine eigene GmbH. Als die Ausgliederung gestern Abend in der Jahreshauptversammlung beschlossen war, zeigte die Uhr bereits fast 23.30 Uhr. Die Entscheidungen über die Besetzung des Vorstands zogen sich bis nach Mitternacht hin und waren bis Redaktionsschluss nicht beendet.
Die in teils sehr gereizter Atmosphäre laufende Versammlung hatte mit einem Antrag auf Verschiebung begonnen, da etliche der 418 stimmberechtigten Mitglieder keine Stühle mehr bekommen hatten. Im Rechenschaftsbericht hatte Präsident Walter Degen auf den Zweitligaaufstieg im vergangenen Jahr verwiesen: "Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte". Zudem habe der Club Verbindlichkeiten von 446 000 Euro am 30. Juni 2006 innerhalb eines halben Jahres in ein Plus umgewandelt, zum Abschluss des Geschäftsjahres rechnet die TuS mit 200 000 Euro Überschuss.
Gewählt wurden Dirk Zimmer als Vize Präsident und Hans Dill - Vorstand Sport
Ein langer Wahlabend
TuS: Marathonversammlung mit Überraschungen
Dass der Vorstand der TuS nach der Mitgliederversammlung neue Gesichter in seinen Reihen hat, das war schon im Voraus klar. Dass aber der amtierende Vorstand um Kandidaten der Opposition ergänzt wird, das hatten nur die Wenigsten auf der Rechnung. Bis dahin war es ein langer Weg: Hitzige Debatten zwischen beiden Parteien führten letztlich zu versöhnlichen Tönen.
KOBLENZ. Spätestens nachdem sich der Koblenzer Trainer-Weltenbummler Rudi Gutendorf dazu berufen fühlte, ans Mikrofon zu gehen und die Beteiligten der Mitgliederversammlung der TuS Koblenz zu mehr Fairness aufzurufen, dürfte auch dem Letzten der Anwesenden im prall gefüllten "Haus Horchheimer Höhe" klar geworden sein: Das war nicht der beste Auftritt der TuS Koblenz! "Ich habe Angst, dass das Ergebnis auf dem Platz durch interne Streitigkeiten und chaotische Verhältnisse getrübt wird", sagte Gutendorf zu fortgeschrittener Stunde.
Mitglieder stimmen für die TuS-GmbH
Eindeutiges Votum für Übertragung des Lizenzspielerbetriebs in Gesellschaft - Finanzierung steht
Schon vor den Kampfabstimmungen bei der Vergabe der vakanten Vorstandsposten hatten die TuS-Mitglieder eine wichtige Weiche für die Zukunft gestellt. Mit großer Mehrheit stimmten sie für die Übertragung des Lizenzspielerbetriebs in eine GmbH. 354 Mitglieder stimmten mit Ja, 41 mit Nein, 35 enthielten sich. Zuvor war ein Antrag aus der Versammlung mehrheitlich abgelehnt worden, die Abstimmung über die GmbH-Ausgliederung zu vertagen.
Wie Justizrat Richard Bock, Rechtsanwalt Ralf Wickert und Wirtschaftsprüfer Dr. Dagobert Kohout für den Vorstand erläuterten, ist die TuS Koblenz GmbH künftig Lizenznehmer bei der Deutschen Fußball Liga. Der Verein hält 51 Prozent an der Gesellschaft, die übrigen 49 Prozent nach derzeitigem Stand der Mittelrhein-Verlag als Sponsor. Das Stammkapital beträgt 2,5 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat wird aus sechs ehrenamtlichen Mitgliedern bestehen, die von den Gesellschaftern gewählt werden.
Klingmann auf Bank
TuS-Startelf steht - Wiblishauser-Einsatz fraglich
KOBLENZ. In Sachen Aufstellung redete Uwe Rapolder nicht lange um den heißen Brei herum: "Wenn nichts mehr passiert, wird in Freiburg die Rostock-Mannschaft beginnen." Demnach kehrt Rüdiger Ziehl auf seine angestammte Position vor der Abwehr zurück, zumal Christof Babatz ausfällt. Angesichts der zahlreichen verletzten und angeschlagenen Spieler bleiben ohnehin nicht mehr viele Möglichkeiten, allenfalls im Angriff gibt's noch die ein oder andere Option. Weil obendrein Frank Wiblishauser zuletzt über Probleme an der Achillessehne klagte, könnte es zu einem weiteren Novum in der fast vierwöchigen Amtszeit von Rapolder kommen: Ausgerechnet im letzten Saisonspiel wird der vor Jahresfrist aussortierte Ralf Klingmann auf der Bank sitzen.
TuS bleibt nur die Statistenrolle
Zweite Bundesliga: Letzter Koblenzer Saisonauftritt mit Niederlage in Freiburg - Ralf Klingmann verletzt sich schwer
Den Klassenverbleib hat TuS Koblenz bereits in der Vorwoche gesichert. So konnte die Mannschaft gelassen zum letzten Saisonspiel nach Freiburg reisen - und eine emotionsgeladene Partie miterleben.
SC Freiburg - TuS Koblenz 2:0 (1:0)
Bitter für die TuS: Ralf Klingmann, der in der zweiten Hälfte für Wiblishauser in die Partie gekommen war, wurde nach 76 Minuten vom Platz getragen. Diagnose: Außenbandriss, zudem war nach Angaben von Mannschaftsarzt Gerd Blaumeiser das Kreuzband instabil.
Emil Noll wechselt zum SC Paderborn
Vorzeitiger Abschied - Eilhoffs Zukunft ungewiss
Während die Kollegen in Freiburg ihrer Arbeit nachgingen, musste Emil Noll einmal mehr passen: Ein Muskelfaserriss im Oberschenkel ließ keinen Einsatz zu, was den 28-Jährigen aber nicht daran hinderte, seine Zukunft zu regeln: Der Linksfuß hat sich überraschend dazu entschlossen, zum Liga-Konkurrenten SC Paderborn zu wechseln. Noll unterschrieb bei den Ostwestfalen einen Zweijahresvertrag - eigentlich hätte sein Kontrakt bei der TuS noch ein Jahr Gültigkeit gehabt.
Keinen neuen Stand gibt es bei Dennis Eilhoff. Der Torwart, der von Arminia Bielefeld an die TuS ausgeliehen ist, wartet derzeit auf ein Signal des Bundesligisten. "Ich will in jedem Fall spielen", sagt Eilhoff, "man muss mit allen Beteiligten ausloten, wo ich dazu die besten Möglichkeiten habe." Gut möglich, dass dies bei der TuS sein wird. Zumindest deuten die Anzeichen aus Bielefeld darauf hin, dass man sich neben Stammtorwart Mathias Hain nach einer neuen Nummer zwei umsieht. Diese Position ist derzeit vakant, weil Marc Ziegler zu Borussia Dortmund wechselt. "Fakt ist, dass ich zum 1. Juli wieder in Bielefeld unter Vertrag stehe", so Eilhoff. Bis dahin kann indes noch viel passieren.
"Ich würde gerne hierbleiben"
Christian Holzer von TuS Koblenz
TuS macht Meisterschaft perfekt
A-Junioren-Regionalliga: Nach Sieg über Trier spielt Koblenz nun gegen Hessenmeister Frankfurt um Aufstieg in die Bundesliga
Meisterhaft: Gegen Eintracht Trier haben die A-Junioren der TuS Koblenz ihr vorletztes Saisonspiel gewonnen und stehen als Meister der Regionalliga Südwest somit vorzeitig fest.
TuS Koblenz - SV Eintracht Trier 4:1 (4:0)
TuS erledigt die Hausaufgaben
Koblenz intensiviert Personalplanungen - Nessos und Richter haben ihre Verträge verlängert - Torwart Eilhoff soll bleiben
Für die Akteure von TuS Koblenz klingt die lange Zweitliga-Saison mit zwei Freundschaftsspielen aus, hinter den Kulissen werden die Planungen für die neue Saison vorangetrieben. So viel steht bereits fest: Der Stamm der Mannschaft wird bleiben, daneben will sich der Verein gezielt verstärken.
Die Planungen für die neue Saison sollen bei TuS Koblenz nicht zur Hängepartie werden. Wenn Trainer Uwe Rapolder am 28. Juni zur ersten Einheit bittet, soll dem 48-Jährigen ein schlagkräftiger Kader zur Verfügung stehen, der sich in der Liga etablieren kann. Noch hat die TuS keine Neuzugänge unter Vertrag genommen, aber die Gespräche mit dem aktuellen Personal gehen in dieser Woche in die Endphase. Laut TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner wird der Großteil der Leistungsträger der TuS erhalten bleiben, in einzelnen Bereichen sind die Hausaufgaben bereits gemacht.
Tor: Michael Gurski und Djordje Pantic sind noch mit Verträgen bis 2008 ausgestattet, die TuS bemüht sich derzeit darum, Dennis Eilhoff ein weiteres Jahr von Arminia Bielefeld auszuleihen. Die Chancen dafür stehen gut, zumal Bielefeld vor der Verpflichtung des Südafrikaners Rowen Fernandez steht, der sich mit Stammkeeper Mathias Hain duellieren soll.
Abwehr: Martin Forkel und Frank Wiblishauser haben bereits um zwei Jahre verlängert. Bei Matej Mavric müssen sich die Koblenzer noch mit Molde FK einigen, wo der Slowene noch unter Vertrag steht. Einig ist man sich auch mit Andreas Richter, der Innenverteidiger bleibt weitere zwei Jahre bei der TuS. Gleiches gilt für Brenny Evers, auch der Vertrag des Niederländers soll verlängert werden. Joshua Grenier ist ohnehin noch mit einem Vertrag für die neue Saison ausgestattet, mit dem US-Amerikaner zeichnet sich sogar eine vorzeitige Verlängerung ab. Mit Anthony Tiéku stehen noch Gespräche aus.
Mittelfeld: Neben Goran Sukalo, Anel Dzaka (je drei Jahre) hat die TuS zwischenzeitlich auch den Vertrag mit Evangelos Nessos bis 2009 verlängert. Rüdiger Ziehl ist noch mit einem Kontrakt bis 2008 ausgestattet. Mit den übrigen internen Kandidaten werden noch Gespräche geführt, auch mit Ralf Klingmann, der sich in Freiburg einen Kreuzbandriss zugezogen hat. "Wir können Alassane Ouedraogo und auch Ralf Klingmann nicht im Regen stehen lassen", sagt Gläsner. Dem zum SC Paderborn wechselnden Emil Noll wollte die TuS keine Steine in den Weg legen. "Es hat nicht gepasst, insofern können alle Beteiligten mit der Regelung gut leben", so der Geschäftsführer zum Weggang des Linksfußes, dessen Vertrag einvernehmlich aufgelöst wurde. Philipp Langen hat noch ein Jahr Vertrag.
Angriff: Johannes Rahn wechselt bekanntlich zum VfB Stuttgart, der vom FSV Mainz 05 ausgeliehene Bakary Diakité wird vom SV Wehen umworben. Kenan Sahin hat noch einen Vertrag für die kommende Saison. Gesprächsbedarf gibt's folglich noch mit Salif Keita und Stefan Maierhofer. "Bei Maierhofer geht die Tendenz dahin, dass er bleibt", sagt Gläsner nach einem Gespräch mit dessen Berater.
Trainer/Betreuer: "Uwe Koschinat und Peter Auer haben mein vollstes Vertrauen, auch das gesamte Funktionsteam leistet hervorragende Arbeit", sagt Trainer Rapolder über seine Helfer. Um abseits des Platzes noch besser aufgestellt zu sein, denkt der Coach darüber nach, den Stab zu erweitern. Sven Sabock
Hartmann freut sich auf die TuS
Mittelfeldspieler von den Stuttgarter Kickers ist der erste Neuzugang des Koblenzer Fußball-Zweitligisten - Vertrag bis 2010
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Von den Stuttgarter Kickers kommt Manuel Hartmann. Der 23-jährige Mittelfeldspieler erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.
Eilhoff bleibt bei der TuS
Arminia Bielefeld leiht den Torwart ein weiteres Jahr an Koblenz aus - Kommt Fatmir Vata?
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz und Dennis Eilhoff sind sich einig: In der kommenden Woche wird der Torhüter für ein weiteres Jahr bei der TuS unterschreiben.
KOBLENZ. Dennis Eilhoffs Start beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz ist vor einem Jahr gründlich danebengegangen: Der vom Bundesligisten Arminia Bielefeld für ein Jahr ausgeliehene Torhüter musste lange Zeit zusehen, wie Michael Gurski die Bälle für Koblenz abwehrte. Als Gurski schwächelte, nutzte Eilhoff seine Chance und wurde zum Stammtorhüter. Jetzt gefällt es dem 24-Jährigen so gut bei der TuS, dass er in der kommenden Woche seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.
"Bielefeld leiht ihn uns noch ein weiteres Jahr aus", freut sich TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner besonders deshalb, weil "auch Bundesligisten bei Eilhoff anfragten." Doch Eilhoff entschied sich für Koblenz - und für Trainer Uwe Rapolder. "Dennis Eilhoff möchte gerne weiter mit Uwe Rapolder zusammenarbeiten", erklärt Gläsner einen Grund für Eilhoffs Entscheidung.
Ein weiterer Fußballer fühlt sich unter der Regie von Rapolder wohl: der Bielefelder Fatmir Vata stand bei Rapolder in Bielefeld sowie zuvor in Mannheim in der Stamm-Elf. "Wir haben ihm ein Angebot gemacht und werden nach Pfingsten die Gespräche mit ihm aufnehmen", bestätigt Gläsner den Kontakt mit dem 35-jährigen albanischen Offensiv-Allrounder. Aber auch über die Pfingstfeiertage herrscht bei der Führungsetage der TuS keine Ruhe. Gläsner: "Es kann sein, dass sich über Pfingsten noch etwas tut."
Juni
TuS: Vata kommt, Maierhofer geht
Koblenzer Zweitligist verpflichtet erfahrenen Albaner und verliert langen Stürmer an Ligakonkurrent Greuther Fürth
TuS Koblenz hat Fatmir Vata verpflichtet. Der 35-jährige Offensivspieler unterschrieb beim Fußball-Zweitligisten und ist damit der zweite Neuzugang für die kommende Saison. Unterdessen hat die TuS beim Vertragspoker um Stefan Maierhofer den Kürzeren gezogen. Der Stürmer wechselt zur SpVgg Greuther Fürth.
Bogavac kommt aus Burghausen
Bei zwei Personalien sollen in diesen Tagen Fakten geschaffen werden. Zum einen ist sich TuS Koblenz mit dem Mazedonier Artim Polozani (24, Angriff) einig, nur mit dessen Klub Makedonija Skopje stehen noch Ablöseverhandlungen aus. Gut möglich, dass der Neu-Nationalspieler ausgeliehen wird. Daneben verdichten sich die Anzeichen auf einen Wechsel von Du-Ri Cha (26, Mainz 05), auch wenn Berater Dirk Hebel nur vage andeutet, "dass einige Dinge im Fluss" sind.
Bajic und Bogavac nach Koblenz
TuS holt Verteidiger von Partizan Belgrad und Angreifer von Wacker Burghausen - Hoffen auf Zusage von Du-Ri Cha
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat für die neue Saison die Neuzugänge drei und vier unter Vertrag genommen. Von Partizan Belgrad kommt Branimir Bajic, ein erfahrener Innenverteidiger und aktueller bosnischer Nationalspieler. Und auch im Angriff wurde nachgelegt: Dragan Bogavac von Wacker Burghausen stürmt künftig für die TuS.
Du-Ri Cha für zwei Jahre zur TuS

Du-Ri Cha hat Zweitligist TuS Koblenz das erhoffte Ja-Wort gegeben. Der Koreaner, der zuletzt beim künftigen Liga-Konkurrenten Mainz 05 aktiv war, kommt ablösefrei zur TuS und hat einen Zweijahres-Vertrag bis 2009 unterschrieben. Der flinke Flügelspieler entschied sich damit gegen ein Angebot aus den USA, auch Energie Cottbus und 1860 München sollen an dem 26-Jährigen interessiert gewesen sein. Cha kann 92 Bundesliga- und 29 Zweitligaspiele vorweisen, zudem bringt er es auf 39 Länderspiele für Südkorea.
Mund-Tor weckt TuS-Nachwuchs
Im Kampf um den Bundesligaaufstieg erreichen die Koblenzer gegen Eintracht Frankfurt ein Unentschieden
Eike Mund hat mit seinem Ausgleichstor für die TuS Koblenz dafür gesorgt, dass die A-Juniorenfußballer von Trainer Colin Bell weiter von der Bundesliga träumen dürfen. Am Samstag steigt das Endspiel bei Eintracht Frankfurt.
TuS Koblenz - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)
Bajic und Lomic: Wechsel perfekt
Zweitligist TuS Koblenz verpflichtet Defensiv-Duo von Partizan Belgrad für drei Jahre - Verhandlungen mit Angreifer
TuS Koblenz hat gleich zwei Akteure von Partizan Belgrad verpflichtet. Marko Lomic und Branimir Bajic haben bei dem Fußball-Zweitligisten einen Dreijahres-Vertrag bis 2010 unterschrieben.
Die Dienstreise nach Belgrad hat sich für Hermann Gläsner gelohnt: Am Wochenende jettete der Geschäftsführer von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz in die serbische Hauptstadt, um mit den Offiziellen des Traditionsklubs Partizan Nägel mit Köpfen zu machen. Am Ende der Verhandlungen stand fest: Die Defensivkräfte Branimir Bajic (27) und Marko Lomic (23) erhalten die Freigabe und treten am Donnerstag um 16 Uhr zum Trainingsauftakt der TuS ihren Dienst auf dem Oberwerth an.
TuS-Nachwuchs verpasst den Aufstieg
Jugendfußball: Die A-Junioren-Bundesliga bleibt für die Koblenzer vorerst nur ein Traum
Eintracht Frankfurt - TuS Koblenz 3:0 (2:0)
Auf traditionsreicher Sportstätte, im Frankfurter Stadtteil Riederwald, unterlagen die A-Juniorenfußballer der TuS Koblenz im Rückspiel um den Aufstieg in die Bundesliga Süd/Südwest gegen Eintracht Frankfurt mit 0:3 (0:2) - die TuS bleibt somit (nach dem 1:1 im Hinspiel) in der Regionalliga Südwest.
Exakt um 14.45 Uhr am Samstag endete für die Koblenzer Jungs der Traum vom Aufstieg in die höchste Klasse des deutschen A-Junioren- Fußballs. Doch trotz des Ausscheidens konnten die Schützlinge von Trainer Colin Bell mit erhobenem Haupt den Rasen verlassen, in den beiden Spielen gegen den Frankfurter Bundesliga-Nachwuchs hielt die Koblenzer Mannschaft gut mit. Am Ende war der Erfolg der Frankfurter zwar verdient, aber es war ein hartes Stück Arbeit, bis der Aufstieg der Hessen feststand. "Ich bin schon enttäuscht, wenn man so nah dran ist, will man auch aufsteigen", war die erste Reaktion von Colin Bell nach den 90 Minuten. Um danach seiner Mannschaft zur Leistung zu gratulieren: "Die Jungs haben alles gegeben, wir haben überhaupt eine tolle Saison gespielt, haben zwar den Aufstieg nicht geschafft, aber gezeigt, dass wir durchaus mithalten konnten."
TuS Koblenz startet bei Mainz 05
Rheinland-Pfalz-Duell zum Zweitliga-Auftakt - In Liga eins empfängt der Meister aus Stuttgart den FC Schalke 04
Der Meister empfängt den Vizemeister: Der Rahmenterminplan der Fußball-Bundesliga sieht gleich zum Start das Duell Stuttgart gegen Schalke vor. In der Zweiten Liga spielen zum Auftakt Mainz 05 gegen TuS Koblenz und Kaiserslautern gegen Mönchengladbach.
Mal ehrlich: Was ist schon die Erste Liga gegen dieses "Unterhaus" des deutschen Fußballs? Duisburg gegen Rostock, Wolfsburg gegen Hannover, Bielefeld gegen Karlsruhe. Mit Verlaub: Diese leidlich prickelnden Erstliga-Begegnungen können sich doch nicht messen mit solchen Zweitliga-Krachern wie zwischen den Altmeistern aus Kaiserslautern und Gladbach, den Kultvereinen aus St. Pauli und Köln oder mit dem prestigeträchtigen Regionalvergleich zwischen dem FSV Mainz 05 und TuS Koblenz. Aus rheinland-pfälzischer Sicht hätte der Zweitliga-Start (10. bis 13. August) kaum besser sein können. "Das ist natürlich ein Hammer, ein Derby, ein Spiel mit einem besonderen Reiz", freute sich 05-Trainer Jürgen Klopp über die Auftaktaufgabe gegen Koblenz. Die genauen Termine der ersten Spieltage werden die Verantwortlichen der Deutschen Fußball Liga (DFL) übrigens in zwei Wochen bekannt geben.
Rapolder: "Wir sind flexibler geworden"
Trainingsauftakt bei TuS Koblenz
KOBLENZ. Seit gestern rollt der Ball auch bei TuS Koblenz wieder. 500 Kiebitze nahmen beim Trainingsauftakt auf dem Oberwerth besonders die acht Neulinge unter die Lupe. Die führten sich beim Saisonaufgalopp gleich prächtig ein. Das Trainingsspielchen gewann die Mannschaft der Koblenzer Neuerwerbungen mit 4:2. Wobei insbesondere der bosnische Nationalspieler Branimir Bajic, der starke Linksfuß Marko Lomic (beide von Partizan Belgrad gekommen) sowie die Ex-Bundesligaprofis Fatmir Vata und Du-Ri Cha andeuteten, dass in dieser Spielzeit auch spielerisch einiges von der TuS zu erwarten ist.
"Wir sind flexibler geworden und werden in den nächsten Wochen sicher zwei, drei Systeme einüben", freut sich Trainer Uwe Rapolder auf die Aufgabe, aus der Vielzahl neuer Akteure und dem bewährten Gerüst vergangener Spielzeiten eine schlagkräftige Einheit zusammenzustellen. "Wir haben die Spieler geholt, die wir haben wollten und die für uns machbar waren", ist Rapolder davon überzeugt, personell die richtige Wahl getroffen zu haben.
Auf seiner angestammten Position auf der rechten Angriffsseite will auch der Ex-Mainzer Du-Ri Cha in Koblenz wieder angreifen. In Mainz habe er als ungelernter Abwehrspieler sehr unsicher agiert, so Cha. Bei der TuS möchte er sich verloren gegangenes Selbstbewusstsein wieder zurückholen.
Nessos schaut nun wieder nach vorne
Knie-OP wurde zum Albtraum für den griechischen TuS-Kicker
Während der Kader des Zweitligisten TuS Koblenz damit beginnt, die konditionelle Basis für eine lange Saison zu schaffen, ist bei Evangelos Nessos vorerst nicht an Fußball zu denken. Er wird nach zwei Knie-Operationen vermutlich erst im September wieder ernsthaft mit seinen Kollegen trainieren können.
Bei den meisten Spielern von TuS Koblenz ließ das äußere Erscheinungsbild beim Auftakttraining darauf schließen, dass ein paar erholsame Urlaubswochen hinter ihnen liegen. Entspannte Mienen, braungebrannte Beine, lachende Gesichter - mit einer Ausnahme. Nicht nur in Zivil, sondern mit einer Gesichtsfarbe, die seinem weißen T-Shirt nicht unähnlich war, erschien Evangelos Nessos zum Saisonaufgalopp.
Juli
Mario Basler wird Rapolders Co-Trainer
Ex-Nationalspieler steigt bei Zweitligist TuS Koblenz ein - "Es sind nur noch Details offen"
KOBLENZ. Im Zeitalter des Internets wird es immer schwieriger, ein Geheimnis für sich zu behalten. Noch dazu, wenn es sich um prominente Namen handelt. Fußball-Zweitligist TuS Koblenz zum Beispiel hätte die wohl spektakulärste Verpflichtung im Vorfeld der Saison gerne noch ein, zwei Tage zurückgehalten, bis die Tinte unter dem Vertrag trocken ist. Was aber nichts daran ändert, dass sich alle Beteiligten einig sind: Ex-Nationalspieler Mario Basler steigt bei der TuS als Co-Trainer ein und soll seine langjährigen Erfahrungen an den Kader weitergeben. Die jüngste Referenz des 38-Jährigen: In der Vorwoche hat er an der Sporthochschule Köln erfolgreich den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert.
"Es ist im Prinzip alles unter Dach und Fach", sagte Basler gestern gegenüber unserer Zeitung, "wir müssen nur noch ein paar Details klären." Dazu zählt unter anderem die Vertragsdauer - ein unüberwindliches Hindernis sollte dieser Passus aber nicht mehr sein. Im Laufe der Woche sollen die letzten Hürden aus dem Weg geräumt werden. Basler wird aber bereits heute für zwei Tage zur Mannschaft stoßen, ehe er ab der übernächsten Woche mit der eigentlichen Arbeit auf dem Platz beginnt.
DFB-Pokal: Havelse als lösbare Aufgabe
TuS Koblenz muss bei Fünftligist antreten
Es hätte durchaus schlimmer kommen können: Dies ist der einhellige Tenor im Lager von TuS Koblenz nach der Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal. Dabei wurde der Zweitligist in der 25. von 32 Paarungen dem TSV Havelse zugeteilt, eine durchaus lösbare Aufgabe. Havelse, ein Verein vor den Toren von Hannover, belegte in der abgelaufenen Saison in der Niedersachsenliga West den vierten Platz, die fünfte Liga ist vergleichbar mit der Rheinlandliga. Immerhin: Der TSV schaffte den Einzug in den DFB-Pokal durch ein 3:1 gegen Regionalliga-Aufsteiger VfL Wolfsburg II. "Die 3500 Zuschauer werden das Stadion in einen Hexenkessel verwandeln", schickte TSV-Trainer Jürgen Stoffregen im ZDF-Sportstudio prompt eine Kampfansage in Richtung TuS. "Wir müssen das Spiel natürlich eigentlich gewinnen", sagte TuS-Trainer Uwe Rapolder, "aber auch auf diesen Gegner muss man sich ordentlich vorbereiten."
Billigmann löst Blaumeiser ab
Neuer Mannschaftsarzt bei TuS Koblenz - Vorgänger verfügt nach wie vor über einen ungekündigten Arbeitsvertrag
Wechselspiele bei Zweitligist TuS Koblenz gibt es nicht allein im Spielerkader zu bestaunen. Auch in der medizinischen Abteilung hat der Verein personelle Umbauten vorgenommen. Professor Dr. Peter Billigmann ist seit 1. Juli ärztlicher Leiter und damit Mannschaftsarzt bei der TuS.
Auch bei einem Fußball-Zweitligisten ist das irdische Dasein ein Kommen und Gehen. Acht neue Profis schnürten beim Trainingsauftakt von TuS Koblenz am vergangenen Donnerstag auf dem Oberwerth erstmals die Schuhe. Seit 1. Juli wacht zudem ein neuer ärztlicher Leiter über die Gesundheit der Mannen von Trainer Uwe Rapolder.
Nach drei Jahren hat sich der Klub von Mannschaftsarzt Gerd Blaumeiser getrennt. Was TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner beim Saison-Aufgalopp bereits avisiert hatte, wurde beim gestrigen Laktat-Test offensichtlich: Professor Dr. Peter Billigmann ist neuer Mannschaftsarzt bei den Koblenzern. Für den seit Herbst 2005 in Koblenz praktizierenden Billigmann also ein Heimspiel.
Der aus Andernach stammende Mediziner ist in der Sportszene kein Unbekannter. Drei Jahre fungierte er als Mannschaftsarzt bei den Radprofis vom Team Gerolsteiner, zuletzt war Billigmann bei den Fußballern des 1. FC Kaiserslautern für die Leistungsdiagnostik verantwortlich. Bei den Pfälzern hätte der "Doc" noch ein Jahr Vertrag gehabt, "doch wir haben das in einem freundschaftlichen Gespräch geregelt", bestätigte Billigmann gestern den vorzeitigen Abgang beim FCK. Die Chance, quasi vor der Haustür seiner Arbeit nachgehen zu können, wollte Billigmann beim Schopfe packen. "Klare Sache, das war mein Wunsch, bei der TuS in dieser Position arbeiten zu können", sagt der Sportmediziner, der überdies froh ist, den zeitaufwendigen Pendelverkehr zwischen Koblenz und Kaiserslautern einstellen zu können.
Mit Billigmann kommt ein komplett neues Ärzteteam zum Zweitligisten. Ein Facharzt für Innere Medizin und ein Unfallchirurg bilden demnächst das medizinische Dreigestirn bei der TuS. Die Personen sind bereits ausgewählt, es müssen nur noch letzte Gespräche mit den jeweiligen Vorgesetzten geführt werden. "Reine Formsache", wie Billigmann gestern optimistisch meinte.
Parkdeck am Oberwerth geplant
Entlastung für Stadion und Sporthalle bei Großveranstaltungen: Auf Königsbacher Gelände könnten 600 neue Plätze entstehen
Wenn die TuS Koblenz auf dem Oberwerth spielt oder eine Großveranstaltung zur Sporthalle lockt, bricht regelmäßig der Verkehr zusammen. Solange es noch kein neues Stadion gibt, könnte eine neue Überlegung zumindest für eine Entlastung sorgen.
KOBLENZ. Auf dem Gelände der Königsbacher Brauerei könnte schon bald ein Parkdeck für 400 bis 600 Autos entstehen. Die Stadt steht derzeit in Verhandlungen mit der Brauerei über die Nutzung von brachliegenden Flächen des Unternehmens. Mit den neuen Parkplätzen könnte die schwierige Verkehrssituation bei Heimspielen der TuS oder bei Großveranstaltungen in der Sporthalle entschärft werden. Der Stadtrat berät morgen über die entsprechenden planungsrechtlichen Grundlagen.
Vata sieht sich als Nummer neun
Zugang des Zweitligisten TuS Koblenz fühlt sich vorne am wohlsten - Albaner verfügt über viel Erfahrung
Fatmir Vata und Uwe Rapolder: Zwei Namen, deren Wege sich im Laufe der Jahre immer wieder gekreuzt haben. Kein Wunder also, dass der Trainer von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz den routinierten Angreifer von Arminia Bielefeld auf das Oberwerth gelockt hat - wo Vata im Herbst seiner Karriere Torjägerqualitäten unter Beweis stellen will.
Um diesen Mann glücklich zu machen, reicht offenbar schon ein Ball. Daran ändert auch das gesetzte Fußballer-Alter von 35 Jahren nichts. Wer in diesen Tagen das Training von Zweitligist TuS Koblenz beobachtet, wird schnell feststellen: Fatmir Vata will einfach nur spielen. Die Haare sind schon etwas lichter geworden, das ist aber auch schon das Einzige, was den Senior unter den Neuzugängen von seinen neuen Kollegen unterscheidet. "Man muss einfach Spaß beim Fußball haben - und wenn man den Ball haben will, muss man eben viel laufen", sagt der Albaner. Eine ruhige Kugel zu schieben, das ist nicht sein Ding.
"Wir gehen kein finanzielles Risiko ein"
TuS-Präsident Walter Degen blickt optimistisch in die anstehende Zweitliga-Saison - Vereins-Chef schielt auf einen einstelligen Tabellenplatz
Optimismus allenthalben: Während sich der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz auf die kommende Saison vorbereitet, ist Vereins-Präsident Walter Degen guter Dinge, dass der Abstiegskampf kein Thema sein wird. "Wir gehen zudem kein finanzielles Risiko ein", sagt Degen im Interview mit unserer Zeitung.
Es ist etwas ruhiger geworden für Walter Degen. Bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz haben sich die Wirren der Jahreshauptversammlung gelegt, zudem ist der Vereins-Präsident durch die Ausgliederung der Profi-Abteilung nicht mehr unmittelbar in das Tagesgeschehen eingebunden. Was nichts daran ändert, dass Degen der zweiten Saison im Liga-Unterhaus entgegenfiebert.
Herr Degen, mit welchen Erwartungen blicken Sie auf die neue Saison? Die Zweite Liga ist im nächsten Jahr nicht uninteressanter als die Erste Liga - es gibt für uns attraktive Gegner zuhauf. Aber ich denke, unser Geschäftsführer hat seine Hausaufgaben gemacht, denn unsere Verpflichtungen haben doch einen sehr guten Ruf. Das sehen übrigens auch die Konkurrenten so, was mir zuletzt bei einer Veranstaltung in Mainz bestätigt wurde. Aber trotz aller Vorschusslorbeeren: Unser vorrangiges Ziel bleibt zunächst, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und so früh wie möglich 40 Punkte auf dem Konto haben. Alles andere ist ein Zubrot; wenn wir am Ende auf Platz neun oder zehn stehen, wäre das eine schöne Sache.
Befürchten Sie, dass die Erwartungshaltung angesichts der offensiven Personalpolitik der Fans zu hoch ist? Das glaube ich nicht. Für uns geht es ja jetzt vor allem darum, den nächsten Schritt zu gehen und den Verein in der Klasse zu etablieren. Wir haben in der Vorsaison in der Mehrzahl der Spiele mit dem Regionalliga-Kader gespielt, deshalb wollten wir nun Leute holen, die uns weiter nach vorne bringen sollen. Wir haben jetzt praktisch alle Posten in der Mannschaft doppelt besetzt, die Qualität im Kader ist gestiegen. Aber daraus sollte man keine zu hohen Erwartungen ableiten - zu weit nach oben zu schauen, wäre eine völlig falsche Einstellung. Ich denke, das sehen wohl auch die Leute in der Stadt und der Region so.
Stichwort Neuverpflichtungen. Sie haben von guten Namen gesprochen - die kosten in aller Regel auch gutes Geld... Wir haben zwar acht Neuverpflichtungen, aber eben auch zehn Abgänge. Wir hatten in der Vorsaison über das ganze Jahr gesehen 31 Spieler unter Vertrag. Die Zahl haben wir nun reduziert, damit ist unser Etat für den Kader im Vergleich zum Vorjahr auch nicht gewaltig angestiegen. Dieses Geld haben wir - wir gehen kein finanzielles Risiko ein. Wir bekommen zum Beispiel etwas mehr Fernsehgeld, weil wir in der Rangliste der DFL um einige Plätze nach oben geklettert sind. Zudem rechnen wir in der kommenden Saison mit einem Zuschauerschnitt von knapp 10 000, was ja auch entsprechende Mehreinnahmen mit sich bringt. Angesichts der großen Nachfrage bei den Dauerkarten ist dies auch keine unrealistische Zahl. Zudem gehe ich davon aus, dass mindestens sieben Heimspiele ausverkauft sein werden
3000 neue Sitzplätze für TuS-Fans
Tribüne für die Südkurve - Stahlrohrbau soll zum ersten Heimspiel stehen - Die Zuschauerkapazität wird sich kaum verändern
Und wieder verändert das Stadion Oberwerth sein Gesicht: Auf der Südseite wird eine neue Sitzplatztribüne errichtet. Zum ersten Heimspiel der TuS Koblenz in der neuen Saison soll der Stahlrohrbau mit knapp 3000 neuen Sitzplätzen stehen. Auch wenn durch die Tribüne viele Stehplätze wegfallen, soll sich die Gesamtkapazität der "Festung Oberwerth" kaum verändern.
Kaum hatte die Nachricht, dass im Stadion Oberwerth eine neue Sitzplatztribüne entstehen soll, ihren Weg in die diversen Internetforen der Fans der TuS Koblenz gefunden, schon heizte sie verschiedenste Spekulationen an: Wird die Gesamtkapazität der "Festung Oberwerth" durch die neue Zusatztribüne kleiner? Sind die neuen Sitzplätze nur für die Anhänger der Gastmannschaften vorgesehen? Etliche Befürchtungen kamen bei den Fans auf.
Auch wenn sich ihre Fragen noch nicht hundertprozentig beantworten lassen, brauchen die Anhänger nicht mehr länger mutmaßen: Wie der Geschäftsführer der Tribünenbaufirma Nüssli im RZ-Gespräch erklärt, wird das Stadion Oberwerth zum einen auch in der neuen Spielzeit ähnlich viele Zuschauer fassen. Zum anderen ist die Tribüne für die TuS-Fans vorgesehen - auf alle Fälle zumindest der Löwenanteil der Plätze. Geschäftsführer Bernd Helmstadt: "Noch steht die Entscheidung aus, ob eventuell die jetzigen Sitzplätze der Gästefans auf der Gegengeraden auf die neue Tribüne verlegt werden sollen."
Errichtet wird der Stahlrohrbau in der Südkurve, zwei Jahre soll er stehen. "Unmittelbar hinter der Tartanbahn werden der Grünstreifen und die Stehstufen bis zur Böschungskrone überbaut", erklärt Bernd Helmstadt. Die dortigen Blöcke 3 (Stehplätze für Gästefans) und 4 (Stehplätze für Heimfans) werden deutlich reduziert. Es bleiben nur noch schmale Streifen für Stehplätze übrig - für die Gästefans wie gehabt angrenzend an die Gegengerade, für die Heimfans am VIP-Container. "Wie viele Stehplätze es dort letztlich nur noch geben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau gesagt werden", erläutert der Nüssli-Geschäftsführer und ergänzt: "Trotzdem wird sich die Gesamtzuschauerzahl des Stadions Oberwerth kaum verändern. Größer wird sie keinesfalls, aber auch höchstens nur minimal kleiner."
Müde TuS um Struktur bemüht
Koblenzer Zweitligist gewinnt ersten Test gegen FV Engers - Probespieler Tayfun Pektürk hinterlässt guten Eindruck
Die Vorstellung von Zweitligist TuS Koblenz im ersten Testspiel vor der neuen Saison war durchwachsen - aber eine Fußball-Gala konnte man gegen den FV Engers angesichts der derzeit hohen Trainingsbelastungen auch wirklich nicht erwarten. Immerhin: Neben zahlreichen Torchancen zeigte die TuS auch Ansätze von Spielkultur.
FV Engers - TuS Koblenz 0:3 (0:2)
Müde und humpelnd kamen sie aus den Kabinen geschlappt, nach dem Auslaufen gab"s noch ein Lächeln für die zahlreichen Fans, die sich mit den Kickern von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ablichten lassen wollten. Nach dem 3:0 gegen Oberligist FV Engers machten etliche Akteure den Eindruck, als hätten sie gerade ein Pokalspiel inklusive Verlängerung absolviert. Dabei war es weniger der Gegner, der den Koblenzern alles abverlangt hatte.
Nein, die Summe der Belastungen geht auch an einem austrainierten Profi nicht spurlos vorbei - die ersten Wochen der Vorbereitung sind eben kein Zuckerschlecken. "Einige gehen auf dem Zahnfleisch, aber das ist ja auch normal", sagte Routinier Rüdiger Ziehl, der schon etliche Jahre diese Prozedur mitmacht. Unter Trainer Uwe Rapolder scheint das Ganze aber wohl noch eine Nummer stressiger zu sein, was Ziehl nur diplomatisch andeutete: "Es ist eine sehr intensive Vorbereitung."
So gesehen war es dann auch ganz ordentlich, was die Koblenzer gegen die wackeren Engerser ablieferten. Klar, dass nicht jeder Pass seinen Adressaten finden konnte, zudem ließ das holprige Geläuf im Neuwieder Raiffeisen-Stadion kaum gepflegten Fußball zu. "Es war aber wichtig, dass wir zumindest gezeigt haben, dass wir kombinieren wollen", sagte Mittelfeldmann Goran Sukalo, der mit Blick auf die Saisonziele die derzeitigen Strapazen bereitwillig in Kauf nimmt: "Der Trainer will, dass wir 90 Minuten Druck machen, also müssen wir entsprechend vorbereitet sein."
Djokaj trifft bei Bewerbung
TuS Koblenz gewinnt Testspiel beim FC Metz - Schnelles und direktes Spiel bringt Erfolg
Schlechte äußere Bedingungen, aber eine gute innere Einstellung: Die TuS Koblenz gewann ihr Testspiel gegen den FC Metz auf französischem Terrain dank starken Auftritts.
FC Metz - TuS Koblenz 1:2 (0:0)
LONGEVILLE. Scheint ein großes Jahr zu werden für den FC Longeville. Erst die neue, rund 300 Zuschauer fassende Tribüne für den sechstklassigen Klub in der französischen Region Lorraine, rund 25 Kilometer südlich von Saarbrücken. Und gestern dann die feierliche Einweihung derselbigen beim Testspiel zwischen dem FC Metz und Zweitligist TuS Koblenz. Schön für die TuS, dass sie diesen Test für sich entscheiden konnte und beim 2:1 (0:0) stellenweise guten Fußball bot. Keine Selbstverständlichkeit für diese frühe Phase der Vorbereitung. "Natürlich bin ich sehr zufrieden. Da war schon eine gute Spielanlage zu sehen und der Wille, Fußball zu spielen. Jetzt müssen wir physisch noch zulegen, damit wir 90 Minuten lang Dampf machen können", sagte TuS-Coach Uwe Rapolder.
TuS: Die Einkaufstour ist beendet
Zweitligist Koblenz verpflichtet Linksfuß Ardijan Djokaj - Sportlich aufschlussreicher Trip nach Longeville
Das sind gleich zwei Erfolgsmeldungen: Zum einen zeigte Zweitligist TuS Koblenz beim 2:1 im Testspiel gegen den FC Metz eine erstaunliche Frühform. Zum anderen komplettierte der Klub seinen Kader mit der Verpflichtung von Ardijan Djokaj.
LONGEVILLE. Was als Chaos-Trip begann, endete schließlich doch noch in einer sportlichen Offenbarung. Mehr noch: Das Testspiel zwischen Zweitligist TuS Koblenz und dem FC Metz lieferte eine wichtige Erkenntnis. Testspieler Ardijan Djokaj erwies sich tatsächlich als fußballerisch so hochkarätig wie der Ruf, der dem Montenegriner vorauseilte. Gestern machte die TuS Nägel mit Köpfen und schloss einen Einjahresvertrag mit dem Offensivspieler ab - plus einseitiger Option für den Zweitligisten auf eine weitere Saison. Djokaj kommt ablösefrei. Damit ist die TuS-Einkaufstour beendet.
Heizung für Rasen
Die Arbeiten beginnen am Montag
Das wird eng: Nur einen Tag vor dem ersten Heimspiel von TuS Koblenz sollen die Arbeiten an der Rasenheizung im Stadion Oberwerth beendet sein. Dennoch ist Baudezernent Martin Prümm sicher: "Die Rasenheizung wird termingerecht fertiggestellt, wenn das Wetter keine Kapriolen schlägt. Am 16. August werden Linien gezogen und Eckfahnen aufgestellt, damit am nächsten Tag das erste Heimspiel der TuS stattfinden kann."
Der Auftrag für den Einbau der Heizung soll heute erteilt werden. Verschiedene Firmen, die laut Verwaltung Erfahrung mit Rasenheizungen haben, hatten Angebote abgegeben. Schon am Montag soll dann die ausgewählte Baufirma die Baustelle einrichten. Zunächst werden circa 30 Zentimeter Boden abgetragen. Dann werden Drainagegräben von 15 Zentimeter Tiefe im Abstand von vier Metern gebaut. Auf die gesamte Fläche und in die Gräben wird danach ein sogenanntes Geogitter gelegt, um den Baugrund zu stabilisieren.
Nach Einbau der Drainagerohre wird der ganze Platz mit einer fünf Zentimeter starken Kiesschicht bedeckt, auf die dann die Heizungsrohre gelegt werden. Prümm: "Die Heizungsrohre summieren sich auf 27 530 Meter Länge."
Die Rohre werden danach mit 13 Zentimeter Sandschicht überdeckt, auf die eine neun Zentimeter starke Rasentragschicht aufgebaut wird. Abschließend werden drei Zentimeter Rasendicksode auf einer Fläche von 7940 Quadratmeter ausgelegt.
TuS: Tests verlaufen durchweg positiv
Zweitligist Koblenz gewinnt auch gegen Maccabi Tel Aviv
Wieder ein Testspielerfolg für TuS Koblenz. Gegen Maccabi Tel Aviv siegte der Zweitligist in Nörtershausen mit 2:0 (1:0).
TuS Koblenz - Maccabi Tel Aviv 2:0 (1:0)
Dritter Sieg im dritten Test - Zweitligist TuS Koblenz versteht es in diesen Tagen der Vorbereitung, sich nicht allein die Fitness, sondern auch das Selbstvertrauen für die neue Spielzeit zu holen. Gegen Maccabi Tel Aviv - 2004 Gegner der Münchner Bayern in der Vorrunde der Champions League - landete die Elf von Trainer Uwe Rapolder in Nörtershausen vor 1168 überwiegend begeisterten Zuschauern einen 2:0 (1:0)-Erfolg.
Trotz der "Siegesserie" - zuvor gab es ein 3:0 gegen den FV Engers und ein 2:1 gegen den FC Metz - ist man bei der TuS bemüht, die Bodenhaftung zu bewahren. Allen voran Coach Rapolder, der nach dem Erfolg gegen die israelische Elf weitaus mehr zu kritteln denn zu loben hatte.
TuS glänzt für eine Stunde
Koblenzer Zweitligist gewinnt Test beim SV Elversberg - Angelo Versari als Probespieler
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat aus dem Trainingslager in Bad Bertrich einen erfolgreichen Abstecher ins Saarland gemacht. Beim SV Elversberg gab's den vierten Sieg im vierten Testspiel.
SV Elversberg - TuS Koblenz 0:1 (0:1)
Ralf Klingmann nach Bayern
Ralf Klingmann zieht es zurück in seine bayerische Heimat. Der Mittelfeldspieler, der sich im letzten Zweitligaspiel in Freiburg einen Kreuzbandriss zugezogen hat, steht vor einem Wechsel zum TSV Buchbach. Parallel zum Engagement bei dem Landesligisten wird der 25-Jährige dort auch eine Ausbildung beginnen. "Es ist noch nichts unterschrieben, aber es läuft darauf hinaus", sagt Klingmann.
Noch ohne Verein sind Anthony Tiéku und Salif Keita, deren Verträge bei der TuS ebenfalls nicht verlängert worden sind. Keita hatte sich zwischenzeitlich bei Regionalliga-Aufsteiger RW Oberhausen fit gehalten, zog sich dort aber den Unmut von Trainer Hans-Günter Bruns zu.
Rapolders Formation nimmt Formen an
Überzeugender Auftritt von Zweitligist TuS Koblenz im Test gegen Slavia Prag - Beide Tore in der Schlussphase durch Tayfun Pektürk
Auch das fünfte Spiel der Saisonvorbereitung hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz gewonnen. Eine ansprechende Leistung und zwei späte Tore verhalfen der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder zu einem verdienten Sieg über den tschechischen Spitzenklub Slavia Prag.
TuS Koblenz - Slavia Prag 2:0 (0:0)
Kennen Sie den? Schaut sich ein bekannter Zweitliga-Trainer gerade das Spiel seiner Mannschaft gegen einen Gegner an, der in der kommenden Woche die Qualifikation zur Champions League bestreitet - und wer nähert sich von hinten? Antwort: Es ist die üblicherweise aus den Kreisklassen bekannte Kuchenfrau, die ihr Gebäck gegen einen geringen Unkostenbeitrag an den Mann bringen will. Während am Samstag in Bad Ems das Testspiel zwischen TuS Koblenz und Slavia Prag allmählich in seine Schlussphase ging, wurde also auch Uwe Rapolder an der Seitenlinie gefragt, ob er gegen einen Euro nicht ein Stück frischen Streuselkuchens erstehen wolle. Die Antwort des Trainers an die Dame war eher von Unglauben bestimmt: "Ist das hier versteckte Kamera?"
Ansonsten dürfte sich Rapolder während des nunmehr fünften Testspiels der Koblenzer nur ganz selten im falschen Film gefühlt haben. Abgesehen von einer spielerischen Schwächeperiode zwischen der 25. und 45. Minute war es der mit sechs Neuzugängen in der Startformation spielende Zweitligist, der gegen den nominell bislang stärksten Gegner der Vorbereitung den Ton angab - Slavia Prag klopft in der übernächsten Woche immerhin in der zweiten Qualifikationsrunde an das Tor zur Champions League. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht", fasste Rapolder denn auch in Worte, was jeder der 1500 Zuschauer gesehen hatte, "vor allem die defensive Stabilität hat mir sehr gut gefallen - der Gegner hatte kaum Szenen." Dass sich der abermals positive Eindruck letztlich auch noch im Ergebnis manifestieren sollte, war vor allem dem 19-jährigen Tayfun Pektürk zu verdanken, der beide Treffer für TuS Koblenz erzielte: Beim 1:0 nach herausragender Vorarbeit von Dragan Bogavac stand der aus der A-Jugend von Schalke 04 gekommene Neuzugang dort, wo ein Stürmer stehen muss (83.), vor dem 2:0 setzte sich Pektürk nach Zuspiel von Philipp Langen gegen zwei Gegenspieler durch und traf aus 14 Metern in die linke Ecke. "Es ist eine große Umstellung für mich, erst einmal muss ich noch viel lernen", übte sich der Deutsch-Türke nach der Partie in Bescheidenheit, zeigte aber, dass er trotz seines jungen Alters mit Blick auf die kommende Saison mindestens eine wertvolle Ergänzung werden kann.
TuS: Trainingslager hinterlässt Spuren
Koblenzer Zweitligist müht sich bei Testspiel in Mülheim-Kärlich
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat den Abschluss des zehntägigen Trainingslagers genutzt, um sich in Mülheim-Kärlich den Fans zu präsentieren. Nebenbei gab's gestern Abend einen Erfolg gegen den dortigen Bezirksligisten.
SG Mülheim-Kärlich - TuS Koblenz 0:3 (0:1) Zehn Tage Trainingslager hinterlassen ihre Spuren. Da werden selbst fußballerische Selbstverständlichkeiten mitunter zur Herausforderung. Der Geist war willig, aber das Fleisch ziemlich schwach. So lässt sich das 3:0 von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz beim Bezirksligisten SG Mülheim-Kärlich zusammenfassen, das allenfalls als Lektion in Sachen Willensschulung diente. Darüberhinaus konnten die rund 1400 Zuschauer am Schulzentrum hautnah die TuS-Profis erleben, die in erster Linie im Autogramme schreiben gefordert waren.
Fußballerisch brachten die 90 Minuten wenig neue Erkenntnisse, zumal auf Koblenzer Seite etliche Stammspieler verletzt sind oder geschont wurden. Während die meisten der angeschlagenen Akteure aber wohl nach dem heutigen freien Tag wieder mitmischen können, ist bei Du-Ri Cha (Muskelfaserriss) und Frank Wiblishauser noch Geduld gefragt, der Linksverteidiger schleppt sich mit einer hartnäckigen Fersenprellung herum. Daneben bekam Torwart Djordje Pantic drei Tage "Heimaturlaub", nachdem seine Frau am Samstag in Belgrad eine Tochter zur Welt gebracht hat.
Sasic wird zum Fußball-Lehrer
Seit gestern (25.07.07) drückt Milan Sasic die Schulbank. Der bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz im April beurlaubte Trainer nimmt an der Deutschen Sporthochschule Köln am 54. Fußballlehrer-Lehrgang teil, der bis zum 6. Dezember dauert. Nach einem ersten Unterrichtsblock in Köln müssen die 27 Teilnehmer ab dem 17. September ein vierwöchiges Praktikum bei einem Bundesligisten absolvieren.
In Köln hat Sasic etliche prominente Mitstreiter, unter anderem zählen auch Claus-Dieter Wollitz von Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück sowie Jos Luhukay (Borussia Mönchengladbach) zu den Teilnehmern. Daneben haben sich diverse Ex-Profis wie Karl-Heinz Pflipsen, Thomas Hengen oder auch die ehemalige Frauen-Nationalspielerin Steffi Jones angemeldet. (sab)
TuS-Fanprojekt aus der Taufe gehoben
Initiative vertritt Interessen der Anhänger - Auswärtsdauerkarte im Angebot
Fast 5000 verkaufte Dauerkarten und viele neue Fanklubs. Die Popularität der TuS Koblenz wächst. Und mit ihr die Anzahl der Fans. Ein neues Projekt will dem Rechnung tragen.
Kurzmitteilungen, Anrufe, Erinnerungen der Mailbox - ständig klingelt eines der beiden (!) Handys von Daniel Schweitzer beim RZ-Besuch in der Geschäftsstelle der TuS Koblenz. Der Fanbeauftragte des Vereins ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Nicht nur das Team des Zweitligisten befindet sich eineinhalb Wochen vor seinem Pokalspiel in Havelse in der heißen Vorbereitungsphase. Auch Schweitzer hat alle Hände voll zu tun. "Wir haben einige Neuerungen für die Anhänger der TuS auf den Weg gebracht", sagt der 21-Jährige, der das "Fanprojekt TuS Koblenz" aus der Taufe gehoben hat. Diese Initiative soll einmal Dachorganisation und Interessenvertretung der Anhänger der Blau-Schwarzen werden.
Aktiv will sich das Fanprojekt um alle Belange der Fans und der Vereinsmitglieder kümmern, Ticketverkäufe für Auswärtsspiele und Fahrten dorthin organisieren. "Der soziale Aspekt soll dabei eine große Rolle spielen", erklärt Schweitzer und ergänzt: "Geplant sind etwa auch gesponserte und betreute Fahrten für Kinderheime. Außerdem wollen wir eine Drogen- und Suchtberatung anbieten."
Niederlage für Rapolder zweitrangig
Nach sechs Testspiel-Erfolgen verliert Zweitligist TuS Koblenz gegen Eintracht Frankfurt - Personalnot und zahlreiche taktische Experimente
Das siebte Testspiel hat TuS Koblenz den ersten Fleck auf der weißen Weste beschert. Bei der Niederlage gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt machte sich das Fehlen etlicher Stammkräfte bemerkbar, zudem probierte TuS-Trainer Uwe Rapolder diverse taktische Varianten aus.
TuS Koblenz - Eintracht Frankfurt 1:3 (1:1)
Das Ergebnis war zweitrangig, die übergeordneten Erkenntnisse standen im Mittelpunkt. Zumindest für Trainer Uwe Rapolder, der mit Fußball-Zweitligist TuS Koblenz erstmals in der Vorbereitung eine Niederlage einstecken musste. 1:3 hieß es am Ende gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt vor der ansprechenden Kulisse von 2700 Zuschauern in Boppard-Buchenau. "Wir haben gesehen, dass wir unsere Verletzten brauchen", fasste der 49-Jährige seine wesentlichen Eindrücke nach einem nur mäßig überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft zusammen.
Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel der Saison - dem DFB-Pokalspiel beim TSV Havelse - hatte man auf Koblenzer Seite Vorsicht walten lassen und in Dennis Eilhoff, Marko Lomic, Goran Sukalo und Ardijan Djokaj gleich vier Spieler der mutmaßlich ersten Elf geschont. Darüber hinaus waren auch Joshua Grenier und Frank Wiblishauser nicht zum Einsatz gekommen. "Im Ernstfall hätten heute alle spielen können", erklärte Mannschaftsarzt Peter Billigmann und fügte hinzu, dass lediglich für den seit Längerem an einem Muskelfaserriss laborierenden Du-Ri Cha das Pokalspiel zu früh kommt.
August
Lahnstein ärgert TuS
Zweitligist siegt erst in Schlussminute
Mehr Mühe als erwartet hatte Fußball-Zweitligist TuS Kobenz im Testspiel bei Rheinlandligist SG Lahnstein - erst in der letzten Minute gelang den Profis der Siegtreffer.
SG Lahnstein - TuS Koblenz 1:2 (0:0)
Das hatten sich die Profis von Zweitligist TuS Koblenz dann doch etwas anders vorgestellt. Das letzte Testspiel vor der anstehenden Saison gegen die SG Lahnstein sollte eine Mischung aus Werbung in eigener Sache und intensiver Trainingseinheit werden - aber eine Niederlage war wohl nicht vorgesehen. Lange Zeit wandelte die TuS am Rande einer Blamage, setzte sich dann aber doch mit 2:1 durch, wobei der Siegtreffer durch Fatmir Vata erst in der Schlussminute fiel.
Wie nicht anders zu erwarten, bestimmten die Koblenzer vor rund 1000 Zuschauern im Rhein-Lahn-Stadion stets das Geschehen, schafften es aber nicht, eine Vielzahl von hochkarätigen Chancen zu verwerten - allein drei Mal klatschte der Ball an die Latte des Lahnsteiner Gehäuses. Bei den Gastgebern wiederum wurde Jerome Fayé in der 61. Minute für seinen Mut belohnt, als er aus 18 Metern einfach abzog und das Leder zum 1:0 einschlug. Erst in der Schlussphase drehte sich das Blatt, Manuel Hartmann (83.) und Vata (90.) sorgten für den mühevollen Sieg. Während SG-Trainer Marc Volke festhielt, "dass wir der TuS das Leben schwergemacht haben", sprach TuS-Coach Uwe Rapolder von einem "warnenden Beispiel" vor dem Pokalspiel in Havelse. (ost/sab)
Rumpelfußball reicht Rapolder nicht
Mit der zweiten Halbzeit des DFB-Pokalspiels in Havelse war der Koblenzer Trainer nicht einverstanden - TuS erfüllt nur ihre Pflicht
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat seine Premiere als Favorit in der 1. DFB-Pokalrunde unbeschadet überstanden. Beim glanzlosen 3:0-Sieg gegen den Fünftligisten TSV Havelse stellte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder die Weichen bereits früh auf Sieg.
TSV Havelse - TuS Koblenz 0:3 (0:3)
Pünktlich zur Pokalzeit kommen die Liebhaber von Stammtischparolen immer wieder voll auf ihre Kosten. Gängige Fußballweisheiten wie "Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze", "Die Partie muss erstmal gespielt werden" und "Das Spiel dauert 90 Minuten" werden vor allem in der Vorberichterstattung immer wieder zu Rate gezogen.
Zumindest die letzte Aussage sollte sich aber beim DFB-Pokalauftritt der TuS Koblenz beim TSV Havelse nur theoretisch bestätigen. Hinterher waren sich nämlich alle Beteiligten einig, dass die Erstrunden-Partie eigentlich schon nach 26 Minuten zugunsten des Favoriten entschieden war. Mit einem sehenswerten Freistoßtor und seinem zweiten Treffer des Tages zum 0:3 hatte Marko Lomic sehr früh die Verhältnisse zurechtgerückt; einen entspannten Tag bescherte er seinem Trainer Uwe Rapolder damit aber trotzdem nicht.
"In der zweiten Halbzeit habe ich mich nur noch geärgert", zeigte sich der Übungsleiter vor allem mit dem Leistungsabfall seiner Akteure nach der Pause unzufrieden; gar als "Rumpelfußball" bezeichnete er das Auftreten der Koblenzer Mannschaft in dieser Spielphase. Insofern war es ein Glück für die TuS, dass gerade im Pokal oftmals zwanzig, dreißig gute Minuten - vor allem, wenn es gegen die ganz Kleinen geht - zum Erfolg ausreichen.
Koblenz beschenkt die 05er
Mainzer Startsieg durch haarsträubende Fehler der TuS begünstigt - Rapolder: Kein Grund zur Panik
Glänzender Saisonauftakt für eine überzeugend aufspielende Mainzer Mannschaft, Ernüchterung bei TuS Koblenz. Mit 4:1 (1:1) besiegten die 05er eine über weite Strecken indisponierte TuS-Formation.
FSV Mainz 05 - TuS Koblenz 4:1 (1:1)
MAINZ. Uwe Rapolder spricht gern vom Fußballspiel als Erlebnis. Doch so, wie seine Schützlinge den Erlebnischarakter des Ballspiels gestern interpretierten, müssen sie ihren Trainer gründlich missverstanden haben. Beim 1:4 (1:1) von TuS Koblenz bei Erstligaabsteiger FSV Mainz 05 konfrontierten die TuS-Akteure ihren verdutzten Übungsleiter gleich mit einer ganzen Kette unglückseliger Ereignisse, "die ich so noch nicht erlebt habe", konstatierte Rapolder.
Novitäten, die nicht zuletzt dafür verantwortlich waren dass der Saisonauftakt für die TuS ordentlich in die Hose ging. Die Mainzer Fans dagegen bejubelten einen rundum gelungenen Saisonauftakt ihrer neu formierten Elf.
"So viele Geschenke, wie wir heute verteilt haben, das ist wohl einzigartig", resümierte Rapolder und unterstrich die landläufige Erkenntnis, wonach allem Neuen längst nicht immer auch Gutes innewohnen muss. Rapolder spielte auf die Treffer zum 1:2 und 1:3 aus Koblenzer Sicht an, die frühzeitig die TuS-Niederlage besiegelten.
Nach einer von den 05ern engagiert, den Koblenzern indes nur leidlich überzeugend geführten ersten Hälfte stimmte aus Sicht der Gäste eigentlich nur das Ergebnis. Das 1:1 zur Pause schmeichelte der Rapolder-Elf. Doch es sollte aus TuS-Sicht sogar noch die bessere von zwei Spielhälften sein.
Denn als sich die Gäste gerade anschickten, den 05ern auf Augenhöhe zu begegnen, nahm das Schicksal seinen Lauf. TuS-Keeper Dennis Eilhoff muss das falsche Paar Handschuhe erwischt haben. Anders ist Eilhoffs Patzer nicht zu erklären, als er einen sicher geglaubten Ball nochmal herschenkte und Petr Ruman zum 1:2 einschob. Einmal im Kuriositätenkabinett angekommen, mochten die Koblenzer ihren Platz so schnell nicht räumen. Nach einer Ecke für die TuS rollte der Mainzer Konter. Ehe sich Eilhoff versah, standen vier Mainzer Angreifer mutterseelenallein vor ihm, schoben sich den Ball zu, den Markus Feulner schließlich zum 1:3 im Netz versenkte - keine zwei Minuten nach dem zweiten Mainzer Tor.
Über Standards zum Sieg
TuS Koblenz gelingt gegen Augsburg der erste Saisonerfolg - Bajic und Sukalo treffen nach Ecken
Erstes Heimspiel, erster Saisonerfolg. Mit 2:1 besiegte TuS Koblenz gestern Abend den FC Augsburg und leistete damit zumindest ergebnismäßig Wiedergutmachung für die 1:4-Schlappe in Mainz.
TuS Koblenz - FC Augsburg 2:1 (1:0)
Als Uwe Rapolder vor der Partie seiner TuS Koblenz gegen den FC Augsburg die Randbemerkung fallen ließ, dass zwar erst der zweite Spieltag anstehe, "wir aber jetzt auch mal aufs Resultat schauen müssen", dann war das so etwas wie eine Prophezeiung, was die Güte dieser Partie betraf.
Ein Schönheitspreis wurde, wie zu erwarten, gestern Abend auf dem Oberwerth nicht vergeben. Aber es ging ja auch nach den Auftaktniederlagen für beide Teams um eine möglichst prompte Wiedergutmachung. Und die gelang den Koblenzern, die am Ende über einen hart erkämpften Sieg jubeln durften. Kein spielerisches Glanzstück der TuS, kein apostrophierter Konzeptfußball, kaum Vertikalspiel. Der Sieg war vielmehr das Ergebnis einer wieder entdeckten Stärke aus der vergangenen Spielzeit.
Beide Koblenzer Tore fielen nach Standardsituationen. Genauer gesagt, nach Ecken von Linksfuß Marko Lomic. Nach einer halben Stunde stand TuS-Verteidiger Branimir Bajic am zweiten Pfosten goldrichtig. Und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich für Augsburg war es sechs Minuten vor dem Schlusspfiff wieder eine Lomic-Ecke, die zum Sieg führte. Goran Sukalo traf per Kopf und ließ die Fans jubeln.
TuS sucht Lösung für Pektürk
Ausgedünnte Personaldecke beim Koblenzer Zweitligisten - Neuzugang muss Zivildienst in Gelsenkirchen leisten
Die dünne Personaldecke erschwert bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz die Vorbereitungen auf das anstehende Spiel beim FC St. Pauli. Unter den Abwesenden ist auch Tayfun Pektürk, der zurzeit in Gelsenkirchen seinen Zivildienst ableisten muss.
So leicht lassen sich Uwe Rapolder und die Fußballer von TuS Koblenz nicht die Laune verderben. Die Trainingsgruppe beim Zweitligisten ist in dieser Woche zwar reichlich dezimiert, die Stimmung dennoch prächtig. Bestes Beispiel: Als Andreas Richter, sonst eher für die rustikalen Akzente auf dem Platz zuständig, einen Seitfallzieher aus 16 Metern genau ins Dreieck setzte, war das Gejohle groß, auch der Schütze selbst konnte sein Glück kaum fassen.
TuS-Offensive enttäuscht
Koblenzer verlieren verdient beim FC. St Pauli - Rapolder-Mannen im Angriff viel zu harmlos
Wer nicht aufs Tor schießt, kann auch nicht als Sieger vom Platz gehen. Weil TuS Koblenz in der Offensive wenig zustandebrachte, gab's beim FC St. Pauli eine Niederlage.
FC St. Pauli - TuS Koblenz 1:0 (0:0)
Es hätte ein so schöner Sonntag werden können für TuS Koblenz. Nahezu 1000 gut gelaunte Fans hatten das Auswärtsspiel der Rapolder-Elf in Hamburgs Amüsierviertel zu einem Wochenend-Ausflug genutzt, aber der krönende Abschluss blieb aus. Im Stadion am Millerntor unterlag die TuS dem FC St. Pauli, was vor allem an der fehlenden Durchschlagskraft der Gäste lag.
"Es war eigentlich ein typisches Unentschieden", sagte TuS-Trainer Uwe Rapolder und sagte damit schon viel über die Güte des Spiels. Über weite Strecken neutralisierten sich beide Mannschaften und rackerten um jeden Zentimeter in der etwas anderen Kultstätte des Profifußballs. Unzählige Zweikämpfe prägten die Aktionen auf beiden Seiten, im Spiel nach vorn passierte über 90 Minuten kaum etwas. Das Ärgerliche aus Koblenzer Sicht: Den Gastgebern reichte eine gelungene Aktion, um drei Punkte einzufahren. Auf der anderen Seite wurde die TuS dafür bestraft, dass sie ihr Augenmerk vor allem darauf gelegt hatte, das 0:0 zu verwalten und über die Runden zu bringen.
Daran änderte auch nichts, dass Rapolder eine runderneuerte Startelf auf den Rasen geschickt hatte. Diese Maßnahme hatte sich schon unter der Woche angekündigt, der TuS-Coach war mit den Trainingsleistungen einiger Schützlinge ganz und gar nicht zufrieden. Zudem wollte Rapolder Undiszipliniertheiten gleich im Keim ersticken.
Prominentestes Opfer wurde Angreifer Fatmir Vata, der unter anderem zum Frühstück vor dem Spiel zu spät kam und aus dem Aufgebot gestrichen wurde. Andere, wie die zuletzt gesetzten Marko Lomic oder Dragan Bogavac, mussten in Hamburg zu Beginn auf die Bank. Im Vergleich zum Augsburg-Spiel in der Vorwoche gab's insgesamt fünf Änderungen. "Es geht darum, dass alle die Regeln der Gruppe einhalten müssen", so der TuS-Coach später.
Daham stürmt jetzt für TuS Koblenz
Zweitligist verpflichtet Angreifer vom 1. FC Kaiserslautern
Zwei Tage vor dem Ende der Transferfrist hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz noch einmal im Angriff nachgelegt und Noureddine Daham verpflichtet. Pikant: Der Algerier kommt vom nächsten Gegner 1. FC Kaiserslautern und ist am Freitag gegen seinen Ex-Klub bereits spielberechtigt.
Eigentlich war die Personalplanung bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz bereits abgeschlossen, aber der dezimierte Kader hat für ein Umdenken bei den Verantwortlichen gesorgt. Nachdem sich Linksfuß Ardijan Djokaj weiter mit hartnäckigen Problemen an der Wade herumplagt und auch der Genesungsprozess von Evangelos Nessos nur schleppend verläuft, wurde zwei Tage vor dem Ende der Transferperiode ein weiterer Angreifer verpflichtet. Sein Name: Noureddine Daham.
Der Algerier hat bei der TuS einen Zweijahresvertrag unterschrieben und kommt ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern. Eben von jenem FCK, der am Freitag um 18 Uhr zum rheinland-pfälzischen Derby auf dem Oberwerth gastiert."Unsere Spielerdecke ist im Moment einfach zu dünn", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder, "wenn sich jetzt noch jemand verletzen würde, hätten wir eine sehr unangenehme Situation." Zuletzt tummelten sich gerade einmal 15 Feldspieler bei den Übungseinheiten - zu wenig, um den Druck im Kader aufrechtzuerhalten, zu wenig, um mannschafts-taktische Abläufe zu verfeinern. Der Koblenzer Coach sieht diese Personalie unabhängig vom bisherigen sportlichen Verlauf, "wir hätten ihn auch geholt, wenn wir jetzt schon neun Punkte auf dem Konto hätten". Gut möglich sogar, dass der Algerier nicht der einzige Akteur ist, der im Schlussverkauf verpflichtet wird, bis zum Freitagabend will der TuS-Coach den Markt nach einer weiteren Verstärkung sondieren.
U23 gewinnt ihr Spiel gegen Luxemburg
Die Luxemburger gingen nach 18 Minuten durch einen Freistoss aus 20 Metern in Führung Der Spieler mit der Nr. 10 schoss über die Mauer in den rechten Torwinkel. Durch ein Kopfballtor von Patrick Schmidt in der 33. Minute kam es zum Ausgleich. Pause 1:1 Nach der Pause erzielten Christian Wiersch das 2:1 (60. Min.), das 3:1 durch Eike Mund (63. Min.), das 4:1 wieder durch Eike Mund (80. Min.), das 5:1 durch Tobias Bauer (84. Min.), und das 6:1 durch Sebastian Hahn (88. Min.)
September
TuS verspielt zweimalige Führung
Leistungsgerechtes Unentschieden im Derby zwischen Koblenz und Kaiserslautern - Beide Abwehrreihen mit Fehlern behaftet
Vier Tore, gute Unterhaltung, gerechtes Resultat. Mit 2:2 trennten sich TuS Koblenz und der 1. FC Kaiserslautern im Rheinland-Pfalz-Derby.
TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern 2:2 (1:1)
So verhält es sich mit Fußballspielen, in denen beide Defensivreihen den Fehler von der Ausnahme zur Regel erheben: Die Trainer werden in den Wahnsinn getrieben, die Zuschauer indes haben ihren Spaß. Das Derby zwischen TuS Koblenz und dem 1. FC Kaiserslautern war eine solche Partie. 2:2 stand es nach 90 unterhaltsamen Minuten eines kuriosen Spiels, in dem der Feldvorteil mehrfach wechselte und sich beiden Teams Chancen für ein Dutzend Tore boten.
Zweimal hatte die TuS in Führung gelegen, zweimal war es ihr nicht gelungen, diese trotz bester Chancen auszubauen. Die Lauterer wiederum bewiesen große Moral, steckten nie auf und verdienten sich das Remis redlich. Am Ende waren die Gäste dem Sieg sogar näher als die TuS.
Montenegro ruft Bogavac
Fußball: TuS-Stürmer für Nationalmannschaft nominiert - Kein Länderspiel für Mavric und Sukalo
Bei der WM 2006 wurden Serbien und Montenegro noch von einer Mannschaft repräsentiert. Inzwischen hat auch der jüngste Staat der Welt ein eigenes Team. Und dazu soll bald auch der Koblenzer Dragan Bogavac gehören.
Gut möglich, dass Fußball-Zweitligist TuS Koblenz in der kommenden Woche einen weiteren Nationalspieler in seinen Reihen hat: Dragan Bogavac steht vor dem Debüt in der montenegrinischen Nationalmannschaft. Heute geht's für den 27-Jährigen nach Podgorica, wo am kommenden Mittwoch das Testspiel gegen Schweden auf dem Programm steht. "Ich bin absolut glücklich über die Nominierung, hoffentlich komme ich auch zum Einsatz", freut sich der Angreifer. Der Hintergrund des Ganzen: Nach der Trennung vom serbischen Verband wurde Montenegro im Januar in die Uefa integriert, ab 2008 darf die A-Mannschaft in der dann beginnenden WM-Qualifikation mitmischen. Neben Bogavac wurden aus der Zweiten Liga auch Vlado Jek-nic (SV Wehen Wiesbaden) und Milorad Pekovic (Mainz 05) nominiert.
TuS muss vorerst auf Evers verzichten
Verteidiger des Zweitligisten ist erkrankt
Die ersten Befürchtungen haben sich bestätigt: Fußball-Zweitligist TuS Koblenz muss vorerst auf Rechtsverteidiger Brenny Evers verzichten, der an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt ist. Nachdem der Niederländer zuletzt immer wieder über Müdigkeit geklagt hatte, wurden in dieser Woche eingehende Untersuchungen gemacht, die nun Gewissheit brachten. "Die Krankheit hat sehr unterschiedliche Verläufe", sagt Mannschaftsarzt Professor Peter Billigmann, "insofern lässt sich auch schwer vorhersagen, wie lange er ausfallen wird." Einen ähnlichen Fall gab's bereits in der Vorsaison, seinerzeit musste Ferydoon Zandi vier Wochen pausieren.
Unterdessen stellt sich in diesen Tagen ein Testspieler bei der TuS vor. Sein Name: Njaz Kuqi. Der 24-jährige kantige Angreifer stand zuletzt bei Liga-Konkurrent Carl Zeiss Jena unter Vertrag, kam dort in der vergangenen Rückrunde aber nur zu einem Einsatz in der zweiten Mannschaft in der Oberliga. Der Finne mit albanischen Wurzeln ist zurzeit arbeitslos und sucht einen neuen Klub. "Der Trainer wird sich heute noch einen Eindruck von ihm machen, unter Umständen wird für Kuqi eine Gastspielerlaubnis für die Partie in Wattenheim beantragt", so TuS-Pressesprecher Dirk Zilles. Die Koblenzer treten am Samstag um 16 Uhr bei dem pfälzischen Bezirksligisten an, um das freie Wochenende zu überbrücken. (sab)
Greniers Einsatz macht dem TuS-Nachwuchs Beine
In der internationalen Nachwuchsrunde zeigt die verstärkte Koblenzer U 23 eine starke Leistung gegen Charleroi
U23 TuS Koblenz - U23 SC Charleroi 2:1 (0:1)
Die Kreisliga B ist eigentlich das sportliche Zuhause der U 23 der TuS Koblenz. Nicht unbedingt eine Herausforderung für die Kicker von Trainer Colin Bell, die in der vergangenen Saison zum Teil noch um den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga spielten. Das Team nutzt die internationale Nachwuchsrunde, um sich auf deutlich höherem Niveau mit renommierten Klubs zu messen. Im dritten Spiel der Runde war mit dem SC Charleroi der Nachwuchs des belgischen Erstligisten zu Gast. In Emmelshausen zeigte die TuS nach einem frühen Rückstand (8.) eine taktisch reife und kämpferisch starke Leistung und kam gegen die Belgier zu einem verdienten Sieg.
TuS: Erfolg dank Daham
Algerier erzielt beim Sieg in Jena beide Treffer - Ansätze von Spielkultur nach schwachen 30 Minuten
Erster Auswärtssieg für TuS Koblenz. Neuzugang Noureddine Daham erzielte beide Tore beim 2:1-Erfolg bei Carl Zeiss Jena.
FC CZ Jena - TuS Koblenz 1:2 (1:2)
Er kam nur zu seinem ersten Einsatz von Beginn an für TuS Koblenz, weil der eigentlich als einzige Spitze vorgesehene Fatmir Vata kurzfristig wegen einer Oberschenkelzerrung passen musste. Doch Noureddine Daham unterstrich, dass durchaus segensreich sein kann, was aus der Not geboren wird. Der Algerier avancierte mit zwei blitzsauberen Treffern beim 2:1-Erfolg der TuS bei Carl Zeiss Jena zum Mann des Abends. "Wir haben heute hinten sehr gut gestanden, und vorne hat Daham zwei herrliche Tore erzielt. Dieser Sieg ist eine wichtige Motivationsspritze für die Heimspiele gegen Köln und Fürth", hofft TuS-Trainer Uwe Rapolder.
Dank Daham kam die TuS in Ostthüringen damit zu ihrem ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit. Ein Erfolgserlebnis mit einem etwas längeren Anlauf. Eine halbe Stunde lang tat sich die TuS im Ernst-Abbe-Sportfeld ziemlich schwer. In der Defensive schläfrig, im Passspiel nach vorne zu ungenau, präsentierten sich die Koblenzer wenig souverän. Weil auf der anderen Seite die Jenaer noch größere spielerische Armut an den Tag legten, schleppte sich die Partie so dahin.
Bis die TuS der Weckruf in Gestalt von Daham ereilte. Der Mittelstürmer war zur Stelle, als er eine passgenaue Flanke von Martin Forkel aus fünf Metern einköpfte.
TuS-Talente ziehen ins Kloster
Kooperation des Zweitligisten mit dem Johannes-Gymnasium nimmt Formen an - Internatszimmer noch diese Woche bezugsfertig
100 Jahre alt geworden ist das Bruchsteingebäude am Lahnsteiner Rheinufer erst vor wenigen Wochen, große Veränderungen haben die Jahre in dieser Zeit für das einstige Kloster mit sich gebracht. Vor allem in jüngster Zeit. Wo so viele Jahre die Arnsteiner Patres lebten und wirkten, werden jetzt wieder junge Menschen lernen, studieren - und vor allem Fußball spielen.
Langen fällt sechs Monate aus
Kreuzbandriss stoppt Linksfuß von TuS Koblenz - Operation in Köln
KOBLENZ. Philipp Langen im Pech: Der Mittelfeldspieler hat sich während des Trainingslagers von TuS Koblenz in Bad Bertrich einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Teilabriss des Außenbandes im rechten Knie zugezogen. Langen war im Rasen hängen geblieben und hatte sich dabei das Knie verdreht. Unmittelbar nach der Verletzung wurde der 21-Jährige vom Kölner Sportmediziner Dr. Schäferhoff untersucht - in Köln wird Langen auch am Montag operiert werden. Die traurige Konsequenz für das Koblenzer Eigengewächs: Langen wird rund sechs Monate ausfallen und ist somit erst im Frühjahr wieder einsatzbereit. Die Verletzung trifft auch TuS-Trainer Uwe Rapolder, der auf der linken Außenbahn kaum Alternativen hat. Zuletzt hatte sich immerhin Ardijan Djokaj nach seiner Wadenverletzung zurückgemeldet, ansonsten fehlt es an offensiven Linksfüßern. "Jetzt sind andere gefordert", sagt der Trainer. Eher unwahrscheinlich allerdings, dass die Koblenzer einen Ersatz für Langen suchen, zumal derzeit nur arbeitslose Profis verpflichtet werden können. Rapolder: "Wir müssen sehen, wie sich unsere personelle Lage entwickelt." (sab)
Lauf für den guten Zweck
TuS-Fans helfen - Schirmherr ist Thomas Anders - Bereits mehr als 12 000 Euro kamen zusammen
Laufbereitschaft ist im Fußball eine unverzichtbare Tugend. An diesem Wochenende wird sie allerdings nicht nur von den Mannen von Uwe Rapolder verlangt, sondern auch von Anhängern der Blau-Schwarzen. Denn die beiden TuS-Fanclubs "PQB (Premium-Qualitätsbeitrag) - die Kreativschmiede von Fans für Fans" und die "Karthäuser Löwen" haben einen 24-Stunden-Lauf für einen guten Zweck organisiert.
Am Samstag um 10 Uhr fällt am Deutschen Eck der Startschuss zum 24-Stunden-Lauf, den die beiden TuS-Fanclubs "Karthäuser Löwen" und "PQB - die Kreativschmiede von Fans für Fans" organisiert haben. Bis Sonntag, 10 Uhr, werden dann ununterbrochen Läufer der beiden Fanclubs auf der zwei Kilometer langen Strecke zwischen dem Kaiserdenkmal und der Balduinbrücke unterwegs sein. Hintergrund des Laufes, an dem sich rund 30 konditionsstarke TuS-Anhänger aus den beiden Fanclubs beteiligen, ist dabei kein sportlicher Wettkampf, sondern die Unterstützung des Koblenzer Kinderhospizes Löwenzahn, dem der Erlös komplett zugutekommt.
Die Arbeit der zahlreichen Helfer und Organisatoren der beiden TuS-Fanclubs hat sich schon gelohnt. So konnten bislang mehr als 12 000 Euro für die Benefizaktion, die unter dem Motto "TuS-Fans helfen" firmiert, gesammelt werden. Während des Laufes, der auf eine Idee von Helmut Görgen zurückgeht, hoffen die Anhänger der Blau-Schwarzen natürlich auf weitere Spenden. "Es wird am Samstag am Rande des Laufes, der hoffentlich auch von vielen Zuschauern begleitet wird, auch eine Tombola geben, deren Erlös ebenfalls dem Kinderhospiz Löwenzahn zugutekommt", sagt Joachim Bender von "PQB". Zu gewinnen gibt es bei der Tombola, deren Lose 1 Euro kosten, Trikots von Dzaka oder Eillhoff oder VIP-Karten zum Fürth-Spiel.
Unterstützt wird der 24-Stunden-Lauf von Thomas Anders. "Ich habe sehr gerne die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen, weil ich finde, dass das Kinderhospiz eine sehr wichtige Arbeit hier am Ort macht", so Anders. Das Kinderhospiz Löwenzahn wurde 2006 als ambulantes Hospiz gegründet und begleitet Kinder, die an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden, sowie deren Eltern. (pka)
Koblenz belohnt sich nicht
TuS liefert gegen den 1. FC Köln eine starke Leistung, ist aber in der Defensive zu fahrlässig
Fußball verkehrt im ausverkauften Stadion Oberwerth: Im Duell gegen den Aufstiegsfavoriten 1. FC Köln war TuS Koblenz über weite Strecken die bessere und aktivere Mannschaft - aber die drei Punkte gingen rheinabwärts.
TuS Koblenz - 1. FC Köln 1:2 (1:1)
Im Fußball geht's nicht immer gerecht zu. Emotionen und Aggressivität und auch die bessere Spielanlage sind noch lange nicht ausreichend, um als Sieger vom Platz zu gehen. Pragmatismus und Effizienz ist gefragt, noch dazu in der Zweiten Liga. Diese Erfahrung ist auch für TuS Koblenz längst nicht neu, wurde aber gestern beim 1:2 gegen den 1. FC Köln einmal mehr bestätigt.
"Wir sind natürlich sehr enttäuscht", sagte denn auch TuS-Trainer Uwe Rapolder und wusste nicht so recht, wie er die 90 Minuten bewerten sollte. Einerseits hatte seine Elf den Aufstiegsfavoriten Nummer eins kaum zur Entfaltung kommen lassen, andererseits mussten seine Kicker nach 90 Minuten mit hängenden Köpfen vom Platz trotten - und waren selbst daran schuld. "Die Art und Weise ist schon sehr ärgerlich", sprach der Coach die Entstehung der Gegentreffer an. Vor dem 1:1 reichte ein Sekundenschlaf von Innenverteidiger Matej Mavric, um FC-Angreifer Milivoje Novakovic den Weg zu ebnen (37.). Und auch beim 1:2 machte die Hintermannschaft keine gute Figur. Es war die 71. Minute, als Novakovic erneut jubeln durfte und der Spielverlauf endgültig auf den Kopf gestellt wurde.
Zweitligist TuS Koblenz füllt den Stadtsäckel mit viel Geld
Hohe Steuersummen fließen zurück - Werbeeffekt von 4 Millionen Euro
Ob ausgelassene Freude oder tiefe Traurigkeit - kaum ein Sport wirkt so elektrisierend wie Fußball. Doch König Fußball weckt nicht nur Emotionen, er lässt Steuern sprudeln, schafft Arbeitsplätze, lässt die Gastronomie florieren und füllt somit wirksam den Steuersäckel. Die Stadt Koblenz profitiert kräftig davon, dass die TuS in der Zweiten Liga spielt.
2 Millionen Euro Einkommensteuer und 1,5 Millionen Euro Umsatzsteuer zahlte TuS Koblenz im vergangenen Jahr. Eine hohe Summe, die nicht zuletzt auch den klammen Stadtsäckel füllte, denn allein von der Einkommensteuer fließen 15 Prozent direkt in den Haushalt der Stadt Koblenz. Im vergangenen Jahr waren dies somit also 300 000 Euro. Und auch an der Umsatzsteuer ist die Stadt im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs prozentual beteiligt. Indirekt partizipiert die Kommune auch über die Arbeitsplätze am Job-Motor und Steuerzahler TuS.
Direkt in der Kasse spürt auch die Gastronomie die Wirtschaftskraft der TuS: "Wie viel Mehrumsatz genau Kneipen, Restaurants oder Hotels an einem Spieltag haben, lässt sich aber nur schwer beziffern", so Herman Gläsner, TuS-Geschäftsführer. Dass hier aber ein erheblicher Zuwachs stattfindet, ist unumstritten. "Allein die Hotels in Koblenz sind an den meisten Spieltagen der TuS immer ausgebucht."
Beziffern allerdings lässt sich der Werbewert, den die Mannen von Uwe Rapolder der Stadt Koblenz einspielen. Wenn die TuS nämlich in der Allianzarena gegen die Münchener Löwen antritt oder auf dem Oberwerth die Gladbacher Fohlen empfängt, ist Koblenz kostenlos in allen Medien präsent - und das bundesweit von Flensburg bis Oberstdorf. "Das Unternehmen Sport five hat einmal ausgerechnet, dass der Werbewert, den eine Mannschaft der Zweiten Fußballbundesliga für eine Stadt erwirtschaftet, bei jährlich 4 Millionen Euro liegt. Diese Summe müsste Koblenz also in Werbung investieren, um als Stadt ähnlich wahrgenommen zu werden, wie es unserer Mannschaft kostenlos gelingt", so Gläsner.
Peter Karges
Neue Chance für neues Stadion
OB: Stadt, Landkreis und Investor über Standort grundsätzlich einig
Neue Chance für eine neue TuS-Arena: Westlich der A 61 in unmittelbarer Nähe zum Koblenzer Kreuz könnte das neue Stadion entstehen. Das teilte die Stadt gestern Nachmittag mit.
Der Investor, der eine Fußball- und Eventarena bauen wolle, habe in der Gemarkung Bassenheim und Koblenz ein ausreichend großes Grundstück ausgemacht. Planungen, die das Stadion auf der Koblenzer Seite der Autobahn vorsahen, seien dagegen vom Tisch: Nicht realisierbar, so das Ergebnis vorausgegangener Prüfungen.
In einem Gespräch zwischen Investor, Oberbürgermeister Eberhard Schulte-Wissermann und Landrat Albert Berg-Winters war man sich einig: Grundsätzlich ist das Stadion westlich der A 61 machbar. Den Verwaltungschefs liegen jetzt erste Projektskizzen vor, die mit weiteren Details den jeweiligen Gremien vorgelegt werden sollen. Dieses Vorgehen hat der OB auch mit dem Stadtvorstand vereinbart und der Verwaltung einen Ablaufplan vorgegeben. Demnach wird die Stadt mit dem Innenministerium Kontakt aufnehmen, um die Frage der Zuschüsse zu erörtern. Dann soll im Oktober eine Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses stattfinden, der die neue Entwicklung diskutieren soll.
Für den Oberbürgermeister, der gleichzeitig Stadtkämmerer ist, steht die Finanzierung des Projektes im Mittelpunkt. Zwar will der Investor die Arena ohne öffentliche Gelder bauen, doch für den Ausbau des Straßennetzes und anderer Infrastruktur entstehen je nach Variante Kosten von circa 22 bis 26 Millionen Euro, von denen die Stadt Koblenz einen großen Teil zu tragen hätte. Gleichzeitig ist die Stadt auch am Standort Oberwerth am Ball: Er muss sowohl für das Training der TuS sowie für den Breitensport erhalten werden. Ferner prüft die Verwaltung weiterhin einen möglichen Arena-Standort im Bereich der ehemaligen Hundeschule Bubenheim.
Landrat Albert Berg-Winters fordert das volle politische Einvernehmen der beteiligten Gemeinden.
Die TuS dreht mächtig auf
Souveräner Heimsieg der Koblenzer gegen schwache Gäste aus Fürth - Vata legt den Grundstein
TuS Koblenz hat die 1:2-Pleite gegen den 1. FC Köln eindrucksvoll repariert. Mit der bislang besten Saisonleistung erreichte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder einen nie gefährdeten Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth.
TuS Koblenz - SpVgg Greuther Fürth 3:0 (2:0)
KOBLENZ. Fußball-Festtage müssen nicht immer auf einen Sonntag fallen. Mitunter gibt's auch an einem ganz gewöhnlichen Mittwoch Außergewöhnliches zu sehen. Zum Beispiel gestern Abend, als TuS Koblenz die SpVgg Greuther Fürth mal eben mit 3:0 nach Hause schickte. Ein rundum gelungener Auftritt der Blau-Schwarzen, die ihren Plan exakt umsetzten: Hinten wurden die Fehler auf ein Minimum reduziert, vorne die Chancen genutzt. Viel besser geht's nicht. "Ich dachte schon, dass so etwas in der Luft liegt", freute sich TuS-Trainer Uwe Rapolder, "die Mannschaft hat eine sehr gute Reaktion auf die Niederlage gegen Köln gezeigt."
Zur Überraschung vieler gab's auf dem Oberwerth einen guten alten Bekannten zu sehen. Joshua Grenier durfte erstmals in dieser Saison mitmischen, der US-Amerikaner sollte der Abwehr mehr Halt geben und obendrein die Kommunikation verbessern. Der Plan von Rapolder ging auf, nicht nur dank Grenier kam die TuS erstmals in dieser Saison ohne Gegentor aus. Und was nicht minder beeindruckte: Die Koblenzer zeigten auch im Spiel nach vorn jene Kombinationssicherheit, die sich der Trainer seit Wochen erhofft. "Das war einfach unser Spiel", strahlte TuS-Kapitän Anel Dzaka.
Maßgeblichen Anteil am Gesamtpaket hatte der Freistoßtreffer von Fatmir Vata in der 29. Minute. Der Albaner zwirbelte den Ball aus 22 Metern ins Dreieck - es war der Auftakt für eine fortan furios agierende TuS, die die Franken aus Fürth an die Wand spielte. Ganz nebenbei: Die Fürther hatten bis dato gerade erst zwei Gegentreffer kassiert - schwer nachvollziehbar, wie der Elf von Trainer Bruno Labbadia dieses Kunststück gelungen ist.
TuS: Oktoberfest als Extra-Prämie
Koblenzer treten mit breiter Brust bei 1860 an
Glaubt man den Beteiligten, steht TuS Koblenz am Sonntag um 14 Uhr vor einer vergleichsweise einfachen Aufgabe. Was durchaus verwunderlich ist, schließlich geht die Reise zum TSV 1860 München, der bis zum Donnerstag noch ohne Niederlage geblieben war. Aber: Bis zum Mittwoch galt dies auch für die SpVgg Greuther Fürth, ehe die Franken in Koblenz in ihre Einzelteile zerlegt wurden. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder hat mit dem 3:0 reichlich Selbstvertrauen getankt und bringt dies vor dem Duell bei den "Löwen" auch zum Ausdruck.
"Wir haben in München nichts zu verlieren", lautet fast stereotyp die Prognose der TuS-Profis, in der mehr als nur die vage Hoffnung mitschwingt, Zählbares in der imposanten Allianz Arena zu verbuchen. "Wir haben in den letzten Spielen gesehen, was möglich ist", sagt zum Beispiel TuS-Innenverteidiger Branimir Bajic, der den starken Koblenzer Auftritt gegen Fürth aber auch nicht überbewerten will: "Gegen Köln haben wir doch auch gut gespielt, aber der FC hat aus einer Chance zwei Tore gemacht."
"Warum sollen wir jetzt in München nicht auch was holen?", fragt TuS-Kapitän Anel Dzaka - und dieser lapidare Ansatz hat einen durchaus realistischen Hintergrund. Bereits vor Wochenfrist hatte der FC St. Pauli die 60er im eigenen Stadion mächtig ins Wanken gebracht, beim 2:1 kamen die "Blauen" mit einem blauen Auge davon. Und nach dem ernüchternden 0:3 in Mainz stehen die Jungspunde von Trainer Marco Kurz erstmals in der Saison vor einer kribbeligen Situation: Trotz der Niederlage im Rücken ist im "Wiesn-Heimspiel" ein Dreier fast Pflicht. "Jetzt wird sich zeigen, wie stabil unser Grundgefüge ist", sagt der Erfolgscoach.
Oktober
Gefühlter Sieg für die TuS
Koblenzer holen in Unterzahl einen Punkt bei 1860 München - Schiri stellt falschen Spieler vom Platz
TuS Koblenz hat dem TSV 1860 München das "Wiesn-Heimspiel" gehörig vermasselt. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder erkämpfte in Unterzahl bei den "Löwen" ein Unentschieden - ein gefühlter Sieg für die TuS.
TSV 1860 München - TuS Koblenz 2:2 (1:1)
Mittendrin sah es nach einer Packung für TuS Koblenz aus, aber am Ende tanzten die Blau-Schwarzen im Mittelkreis. Beim 2:2 zwischen dem TSV 1860 München und der Mannschaft von TuS-Trainer Uwe Rapolder war so ziemlich alles drin, was ein Fußballspiel interessant macht. Haarsträubende Fehler, ein Schiedsrichter, der mit einer krassen Fehlentscheidung die Emotionen hochkochen ließ - und ein überraschendes Ende.
Doch der Reihe nach: Da war vor allem der Unparteiische Stefan Lupp aus Zossen, der am Sonntag wohl besser einen ausgiebigen Wiesn-Besuch gemacht hätte, statt draußen in der Allianz Arena ein Spiel zu pfeifen. In der 21. Minute schwante den Koblenzern schon Schlimmes, als er nach einem Laufduell zwischen Branimir Bajic und Berkant Göktan an der Hosentasche nestelte und Rot in der Hand hatte. Doch nach minutenlangen Diskussionen traf es den unschuldigen Matej Mavric. "Ich war 20 Meter weg", merkte der Slowene zurecht an. Es half nichts, die Koblenzer waren in Unterzahl.
Klar, dass die Schlüsselszene der Partie auch anschließend für reichlich Gesprächsstoff sorgte. "Es war vielleicht ein Foul von Bajic , aber niemals Rot", traf die Einschätzung Rapolders noch am ehesten die Szenerie. Doppelt ärgerlich: Der Platzverweis traf die TuS just in jener Phase, in der sie die Anfangsoffensive der 60er überstanden hatte. Rapolder versuchte anschließend mit etlichen Umbaumaßnahmen seiner Elf mehr Stabilität zu geben, die aber erst in der zweiten Halbzeit griffen. Schmeichelhaft, dass die TuS zuvor mit einem 1:1 in die Kabine gehen durfte, nachdem Goran Sukalo einmal mehr seine Kopfballstärke unter Beweis gestellt und in der 36. Minute eine Vata-Flanke eingenickt hatte. Fassungslosigkeit bei den "Löwen", die bis dato alles im Griff gehabt hatten.
Falsche Rote Karte ohne Folgen
Freispruch für TuS-Verteidiger Matej Mavric nach Fehlentscheidung des Schiedsrichters - Ausnahme im Regelwerk greift
Das Fußball-Regelwerk meint es gut mit TuS Koblenz. Weil Matej Mavric bei seinem Platzverweis in der Partie bei 1860 München das Opfer einer Verwechslung wurde, entgeht er einer Sperre. Und auch Branimir Bajic als eigentlicher Übeltäter kann im Nachhinein nicht vom DFB bestraft werden.
KOBLENZ. Der Schriftverkehr war überschaubar. Keine 24 Stunden nach der Posse von München hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Fakten geschaffen und gar nicht erst ein umfassendes Sportgerichts-Verfahren in die Wege geleitet. Zu deutlich war die Sachlage auf dem Rasen der Allianz Arena, wo der Koblenzer Innenverteidiger Matej Mavric am Sonntag vom Platz gestellt worden war. Für ein Foul, das gar nicht er, sondern sein Nebenmann Branimir Bajic begangen hatte. Das Resultat des Ganzen: Mavric entgeht einer Sperre, die nach einer Roten Karte normalerweise mindestens für ein Spiel vorgesehen ist.
Dem DFB, der stets bemüht ist, die Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters zu stützen, springt in diesem Fall ein Passus im Regelwerk zur Seite. Im Paragrafen 13, Nummer 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist nämlich ein Ausnahmefall definiert, der dann in Kraft tritt, wenn die Entscheidung des Schiedsrichters nicht nur "strittig" ist, sondern auf einem "offensichtlichen Irrtum" beruht. Und, um im Bild zu bleiben, "offensichtlicher" ging es bei dem Platzverweis gegen Mavric nun wirklich nicht mehr. Der Slowene trabte nämlich 20 Meter hinterher, als sich sein Kollege Bajic und Berkant Göktan in der 21. Minute während eines Laufduells bekriegten, ehe der Spielmacher der "Löwen" zu Boden sank.
Der Unparteiische Stefan Lupp, ein 29-jähriger Student aus Zossen, hatte die Situation als Rot-würdig gewertet, inmitten der ganzen roten TuS-Spieler aber offenbar komplett den Überblick verloren. Auch seine Assistenten verunsicherten ihn eher, als dass sie eine Hilfe gewesen wären. Die Konsequenz: Während Mavric (blonde Haare) vom Platz flog, hatte sich Übeltäter Bajic (schwarze Haare) im allgemeinen Durcheinander irgendwo auf dem Platz verkrümelt. Weil der Schiedsrichter sein Fehlverhalten einräumte und auch die Fernsehbilder die Szenerie deutlich belegten, wurde Mavric nun freigesprochen - der Slowene darf folglich am Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach wieder mitmischen.
Gleiches gilt im Übrigen auch für Bajic, gegen den im Nachklapp nicht ermittelt werden darf - weil eben eine Tatsachenentscheidung von Schiri Lupp vorliegt. Hintergrund dieser Rechtsprechung ist ein Präzedenzfall um den damaligen Bayern-Spieler Hassan Salihamidzic, der im November 2003 wegen eines offenkundigen Schiri-Fehlers vom Platz gestellt worden war. Ähnlich gelagert war der Platzverweis des damaligen Herthaners Alexander Madlung im November 2004.
TuS: Klatsche nach merkwürdigem Spiel
Koblenzer liefern eine ansehnliche Vorstellung ab, stürmen gegen höchst effektive Gladbacher aber in ihr Verderben - Erneut schwere Abwehrpatzer
Au Backe, das tat weh! Mit 0:5 hat TuS Koblenz den Vergleich mit Borussia Mönchengladbach verloren - und dabei viel besser ausgesehen, als es das Ergebnis ausdrückt.
TuS Koblenz - Borussia M' Gladbach 0:5 (0:2)
Die Versuchung, just im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach auf einen Koblenzer Erfolg zu tippen, war groß. Nach dem Remis gegen Kaiserslautern und der Niederlage gegen den 1. FC Köln fehlte der TuS auf dem Oberwerth gegen einen großen Namen der Liga eigentlich nur noch ein Ergebnis: ein Sieg. Nun, dieser Sieg fehlt nach wie vor. Und wenn es dann am Ende 0:5 steht, ist eigentlich davon auszugehen, dass aus TuS-Sicht so gut wie alles schief gelaufen ist.
Doch das Einzige, was noch erstaunlicher war als das Endergebnis, war sein Zustandekommen. Gladbachs sechster "Dreier" in Serie entsprang nicht etwa einer spielerischen Glanztat der Borussia. Die Gäste hatten vielmehr das Momentum auf ihrer Seite. Was damit anfing, dass es schon nach einer Minute und 15 Sekunden 1:0 für den neuen Tabellenführer stand. Nach einer Ecke stand Gladbachs Routinier Patrick Paauwe goldrichtig und durfte unter gütiger Mithilfe der TuS-Abwehr freistehend einnicken.
Und wieder gab's was zu bestaunen. Nicht die Gladbacher - mit der Führung im Rücken - bestimmten fortan, was gespielt wurde. Vielmehr fand die TuS ihren Rhythmus und riss die Partie an sich. "Es war ein merkwürdiges Spiel", urteilte der Koblenzer Coach Uwe Rapolder zu Recht. Denn auch für den Rest von Halbzeit eins ging es gegenläufig weiter. Koblenz spielte, Gladbach machte das Tor. Als der trotz seiner Größe erstaunlich wendige und technisch starke Rob Friend den Ball in die Maschen drosch (35.), schienen für die TuS schon alle Messen gesungen. Wieder sah die TuS-Abwehr ziemlich alt aus.
Traut verletzt: Muskelfaserriss
Sascha Traut wird dem Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz mindestens eine Woche fehlen. Der Mittelfeldspieler zog sich im Mannschaftstraining einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu. Beschwerden hatte der 22-Jährige bereits bei der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln. Eine Kernspintomographie bestätigte den Muskelfaserriss. Der Einsatz von Sascha Traut für das nächste Auswärtsspiel bei Kickers Offenbach ist fraglich.
TuS verpasst beim OFC den Sieg
Remis auf dem Bieberer Berg schmeichelt den Offenbachern - Pektürk verpasst die große Chance - Türker trifft und geht
Punkteteilung auf dem Bieberer Berg. Beim 1:1 bei den Offenbacher Kickers verspielte TuS Koblenz allerdings leicht-fertig die Chance, einen Dreier einzufahren.
Kickers Offenbach - TuS Koblenz 1:1 (0:1)
Mangelndes Anspruchsdenken kann Uwe Rapolder nun wirklich nicht nachgesagt werden. Wo andere Trainer gern nach dem Motto "Punkte gut, alles gut" verfahren, strebt der Übungsleiter von TuS Koblenz nach Höherem: "Wenn wir gut spielen, kommen die Punkte von alleine", so sein Credo. Weil die TuS gestern Abend bei den Offenbacher Kickers spielerisch nur stellenweise zu gefallen wusste, fiel das Ergebnis auch ganz der Rapolder-Logik entsprechend aus. Die Koblenzer mussten sich mit einem 1:1 (0:1) zufrieden geben und vergaben die Chance, an den Offenbachern vorbeizuziehen.
Bei etwas zielstrebigerer Spielweise wäre bei den doch stark verunsichert agierenden Hessen allerdings mehr drin gewesen. Zwar kontrollierten die Koblenzer die Partie über weite Strecken, in vorderster Front mangelte aber allzu oft an Durchschlagskraft. Der entscheidende Pass in die Tiefe landete zumeist in den Beinen des Gegners.
Wenn diese Zuspiele in die Spitze dann doch mal den eigenen Mann fanden, fehlte es den TuS-Stürmern an Kaltschnäuzigkeit. Symptomatisch die Szene acht Minuten vor dem Schlusspfiff, als der eingewechselte Tayfun Pektürk allein aufs OFC-Tor marschierte, dann aber den Ball zum Entsetzen des TuS-Anhangs noch vertändelte.
Sehr zum Ärger auch von Rapolder, der sich jedoch nach dem Abpfiff mit dem noch unerfahrenen Pektürk wieder versöhnte. "Er ist noch jung, da wollen wir ihm das mal vergeben", meinte der Coach. Insgesamt aber haderte der TuS-Coach mit der vergebenen Siegchance. "Zufriedenheit fühlt sich anders an. Wir haben einen Dreier verpasst."
TuS-Fans wollen eine neue Arena
Umfrage unserer Zeitung zeigt: Das Gros der Anhänger der Blau-Schwarzen sieht viele Argumente für einen Stadionneubau
Aktuell mag die Partie der TuS Koblenz an diesem Sonntag gegen den VfL Osnabrück in den Fankreisen das bestimmende Thema sein, immer wieder sorgt aber auch die Frage nach der Bedeutung eines neuen Stadions für den Zweitligisten für Gesprächsstoff bei den Anhängern der Blau-Schwarzen. Was sie generell von einer neuen Arena für die TuS halten, nachdem kürzlich ein möglicher Standort für das neue Stadion gefunden wurde (wir berichteten), zeigt eine RZ-Umfrage.
"Ein neues Stadion muss unbedingt her", sagt Paul Benz aus Koblenz, "unser Stadion ist doch mittlerweile uralt. Ich würde allen TuS-Fans und Verantwortlichen ein neues und modernes Stadion wünschen." Mit seinem Wunsch steht der 84-jährige Anhänger des Fußball-Zweitligisten und langjährige Stadionsprecher nicht alleine da. Eine Umfrage unserer Zeitung zeigt: Fast alle Befragten würden eine neue Arena für ihre TuS Koblenz begrüßen.
"Das Stadion am Oberwerth ist viel zu klein. Gegen Köln oder Gladbach hätte die TuS doch viel mehr Karten verkaufen können", sagt so zum Beispiel auch die elfjährige Anna Katharina Backes aus Vallendar. Ihre 17-jährige Freundin Nina Karbach aus Waldesch sieht das ähnlich. Ihr fehlen vor allem mehr Stehplätze in der Fankurve: "Kommt man eine halbe Stunde vor Anpfiff in den Fanblock eins, gibt es dort keinen freien Platz mehr. Die Fans quetschen sich zusammen, das macht keinen Spaß."
Zum Glück ein "Dreier"
TuS Koblenz fährt trotz spielerisch magerer Vorstellung einen Sieg gegen den VfL Osnabrück ein
Nicht eben gut gespielt, aber gewonnen. TuS Koblenz ist mit dem 1:0 gegen den VfL Osnabrück der Sprung auf Tabellenplatz zehn gelungen. Und das war's, was am Ende zählte.
TuS Koblenz - VfL Osnabrück 1:0 (0:0)
Nein, entschuldigen mochte sich Uwe Rapolder nicht für den Sieg. Zugegeben, das 1:0 gegen den VfL Osnabrück schmeichelte den Spielern von TuS Koblenz ungemein. Aber wenn die isolierte Betrachtung eines Spiels keine Argumente für einen Erfolg liefert, dann muss eben eine Gesamtbetrachtung her.
Und so kramte der TuS-Trainer gerne in der jüngeren Geschichte, zumal die im Falle von TuS Koblenz viele ansehnliche Spiele mit viel zu wenig Ertrag, sprich Punkten, ausweist. "Gegen Köln und Gladbach haben wir spielerisch sicher besser ausgesehen, standen am Ende aber mit leeren Händen da. Heute war es mal umgekehrt", resümierte der Koblenzer Fußball-Lehrer den 1:0-Zittersieg gegen einen couragiert und fußballerisch ansprechend auftretenden Aufsteiger.
Die Osnabrücker waren sicher die Mannschaft mit den besseren Torchancen an diesem trüben Oktober-Nachmittag. Sie waren vielleicht sogar die bessere Mannschaft. Nur eines waren die Gäste ganz sicher nicht: clever.
Zumindest unter diesem Aspekt vermochten die TuS-Akteure zu punkten. Ein Geistesblitz von Matej Mavric, der nach 50 Minuten mit einem schnell ausgeführten Freistoß die Osnabrücker im Tiefschlaf erwischte, machte den Unterschied. TuS-Stürmer Dragan Bogavac hatte wenig Mühe, das Leder aus sechs Metern zum 1:0 und zum Sieg in die Maschen zu drücken.
Ein Treffer, der einmal mehr bewies, wie unterschiedlich Ansagen im Fußball umgesetzt werden. "Unser Trainer hat uns vorher tausend Mal auf die Stärke der Koblenzer bei Standards hingewiesen. Und dann pennen wir in dieser spielentscheidenden Situation", ärgerte sich Osnabrücks Kapitän Thomas Reichenberger.
Besser hatte da schon Sturm-Quirl Bogavac hingehört, als Kollege Mavric ihm in der Halbzeit bedeutete, dass er den nächsten Freistoß flugs ausführen und auf den Angreifer spielen solle. "Ja, das war so abgesprochen", bestätigte der Slowene Mavric den ungläubig dreinschauenden Journalisten.
Denkpause für Sorgenkind
Linksverteidiger Marko Lomic ist nach wie vor ein Fremdkörper in der Mannschaft von TuS Koblenz
Eigentlich herrschte allgemeines Aufatmen nach dem 1:0 gegen Osnabrück. Das langersehnte Erfolgserlebnis war da, das Augenmerk konnte auf die Pokalpartie gegen Bielefeld gerichtet werden. Doch die TuS hat Sorgen, besser gesagt ein dauerhaftes Sorgenkind.
Als Uwe Rapolder sein Analysestück nach der Begegnung gegen den VfL Osnabrück im kleinen Kreis beendet und für das morgige Pokalspiel gegen Bielefeld "mehr Leidenschaft und Biss" von einigen TuS-Spielern gefordert hatte, war das eigentlich ein gutes Schlusswort. Doch plötzlich machte der Beobachter tiefe Sorgenfalten auf Rapolders Stirn aus ,und die Ausführungen des Fußball-Lehrers erfuhren noch einen Nachsatz. Auf einmal wurde klar, wen der TuS-Coach in erster Linie gemeint hatte, als er von fehlender Aggressivität im Osnabrück-Spiel gesprochen hatte.
"Unser Sorgenkind ist Marko Lomic. Er ist nach wie vor nicht angekommen bei der TuS", merkte Rapolder an - und es klang schon etwas resignierend, als er leise hinzufügte: "Vielleicht wird er auch nie richtig bei uns ankommen." Lomic, bekanntermaßen ein schwieriger Charakter und weder der deutschen noch der englischen Sprache mächtig, ist isoliert in einer Mannschaft, die seit jeher nicht zuletzt von ihrer guten Stimmung lebt.
Bajic kehrt zurück
Bosnier darf im Pokal trotz Rot-Sperre spielen
Das Regelwerk macht's möglich: Weil die Rot-Sperre von TuS-Innenverteidiger Branimir Bajic nur in der Zweiten Liga gilt, darf der Bosnier heute Abend im DFB-Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld mitmischen. Für ihn wird vermutlich Andreas Richter weichen müssen. Daneben steht zu erwarten, dass Manuel Hartmann wieder in die Startelf zurückkehrt, um neben Goran Sukalo vor der Abwehr im Zentrum die Räume zu schließen.
Bei den Gästen aus Bielefeld ist der Einsatz von drei Stammkräften fraglich. Mathias Hain laboriert an einer Kapselverletzung an der Hand, der Torwart gilt aber als hart im Nehmen und wird wohl spielen. Linksfuß Jörg Böhme muss wegen einer Stirnhöhlenentzündung Antibiotika nehmen, für ihn könnte der Ex-Lauterer Daniel Halfar eine Chance bekommen. Auch Angreifer Artur Wichniarek (Sprunggelenk) ist angeschlagen. (sab)
November
Spiel verloren, Moral gestärkt
1:2 nach Verlängerung gegen Bielefeld: Koblenz tröstet sich nach Pokal-Aus damit, dem Erstligisten Paroli geboten zu haben
1:2 verloren, aber Zuversicht in die eigene Stärke gewonnen. So zumindest interpretierten sie im TuS-Umfeld das Ausscheiden der Koblenzer aus dem Pokalwettbewerb.
KOBLENZ. Da ist der Pokal nunmal gnadenlos ergebnisorientiert: Wer 120 Minuten bravourös gekämpft und einer klassenhöheren Mannschaft dauerhaft die Stirn geboten hat, am Ende aber verliert, kann sich für sämtliche Lobpreisungen nichts kaufen. So ging es TuS Koblenz am Mittwochabend. 120 Minuten auf Augenhöhe mit der Bielefelder Arminia, doch dann in der Verlängerung den besten Mann in der Gäste-Elf, Stürmer Christian Eigler, einmal aus den Augen verloren - das war's dann.
Auf der anderen Seite: Wer sich 120 Minuten gegen eine unterklassige Mannschaft redlich müht, spielerisch indes seine Erstligatauglichkeit über weite Strecken gut zu verbergen versteht, am Ende aber trotzdem obsiegt, lobt sich gern selbst für so viel "Charakterstärke". Die hatte zumindest Arminen-Coach Ernst Middendorp in seiner nah an der Selbstgefälligkeit gezimmerten Spielanalyse bei seiner Elf ausgemacht. Erst gewann seine zuletzt so arg gescholtene Mannschaft mal wieder ein Pflichtspiel, hernach siegte bei Middendorp die Genugtuung.
Arminia sei "als Team unterwegs" gewesen, habe sich als Einheit außerordentlich lauf- und charakterstark gezeigt. "Eigenschaften, die uns hier und dort abgesprochen werden", ergänzte Middendorp. Ein Seitenhieb auf die offenbar auch vereinsintern wachsende Kritikerschar im Allgemeinen und möglicherweise auf Bielefelds Sportdirektor Reinhard Saftig im Besonderen. Eben jenen Saftig verwies Middendorp kurz nach dem Sieg auf dem Oberwerth im Übrigen lautstark der Kabine.
Derart tiefenpsychologische Einblicke in sein Seelenleben gewährte Uwe Rapolder nicht. Musste er auch gar nicht. Der TuS-Trainer hatte allen Grund, mit sich und seiner Mannschaft im Reinen zu sein. Obgleich nur noch Zaungast im Pokalgeschehen, tröstete der Fußball-Lehrer sich und seine Mannen damit, dass "wir über 120 Minuten heute wirklich alles versucht haben, es uns in den entscheidenden Momenten aber nicht gelungen ist, das Glück zu zwingen".
TuS scheitert an Pitroipa
Koblenzer Aufholjagd im Breisgau wird nicht belohnt - Freiburger kommen spät zum Erfolg
Ein Zwischenspurt zum vorübergehenden Ausgleich reichte nicht: TuS Koblenz verlor in der Schlussphase mit 2:4 beim SC Freiburg.
SC Freiburg - TuS Koblenz 4:2 (0:0)
Zurückgelegen, zurückgekommen - doch am Ende im Freiburger Angriffswirbel die Orientierung verloren. TuS Koblenz durfte beim 2:4 (0:0) in Freiburg nur mal kurz am Auswärtspunkt schnuppern. Nach 78 Minuten hatte die Elf von Trainer Uwe Rapolder die 2:0-Führung der Breisgauer dank Ardijan Djokaj egalisiert. Aber angetrieben von einem großartigen Jonathan Pitroipa setzten die Platzherren zu einem fulminanten Endspurt an und überholten die TuS noch auf der Zielgerade.
TuS-Trainer Uwe Rapolder tat sich anschließend schwer bei der Bewertung einer Partie, die er als "Spiel der großen Emotionen" einstufte. "Natürlich bin ich enttäuscht. Aber ich weiß auch, dass die Mannschaft sich heute gut verkauft hat." Noch in der Kabine verteilte der Coach Lob und Tadel an seine Mannen. Lob für den "großen Kampfgeist nach dem 0:2". Mahnende Worte wegen der "schlechten Organisation" bei den Gegentreffern.
Djokajs Doppelpack reicht nicht
TuS Koblenz holt beim SC Freiburg einen Zwei-Tore-Rückstand auf, muss aber dennoch als Verlierer vom Platz - Kuriose Partie
Was für ein Spiel in Freiburg: 50 Minuten hielt TuS Koblenz beim neuen Tabellenführer ein 0:0, musste dann aber ohne Punkte nach Hause fahren. Selbst zwei Tore von Ardijan Djokaj reichten nicht.
SC Freiburg - TuS Koblenz 4:2 (0:0)
FREIBURG. Die ersten der 13 600 Zuschauer in Freiburg wurden bereits unruhig. Die zweite Halbzeit lief schon, und dem heimischen SC fiel nicht viel ein. Querpässe im Niemandsland kommen bei den Fans eben nicht gut an. Die Unzufriedenheit der heimischen Anhänger war Teil des Plans von TuS Koblenz, um beim dortigen SC irgendwie einen Punkt zu entführen.
Mit einem Mal wurde aus dem müden Kick jedoch ein packendes Spiel, in dem die TuS als Verlierer vom Platz gehen musste. 4:2 hieß es am Ende für den SC Freiburg. Doppelt bitter: Nachdem die Elf von Trainer Uwe Rapolder ein 0:2 aufgeholt hatte, kassierte sie in der Schlussphase noch zwei Treffer.
"Höchst ärgerlich", beschrieb denn auch TuS-Mittelfeldmann Manuel Hartmann den Verlauf der Partie, die für ihn und seine Kollegen gar nicht so schlecht begonnen hatte. Die TuS schuf häufig Überzahl im Mittelfeld und konnte die spielstarken Offensivkräfte des SC einigermaßen in Schach halten. Da störte es auch nur bedingt, dass den Blau-Schwarzen nach vorne wenig gelang - die Hausherren hatten in den ersten 45 Minuten nicht eine zwingende Chance.
Weil ein Spiel aber bekanntermaßen 90 Minuten dauert, überschlugen sich nach dem Freiburger 1:0 durch Henrich Bencik(52.) urplötzlich die Ereignisse. Der SC Freiburg drehte mächtig auf, die TuS hatte Mühe, die Ordnung zu halten. Was vor allem an Jonathan Pitroipa lag, der mit seinen kurzen Haken und schnellen Antritten der Koblenzer Abwehr etliche Rätsel aufgab. Das 1:0 hatte er vorbereitet, das 2:0 (64.) selbst erzielt - die Party an der Dreisam konnte beginnen.
Wegen Bombe: TuS spielt erst Dienstag
Zweitliga-Partie zwischen Koblenz und Paderborn ist wegen umfangreicher Sperrungen und Evakuierungen verlegt worden - Anstoß um18 Uhr
Selbst im bis ins Detail durchorganisierten Profi-Fußball gibt es noch Kuriositäten abseits des Rasens: Weil die in der Koblenzer Innenstadt gefundene Bombe am Sonntag entschärft wird, muss das Zweitligaspiel zwischen TuS Koblenz und dem SC Paderborn auf den kommenden Dienstag verschoben werden.
KOBLENZ. Es war einer dieser Tage, an denen das Telefon in der TuS-Geschäftsstelle nicht still stand. Zwischen Koblenz und Paderborn und der Zentrale der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt glühten die Drähte. Die Ursache des Ganzen gilt getrost als ein Novum im deutschen Profi-Fußball: Ein Bombenfund in der Koblenzer Innenstadt hat die Behörden dazu veranlasst, das für Sonntag angesetzte Zweitliga-Spiel zwischen der TuS und dem SC Paderborn abzusetzen. Am Sonntag soll um 9 Uhr mit der Entschärfung des Zehn-Zentner-Ungetüms begonnen werden, Teile der Innenstadt werden dabei evakuiert. Im Zuge der umfangreichen Maßnahmen sind einige Hundert Rettungskräfte im Einsatz, für den zeitgleichen Polizei-Einsatz rund um die TuS fehlt das Personal. Und: Etliche Zufahrtswege zum Stadion Oberwerth sind gesperrt. Nach zahlreichen Gesprächen einigten sich alle Beteiligten darauf, die Partie am kommenden Dienstag, 13. November, nachzuholen. Anstoß ist dann um 18 Uhr.
Enttäuschende Nullnummer in Koblenz
TuS muss sich gegen Schlusslicht SC Paderborn mit einem Unentschieden begnügen
TuS Koblenz - SC Paderborn 0:0
KOBLENZ. Was für eine enttäuschende Leistung in einem rundum enttäuschendem Spiel: Mit einem 0:0 gegen Tabellenschlusslicht SC Paderborn hat eine schwerfällig spielende Mannschaft von TuS Koblenz leichtfertig die Chance vergeben, sich deutlich von den Abstiegsplätzen der Zweiten Fußball-Bundesliga abzusetzen.
TuS-Mittelfeldspieler Goran Sukalo sah's eher pragmatisch: "Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir kein Tor gemacht haben. Aber wir haben uns auch keins gefangen. Darauf können wir aufbauen." Na denn!
TuS-Trainer Uwe Rapolder redete dagegen Tacheles: "Mit unserer Kickerei hatten wir den Sieg auch nicht verdient. Das war heute ein spielerischer Rückschritt."
So kamen auch überhaupt keine Missverständnisse auf: Es war ein trostloser Abend am Koblenzer Oberwerth. Das Stadion liegt bekanntlich in einer Wasserschutzzone - aber nichts und niemand schützte die 7348 zahlenden Zuschauer an diesem nasskalten Abend vor einem Ereignis, das nur in Ansätzen an ein professionelles Fußballspiel erinnerte.
Ab der Rückrunde: Preise für Südtribüne gesenkt
Auch in dieser Saison bietet die TuS wieder spezielle Rückrunden-Dauerkarten an. Die Bestellphase beginnt am kommenden Montag und dauert bis zum 22. Dezember. Bestellformulare sind ab Montag zum Download auf www.tuskoblenz.de eingestellt und liegen am Samstag zum großen Aktionstag mit Autogrammstunde der Mannschaft bereits im TuS-Shop im Schängel-Center aus. Dort können sich Interessenten auch ihren "Wunschplatz" aussuchen. Die ausgefüllten Bestellformulare können im TuS-Shop abgegeben oder der Geschäftsstelle per Fax (0261/201770-96) zugesandt werden. Ab dem 17. Dezember werden die Karten dann zugeschickt bzw. können im TuS-Shop abgeholt werden “eine entsprechende Wahlmöglichkeit ist im Bestellformular berücksichtigt.
Gute Nachrichten für alle Fans gibt´s bezüglich der Preisgestaltung: Ab der Rückrunde werden die Preise für die Südtribüne deutlich gesenkt. Dies macht sich natürlich bereits bei den Dauerkarten bemerkbar: So kostet das Rückrundenticket für die Südtribüne nur 137,- Euro (Mitglieder 122,- Euro). Erstmals angeboten wird eine Dauerkarte für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 - 16 Jahren zum Preis von 80,- Euro, die ausschließlich auf der Südtribüne gilt und nur zusammen mit einer "normalen" Dauerkarte erworben werden kann. Tageskarten auf der neu errichteten Tribüne kosten ab dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 nur noch 19,40 Euro (ermäßigt 17,40 Euro).
Wechsel perfekt: Gabriel Fernandez kommt zur TuS
Seit knapp vier Wochen trainierte Gabriel Fernandez bereits bei der TuS - nun ist die Verpflichtung des Argentiniers perfekt: Der 30-jährige Offensivspieler unterzeichnete einen Vertrag bis zum 30.06.2009 (plus ein Jahr Option). Das Vertragsverhältnis beginnt am 01.01.2008. Fernandez spielte zuletzt beim CS Emelec in Ecuador. In über 300 Ligaspielen in Ecuador, Argentinien, Chile und Kolumbien erzielte er 141 Tore und wurde bei zwei Vereinen Torschützenkönig. Bei seinem bislang einzigen Engagement in Europa spielte er für den französischen Erstligisten SC Bastia - unter anderem im UEFA-Pokal. Fernandez ist sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Sturm einsetzbar. Er erhält die Rückennummer 20. "Ich fühle mich sehr wohl hier", so der Neuzugang, "Koblenz ist eine ruhige, aber schöne Stadt. Bei mir zu Hause in Buenos Aires ist alles viel hektischer."
Glasflaschen-Verbot im TuS-Zug
Nach jüngsten Vorfällen: Bahn untersagt Mitnahme erstmals zum Spiel gegen SV Wehen am Freitag - Ordner kontrollieren
Viermal setzte die Bahn für die TuS-Spiele in dieser Saison bereits Sonderzüge ein. Bei der Reise zum Spiel scheinen manche Fans aber ihre gute Kinderstube vergessen zu haben. So flogen jüngst bei der Fahrt zu einem Auswärtsspiel Glasflaschen aus dem Fenster.
KOBLENZ. Im TuS-Sonderzug nach Wiesbaden, der morgen Nachmittag im Koblenzer Hauptbahnhof abfährt, ist es nicht gestattet, Glasflaschen mitzunehmen. Diese Anordnung hat die Deutsche Bahn in Absprache mit TuS Koblenz getroffen. Hintergrund ist, dass bei der Fahrt zum Spiel gegen Kickers Offenbach Bierflaschen aus dem Zugfenster geworfen wurden (die RZ berichtete).
Die Maßnahme hat vorbeugenden Charakter, betont die Koblenzer Bundespolizei in einer Pressemitteilung. Sie begleitet die Sonderzüge der Bahn mit ihren Beamten. Die Kontrollen übernehmen Fanordner der TuS Koblenz, wobei die Bundespolizei die Maßnahme unterstützt. Dass Glasflaschen aus den Zügen verbannt werden, findet Marc Kreidel, zweiter Fanbeauftragter der TuS Koblenz, in Ordnung. "Es ist legitim, in den Stadien ist es schließlich auch verboten."
Rapolders Joker stechen prächtig
TuS Koblenz holt beim SV Wehen Wiesbaden den zweiten Auswärtssieg der Saison - Sahin und Du-Ri Cha erzielen die Tore
Zweitligist TuS Koblenz hat nach zuletzt mageren Vorstellungen in die Erfolgsspur zurückgefunden. Beim Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden siegte die TuS mit 2:0.
SV Wehen Wiesbaden - TuS Koblenz 0:2 (0:0)
Der Bann ist gebrochen. Nachdem es gegen den SV Wehen bis dato nur Niederlagen gehagelt hatte, scheint Zweitligist TuS Koblenz der neu benamte SV Wehen Wiesbaden besser zu liegen. Mit dem Erfolg bei den Hessen landeten die Koblenzer ihren zweiten Auswärtssieg in dieser Saison. Ein Erfolg, der von der Bank kam. Erzielten doch die Einwechselspieler Kenan Sahin und Du-Ri Cha die Tore zum verdienten 2:0-Erfolg. "Ein verdienter Sieg, heute haben wir das Glück mal gezwungen", freute sich TuS-Trainer Uwe Rapolder über den Sieg und sein glückliches Händchen.
In einer flotten und abwechslungsreichen ersten Halbzeit waren es zunächst die Koblenzer Fans, die partout die Aufmerksamkeit auf sich lenken wollten. Mit einer Aktion indes, wie sie unsinniger kaum sein konnte. Im TuS-Block brannten bengalische Feuer - drei verletzte TuS-Fans waren die unmittelbare Folge. Eine saftige Geldstrafe für den Verein dürfte noch dazukommen.
Feuer im Angriff der TuS-Elf war erstmals nach elf Minuten zu spüren. Kapitän Anel Dzaka hatte das 1:0 auf dem Fuß, verzog aber nach Vorarbeit von Pektürk knapp. Gegenüber der Partie gegen Paderborn gingen die TuS-Akteure bei den Hessen wesentlich konzentrierter zu Werke. Die Innenverteidigung mit Matej Mavric und Branimir Bajic war zumeist Herr der Lage, im Mittelfeld waren Goran Sukalo und Dzaka um spielerische Linie bemüht.
Fünfte Gelbe Karte für Mavric
TuS-Trainer Uwe Rapolder wird im kommenden Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim erneut die Abwehr umbauen müssen. Denn: Innenverteidiger Matej Mavric kassierte beim Koblenzer 2:0 in Wiesbaden seine fünfte Gelbe Karte und ist somit am Wochenende gesperrt.
Kurzfristig passen musste Dragan Bogavac, der im Abschlusstraining einen Schlag auf die Patellasehne abbekommen hatte, für den Angreifer war Noureddine Daham in den Kader nachgerückt. Relativ glimpflich kam Manuel Hartmann davon, der sich bei einem Zweikampf in der Luft eine Platzwunde an der Augenbraue zugezogen hat - das Nasenbein wurde aber nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Fan-Chaoten drohen drastische Strafen
Suche nach Brandstiftern im Koblenzer Block - Künftig verstärkte Polizeipräsenz bei TuS-Spielen
Spätestens seit Freitagabend ist es in Koblenz mit der heilen Fan-Welt vorbei. Nachdem gleich zu Beginn der Partie in Wiesbaden zunächst ein bengalisches Feuer und anschließend zwei Rauchbomben in der TuS-Kurve gezündet wurden, will der Verein alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Chaoten aus dem Stadion zu verbannen. "Wir werden versuchen, diejenigen zu identifizieren und dann mit aller Härte die entsprechenden Sanktionen durchziehen", so TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner, der heute mit den Verantwortlichen in Wiesbaden Kontakt aufnehmen will, um gesicherte Informationen zu den Vorfällen zu bekommen.
Fest steht, dass es durch die starke Rauchentwicklung mindestens einen Verletzten gegeben hat. Alles weitere ist auch für den TuS-Fanbeauftragten Daniel Schweitzer bislang nur Spekulation - ändert aber nichts an den Auswüchsen, mit denen man sich jetzt beschäftigen muss. "Ich habe per E-Mail Bilder erhalten, die wir jetzt auswerten werden", sagt Schweitzer, der nicht voreilig einen Verdacht äußern will. Nur soviel steht für ihn fest: Die Fan-Gruppierung "Inferno Koblenz" hat mit der Aktion nichts zu tun. Schweitzer will sich nun mit den Fanclub-Vorsitzenden zusammensetzen und hofft, dass anschließend die "Selbstreinigungskräfte" innerhalb der Anhängerschaft greifen. Bei der Aufarbeitung des Ganzen wird zudem zu klären sein, wie die Rauchkörper überhaupt in den Block geschleust werden konnten.
Das alles ändert freilich nichts daran, dass sich die Koblenzer Fans sowohl beim Heim- als auch bei Auswärtsspielen künftig wohl einem größerem Polizei-Aufgebot gegenübersehen werden. Obendrein hat der Verein eine Geldstrafe vom Deutschen Fußball-Bund zu befürchten. "Wir werden es nicht zulassen, dass einige Irre den Namen der TuS beschädigen", sagt Gläsner, "wir werden den Kontakt mit den Sicherheitskräften suchen, um die Dinge aufzuklären." Denn, so Gläsner: "Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren wirklichen Fans, und der überwiegende Großteil ist ja friedlich. Wir müssen den Anfängen wehren und dürfen nicht naiv sein." (sab)
TuS zieht Zweite aus Kreispokal zurück
Überraschende Wende nach juristischem Hin und Her - Dill: Ein Zeichen der Fairness
KOBLENZ. Die Wirren rund um die Teilnahme von TuS Koblenz II im Fußball-Kreispokal haben eine überraschende Wende genommen: Am Rande der Auslosung zur nächsten Pokalrunde erklärte TuS-Vorstand Hans Dill, dass der Verein die Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus dem Wettbewerb zurückzieht. "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber wir wollten nach den Turbulenzen im Sinne der Fairness ein Zeichen setzen", sagte Dill.
Banner-Verbot soll Sicherheit erhöhen
Zweitligist TuS Koblenz reagiert zusammen mit Sicherheitsbehörden auf Ausschreitungen - Fan-Vertreter forcieren Selbstreinigungskräfte
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat nach den unschönen Szenen am Rande der Partie in Wiesbaden erste Konsequenzen gezogen. Zusammen mit Polizei und Sicherheitsdienst wurde entschieden, dass vorerst keine Fan-Banner und Fahnen am Zaun aufgehängt werden dürfen.
Die jüngsten Vorkommnisse haben den Verantwortlichen wohl keine andere Wahl gelassen. Nachdem zu Beginn der Partie von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz beim SV Wehen Wiesbaden einige wenige Chaoten im TuS-Block gezündelt und neben einem bengalischen Feuer auch Rauchbomben abgefeuert hatten, sind nun erste Maßnahmen beschlossen worden. Fahnen und Banner, die wie bislang üblich von den Fan-Gruppierungen vor den Blöcken befestigt wurden, sind ab sofort im Stadion Oberwerth an den Zäunen nicht mehr erlaubt. Die Transparente dürfen lediglich durch die Ordner auf die Laufbahn gelegt werden. Diese Regelung greift bereits im anstehenden Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag um 14 Uhr.
TuS-Team präsentierte sich im Schängel-Center
Eine einmalige Gelegenheit für alle Autogrammsammler bot sich heute im Schängel-Center: Die TuS-Mannschaft mit Spielern, Co-Trainer Uwe Koschinat und Betreuern hat ihren Fans zwischen 14.00 Uhr und 15.30 Uhr zur Vefügung gestanden. Anlass der Aktion war ein großer Sonderverkauf im TuS-Shop, bei dem es einmalige Fanartikel-Angebote und ein spezielles Aktionspaket gegeben hat. Außerdem konnten alle TuS-Trikots, die an diesem Tag gekauft werden, vor Ort beflockt werden.
Dezember
TuS beweist langen Atem
Beim Remis gegen den Aufsteiger aus Hoffenheim holen die Koblenzer zweimal einen Rückstand auf
Starke zweite Halbzeit, tolle Aufholjagd: Beim 2:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim konnte Zweitligist TuS Koblenz die Zuschauer vor allem in den zweiten 45 Minuten begeistern.
TuS Koblenz - TSG 1899 Hoffenheim 2:2 (1:1)
Uwe Rapolder nahm's mit der ihm eigenen Gelassenheit. "Leider haben wir es auch diesmal nicht geschafft, zwei Siege hintereinander einzufahren. Doch solange wir nicht zweimal hintereinander verlieren, soll mir das recht sein." Ein Satz, wie in Stein gemeißelt, und gleichsam der Kurzkommentar zum 2:2 (1:1) der TuS gegen den hochgelobten Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim.
Neun Tage nach dem Auswärtserfolg in Wiesbaden bestätigten die Koblenzer insbesondere in Halbzeit zwei ihren Ruf als mittlerweile gefestigte Mannschaft im Unterhaus. Lediglich die folgenschwere Tiefschlafphase zu Beginn der zweiten Hälfte verhinderte den neuerlichen TuS-Erfolg. Als die Gäste nach 50 Minuten und einem völlig unnötigen Ballverlust des erstmals seit April dieses Jahres wieder spielenden Außenverteidigers Brenny Evers zum zweiten Mal in Führung gingen, hieß das Gebot der Stunde erneut: Aufholjagd.
Das kannten die TuS-Spieler schon. Mit dieser Rolle hatten sie sich bereits in Durchgang eins anfreunden dürfen. "Wir sind zweimal schlecht aus der Kabine gekommen. Das hat Moral und Kraft gekostet", beschrieb Rapolder, wie sich seine Mannschaft zweimal aus denkbar schlechter Ausgangsposition zumindest noch zum Teilerfolg spielte und kämpfte.
Koschinat: Prüfung bestanden
Co-Trainer von TuS Koblenz ist mehr als nur ein Hütchen-Aufsteller
KOBLENZ. Uwe Koschinat hat bei TuS Koblenz schon so ziemlich alles gemacht. Vom Spieler über A-Junioren-Trainer und Geschäftsstellen-Leiter hin zum Teamkoordinator und Co-Trainer der Profi-Mannschaft. Kurzum: Der 36-Jährige ist der Mann für alle Fälle bei der TuS. Mittlerweile ist er auch um eine Auszeichnung reicher: Koschinat hat erfolgreich den Lehrgang zur Trainer-A-Lizenz abgeschlossen.
Zweieinhalb Wochen musste er in der Sportschule Hennef die Schulbank drücken und konnte dabei auch etliche Erfahrungen aus seiner täglichen Arbeit bei der TuS mit einbringen. Denn: Bei den Koblenzern ist Koschinat für das Aufwärmprogramm, aber auch für Kräftigungs-Übungen zuständig. "Von den Spielern kommt schon mal ein lustiger Spruch, wenn ich wieder die Stangen und Hütchen aufbaue", erzählt das TuS-Urgestein, "aber alle wissen natürlich auch um die Wichtigkeit der Übungen".
In diesen Tagen ist Koschinat indes gleich in doppelter Hinsicht gefordert. Weil der zweite Co-Trainer Mario Basler aufgrund einer Bänderdehnung fehlte, übernahm er auch dessen Aufgaben - inklusive des Mitkickens im Trainingsspiel.
TuS lässt Punkte liegen
Remis bei Erzgebirge Aue für die Koblenzer - Djokaj hat gleich zweimal das Siegtor auf dem Fuß
TuS Koblenz sammelt weiter eifrig Punkte für den Klassenverbleib. Beim Gastspiel in Aue war für die Elf von Trainer Uwe Rapolder allerdings mehr drin als nur ein mageres 0:0. Die TuS verpasste den dritten Auswärtsdreier bei den biederen Sachsen.
FC Erzgebirge Aue - TuS Koblenz 0:0
Wismut, Erz und Nickel - die Schätze im Erzgebirge sind unterirdisch. Der Fußball ist es neuerdings auch. So betrachtet hätten die Spieler von TuS Koblenz von ihrem Gastspiel bei einer maßlos enttäuschenden Mannschaft von Erzgebirge Aue mehr mit nach Hause bringen müssen als ein torloses Unentschieden.
Keine Frage, bei etwas mehr Präzision und Durchschlagskraft im Angriffsspiel wäre für die Elf von Trainer Uwe Rapolder bei den Sachsen auch der dritte Auswärtssieg dieser Spielzeit drin gewesen. Aber immerhin schlagen jetzt schon vier Spiele in Folge ohne Niederlage für die Koblenzer zu Buche.
TuS-Trainer Uwe Rapolder blieb auch im Erzgebirge seinem mittlerweile liebgewonnenen Grundsatz treu, niemals zweimal in Folge dieselbe Startelf aufs Feld zu schicken. Auf drei Positionen verändert nahmen die Koblenzer auf dem tiefen Geläuf sogleich das Heft in die Hand. Die allgemeine Verunsicherung bei den Gastgebern ausnutzend, machte und kontrollierte die TuS in der Anfangsphase das Spiel. Die Spielanlage stimmte, nur in Sachen Zielstrebigkeit ließ die Koblenzer Offensive vieles vermissen.
Wenn überhaupt ging Gefahr von der linken Seite aus, wo sich Marko Lomic und Anel Dzaka mühten, Druck auf die Auer Defensive auszuüben. In der Spitze indes war Kenan Sahin allzu oft auf sich allein gestellt. Und rechts verweigerte Du-Ri Cha über weite Strecken die Teilnahme am Spiel.
TuS Koblenz baut auf Sterzenbach
Neuer ehrenamtlicher Geschäftsführer will beim Zweitligisten für professionellere Strukturen sorgen
Namhafter Neuzugang bei TuS Koblenz: Professor Dr. Rüdiger Sterzenbach, erfolgreicher Unternehmer und ehemals Präsident des Landessportbunds, wird ehrenamtlicher Geschäftsführer beim Fußball-Zweitligisten. Sein vorrangiges Ziel: die professionellen Strukturen in und um den Verein zu stärken und auszubauen.
Nicht nur sportlich geht's voran beim Zweitligisten TuS Koblenz. Mit einer, um in der Fußballersprache zu bleiben, namhaften Verstärkung tut der Verein den nächsten Schritt, um sich dauerhaft im Profigeschäft zu etablieren. Professor Dr. Rüdiger Sterzenbach, erfolgreicher Unternehmer, Wirtschaftswissenschaftler und Sportfunktionär, steigt als ehrenamtlicher Geschäftsführer bei der TuS ein.
"Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe", sagt Sterzenbach im Gespräch mit unserer Zeitung, "die TuS liegt mir sehr am Herzen, nicht erst, seit sie diesen rasanten sportlichen Aufstieg genommen hat."
Koblenz: Geschäftsführer Gläsner entmachtet
Schulden! Verkäufe im Winter drohen
Drei Punkte waren in Aue möglich, aber die Koblenzer konnten nach dem 0:0 auch mit einem Zähler leben. "Um einen Dreier zu holen, haben wir zu spät die Initiative ergriffen", meinte TuS-Trainer Uwe Rapolder, der mit seinem Team aber weiter im Plan ist.
Das ist aber auch schon alles, was in Koblenz im Plan ist. Bei einer Aufsichtsratssitzung am Freitag wurde Geschäftsführer Hermann Gläsner entmachtet. Ehrenamtlich übernahm Professor Dr. Rüdiger Sterzenbach den Posten. Der Wirtschaftswissenschaftler und Finanzexperte muss zunächst die finanzielle Schieflage des Klubs in den Griff bekommen. Wenigstens zwei Millionen Euro sollen in der Klubkasse fehlen. Die Verantwortung wird u. a. Gläsner zugeschoben, weil die Neuverpflichtungen Bajic und Lomic (beide von Partizan Belgrad) allein etwa 2 Millionen Euro an Ablösesumme gekostet haben sollen. Spieler-Verkäufe in der Winterpause scheinen unausweichlich zu sein.
Hardy Hasselbruch
Twer: Die TuS steht ordentlich da
Wir sprachen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden zum Hinrunden-Abschluss über die momentane Situation des Zweitligisten
Im Profifußball und seinem Umfeld herrschen bisweilen raue Sitten. Gerüchte über eine angebliche finanzielle Schieflage beim Zweitligisten TuS Koblenz haben die TuS-Familie aufgeschreckt. RZ-Verleger Walterpeter Twer, der als Aufsichtsratsvorsitzender der TuS-GmbH alle Zahlen kennt, gibt Entwarnung: "Die TuS steht ordentlich da."
KOBLENZ. Sportlich steht die TuS Koblenz zur Halbzeit ihrer zweiten Zweitligasaison prima da. Der Aufsteiger des Vorjahres hat sich mit Trainer Uwe Rapolder im einigermaßen gesicherten Mittelfeld der Liga etabliert und kann mit einem Erfolg im letzten Vorrundenspiel gegen Alemannia Aachen (heute, 18 Uhr) einen weiteren großen Schritt weg von der bedrohlichen Tabellenregion tun.
Der rasante sportliche Aufstieg der TuS vom Nobody zum geachteten (und mancherorts gefürchteten) Mitglied der Elitegesellschaft Profifußball hat aber auch zur Folge, dass nicht alle Bereiche in gleicher Geschwindigkeit mitwachsen. Auch die Gründung einer GmbH, die losgelöst vom Gesamtverein die Geschäfte der Profiabteilung besorgt, ging nicht ohne Reibungsverluste vonstatten. Ein Profiverein braucht eben auch im operativen Management Profis, die mit allen Wassern gewaschen sind.
So ist der Aufsichtsrat und dessen Vorsitzender, RZ-Verleger Walterpeter Twer, auf ein zeitweiliges Liquiditätsproblem aufmerksam geworden, das offenbar durch ungeschicktes Vorgehen des Geschäftsführers entstanden ist. Die Reaktion kam prompt: Ab sofort kümmert sich, wie gemeldet, der Wirtschaftsprofessor und ehemalige Unternehmer Rüdiger Sterzenbach um die Geschäfte der GmbH.
Aachens Torsteher halten alles
TuS Koblenz hat die Alemannia im letzten Hinrundenspiel im Griff, trifft aber das Tor nicht - Goran Sukalo muss verletzt raus
Kein Sieg, keine Tore - und dennoch hat TuS Koblenz beim 0:0 zum Hinrundenabschluss gegen Alemannia Aachen nicht enttäuscht. Spielerisch wusste die Rapolder-Elf durchaus zu überzeugen.
TuS Koblenz - Alemannia Aachen 0:0
Zwei bestens aufgelegte Gäste-Torhüter, Abschlusspech, aber auch etwas Unvermögen verhinderten einen gelungenen Hinrundenabschluss bei TuS Koblenz. Beim 0:0 gegen Alemannia Aachen bot die TuS den 11 242 Zuschauern allerhand. Eine spielerisch ansprechende Vorstellung, Engagement und Leidenschaft - nur keine Tore. "Die Chancen hätten für fünf Spiele gereicht", bedauerte der neue TuS-Geschäftsführer Rüdiger Sterzenbach das Nullsummenspiel. Trainer Uwe Rapolder sah das 0:0 durchaus kritisch: "Das war heute nicht das erste Mal, dass wir Spieldominanz und Chancenplus nicht in einen Dreier haben münden lassen. Das war kein Pech, wir müssen das Tor machen."
Ein Spiel, das sich erfreulich entwickelte, begann mit einem Schock. Bereits nach elf Minuten musste die TuS auf Goran Sukalo verzichten. Der Slowene hatte sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Für ihn kam Tayfun Pektürk.
Erfreulicher war da schon das Comeback von Alassane Ouedraogo, der nach überstandenem Kreuzbandriss auf der rechten Offensivseite auflief. In den ersten 45 Minuten merkte man Ouedraogo die lange Spielpause allerdings deutlich an. Seine besten Szenen hatte der Rechtsfuß noch in der Rückwärtsbewegung. Weil es aber weiter vorwärts gehen soll in Koblenz, nahm Rapolder Ouedraogo zur Pause raus und schickte Noureddine Daham aufs Feld.
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