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Juli 2007
Mario Basler wird Rapolders Co-Trainer
Ex-Nationalspieler steigt bei Zweitligist TuS Koblenz ein - "Es sind nur noch Details offen" Im Zeitalter des Internets wird es immer schwieriger, ein Geheimnis für sich zu behalten. Noch dazu, wenn es sich um prominente Namen handelt. Fußball-Zweitligist TuS Koblenz zum Beispiel hätte die wohl spektakulärste Verpflichtung im Vorfeld der Saison gerne noch ein, zwei Tage zurückgehalten, bis die Tinte unter dem Vertrag trocken ist. Was aber nichts daran ändert, dass sich alle Beteiligten einig sind: Ex-Nationalspieler Mario Basler steigt bei der TuS als Co-Trainer ein und soll seine langjährigen Erfahrungen an den Kader weitergeben. Die jüngste Referenz des 38-Jährigen: In der Vorwoche hat er an der Sporthochschule Köln erfolgreich den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert.
"Es ist im Prinzip alles unter Dach und Fach", sagte Basler gestern gegenüber unserer Zeitung, "wir müssen nur noch ein paar Details klären." Dazu zählt unter anderem die Vertragsdauer - ein unüberwindliches Hindernis sollte dieser Passus aber nicht mehr sein. Im Laufe der Woche sollen die letzten Hürden aus dem Weg geräumt werden. Basler wird aber bereits heute für zwei Tage zur Mannschaft stoßen, ehe er ab der übernächsten Woche mit der eigentlichen Arbeit auf dem Platz beginnt.
DFB-Pokal: Havelse als lösbare Aufgabe TuS Koblenz muss bei Fünftligist antreten Es hätte durchaus schlimmer kommen können: Dies ist der einhellige Tenor im Lager von TuS Koblenz nach der Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal. Dabei wurde der Zweitligist in der 25. von 32 Paarungen dem TSV Havelse zugeteilt, eine durchaus lösbare Aufgabe. Havelse, ein Verein vor den Toren von Hannover, belegte in der abgelaufenen Saison in der Niedersachsenliga West den vierten Platz, die fünfte Liga ist vergleichbar mit der Rheinlandliga.
Billigmann löst Blaumeiser ab Neuer Mannschaftsarzt bei TuS Koblenz - Vorgänger verfügt nach wie vor über einen ungekündigten Arbeitsvertrag Wechselspiele bei Zweitligist TuS Koblenz gibt es nicht allein im Spielerkader zu bestaunen. Auch in der medizinischen Abteilung hat der Verein personelle Umbauten vorgenommen. Professor Dr. Peter Billigmann ist seit 1. Juli ärztlicher Leiter und damit Mannschaftsarzt bei der TuS. Auch bei einem Fußball-Zweitligisten ist das irdische Dasein ein Kommen und Gehen. Acht neue Profis schnürten beim Trainingsauftakt von TuS Koblenz am vergangenen Donnerstag auf dem Oberwerth erstmals die Schuhe. Seit 1. Juli wacht zudem ein neuer ärztlicher Leiter über die Gesundheit der Mannen von Trainer Uwe Rapolder.
Du-Ri Cha will wieder nach vorne Neuzugang der TuS Koblenz sieht seinen Platz auf der rechten Außenbahn - Langer Schatten von Vater Bum-Kun Kaum einer der Neuzugänge von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat so eine bewegte Vita wie Du-Ri Cha. Der 26-Jährige ist in Deutschland geboren, hat als Jugendlicher in Südkorea gelebt, ehe er nun auf dem Oberwerth seine vierte Station als Profi antritt.
Natürlich darf die Frage nach dem Vater nicht fehlen. Du-Ri Cha hat sie wohl schon 500 Mal gehört und beantwortet sie trotzdem noch freundlich: "Ich bin ich und ich muss meinen Weg gehen", sagt der 26-jährige Neuzugang von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz. Was in seinem Fall gar nicht so einfach ist - Cha ist so etwas wie der Beckenbauer junior in Südkorea. Sein Papa ist auch hierzulande bestens bekannt: Bum-Kun Cha erzielte in den achtziger Jahren bei Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen in 300 Bundesligaspielen fast 100 Treffer, der Torjäger wurde später Nationaltrainer und ist in Südkorea eine Legende. Ein Schatten, der lange über Du-Ri lag. In Frankfurt, wo er zwei Jahre bei der Eintracht aktiv war, wurde er bei den Fans nur "de klaa Cha Bum" (der kleine Cha Bum) gerufen.
Vata sieht sich als Nummer neun Zugang des Zweitligisten TuS Koblenz fühlt sich vorne am wohlsten - Albaner verfügt über viel Erfahrung
Fatmir Vata und Uwe Rapolder: Zwei Namen, deren Wege sich im Laufe der Jahre immer wieder gekreuzt haben. Kein Wunder also, dass der Trainer von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz den routinierten Angreifer von Arminia Bielefeld auf das Oberwerth gelockt hat - wo Vata im Herbst seiner Karriere Torjägerqualitäten unter Beweis stellen will. Um diesen Mann glücklich zu machen, reicht offenbar schon ein Ball. Daran ändert auch das gesetzte Fußballer-Alter von 35 Jahren nichts. Wer in diesen Tagen das Training von Zweitligist TuS Koblenz beobachtet, wird schnell feststellen: Fatmir Vata will einfach nur spielen. Die Haare sind schon etwas lichter geworden, das ist aber auch schon das Einzige, was den Senior unter den Neuzugängen von seinen neuen Kollegen unterscheidet. "Man muss einfach Spaß beim Fußball haben - und wenn man den Ball haben will, muss man eben viel laufen", sagt der Albaner. Eine ruhige Kugel zu schieben, das ist nicht sein Ding.
Vielleicht hat er gerade deshalb den Weg nach Koblenz gefunden. Denn bei Arminia Bielefeld wollte man den kleinen, kantigen Stürmer nicht mehr so recht. Da half auch ein sehenswerter Treffer im letzten Heimspiel gegen Hannover 96 nichts mehr, Vatas Tor zum 3:1 war immerhin gleichbedeutend mit dem Klassenverbleib. Aber der Albaner und Arminia-Trainer Ernst Middendorp, das war nicht eben eine Männerfreundschaft. "Es gab ein paar Probleme, für mich war dann klar, dass ich mir einen anderen Verein suche", sagt Vata, der sich nach einem Kreuzbandriss im Vorjahr wieder mühsam an die Mannschaft herangearbeitet hatte. Immerhin: In der Rückrunde brachte er es noch auf neun Einsätze, ein einziger davon unter Middendorp, der im Frühjahr die Mannschaft übernommen hatte.
Da ist Vatas Verhältnis zu Uwe Rapolder schon weitaus entspannter. Bereits bei Waldhof Mannheim zählte der Angreifer unter dem jetzigen TuS-Trainer zum Stammpersonal, ähnlich verhielt es sich in der Saison 2004/05 in Bielefeld. "Er weiß, was ich kann, und ich weiß, wie er trainiert und was er sehen will", umschreibt der Routinier seine Beweggründe, Rapolders Werben nachzugeben. "Ich hatte drei, vier Angebote, aber ich habe mich dann für Koblenz entschieden", sagt Vata und fügt an: "Wir hatten schon woanders zusammen Erfolg, warum sollte das hier nicht so sein?"
"Wir gehen kein finanzielles Risiko ein" TuS-Präsident Walter Degen blickt optimistisch in die anstehende Zweitliga-Saison - Vereins-Chef schielt auf einen einstelligen Tabellenplatz Optimismus allenthalben: Während sich der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz auf die kommende Saison vorbereitet, ist Vereins-Präsident Walter Degen guter Dinge, dass der Abstiegskampf kein Thema sein wird. "Wir gehen zudem kein finanzielles Risiko ein", sagt Degen im Interview mit unserer Zeitung. Es ist etwas ruhiger geworden für Walter Degen. Bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz haben sich die Wirren der Jahreshauptversammlung gelegt, zudem ist der Vereins-Präsident durch die Ausgliederung der Profi-Abteilung nicht mehr unmittelbar in das Tagesgeschehen eingebunden. Was nichts daran ändert, dass Degen der zweiten Saison im Liga-Unterhaus entgegenfiebert.
Herr Degen, mit welchen Erwartungen blicken Sie auf die neue Saison? Die Zweite Liga ist im nächsten Jahr nicht uninteressanter als die Erste Liga - es gibt für uns attraktive Gegner zuhauf. Aber ich denke, unser Geschäftsführer hat seine Hausaufgaben gemacht, denn unsere Verpflichtungen haben doch einen sehr guten Ruf. Das sehen übrigens auch die Konkurrenten so, was mir zuletzt bei einer Veranstaltung in Mainz bestätigt wurde. Aber trotz aller Vorschusslorbeeren: Unser vorrangiges Ziel bleibt zunächst, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und so früh wie möglich 40 Punkte auf dem Konto haben. Alles andere ist ein Zubrot; wenn wir am Ende auf Platz neun oder zehn stehen, wäre das eine schöne Sache.
Stichwort Neuverpflichtungen. Sie haben von guten Namen gesprochen - die kosten in aller Regel auch gutes Geld... Wir haben zwar acht Neuverpflichtungen, aber eben auch zehn Abgänge. Wir hatten in der Vorsaison über das ganze Jahr gesehen 31 Spieler unter Vertrag. Die Zahl haben wir nun reduziert, damit ist unser Etat für den Kader im Vergleich zum Vorjahr auch nicht gewaltig angestiegen. Dieses Geld haben wir - wir gehen kein finanzielles Risiko ein. Wir bekommen zum Beispiel etwas mehr Fernsehgeld, weil wir in der Rangliste der DFL um einige Plätze nach oben geklettert sind. Zudem rechnen wir in der kommenden Saison mit einem Zuschauerschnitt von knapp 10 000, was ja auch entsprechende Mehreinnahmen mit sich bringt. Angesichts der großen Nachfrage bei den Dauerkarten ist dies auch keine unrealistische Zahl. Zudem gehe ich davon aus, dass mindestens sieben Heimspiele ausverkauft sein werden.
Uwe Rapolder nimmt Tayfun unter die Lupe Die erste Woche ist geschafft: Gestern gab's für den Kader von TuS Koblenz den ersten freien Tag, nachdem Trainer Uwe Rapolder in den Tagen zuvor vor allem an den konditionellen Grundlagen gearbeitet hat. Daneben standen auch taktische Übungen im Mittelpunkt der Einheiten, in der neuformierten Mannschaft sollen sich die Laufwege möglichst schnell einschleifen. Nachdem die erhoffte Verpflichtung von Filip Trojan (VfL Bochum) zur Hängepartie wird, schaut man sich auf Seiten der Koblenzer parallel nach einer möglichen Alternative um. In dieser Woche stellte sich ein erster Testspieler vor, der 19-jährige Tayfun Pektürk stammt aus der Jugend von Schalke 04. Gut möglich, dass der Offensivspieler im Test gegen den FV Engers (Sa., 18 Uhr, Neuwied) zum Einsatz kommt, um sich unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren.
TuS: Manuel Hartmann fühlt sich schon pudelwohl Neuzugang des Koblenzer Zweitligisten kämpft um Platz im defensiven Mittelfeld - Schnelle Integration ins Team
Selbst in Zeiten sportlicher Grausamkeiten wie einer Saisonvorbereitung huscht Manuel Hartmann häufig ein Lächeln übers Gesicht. Es gibt zweifellos angenehmeres als den Kraft-Zirkel zu durchlaufen, den sich Co-Trainer Uwe Koschinat ausgedacht hat. Allein der Anblick der Medizinbälle dient nicht eben dazu, dass die Stimmung steigt. Mit dicken Armen und Beinen geht's dann auf die andere Seite des Platzes, wo die taktischen Übungen bei Chefcoach Uwe Rapolder anstehen - und auch hier ist der Neuzugang von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz auf der Höhe.
Hartmann, das sieht man schnell, ist ein typischer "Sechser". Jene Spezies, die im modernen Fußball immer wichtiger wird. Vor der Abwehr die Räume zu schließen und gleichzeitig dem Spiel nach vorn Impulse zu geben, so sieht in groben Zügen die Arbeitsbeschreibung für Hartmann aus. "Das ist eigentlich meine Lieblingsposition, ich kann aber auch Innenverteidiger spielen", sagt der 23-Jährige, der in den vergangenen beiden Spielzeiten bei Regionalligist Stuttgarter Kickers zu den absoluten Stammkräften gezählt hat. Eine durchaus erwähnenswerte Referenz, bei der TuS anno 2007 muss sich Hartmann aber dennoch erst einmal hinten anstellen.
3000 neue Sitzplätze für TuS-Fans Tribüne für die Südkurve - Stahlrohrbau soll zum ersten Heimspiel stehen - Die Zuschauerkapazität wird sich kaum verändern Und wieder verändert das Stadion Oberwerth sein Gesicht: Auf der Südseite wird eine neue Sitzplatztribüne errichtet. Zum ersten Heimspiel der TuS Koblenz in der neuen Saison soll der Stahlrohrbau mit knapp 3000 neuen Sitzplätzen stehen. Auch wenn durch die Tribüne viele Stehplätze wegfallen, soll sich die Gesamtkapazität der "Festung Oberwerth" kaum verändern.
Müde TuS um Struktur bemüht Koblenzer Zweitligist gewinnt ersten Test gegen FV Engers - Probespieler Tayfun Pektürk hinterlässt guten Eindruck Die Vorstellung von Zweitligist TuS Koblenz im ersten Testspiel vor der neuen Saison war durchwachsen - aber eine Fußball-Gala konnte man gegen den FV Engers angesichts der derzeit hohen Trainingsbelastungen auch wirklich nicht erwarten. Immerhin: Neben zahlreichen Torchancen zeigte die TuS auch Ansätze von Spielkultur. FV Engers - TuS Koblenz 0:3 (0:2) Müde und humpelnd kamen sie aus den Kabinen geschlappt, nach dem Auslaufen gab"s noch ein Lächeln für die zahlreichen Fans, die sich mit den Kickern von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ablichten lassen wollten. Nach dem 3:0 gegen Oberligist FV Engers machten etliche Akteure den Eindruck, als hätten sie gerade ein Pokalspiel inklusive Verlängerung absolviert. Dabei war es weniger der Gegner, der den Koblenzern alles abverlangt hatte.
Traut traut sich bei der TuS allerhand zu
Den technisch versierten Flügelflitzer aus Karlsruhe reizt die Herausforderung beim Zweitligisten Koblenz - "Hier hat kein Spieler einen Bonus" Sascha Traut hat beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz einen guten Einstand gehabt: Im Testspiel gegen den FV Engers machte der Flügelflitzer, der in Koblenz eine neue Herausforderung sucht, sein erstes Tor für die TuS. Ein Tor ist immer gut für die Psyche. Da spielt es auch keine Rolle, dass der gegnerische Schlussmann bei einem Treffer mitunter tatkräftig mithilft. Gleich im ersten Test gegen den Oberligisten FV Engers hat Sascha Traut im Trikot von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz getroffen - was ihm in den kommenden Tagen und Wochen durchaus Auftrieb geben dürfte. Denn Traut weiß, worauf er sich eingelassen hat: Im aufgewerteten Koblenzer Kader anno 2007 will sich der 22-Jährige in der Mannschaft und in der Liga etablieren.
TuS: Linksfuß dringend gesucht Weil sich Filip Trojan für den FC St. Pauli entschieden hat, fahndet Zweitligist Koblenz nach einem Offensivspieler Fototermin bei TuS Koblenz: Gestern wurden auf dem Oberwerth das Mannschaftsfoto und Porträts von den Spielern geschossen. Heute steht in Frankreich ein Testspiel gegen den FC Metz an. Mit dabei: ein Testspieler und Neuverpflichtung Tayfun Pektürk.
Es war nicht eben die Stimmung und schon gar nicht das Wetter, die dazu aufforderten, die Fotokamera zu zücken und wie wild auf den Auslöser zu drücken. Der Himmel über dem Oberwerth war wolkenverhangen, es goss in Strömen, und auf dem Rasen boten Bagger und ein Traktor nicht eben den Hintergrund, den es braucht, um Mannschaftsfotos und Spielerportäts zu schießen.
Wie Dietmar Schmid, Räumgruppenleiter für den Bereich Koblenz auf Anfrage erklärte, handle es sich bei der Suche nach Blindgängern um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Schließlich soll auf dem Platz am Oberwerth in den nächsten Wochen eine Rasenheizung eingebaut werden. Und da macht es Sinn, zuvor mal nach Altlasten der gefährlichen Art Ausschau zu halten. Denn: "Etwa zehn bis zwölf Bomben", weiß Schmid, "sind während des Zweiten Weltkrieges auf dieses Areal gefallen".
Also wurde gestern an möglichen Stellen für diese Blindgänger gegraben, aber bis zum frühen Abend nichts gefunden. Und so wendete sich schließlich doch noch alles zum Guten, denn auch die Sonne ließ sich nach einiger Zeit des Wartens blicken, und die Fotografen kamen doch noch zu ihrer Bestimmung.
Der Mann mit der Rückennummer 13 fehlte allerdings beim gestrigen Fotoshooting. Marko Lomic, Neuerwerbung von Partizan Belgrad, ist für ein paar Tage zurück in die serbische Metropole geflogen. Zum einen, um dort seinen Muskelfaserriss behandeln zu lassen, zum anderen, um die Wohnungsauflösung voranzutreiben.
Ein Kandidat ist der Montenegriner Ardijan Djokaj, derzeit vertragslos und zuletzt beim türkischen Erstligisten Trabzonspor unter Vertrag. Er gilt als Offensivallrounder. An dem 28-jährigen soll auch der SC Freiburg interessiert sein.
Jetzt ist Djokaj aber erst einmal in Koblenz. Uwe Rapolder wird sich in den nächsten Tagen ein Bild machen und dann entscheiden, ob Djokaj verpflichtet wird. "Das wäre unsere letzte Transferaktion", hielt TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner fest, der überdies betonte, dass Djokaj im Falle einer Verpflichtung ablösefrei nach Koblenz wechseln würde.
Klar auf Anstellung bei der TuS stehen die Zeichen bei dem 19-jährigen Tayfun Pektürk. Die spielerischen Fähigkeiten des Jugendspielers von Schalke 04 haben Rapolder überzeugt. "Der Junge kann auf drei Positionen spielen. Da machen wir keinen Fehler, wenn wir diesen Perspektivspieler verpflichten", meinte der Coach zur neunten TuS-Neuerwerbung.
Djokaj trifft bei Bewerbung TuS Koblenz gewinnt Testspiel beim FC Metz - Schnelles und direktes Spiel bringt Erfolg Schlechte äußere Bedingungen, aber eine gute innere Einstellung: Die TuS Koblenz gewann ihr Testspiel gegen den FC Metz auf französischem Terrain dank starken Auftritts. FC Metz - TuS Koblenz 1:2 (0:0) Scheint ein großes Jahr zu werden für den FC Longeville. Erst die neue, rund 300 Zuschauer fassende Tribüne für den sechstklassigen Klub in der französischen Region Lorraine, rund 25 Kilometer südlich von Saarbrücken. Und gestern dann die feierliche Einweihung derselbigen beim Testspiel zwischen dem FC Metz und Zweitligist TuS Koblenz. Schön für die TuS, dass sie diesen Test für sich entscheiden konnte und beim 2:1 (0:0) stellenweise guten Fußball bot. Keine Selbstverständlichkeit für diese frühe Phase der Vorbereitung. "Natürlich bin ich sehr zufrieden. Da war schon eine gute Spielanlage zu sehen und der Wille, Fußball zu spielen. Jetzt müssen wir physisch noch zulegen, damit wir 90 Minuten lang Dampf machen können", sagte TuS-Coach Uwe Rapolder.
TuS: Die Einkaufstour ist beendet
Zweitligist Koblenz verpflichtet Linksfuß Ardijan Djokaj - Sportlich aufschlussreicher Trip nach Longeville Das sind gleich zwei Erfolgsmeldungen: Zum einen zeigte Zweitligist TuS Koblenz beim 2:1 im Testspiel gegen den FC Metz eine erstaunliche Frühform. Zum anderen komplettierte der Klub seinen Kader mit der Verpflichtung von Ardijan Djokaj.
Wobei dem montenegrinischen Testspieler Ardijan Djokaj zweifellos das schönste Tor des Abends gelang, als er den Ball nach einer Ecke per Seitfallzieher unhaltbar in die Maschen drosch. Überhaupt wusste Djokaj (28) zu überzeugen - auch Trainer Uwe Rapolder war angetan von der Vorstellung des Linksfußes. "Eine starke Leistung", analysierte der Fußball-Lehrer kurz und knapp.
Eine Leistung, die dem Bemühen um eine Verpflichtung des technisch starken Spielers sicher nochmal einen Schub gegeben hat. Schließlich waren auch andere Vereine an dem technisch versierten Mann aus Montenegro interessiert - unter anderem der SC Freiburg. Doch anders als im Fall Trojan, der nach St. Pauli wechselte, bekamen diesmal die Koblenzer den Zuschlag - und haben damit womöglich den besseren Fang gemacht.
Heizung für Rasen Die Arbeiten beginnen am Montag Das wird eng: Nur einen Tag vor dem ersten Heimspiel von TuS Koblenz sollen die Arbeiten an der Rasenheizung im Stadion Oberwerth beendet sein. Dennoch ist Baudezernent Martin Prümm sicher: "Die Rasenheizung wird termingerecht fertiggestellt, wenn das Wetter keine Kapriolen schlägt. Am 16. August werden Linien gezogen und Eckfahnen aufgestellt, damit am nächsten Tag das erste Heimspiel der TuS stattfinden kann."
TuS: Tests verlaufen durchweg positiv Zweitligist Koblenz gewinnt auch gegen Maccabi Tel Aviv
Wieder ein Testspielerfolg für TuS Koblenz. Gegen Maccabi Tel Aviv siegte der Zweitligist in Nörtershausen mit 2:0 (1:0). TuS Koblenz - Maccabi Tel Aviv 2:0 (1:0) Dritter Sieg im dritten Test - Zweitligist TuS Koblenz versteht es in diesen Tagen der Vorbereitung, sich nicht allein die Fitness, sondern auch das Selbstvertrauen für die neue Spielzeit zu holen. Gegen Maccabi Tel Aviv - 2004 Gegner der Münchner Bayern in der Vorrunde der Champions League - landete die Elf von Trainer Uwe Rapolder in Nörtershausen vor 1168 überwiegend begeisterten Zuschauern einen 2:0 (1:0)-Erfolg.
Trotz der "Siegesserie" - zuvor gab es ein 3:0 gegen den FV Engers und ein 2:1 gegen den FC Metz - ist man bei der TuS bemüht, die Bodenhaftung zu bewahren. Allen voran Coach Rapolder, der nach dem Erfolg gegen die israelische Elf weitaus mehr zu kritteln denn zu loben hatte.
TuS glänzt für eine Stunde Koblenzer Zweitligist gewinnt Test beim SV Elversberg - Angelo Versari als Probespieler Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat aus dem Trainingslager in Bad Bertrich einen erfolgreichen Abstecher ins Saarland gemacht. Beim SV Elversberg gab's den vierten Sieg im vierten Testspiel. SV Elversberg - TuS Koblenz 0:1 (0:1)
Rapolders Formation nimmt Formen an Überzeugender Auftritt von Zweitligist TuS Koblenz im Test gegen Slavia Prag - Beide Tore in der Schlussphase durch Tayfun Pektürk Auch das fünfte Spiel der Saisonvorbereitung hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz gewonnen. Eine ansprechende Leistung und zwei späte Tore verhalfen der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder zu einem verdienten Sieg über den tschechischen Spitzenklub Slavia Prag.
TuS Koblenz - Slavia Prag 2:0 (0:0) Abgesehen von einer spielerischen Schwächeperiode zwischen der 25. und 45. Minute war es der mit sechs Neuzugängen in der Startformation spielende Zweitligist, der gegen den nominell bislang stärksten Gegner der Vorbereitung den Ton angab - Slavia Prag klopft in der übernächsten Woche immerhin in der zweiten Qualifikationsrunde an das Tor zur Champions League. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht", fasste Rapolder denn auch in Worte, was jeder der 1500 Zuschauer gesehen hatte, "vor allem die defensive Stabilität hat mir sehr gut gefallen - der Gegner hatte kaum Szenen." Dass sich der abermals positive Eindruck letztlich auch noch im Ergebnis manifestieren sollte, war vor allem dem 19-jährigen Tayfun Pektürk zu verdanken, der beide Treffer für TuS Koblenz erzielte: Beim 1:0 nach herausragender Vorarbeit von Dragan Bogavac stand der aus der A-Jugend von Schalke 04 gekommene Neuzugang dort, wo ein Stürmer stehen muss (83.), vor dem 2:0 setzte sich Pektürk nach Zuspiel von Philipp Langen gegen zwei Gegenspieler durch und traf aus 14 Metern in die linke Ecke. "Es ist eine große Umstellung für mich, erst einmal muss ich noch viel lernen", übte sich der Deutsch-Türke nach der Partie in Bescheidenheit, zeigte aber, dass er trotz seines jungen Alters mit Blick auf die kommende Saison mindestens eine wertvolle Ergänzung werden kann.
Bogavac: Helfer und Torjäger zugleich Neuzugang von Zweitligist TuS Koblenz ist variabel einsetzbar Dragan Bogavac passt nahezu perfekt ins Anforderungsprofil von TuS-Trainer Uwe Rapolder. Der Neuzugang des Koblenzer Fußball-Zweitligisten ist technisch versiert, variabel, schnell - und vor allem torgefährlich.
Einmal hat er es dann doch noch getan. Als sich das Testspiel der TuS Koblenz beim Bezirksligisten SG Mülheim-Kärlich am Mittwoch dem Ende zuneigte und die Torausbeute gerade für die Zuschauer mit zwei Treffern etwas mager ausgefallen war, nahm sich Dragan Bogavac ein Herz und zeigte einen jener Antritte, wie man sie in den kommenden Monaten vermutlich des Öfteren von ihm zu sehen bekommen wird. Mit dem Ball am Fuß überlief der neue Mann im blau-schwarzen Trikot auf der linken Seite die gegnerische Abwehrreihe und passte im Strafraum nach innen, wo Anel Dzaka nur noch vollstrecken musste - eine fast exakte Kopie des Treffers zum 1:0 gegen Slavia Prag, als Tayfun Pektürk der Nutznießer der herausragenden Vorarbeit gewesen war.
"Er ist ein Spieler für die Zuschauer - die lieben ja die ganz Kleinen, die ihren Gegenspielern durch die Beine laufen", sagt Uwe Rapolder schmunzelnd über Bogavac. Natürlich weiß der Trainer von TuS Koblenz, dass der von Wacker Burghausen gekommene Neuzugang für weitaus wichtigere Aufgaben als den Einsatz im Unterhaltungsprogramm verpflichtet wurde.
Niederlage für Rapolder zweitrangig Nach sechs Testspiel-Erfolgen verliert Zweitligist TuS Koblenz gegen Eintracht Frankfurt - Personalnot und zahlreiche taktische Experimente
Das siebte Testspiel hat TuS Koblenz den ersten Fleck auf der weißen Weste beschert. Bei der Niederlage gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt machte sich das Fehlen etlicher Stammkräfte bemerkbar, zudem probierte TuS-Trainer Uwe Rapolder diverse taktische Varianten aus. TuS Koblenz - Eintracht Frankfurt 1:3 (1:1) Das Ergebnis war zweitrangig, die übergeordneten Erkenntnisse standen im Mittelpunkt. Zumindest für Trainer Uwe Rapolder, der mit Fußball-Zweitligist TuS Koblenz erstmals in der Vorbereitung eine Niederlage einstecken musste. 1:3 hieß es am Ende gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt vor der ansprechenden Kulisse von 2700 Zuschauern in Boppard-Buchenau. "Wir haben gesehen, dass wir unsere Verletzten brauchen", fasste der 49-Jährige seine wesentlichen Eindrücke nach einem nur mäßig überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft zusammen.
Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel der Saison - dem DFB-Pokalspiel beim TSV Havelse - hatte man auf Koblenzer Seite Vorsicht walten lassen und in Dennis Eilhoff, Marko Lomic, Goran Sukalo und Ardijan Djokaj gleich vier Spieler der mutmaßlich ersten Elf geschont. Darüber hinaus waren auch Joshua Grenier und Frank Wiblishauser nicht zum Einsatz gekommen. "Im Ernstfall hätten heute alle spielen können", erklärte Mannschaftsarzt Peter Billigmann und fügte hinzu, dass lediglich für den seit Längerem an einem Muskelfaserriss laborierenden Du-Ri Cha das Pokalspiel zu früh kommt.
Kombiticket: Das denken die TuS-Fans Meinungen der Anhänger des Zweitligisten gehen auseinander - Viele Befürworter, viele Kritiker Sie sollen sowohl Eintrittskarten für die Heimspiele der TuS Koblenz als auch Fahrkarten für Bus und Bahn sein. Gemeint sind die Kombitickets, über die der Zweitligist und der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) verhandeln (die RZ berichtete). Weil die Verhandlungen aber momentan ins Stocken geraten sind, fragten wir die Fans: Wären Sie bereit, 1,40 Euro pro Stadionbesuch zu zahlen, damit jeder Fan kostenlos per Bus und Bahn zum Heimspiel fahren kann? Oder denken Sie, dass ein solches Ticket kein Muss ist?
August 2007
TuS Koblenz
Zugänge: Branimir Bajic (Partizan Belgrad), Dragan Bogavac (Wacker Burghausen), Du-Ri Cha (FSV Mainz 05), Ardijan Djokaj (BB Ankaraspor), Manuel Hartmann (Stuttgarter Kickers), Marko Lomic (Partizan Belgrad), Matej Mavric (Molde FK, war bereits ausgeliehen), Tayfun Pektürk (FC Schalke 04), Artim Polozani (Makedonija Skopije), Sascha Traut (Karlsruher SC), Fatmir Vata (Arminia Bielefeld).
Abgänge: Silvio Adzic (FSV Oggersheim), Christof Babatz (SVW Mannheim), Domenico Cozza (Alemannia Aachen II), Bakary Diakité (SV Wehen-Wiesbaden, war ausgeliehen von FSV Mainz 05), Dimitrijus Guscinas (KSV Holstein Kiel), Christian Holzer (VfR Aalen), Filip Lovric (FV Engers), Stefan Maierhofer (SpVgg Greuther Fürth), Emil Noll (SC Paderborn), Johannes Rahn (VfB Stuttgart II), Ralf Klingmann (TSV Buchbach), Salif Keita, Anthony Tieku (beide noch ohne Verein)
Rapolder will eine gemeinsame Idee vom Fußball
Der Trainer von TuS Koblenz spricht im Interview über seine Ansprüche an die neue Mannschaft, die Planbarkeit von Erfolg und die Ziele für die nächste Zweitligasaison Gut fünf Wochen Saisonvorbereitung liegen hinter dem Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz, ehe mit dem morgigen Pokalspiel in Havelse der Startschuss zur Saison 2007/2008 erfolgen wird. Im Interview mit unserer Zeitung nennt Trainer Uwe Rapolder die Voraussetzungen und Hindernisse für eine erfolgreiche Spielzeit. In dunkelblauer Arbeitskleidung und mit guter Laune erscheint Uwe Rapolder zum Gesprächstermin an diesem Vormittag. Wenige Minuten vorher hat der Trainer der TuS Koblenz bei der ersten Übungseinheit des Tages unter Beweis gestellt, dass er das Kicken auch im Alter von 49 Jahren nicht verlernt hat - Rapolder hatte sichtlich Spaß daran, Torwarttrainer Peter Auer mit strammer Geschwindigkeit die Bälle aufs Gehäuse zu zirkeln. Überhaupt strahlt der gebürtige Schwabe in diesen Tagen die Zufriedenheit eines Mannes aus, der seine Hausaufgaben erledigt hat: Mit Optimismus und einigen Visionen geht Uwe Rapolder in seine erste komplette Saison bei TuS Koblenz
Rumpelfußball reicht Rapolder nicht Mit der zweiten Halbzeit des DFB-Pokalspiels in Havelse war der Koblenzer Trainer nicht einverstanden - TuS erfüllt nur ihre Pflicht
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat seine Premiere als Favorit in der 1. DFB-Pokalrunde unbeschadet überstanden. Beim glanzlosen 3:0-Sieg gegen den Fünftligisten TSV Havelse stellte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder die Weichen bereits früh auf Sieg. TSV Havelse - TuS Koblenz 0:3 (0:3) Pünktlich zur Pokalzeit kommen die Liebhaber von Stammtischparolen immer wieder voll auf ihre Kosten. Gängige Fußballweisheiten wie "Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze", "Die Partie muss erstmal gespielt werden" und "Das Spiel dauert 90 Minuten" werden vor allem in der Vorberichterstattung immer wieder zu Rate gezogen.
Zumindest die letzte Aussage sollte sich aber beim DFB-Pokalauftritt der TuS Koblenz beim TSV Havelse nur theoretisch bestätigen. Hinterher waren sich nämlich alle Beteiligten einig, dass die Erstrunden-Partie eigentlich schon nach 26 Minuten zugunsten des Favoriten entschieden war. Mit einem sehenswerten Freistoßtor und seinem zweiten Treffer des Tages zum 0:3 hatte Marko Lomic sehr früh die Verhältnisse zurechtgerückt; einen entspannten Tag bescherte er seinem Trainer Uwe Rapolder damit aber trotzdem nicht.
Koblenz beschenkt die 05er Mainzer Startsieg durch haarsträubende Fehler der TuS begünstigt - Rapolder: Kein Grund zur Panik
Glänzender Saisonauftakt für eine überzeugend aufspielende Mainzer Mannschaft, Ernüchterung bei TuS Koblenz. Mit 4:1 (1:1) besiegten die 05er eine über weite Strecken indisponierte TuS-Formation. FSV Mainz 05 - TuS Koblenz 4:1 (1:1) Uwe Rapolder spricht gern vom Fußballspiel als Erlebnis. Doch so, wie seine Schützlinge den Erlebnischarakter des Ballspiels gestern interpretierten, müssen sie ihren Trainer gründlich missverstanden haben. Beim 1:4 (1:1) von TuS Koblenz bei Erstligaabsteiger FSV Mainz 05 konfrontierten die TuS-Akteure ihren verdutzten Übungsleiter gleich mit einer ganzen Kette unglückseliger Ereignisse, "die ich so noch nicht erlebt habe", konstatierte Rapolder.
Novitäten, die nicht zuletzt dafür verantwortlich waren dass der Saisonauftakt für die TuS ordentlich in die Hose ging. Die Mainzer Fans dagegen bejubelten einen rundum gelungenen Saisonauftakt ihrer neu formierten Elf.
Über Standards zum Sieg TuS Koblenz gelingt gegen Augsburg der erste Saisonerfolg - Bajic und Sukalo treffen nach Ecken
Erstes Heimspiel, erster Saisonerfolg. Mit 2:1 besiegte TuS Koblenz gestern Abend den FC Augsburg und leistete damit zumindest ergebnismäßig Wiedergutmachung für die 1:4-Schlappe in Mainz. TuS Koblenz - FC Augsburg 2:1 (1:0) Als Uwe Rapolder vor der Partie seiner TuS Koblenz gegen den FC Augsburg die Randbemerkung fallen ließ, dass zwar erst der zweite Spieltag anstehe, "wir aber jetzt auch mal aufs Resultat schauen müssen", dann war das so etwas wie eine Prophezeiung, was die Güte dieser Partie betraf.
Ein Schönheitspreis wurde, wie zu erwarten, gestern Abend auf dem Oberwerth nicht vergeben. Aber es ging ja auch nach den Auftaktniederlagen für beide Teams um eine möglichst prompte Wiedergutmachung. Und die gelang den Koblenzern, die am Ende über einen hart erkämpften Sieg jubeln durften. Kein spielerisches Glanzstück der TuS, kein apostrophierter Konzeptfußball, kaum Vertikalspiel. Der Sieg war vielmehr das Ergebnis einer wieder entdeckten Stärke aus der vergangenen Spielzeit.
Beide Koblenzer Tore fielen nach Standardsituationen. Genauer gesagt, nach Ecken von Linksfuß Marko Lomic. Nach einer halben Stunde stand TuS-Verteidiger Branimir Bajic am zweiten Pfosten goldrichtig. Und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich für Augsburg war es sechs Minuten vor dem Schlusspfiff wieder eine Lomic-Ecke, die zum Sieg führte. Goran Sukalo traf per Kopf und ließ die Fans jubeln.
TuS-Offensive enttäuscht Koblenzer verlieren verdient beim FC. St Pauli - Rapolder-Mannen im Angriff viel zu harmlos Wer nicht aufs Tor schießt, kann auch nicht als Sieger vom Platz gehen. Weil TuS Koblenz in der Offensive wenig zustandebrachte, gab's beim FC St. Pauli eine Niederlage. FC St. Pauli - TuS Koblenz 1:0 (0:0)
Es hätte ein so schöner Sonntag werden können für TuS Koblenz. Nahezu 1000 gut gelaunte Fans hatten das Auswärtsspiel der Rapolder-Elf in Hamburgs Amüsierviertel zu einem Wochenend-Ausflug genutzt, aber der krönende Abschluss blieb aus. Im Stadion am Millerntor unterlag die TuS dem FC St. Pauli, was vor allem an der fehlenden Durchschlagskraft der Gäste lag.
"Es war eigentlich ein typisches Unentschieden", sagte TuS-Trainer Uwe Rapolder und sagte damit schon viel über die Güte des Spiels. Über weite Strecken neutralisierten sich beide Mannschaften und rackerten um jeden Zentimeter in der etwas anderen Kultstätte des Profifußballs. Unzählige Zweikämpfe prägten die Aktionen auf beiden Seiten, im Spiel nach vorn passierte über 90 Minuten kaum etwas. Das Ärgerliche aus Koblenzer Sicht: Den Gastgebern reichte eine gelungene Aktion, um drei Punkte einzufahren. Auf der anderen Seite wurde die TuS dafür bestraft, dass sie ihr Augenmerk vor allem darauf gelegt hatte, das 0:0 zu verwalten und über die Runden zu bringen.
Daran änderte auch nichts, dass Rapolder eine runderneuerte Startelf auf den Rasen geschickt hatte. Diese Maßnahme hatte sich schon unter der Woche angekündigt, der TuS-Coach war mit den Trainingsleistungen einiger Schützlinge ganz und gar nicht zufrieden. Zudem wollte Rapolder Undiszipliniertheiten gleich im Keim ersticken.
Prominentestes Opfer wurde Angreifer Fatmir Vata, der unter anderem zum Frühstück vor dem Spiel zu spät kam und aus dem Aufgebot gestrichen wurde. Andere, wie die zuletzt gesetzten Marko Lomic oder Dragan Bogavac, mussten in Hamburg zu Beginn auf die Bank. Im Vergleich zum Augsburg-Spiel in der Vorwoche gab's insgesamt fünf Änderungen. "Es geht darum, dass alle die Regeln der Gruppe einhalten müssen", so der TuS-Coach später.
Daham stürmt jetzt für TuS Koblenz Zweitligist verpflichtet Angreifer vom 1. FC Kaiserslautern Zwei Tage vor dem Ende der Transferfrist hat Fußball-Zweitligist TuS Koblenz noch einmal im Angriff nachgelegt und Noureddine Daham verpflichtet. Pikant: Der Algerier kommt vom nächsten Gegner 1. FC Kaiserslautern und ist am Freitag gegen seinen Ex-Klub bereits spielberechtigt. Eigentlich war die Personalplanung bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz bereits abgeschlossen, aber der dezimierte Kader hat für ein Umdenken bei den Verantwortlichen gesorgt. Nachdem sich Linksfuß Ardijan Djokaj weiter mit hartnäckigen Problemen an der Wade herumplagt und auch der Genesungsprozess von Evangelos Nessos nur schleppend verläuft, wurde zwei Tage vor dem Ende der Transferperiode ein weiterer Angreifer verpflichtet. Sein Name: Noureddine Daham.
Der Algerier hat bei der TuS einen Zweijahresvertrag unterschrieben und kommt ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern. Eben von jenem FCK, der am Freitag um 18 Uhr zum rheinland-pfälzischen Derby auf dem Oberwerth gastiert."Unsere Spielerdecke ist im Moment einfach zu dünn", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder, "wenn sich jetzt noch jemand verletzen würde, hätten wir eine sehr unangenehme Situation." Zuletzt tummelten sich gerade einmal 15 Feldspieler bei den Übungseinheiten - zu wenig, um den Druck im Kader aufrechtzuerhalten, zu wenig, um mannschafts-taktische Abläufe zu verfeinern. Der Koblenzer Coach sieht diese Personalie unabhängig vom bisherigen sportlichen Verlauf, "wir hätten ihn auch geholt, wenn wir jetzt schon neun Punkte auf dem Konto hätten". Gut möglich sogar, dass der Algerier nicht der einzige Akteur ist, der im Schlussverkauf verpflichtet wird, bis zum Freitagabend will der TuS-Coach den Markt nach einer weiteren Verstärkung sondieren.
September 2007
TuS verspielt zweimalige Führung Leistungsgerechtes Unentschieden im Derby zwischen Koblenz und Kaiserslautern - Beide Abwehrreihen mit Fehlern behaftet
Vier Tore, gute Unterhaltung, gerechtes Resultat. Mit 2:2 trennten sich TuS Koblenz und der 1. FC Kaiserslautern im Rheinland-Pfalz-Derby. TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern 2:2 (1:1) So verhält es sich mit Fußballspielen, in denen beide Defensivreihen den Fehler von der Ausnahme zur Regel erheben: Die Trainer werden in den Wahnsinn getrieben, die Zuschauer indes haben ihren Spaß. Das Derby zwischen TuS Koblenz und dem 1. FC Kaiserslautern war eine solche Partie. 2:2 stand es nach 90 unterhaltsamen Minuten eines kuriosen Spiels, in dem der Feldvorteil mehrfach wechselte und sich beiden Teams Chancen für ein Dutzend Tore boten.
Zweimal hatte die TuS in Führung gelegen, zweimal war es ihr nicht gelungen, diese trotz bester Chancen auszubauen. Die Lauterer wiederum bewiesen große Moral, steckten nie auf und verdienten sich das Remis redlich. Am Ende waren die Gäste dem Sieg sogar näher als die TuS.
"Da haben wir uns hinten reindrängen lassen und waren nicht aggressiv genug", bemängelte TuS-Trainer Uwe Rapolder. Sein Pendant auf Lauterer Seite, Kjetil Rekdal, hatte "einen Riesenschritt nach vorne" ausgemacht. "Ich bin mir sicher, dass wir gegen Paderborn den ersten Sieg einfahren", versprühte der Norweger Optimismus.
TuS muss vorerst auf Evers verzichten
Verteidiger des Zweitligisten ist erkrankt Die ersten Befürchtungen haben sich bestätigt: Fußball-Zweitligist TuS Koblenz muss vorerst auf Rechtsverteidiger Brenny Evers verzichten, der an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt ist. Nachdem der Niederländer zuletzt immer wieder über Müdigkeit geklagt hatte, wurden in dieser Woche eingehende Untersuchungen gemacht, die nun Gewissheit brachten. "Die Krankheit hat sehr unterschiedliche Verläufe", sagt Mannschaftsarzt Professor Peter Billigmann, "insofern lässt sich auch schwer vorhersagen, wie lange er ausfallen wird." Einen ähnlichen Fall gab's bereits in der Vorsaison, seinerzeit musste Ferydoon Zandi vier Wochen pausieren.
Unterdessen stellt sich in diesen Tagen ein Testspieler bei der TuS vor. Sein Name: Njaz Kuqi. Der 24-jährige kantige Angreifer stand zuletzt bei Liga-Konkurrent Carl Zeiss Jena unter Vertrag, kam dort in der vergangenen Rückrunde aber nur zu einem Einsatz in der zweiten Mannschaft in der Oberliga. Der Finne mit albanischen Wurzeln ist zurzeit arbeitslos und sucht einen neuen Klub. "Der Trainer wird sich heute noch einen Eindruck von ihm machen
TuS: Erfolg dank Daham Algerier erzielt beim Sieg in Jena beide Treffer - Ansätze von Spielkultur nach schwachen 30 Minuten
Erster Auswärtssieg für TuS Koblenz. Neuzugang Noureddine Daham erzielte beide Tore beim 2:1-Erfolg bei Carl Zeiss Jena. FC CZ Jena - TuS Koblenz 1:2 (1:2) Er kam nur zu seinem ersten Einsatz von Beginn an für TuS Koblenz, weil der eigentlich als einzige Spitze vorgesehene Fatmir Vata kurzfristig wegen einer Oberschenkelzerrung passen musste. Doch Noureddine Daham unterstrich, dass durchaus segensreich sein kann, was aus der Not geboren wird. Der Algerier avancierte mit zwei blitzsauberen Treffern beim 2:1-Erfolg der TuS bei Carl Zeiss Jena zum Mann des Abends. "Wir haben heute hinten sehr gut gestanden, und vorne hat Daham zwei herrliche Tore erzielt. Dieser Sieg ist eine wichtige Motivationsspritze für die Heimspiele gegen Köln und Fürth", hofft TuS-Trainer Uwe Rapolder.
Dank Daham kam die TuS in Ostthüringen damit zu ihrem ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit. Ein Erfolgserlebnis mit einem etwas längeren Anlauf. Eine halbe Stunde lang tat sich die TuS im Ernst-Abbe-Sportfeld ziemlich schwer. In der Defensive schläfrig, im Passspiel nach vorne zu ungenau, präsentierten sich die Koblenzer wenig souverän. Weil auf der anderen Seite die Jenaer noch größere spielerische Armut an den Tag legten, schleppte sich die Partie so dahin.
Bis die TuS der Weckruf in Gestalt von Daham ereilte. Der Mittelstürmer war zur Stelle, als er eine passgenaue Flanke von Martin Forkel aus fünf Metern einköpfte.
Langen fällt sechs Monate aus
Kreuzbandriss stoppt Linksfuß von TuS Koblenz - Operation in Köln
KOBLENZ. Philipp Langen im Pech: Der Mittelfeldspieler hat sich während des Trainingslagers von TuS Koblenz in Bad Bertrich einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Teilabriss des Außenbandes im rechten Knie zugezogen. Langen war im Rasen hängen geblieben und hatte sich dabei das Knie verdreht. Unmittelbar nach der Verletzung wurde der 21-Jährige vom Kölner Sportmediziner Dr. Schäferhoff untersucht - in Köln wird Langen auch am Montag operiert werden. Die traurige Konsequenz für das Koblenzer Eigengewächs: Langen wird rund sechs Monate ausfallen und ist somit erst im Frühjahr wieder einsatzbereit.
Lauf für den guten Zweck TuS-Fans helfen - Schirmherr ist Thomas Anders - Bereits mehr als 12 000 Euro kamen zusammen
Laufbereitschaft ist im Fußball eine unverzichtbare Tugend. An diesem Wochenende wird sie allerdings nicht nur von den Mannen von Uwe Rapolder verlangt, sondern auch von Anhängern der Blau-Schwarzen. Denn die beiden TuS-Fanclubs "PQB (Premium-Qualitätsbeitrag) - die Kreativschmiede von Fans für Fans" und die "Karthäuser Löwen" haben einen 24-Stunden-Lauf für einen guten Zweck organisiert.
KOBLENZ. Am Samstag um 10 Uhr fällt am Deutschen Eck der Startschuss zum 24-Stunden-Lauf, den die beiden TuS-Fanclubs "Karthäuser Löwen" und "PQB - die Kreativschmiede von Fans für Fans" organisiert haben. Bis Sonntag, 10 Uhr, werden dann ununterbrochen Läufer der beiden Fanclubs auf der zwei Kilometer langen Strecke zwischen dem Kaiserdenkmal und der Balduinbrücke unterwegs sein. Hintergrund des Laufes, an dem sich rund 30 konditionsstarke TuS-Anhänger aus den beiden Fanclubs beteiligen, ist dabei kein sportlicher Wettkampf, sondern die Unterstützung des Koblenzer Kinderhospizes Löwenzahn, dem der Erlös komplett zugutekommt.
Pektürk hadert mit dem Schicksal Dem Debütanten im Trikot von TuS Koblenz bleibt gegen den 1. FC Köln ein Treffer verwehrt - Eilhoff: Ausgleich war ein Bruch
Frust im Lager von TuS Koblenz: Trotz einer respektablen Leistung setzte es gegen den 1. FC Köln die erste Heimniederlage. Somit war auch das Zweitliga-Debüt von Tayfun Pektürk nicht von Erfolg gekrönt, obwohl der 19-Jährige zu den Lichtblicken auf Koblenzer Seite zählte. TuS Koblenz - 1. FC Köln 1:2 (1:1) Tayfun Pektürk machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. "Manchmal wird der Tüchtige leider nicht belohnt", fasste der 19-Jährige zusammen, was er 90 Minuten lang auf dem Rasen des Oberwerths erlebt hatte. "Wir haben das Spiel kontrolliert, aber wir hätten mehr daraus machen müssen", fügte er hinzu, wohl wissend, dass er selbst die große Chance zur zweiten Führung ausgelassen hatte. Fatmir Vatas Flanke perfekt aufgelegt, dann platziert abgezogen - doch der Ball strich am Tor vorbei. "Vielleicht hätte ich ihn besser geschoben anstatt draufzuhauen", wurde der Ex-Schalker das Gefühl nicht los, dass er halt nur fast alles richtig gemacht hatte.
Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff hatte Pektürk von seiner Nominierung anstelle des erneut unter muskulären Wadenproblemen leidenden Ardijan Djokaj erfahren und rechtfertigte das Vertrauen seines Trainers voll und ganz. "Tayfun und ich sollten in der Kölner Hälfte ein wenig Theater machen", umriss Fatmir Vata die Rolle, "die uns kleinen Leuten eigentlich ganz gut liegt". Vata links, Pektürk rechts, nach einer Viertelstunde Pektürk links und Vata rechts, nach der Halbzeitpause wieder Vata links und Pektürk rechts - das Koblenzer Verwirrspiel machte der Kölner Deckung sichtlich zu schaffen.
Und hätte bereits nach 26 Minuten zum 1:0 führen können, als Tayfun Pektürk die FC-Abwehr austanzte, aber Anel Dzaka den Ball aus rund fünf Metern über die Latte hob. Oder nach 57 Minuten zum 2:1, als Goran Sukalo eine Ecke von Pektürk über den Querbalken köpfte.
Neue Chance für neues Stadion OB: Stadt, Landkreis und Investor über Standort grundsätzlich einig Neue Chance für eine neue TuS-Arena: Westlich der A 61 in unmittelbarer Nähe zum Koblenzer Kreuz könnte das neue Stadion entstehen. Das teilte die Stadt gestern Nachmittag mit.
Der Investor, der eine Fußball- und Eventarena bauen wolle, habe in der Gemarkung Bassenheim und Koblenz ein ausreichend großes Grundstück ausgemacht. Planungen, die das Stadion auf der Koblenzer Seite der Autobahn vorsahen, seien dagegen vom Tisch: Nicht realisierbar, so das Ergebnis vorausgegangener Prüfungen.
In einem Gespräch zwischen Investor, Oberbürgermeister Eberhard Schulte-Wissermann und Landrat Albert Berg-Winters war man sich einig: Grundsätzlich ist das Stadion westlich der A 61 machbar.
Die TuS dreht mächtig auf Souveräner Heimsieg der Koblenzer gegen schwache Gäste aus Fürth - Vata legt den Grundstein
TuS Koblenz hat die 1:2-Pleite gegen den 1. FC Köln eindrucksvoll repariert. Mit der bislang besten Saisonleistung erreichte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder einen nie gefährdeten Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth. TuS Koblenz - SpVgg Greuther Fürth 3:0 (2:0) Fußball-Festtage müssen nicht immer auf einen Sonntag fallen. Mitunter gibt's auch an einem ganz gewöhnlichen Mittwoch Außergewöhnliches zu sehen. Zum Beispiel gestern Abend, als TuS Koblenz die SpVgg Greuther Fürth mal eben mit 3:0 nach Hause schickte. Ein rundum gelungener Auftritt der Blau-Schwarzen, die ihren Plan exakt umsetzten: Hinten wurden die Fehler auf ein Minimum reduziert, vorne die Chancen genutzt. Viel besser geht's nicht. "Ich dachte schon, dass so etwas in der Luft liegt", freute sich TuS-Trainer Uwe Rapolder, "die Mannschaft hat eine sehr gute Reaktion auf die Niederlage gegen Köln gezeigt."
Zur Überraschung vieler gab's auf dem Oberwerth einen guten alten Bekannten zu sehen. Joshua Grenier durfte erstmals in dieser Saison mitmischen, der US-Amerikaner sollte der Abwehr mehr Halt geben und obendrein die Kommunikation verbessern. Der Plan von Rapolder ging auf, nicht nur dank Grenier kam die TuS erstmals in dieser Saison ohne Gegentor aus. Und was nicht minder beeindruckte: Die Koblenzer zeigten auch im Spiel nach vorn jene Kombinationssicherheit, die sich der Trainer seit Wochen erhofft. "Das war einfach unser Spiel", strahlte TuS-Kapitän Anel Dzaka.
Maßgeblichen Anteil am Gesamtpaket hatte der Freistoßtreffer von Fatmir Vata in der 29. Minute. Der Albaner zwirbelte den Ball aus 22 Metern ins Dreieck - es war der Auftakt für eine fortan furios agierende TuS, die die Franken aus Fürth an die Wand spielte. Ganz nebenbei: Die Fürther hatten bis dato gerade erst zwei Gegentreffer kassiert - schwer nachvollziehbar, wie der Elf von Trainer Bruno Labbadia dieses Kunststück gelungen ist.
Oktober 2007
Gefühlter Sieg für die TuS Koblenzer holen in Unterzahl einen Punkt bei 1860 München - Schiri stellt falschen Spieler vom Platz
TuS Koblenz hat dem TSV 1860 München das "Wiesn-Heimspiel" gehörig vermasselt. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder erkämpfte in Unterzahl bei den "Löwen" ein Unentschieden - ein gefühlter Sieg für die TuS. TSV 1860 München - TuS Koblenz 2:2 (1:1) Mittendrin sah es nach einer Packung für TuS Koblenz aus, aber am Ende tanzten die Blau-Schwarzen im Mittelkreis. Beim 2:2 zwischen dem TSV 1860 München und der Mannschaft von TuS-Trainer Uwe Rapolder war so ziemlich alles drin, was ein Fußballspiel interessant macht. Haarsträubende Fehler, ein Schiedsrichter, der mit einer krassen Fehlentscheidung die Emotionen hochkochen ließ - und ein überraschendes Ende.
Doch der Reihe nach: Da war vor allem der Unparteiische Stefan Lupp aus Zossen, der am Sonntag wohl besser einen ausgiebigen Wiesn-Besuch gemacht hätte, statt draußen in der Allianz Arena ein Spiel zu pfeifen. In der 21. Minute schwante den Koblenzern schon Schlimmes, als er nach einem Laufduell zwischen Branimir Bajic und Berkant Göktan an der Hosentasche nestelte und Rot in der Hand hatte. Doch nach minutenlangen Diskussionen traf es den unschuldigen Matej Mavric. "Ich war 20 Meter weg", merkte der Slowene zurecht an. Es half nichts, die Koblenzer waren in Unterzahl.
Falsche Rote Karte ohne Folgen
Freispruch für TuS-Verteidiger Matej Mavric nach Fehlentscheidung des Schiedsrichters - Ausnahme im Regelwerk greift Das Fußball-Regelwerk meint es gut mit TuS Koblenz. Weil Matej Mavric bei seinem Platzverweis in der Partie bei 1860 München das Opfer einer Verwechslung wurde, entgeht er einer Sperre. Und auch Branimir Bajic als eigentlicher Übeltäter kann im Nachhinein nicht vom DFB bestraft werden. Der Schriftverkehr war überschaubar. Keine 24 Stunden nach der Posse von München hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Fakten geschaffen und gar nicht erst ein umfassendes Sportgerichts-Verfahren in die Wege geleitet. Zu deutlich war die Sachlage auf dem Rasen der Allianz Arena, wo der Koblenzer Innenverteidiger Matej Mavric am Sonntag vom Platz gestellt worden war. Für ein Foul, das gar nicht er, sondern sein Nebenmann Branimir Bajic begangen hatte. Das Resultat des Ganzen: Mavric entgeht einer Sperre, die nach einer Roten Karte normalerweise mindestens für ein Spiel vorgesehen ist.
TuS: Klatsche nach merkwürdigem Spiel Koblenzer liefern eine ansehnliche Vorstellung ab, stürmen gegen höchst effektive Gladbacher aber in ihr Verderben - Erneut schwere Abwehrpatzer
Au Backe, das tat weh! Mit 0:5 hat TuS Koblenz den Vergleich mit Borussia Mönchengladbach verloren - und dabei viel besser ausgesehen, als es das Ergebnis ausdrückt. TuS Koblenz - Borussia M' Gladbach 0:5 (0:2) Die Versuchung, just im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach auf einen Koblenzer Erfolg zu tippen, war groß. Nach dem Remis gegen Kaiserslautern und der Niederlage gegen den 1. FC Köln fehlte der TuS auf dem Oberwerth gegen einen großen Namen der Liga eigentlich nur noch ein Ergebnis: ein Sieg. Nun, dieser Sieg fehlt nach wie vor. Und wenn es dann am Ende 0:5 steht, ist eigentlich davon auszugehen, dass aus TuS-Sicht so gut wie alles schief gelaufen ist.
Doch das Einzige, was noch erstaunlicher war als das Endergebnis, war sein Zustandekommen. Gladbachs sechster "Dreier" in Serie entsprang nicht etwa einer spielerischen Glanztat der Borussia. Die Gäste hatten vielmehr das Momentum auf ihrer Seite. Was damit anfing, dass es schon nach einer Minute und 15 Sekunden 1:0 für den neuen Tabellenführer stand. Nach einer Ecke stand Gladbachs Routinier Patrick Paauwe goldrichtig und durfte unter gütiger Mithilfe der TuS-Abwehr freistehend einnicken.
TuS verpasst beim OFC den Sieg
Remis auf dem Bieberer Berg schmeichelt den Offenbachern - Pektürk verpasst die große Chance - Türker trifft und geht Punkteteilung auf dem Bieberer Berg. Beim 1:1 bei den Offenbacher Kickers verspielte TuS Koblenz allerdings leicht-fertig die Chance, einen Dreier einzufahren. Kickers Offenbach - TuS Koblenz 1:1 (0:1) Mangelndes Anspruchsdenken kann Uwe Rapolder nun wirklich nicht nachgesagt werden. Wo andere Trainer gern nach dem Motto "Punkte gut, alles gut" verfahren, strebt der Übungsleiter von TuS Koblenz nach Höherem: "Wenn wir gut spielen, kommen die Punkte von alleine", so sein Credo. Weil die TuS gestern Abend bei den Offenbacher Kickers spielerisch nur stellenweise zu gefallen wusste, fiel das Ergebnis auch ganz der Rapolder-Logik entsprechend aus. Die Koblenzer mussten sich mit einem 1:1 (0:1) zufrieden geben und vergaben die Chance, an den Offenbachern vorbeizuziehen.
Zum Glück ein "Dreier"
TuS Koblenz fährt trotz spielerisch magerer Vorstellung einen Sieg gegen den VfL Osnabrück ein Nicht eben gut gespielt, aber gewonnen. TuS Koblenz ist mit dem 1:0 gegen den VfL Osnabrück der Sprung auf Tabellenplatz zehn gelungen. Und das war's, was am Ende zählte. TuS Koblenz - VfL Osnabrück 1:0 (0:0) Nein, entschuldigen mochte sich Uwe Rapolder nicht für den Sieg. Zugegeben, das 1:0 gegen den VfL Osnabrück schmeichelte den Spielern von TuS Koblenz ungemein. Aber wenn die isolierte Betrachtung eines Spiels keine Argumente für einen Erfolg liefert, dann muss eben eine Gesamtbetrachtung her.
Und so kramte der TuS-Trainer gerne in der jüngeren Geschichte, zumal die im Falle von TuS Koblenz viele ansehnliche Spiele mit viel zu wenig Ertrag, sprich Punkten, ausweist. "Gegen Köln und Gladbach haben wir spielerisch sicher besser ausgesehen, standen am Ende aber mit leeren Händen da. Heute war es mal umgekehrt", resümierte der Koblenzer Fußball-Lehrer den 1:0-Zittersieg gegen einen couragiert und fußballerisch ansprechend auftretenden Aufsteiger.
Die Osnabrücker waren sicher die Mannschaft mit den besseren Torchancen an diesem trüben Oktober-Nachmittag. Sie waren vielleicht sogar die bessere Mannschaft. Nur eines waren die Gäste ganz sicher nicht: clever.
November 2007
Spiel verloren, Moral gestärkt
1:2 nach Verlängerung gegen Bielefeld: Koblenz tröstet sich nach Pokal-Aus damit, dem Erstligisten Paroli geboten zu haben 1:2 verloren, aber Zuversicht in die eigene Stärke gewonnen. So zumindest interpretierten sie im TuS-Umfeld das Ausscheiden der Koblenzer aus dem Pokalwettbewerb. Da ist der Pokal nunmal gnadenlos ergebnisorientiert: Wer 120 Minuten bravourös gekämpft und einer klassenhöheren Mannschaft dauerhaft die Stirn geboten hat, am Ende aber verliert, kann sich für sämtliche Lobpreisungen nichts kaufen. So ging es TuS Koblenz am Mittwochabend. 120 Minuten auf Augenhöhe mit der Bielefelder Arminia, doch dann in der Verlängerung den besten Mann in der Gäste-Elf, Stürmer Christian Eigler, einmal aus den Augen verloren - das war's dann.
Auf der anderen Seite: Wer sich 120 Minuten gegen eine unterklassige Mannschaft redlich müht, spielerisch indes seine Erstligatauglichkeit über weite Strecken gut zu verbergen versteht, am Ende aber trotzdem obsiegt, lobt sich gern selbst für so viel "Charakterstärke". Die hatte zumindest Arminen-Coach Ernst Middendorp in seiner nah an der Selbstgefälligkeit gezimmerten Spielanalyse bei seiner Elf ausgemacht. Erst gewann seine zuletzt so arg gescholtene Mannschaft mal wieder ein Pflichtspiel, hernach siegte bei Middendorp die Genugtuung.
TuS scheitert an Pitroipa
Koblenzer Aufholjagd im Breisgau wird nicht belohnt - Freiburger kommen spät zum Erfolg Ein Zwischenspurt zum vorübergehenden Ausgleich reichte nicht: TuS Koblenz verlor in der Schlussphase mit 2:4 beim SC Freiburg. SC Freiburg - TuS Koblenz 4:2 (0:0) Zurückgelegen, zurückgekommen - doch am Ende im Freiburger Angriffswirbel die Orientierung verloren. TuS Koblenz durfte beim 2:4 (0:0) in Freiburg nur mal kurz am Auswärtspunkt schnuppern. Nach 78 Minuten hatte die Elf von Trainer Uwe Rapolder die 2:0-Führung der Breisgauer dank Ardijan Djokaj egalisiert. Aber angetrieben von einem großartigen Jonathan Pitroipa setzten die Platzherren zu einem fulminanten Endspurt an und überholten die TuS noch auf der Zielgerade.
TuS-Trainer Uwe Rapolder tat sich anschließend schwer bei der Bewertung einer Partie, die er als "Spiel der großen Emotionen" einstufte. "Natürlich bin ich enttäuscht. Aber ich weiß auch, dass die Mannschaft sich heute gut verkauft hat." Noch in der Kabine verteilte der Coach Lob und Tadel an seine Mannen. Lob für den "großen Kampfgeist nach dem 0:2". Mahnende Worte wegen der "schlechten Organisation" bei den Gegentreffern.
Wegen Bombe: TuS spielt erst Dienstag
Zweitliga-Partie zwischen Koblenz und Paderborn ist wegen umfangreicher Sperrungen und Evakuierungen verlegt worden - Anstoß um18 Uhr Selbst im bis ins Detail durchorganisierten Profi-Fußball gibt es noch Kuriositäten abseits des Rasens: Weil die in der Koblenzer Innenstadt gefundene Bombe am Sonntag entschärft wird, muss das Zweitligaspiel zwischen TuS Koblenz und dem SC Paderborn auf den kommenden Dienstag verschoben werden. Es war einer dieser Tage, an denen das Telefon in der TuS-Geschäftsstelle nicht still stand. Zwischen Koblenz und Paderborn und der Zentrale der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt glühten die Drähte. Die Ursache des Ganzen gilt getrost als ein Novum im deutschen Profi-Fußball: Ein Bombenfund in der Koblenzer Innenstadt hat die Behörden dazu veranlasst, das für Sonntag angesetzte Zweitliga-Spiel zwischen der TuS und dem SC Paderborn abzusetzen. Am Sonntag soll um 9 Uhr mit der Entschärfung des Zehn-Zentner-Ungetüms begonnen werden, Teile der Innenstadt werden dabei evakuiert. Im Zuge der umfangreichen Maßnahmen sind einige Hundert Rettungskräfte im Einsatz, für den zeitgleichen Polizei-Einsatz rund um die TuS fehlt das Personal. Und: Etliche Zufahrtswege zum Stadion Oberwerth sind gesperrt. Nach zahlreichen Gesprächen einigten sich alle Beteiligten darauf, die Partie am kommenden Dienstag, 13. November, nachzuholen. Anstoß ist dann um 18 Uhr.
Enttäuschende Nullnummer in Koblenz
TuS muss sich gegen Schlusslicht SC Paderborn mit einem Unentschieden begnügen TuS Koblenz - SC Paderborn 0:0 Was für eine enttäuschende Leistung in einem rundum enttäuschendem Spiel: Mit einem 0:0 gegen Tabellenschlusslicht SC Paderborn hat eine schwerfällig spielende Mannschaft von TuS Koblenz leichtfertig die Chance vergeben, sich deutlich von den Abstiegsplätzen der Zweiten Fußball-Bundesliga abzusetzen.
TuS-Mittelfeldspieler Goran Sukalo sah's eher pragmatisch: "Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir kein Tor gemacht haben. Aber wir haben uns auch keins gefangen. Darauf können wir aufbauen." Na denn!
TuS-Trainer Uwe Rapolder redete dagegen Tacheles: "Mit unserer Kickerei hatten wir den Sieg auch nicht verdient. Das war heute ein spielerischer Rückschritt."
So kamen auch überhaupt keine Missverständnisse auf: Es war ein trostloser Abend am Koblenzer Oberwerth. Das Stadion liegt bekanntlich in einer Wasserschutzzone - aber nichts und niemand schützte die 7348 zahlenden Zuschauer an diesem nasskalten Abend vor einem Ereignis, das nur in Ansätzen an ein professionelles Fußballspiel erinnerte.
Schwer zu sagen, was in Durchgang eins mehr frustrierte, die geballte Ereignislosigkeit auf dem Rasen oder der dauerhafte Regen. Merkwürdig verunsichert suchte die TuS vergebens nach geeigneten Mitteln, das engmaschig gestrickte Defensivnetz der Gäste zu durchdringen.
Rapolders Joker stechen prächtig TuS Koblenz holt beim SV Wehen Wiesbaden den zweiten Auswärtssieg der Saison - Sahin und Du-Ri Cha erzielen die Tore Z weitligist TuS Koblenz hat nach zuletzt mageren Vorstellungen in die Erfolgsspur zurückgefunden. Beim Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden siegte die TuS mit 2:0. SV Wehen Wiesbaden - TuS Koblenz 0:2 (0:0) Der Bann ist gebrochen. Nachdem es gegen den SV Wehen bis dato nur Niederlagen gehagelt hatte, scheint Zweitligist TuS Koblenz der neu benamte SV Wehen Wiesbaden besser zu liegen. Mit dem Erfolg bei den Hessen landeten die Koblenzer ihren zweiten Auswärtssieg in dieser Saison. Ein Erfolg, der von der Bank kam. Erzielten doch die Einwechselspieler Kenan Sahin und Du-Ri Cha die Tore zum verdienten 2:0-Erfolg. "Ein verdienter Sieg, heute haben wir das Glück mal gezwungen", freute sich TuS-Trainer Uwe Rapolder über den Sieg und sein glückliches Händchen.
In einer flotten und abwechslungsreichen ersten Halbzeit waren es zunächst die Koblenzer Fans, die partout die Aufmerksamkeit auf sich lenken wollten. Mit einer Aktion indes, wie sie unsinniger kaum sein konnte. Im TuS-Block brannten bengalische Feuer - drei verletzte TuS-Fans waren die unmittelbare Folge. Eine saftige Geldstrafe für den Verein dürfte noch dazukommen.
Feuer im Angriff der TuS-Elf war erstmals nach elf Minuten zu spüren. Kapitän Anel Dzaka hatte das 1:0 auf dem Fuß, verzog aber nach Vorarbeit von Pektürk knapp. Gegenüber der Partie gegen Paderborn gingen die TuS-Akteure bei den Hessen wesentlich konzentrierter zu Werke. Die Innenverteidigung mit Matej Mavric und Branimir Bajic war zumeist Herr der Lage, im Mittelfeld waren Goran Sukalo und Dzaka um spielerische Linie bemüht.
TuS zieht Zweite aus Kreispokal zurück
Überraschende Wende nach juristischem Hin und Her - Dill: Ein Zeichen der Fairness Die Wirren rund um die Teilnahme von TuS Koblenz II im Fußball-Kreispokal haben eine überraschende Wende genommen: Am Rande der Auslosung zur nächsten Pokalrunde erklärte TuS-Vorstand Hans Dill, dass der Verein die Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus dem Wettbewerb zurückzieht. "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber wir wollten nach den Turbulenzen im Sinne der Fairness ein Zeichen setzen", sagte Dill.
Banner-Verbot soll Sicherheit erhöhen Zweitligist TuS Koblenz reagiert zusammen mit Sicherheitsbehörden auf Ausschreitungen - Fan-Vertreter forcieren Selbstreinigungskräfte
Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat nach den unschönen Szenen am Rande der Partie in Wiesbaden erste Konsequenzen gezogen. Zusammen mit Polizei und Sicherheitsdienst wurde entschieden, dass vorerst keine Fan-Banner und Fahnen am Zaun aufgehängt werden dürfen. Die jüngsten Vorkommnisse haben den Verantwortlichen wohl keine andere Wahl gelassen. Nachdem zu Beginn der Partie von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz beim SV Wehen Wiesbaden einige wenige Chaoten im TuS-Block gezündelt und neben einem bengalischen Feuer auch Rauchbomben abgefeuert hatten, sind nun erste Maßnahmen beschlossen worden. Fahnen und Banner, die wie bislang üblich von den Fan-Gruppierungen vor den Blöcken befestigt wurden, sind ab sofort im Stadion Oberwerth an den Zäunen nicht mehr erlaubt. Die Transparente dürfen lediglich durch die Ordner auf die Laufbahn gelegt werden. Diese Regelung greift bereits im anstehenden Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag um 14 Uhr.
Dezember 2007
TuS beweist langen Atem Beim Remis gegen den Aufsteiger aus Hoffenheim holen die Koblenzer zweimal einen Rückstand auf S tarke zweite Halbzeit, tolle Aufholjagd: Beim 2:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim konnte Zweitligist TuS Koblenz die Zuschauer vor allem in den zweiten 45 Minuten begeistern. TuS Koblenz - TSG 1899 Hoffenheim 2:2 (1:1) Uwe Rapolder nahm's mit der ihm eigenen Gelassenheit. "Leider haben wir es auch diesmal nicht geschafft, zwei Siege hintereinander einzufahren. Doch solange wir nicht zweimal hintereinander verlieren, soll mir das recht sein." Ein Satz, wie in Stein gemeißelt, und gleichsam der Kurzkommentar zum 2:2 (1:1) der TuS gegen den hochgelobten Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim.
Neun Tage nach dem Auswärtserfolg in Wiesbaden bestätigten die Koblenzer insbesondere in Halbzeit zwei ihren Ruf als mittlerweile gefestigte Mannschaft im Unterhaus. Lediglich die folgenschwere Tiefschlafphase zu Beginn der zweiten Hälfte verhinderte den neuerlichen TuS-Erfolg. Als die Gäste nach 50 Minuten und einem völlig unnötigen Ballverlust des erstmals seit April dieses Jahres wieder spielenden Außenverteidigers Brenny Evers zum zweiten Mal in Führung gingen, hieß das Gebot der Stunde erneut: Aufholjagd.
Das kannten die TuS-Spieler schon. Mit dieser Rolle hatten sie sich bereits in Durchgang eins anfreunden dürfen. "Wir sind zweimal schlecht aus der Kabine gekommen. Das hat Moral und Kraft gekostet", beschrieb Rapolder, wie sich seine Mannschaft zweimal aus denkbar schlechter Ausgangsposition zumindest noch zum Teilerfolg spielte und kämpfte.
TuS lässt Punkte liegen
Remis bei Erzgebirge Aue für die Koblenzer - Djokaj hat gleich zweimal das Siegtor auf dem Fuß TuS Koblenz sammelt weiter eifrig Punkte für den Klassenverbleib. Beim Gastspiel in Aue war für die Elf von Trainer Uwe Rapolder allerdings mehr drin als nur ein mageres 0:0. Die TuS verpasste den dritten Auswärtsdreier bei den biederen Sachsen. FC Erzgebirge Aue - TuS Koblenz 0:0 Wismut, Erz und Nickel - die Schätze im Erzgebirge sind unterirdisch. Der Fußball ist es neuerdings auch. So betrachtet hätten die Spieler von TuS Koblenz von ihrem Gastspiel bei einer maßlos enttäuschenden Mannschaft von Erzgebirge Aue mehr mit nach Hause bringen müssen als ein torloses Unentschieden.
Keine Frage, bei etwas mehr Präzision und Durchschlagskraft im Angriffsspiel wäre für die Elf von Trainer Uwe Rapolder bei den Sachsen auch der dritte Auswärtssieg dieser Spielzeit drin gewesen. Aber immerhin schlagen jetzt schon vier Spiele in Folge ohne Niederlage für die Koblenzer zu Buche.
Koblenz: Geschäftsführer Gläsner entmachtet Schulden! Verkäufe im Winter drohen Drei Punkte waren in Aue möglich, aber die Koblenzer konnten nach dem 0:0 auch mit einem Zähler leben. "Um einen Dreier zu holen, haben wir zu spät die Initiative ergriffen", meinte TuS-Trainer Uwe Rapolder, der mit seinem Team aber weiter im Plan ist.
Das ist aber auch schon alles, was in Koblenz im Plan ist. Bei einer Aufsichtsratssitzung am Freitag wurde Geschäftsführer Hermann Gläsner entmachtet. Ehrenamtlich übernahm Professor Dr. Rüdiger Sterzenbach den Posten. Der Wirtschaftswissenschaftler und Finanzexperte muss zunächst die finanzielle Schieflage des Klubs in den Griff bekommen. Wenigstens zwei Millionen Euro sollen in der Klubkasse fehlen. Die Verantwortung wird u. a. Gläsner zugeschoben, weil die Neuverpflichtungen Bajic und Lomic (beide von Partizan Belgrad) allein etwa 2 Millionen Euro an Ablösesumme gekostet haben sollen. Spieler-Verkäufe in der Winterpause scheinen unausweichlich zu sein.
Twer: Die TuS steht ordentlich da Wir sprachen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden zum Hinrunden-Abschluss über die momentane Situation des Zweitligisten Im Profifußball und seinem Umfeld herrschen bisweilen raue Sitten. Gerüchte über eine angebliche finanzielle Schieflage beim Zweitligisten TuS Koblenz haben die TuS-Familie aufgeschreckt. RZ-Verleger Walterpeter Twer, der als Aufsichtsratsvorsitzender der TuS-GmbH alle Zahlen kennt, gibt Entwarnung: "Die TuS steht ordentlich da."
Aachens Torsteher halten alles TuS Koblenz hat die Alemannia im letzten Hinrundenspiel im Griff, trifft aber das Tor nicht - Goran Sukalo muss verletzt raus
Kein Sieg, keine Tore - und dennoch hat TuS Koblenz beim 0:0 zum Hinrundenabschluss gegen Alemannia Aachen nicht enttäuscht. Spielerisch wusste die Rapolder-Elf durchaus zu überzeugen. TuS Koblenz - Alemannia Aachen 0:0 Zwei bestens aufgelegte Gäste-Torhüter, Abschlusspech, aber auch etwas Unvermögen verhinderten einen gelungenen Hinrundenabschluss bei TuS Koblenz. Beim 0:0 gegen Alemannia Aachen bot die TuS den 11 242 Zuschauern allerhand. Eine spielerisch ansprechende Vorstellung, Engagement und Leidenschaft - nur keine Tore. "Die Chancen hätten für fünf Spiele gereicht", bedauerte der neue TuS-Geschäftsführer Rüdiger Sterzenbach das Nullsummenspiel. Trainer Uwe Rapolder sah das 0:0 durchaus kritisch: "Das war heute nicht das erste Mal, dass wir Spieldominanz und Chancenplus nicht in einen Dreier haben münden lassen. Das war kein Pech, wir müssen das Tor machen."
Ein Spiel, das sich erfreulich entwickelte, begann mit einem Schock. Bereits nach elf Minuten musste die TuS auf Goran Sukalo verzichten. Der Slowene hatte sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Für ihn kam Tayfun Pektürk.
Erfreulicher war da schon das Comeback von Alassane Ouedraogo, der nach überstandenem Kreuzbandriss auf der rechten Offensivseite auflief. In den ersten 45 Minuten merkte man Ouedraogo die lange Spielpause allerdings deutlich an. Seine besten Szenen hatte der Rechtsfuß noch in der Rückwärtsbewegung. Weil es aber weiter vorwärts gehen soll in Koblenz, nahm Rapolder Ouedraogo zur Pause raus und schickte Noureddine Daham aufs Feld.
TuS lässt Bogavac ziehen
Angreifer von Zweitligist TuS Koblenz wechselt zum Liga-Konkurrenten SC Paderborn Es hatte sich in den letzten Wochen angedeutet, gestern wurden Fakten geschaffen: Angreifer Dragan Bogavac wechselt von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz zum Liga-Konkurrenten SC Paderborn. Es hat wohl einfach nicht gepasst. Gerade mal ein halbes Jahr hielt die nicht immer einfache Beziehung zwischen Fußball-Zweitligist TuS Koblenz und Angreifer Dragan Bogavac, ehe die Beteiligten nun einen Schlussstrich gezogen haben: Der 27-Jährige kehrt dem Oberwerth den Rücken und soll in der Rückrunde den Tabellenletzten SC Paderborn vor dem Abstieg bewahren. Bogavac unterschrieb bei den Ostwestfalen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009, der allerdings nur für die Zweite Liga Gültigkeit hat.
Januar 2008
Fernandez will sich beweisen Neuzugang soll die Offensive von Zweitligist TuS Koblenz beleben - Argentinier erhöht Druck auf Anel Dzaka E in Argentinier für TuS Koblenz: Gabriel Fernandez soll beim Fußball-Zweitligisten für mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus sorgen. Und die ersten Trainingseindrücke deuten darauf hin, dass der Winter-Neuzugang die Offensive merklich beleben kann.
Vielleicht hat er aus Höflichkeit auch ein bisschen geflunkert. "Nein, nein", sagte Gabriel Fernandez nach der ersten Trainingseinheit im neuen Jahr bei eisigem Wind, "die Kälte macht mir gar nichts aus." Eine durchaus bemerkenswerte Einschätzung für jemanden, der gerade aus dem Sommer in Südamerika kommt, wo man derzeit eher am Strand kickt, als auf holprigen Plätzen im winterlichen Mitteleuropa auf Torejagd zu gehen.
Aber gerade das ist für Fernandez der Reiz. Im gesetzten Fußballer-Alter von 30 Jahren noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen, ist seine Triebfeder. Vor neun Jahren hatte er schon einmal sein Glück auf Korsika beim SC Bastia versucht, ehe es ihn nach einer Spielzeit wieder in die Heimat zog. Seitdem tingelte Fernandez durch die Lande und verdiente vor allem in Kolumbien und Ecuador sein Geld. "Als Profi muss man sehen, wo man bleibt", gibt der Mittelfeldmann offen zu, dass er nicht selten dem Ruf des Geldes gefolgt ist, fügt aber auch an: "Ich habe viele interessante Erfahrungen gemacht."
TuS Koblenz verpflichtet Stürmer Njazi Kuqi Die TuS hat den finnischen Nationalspieler Njazi Kuqi verpflichtet. Der 24-jährige Mittelstürmer unterschrieb bei den Schängeln einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009. Bereits seit einigen Wochen nahm der 1,92 Meter große Kuqi am Training der TuS Koblenz teil und konnte sich bei Trainer Uwe Rapolder für weitere Aufgaben empfehlen. Ab sofort wird der zweifache finnische Nationalspieler für die TuS auf Torejagd gehen. Kuqi begann seine Karriere beim FC Jokerit. Der erste große Verein des beidfüßigen Stürmers war der FC Lahti. 2004 wechselte er für eine halbe Million Euro zu Birmingham City in die englische Premier League. Von dort wurde er bis zum Abschluss der Saison 2005/06 zweimal an niederklassigere englische Vereine - an den FC Blackpool und an Peterborough United - ausgeliehen und wechselte anschließend nach Holland zum FC Groningen. In der Winterpause 2006/07 heuerte Kuqi beim FC Carl Zeiss Jena an. Nach Gabriel Fernandez ist Njazi Kuqi die zweite Neuverpflichtung der TuS Koblenz in der Winterpause.
TuS Koblenz entlässt Geschäftsführer Gläsner
Hermann Gläsner ist nicht mehr Geschäftsführer beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz. Der sechsköpfige Aufsichtsrat der ausgelagerten TuS-Profifußball-GmbH hat einstimmig beschlossen, sich von Gläsner zu trennen.
Bereits im Dezember hatte der ehemalige LSB-Präsident Professor Rüdiger Sterzenbach ehrenamtlich die Funktion des Geschäftsführers bei TuS Koblenz übernommen, Gläsner hatte sich daraufhin nach Vereinsangaben krankgemeldet.
Hermann Gläsner war seit 1. Juni 2006 Geschäftsführer von TuS Koblenz. In der ersten Saisonhälfte war bekanntgeworden, dass die Ausgaben für Spielertransfers die Einnahmen des Vereins überstiegen.
Der neue Geschäftsführer Sterzenbach will den Verein in den nächsten Monaten "wirtschaftlich und organisatorisch neu aufstellen". Ernste finanzielle Probleme bei der TuS sieht Sterzenbach jedoch nicht: "Eine wirtschaftliche Konsolidierung ist machbar", sagte er.
Nessos kämpft um die Karriere
Knieverletzung des Griechen in Diensten von Zweitligist TuS Koblenz heilt nur langsam - "Ich gebe nicht auf" Während sich die Kollegen von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz auf die am 3. Februar beginnende Rückrunde vorbereiten, geht es für Evangelos Nessos derzeit einzig darum, seine Karriere als Profi fortsetzen zu können. Wegen einer Verletzung an der Patellasehne hat der 29-Jährige seit acht Monaten nicht mehr auf dem Platz gestanden, der Heilungsprozess verläuft schleppend. Manchmal geht es ein bisschen besser, dann folgen wieder Wochen ohne jeden Fortschritt. Evangelos Nessos hat sich fast schon an die Schmerzen im linken Knie gewöhnt, die ihn nun schon seit fast einem Jahr verfolgen und seit April daran hindern, seinem Beruf als Fußball-Profi bei Zweitligist TuS Koblenz nachzugehen. Zwei Operationen hat der 29-Jährige bereits über sich ergehen lassen und hofft darauf, dass die lädierte Patellasehne irgendwann wieder einen geregelten Trainingsablauf zulässt. "Solange die Ärzte sagen, dass das Knie wieder in Ordnung kommt, gebe ich nicht auf", sagt der Grieche mit ungebrochenem Kampfgeist.
TuS beginnt mit der Feinarbeit Koblenzer Zweitligist lässt im Test gegen Hertha BSC Berlin keinen Klassenunterschied erkennen - Rapolder zufrieden
Am Ende wurden die Beine schwer, aber das Ergebnis war respektabel. Mit einem Unentschieden gegen Hertha BSC Berlin zeigte Fußball-Zweitligist TuS Koblenz, dass er zwei Wochen vor dem Rückrundenstart auf dem richtigen Weg ist.
TuS Koblenz - Hertha BSC Berlin 0:0 Bis zum 3. Februar und dem Spiel gegen Mainz 05 kann noch viel passieren, aber die Anzeichen verdichten sich, dass bei TuS Koblenz weite Teile der Rückrunden-Startelf bereits gefunden sind. Dies war die wesentliche Erkenntnis nach dem 0:0 des Fußball-Zweitligisten im Testspiel gegen Bundesligist Hertha BSC Berlin. Eine Partie, in der beide Mannschaften vornehmlich darum bemüht waren, geordnet aufzutreten, und in der die TuS über 90 Minuten ein ebenbürtiger Gegner war.
"Ach, das kann sich alles noch ändern", gab sich TuS-Trainer Uwe Rapolder anschließend noch ziemlich unverbindlich, "im Prinzip habe ich im Moment 15 Spieler, die ich von Beginn an einsetzen kann."
TuS-Präsident Degen räumt Posten - für Sterzenbach? Weichenstellungen beim Neujahrsempfang des Vereins: Amtsinhaber zieht sich zurück - Geschäftsführer: Anders wirtschaften Ereignisreicher als das 0:0 gegen Hertha BSC Berlin war gestern Abend der Neujahrsempfang der TuS. Walter Degen, seit Juni 2006 Präsident der Blau-Schwarzen, kündigte seinen Rückzug an: Aus persönlichen Gründen wird er bei der Mitgliederversammlung im Februar für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stehen. Sein Nachfolger könnte Prof. Dr. Rüdiger Sterzenbach werden, seit Dezember ehrenamtlicher Geschäftsführer der TuS. Der Vorstand hat sich bereits einstimmig für seine Kandidatur ausgesprochen. Sterzenbach will sich den Mitgliedern stellen - mit einer Einschränkung: Die finanzielle Situation der TuS muss stabil sein. Außerdem fordert er ein anderes Wirtschaften bei den Blau-Schwarzen. "Es kann nicht sein, dass von der Hand in den Mund gelebt wird", betonte Sterzenbach.
TuS-Härtetest mit Abstrichen
Koblenzer Niederlage beim VfL Bochum lässt nur bedingt Rückschlüsse zu - Trainer Rapolder muss improvisieren Fußball-Zweitligist TuS Koblenz musste im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart eine Niederlage hinnehmen. Durch diverse Verletzungsnöte wurde die Partie beim VfL Bochum nur bedingt zur Generalprobe, brachte aber dennoch etliche Erkenntnisse.
VfL Bochum - TuS Koblenz 3:0 (2:0) Ein echter Härtetest war's nicht. Wenn drei Stammspieler fehlen, wenn taktisch improvisiert werden muss, wenn dem ein oder anderen Akteur die Müdigkeit in den Knochen steckt, fällt es schwer, den wahren Leistungsstand einer Mannschaft einzustufen. So ähnlich lässt sich das 0:3 von TuS Koblenz beim VfL Bochum zusammenfassen. Eine Partie, in der dem Zweitligisten wenig gelang, in der sich der klassenhöhere Kontrahent aber auch sehr konzentriert und engagiert zeigte. Konsequenz des Ganzen: relativ einseitige 90 Minuten, an dessen Ende die Koblenzer mit drei Gegentreffern noch gut bedient waren.
Sahin vor Wechsel zur Fortuna
Drei Tage vor dem Ende der Transferfrist steht TuS-Angreifer Kenan Sahin vor einem Wechsel zu Fortuna Düsseldorf. Der 23-Jährige trainiert seit einigen Tagen zur Probe beim Nord-Regionalligisten mit - und hat dort offenbar beste Chancen auf ein Engagement. Beim 3:1 der Düsseldorfer gegen Borussia Mönchengladbach durfte Sahin für 79 Minuten mitmischen, hinterher gab's ein Lob von Sportdirektor Wolf Werner: "Er hat ein gutes Empfehlungsschreiben abgegeben." Im Anschluss flog Sahin mit der Fortuna ins Trainingslager nach Spanien, wo voraussichtlich Fakten geschaffen werden.
TuS arbeitet letzte Personalien ab
Vor dem heutigen Ende der Transferfrist haben drei Akteure den Zweitligisten verlassen - Pantic löst Vertrag auf Während die Profis von TuS Koblenz ihre letzten Einheiten im Trainingslager von Bad Bertrich absolvieren, hat der Fußball-Zweitligist vor dem Ende der Transferfrist die letzten Personalien geregelt. Neben Kenan Sahin und Artim Polozani hat auch Djordje Pantic den Verein verlassen. Bis Donnerstag, 24 Uhr, müssen alle Unterschriften geleistet sein. Dann ist die Winter-Transferperiode beendet, in der auch TuS Koblenz aktiv gewesen ist. Anders als bei manchem Club, der noch auf der Suche nach einem Schnäppchen in letzter Minute ist, sind aber bereits in den vergangenen beiden Tagen Fakten geschaffen worden. Nachdem bereits frühzeitig Gabriel Fernandez und Njazi Kuqi verpflichtet worden waren, haben neben Dragan Bogavac (Paderborn) drei weitere Akteure den Verein verlassen: Kenan Sahin stürmt künftig für Regionalligist Fortuna Düsseldorf, Artim Polozani wurde an seinen Ex-Club Dinamo Tirana ausgeliehen. Und: Djordje Pantic, der in der Wintervorbereitung unter anderem bei Wisla Krakau zur Probe trainierte, hat seinen Vertrag in Koblenz aufgelöst.
Februar 2008
TuS mit Moral zum Remis
Hartmann schießt sein erstes Saisontor und bügelt Eilhoff-Patzer aus - Mainz offensiv zu harmlos 1:1 zwischen TuS Koblenz und dem FSV Mainz 05. Eine Punkteteilung zum Rückrundenauftakt, mit der beide Seiten gut leben können.
TuS Koblenz - 1. FSV Mainz 05 1:1 (1:1) Ein Punkt für jede Seite, gefolgt von einer um sich greifenden Zufriedenheit - da war dann schon mal Zeit für eine den tollen Tagen angemessene karnevalistische Einlage. Als TuS-Trainer Uwe Rapolder dem Mainzer Kontrahenten nach dem 1:1 alles Gute für den Rest der Saison wünschte und prophezeite, dass man sich in der kommenden Spielzeit wohl nicht mehr sehen werde, wollte der gut aufgelegte Mainzer Trainer Jürgen Klopp die Vorlage bewusst missverstehen und konterte: "Ihr schafft das schon, ihr steigt nicht ab", meinte "Kloppo" grinsend und hatte die Lacher auf seiner Seite.
Die Punkteteilung zum Rückrundenauftakt tat der guten Laune und dem Selbstbewusstsein der Mainzer keinen Abbruch. "Als Aufstiegsanwärter haben wir den Anspruch, spitze zu sein. Gegen Fürth müssen wir jetzt zeigen, wie stark wir wirklich sind", blickte Markus Feulner schon auf die kommende Aufgabe.
Gegen Koblenz blieb bei den 05ern vieles im Ansatz stecken. Klopps Wortwahl bei der Spielanalyse offenbarte dann auch eine Zufriedenheit mit Abstrichen. "Wir haben ein relativ gutes Spiel mit relativ viel Ballbesitz abgeliefert. Allerdings haben wir aus unseren vielen Offensivaktionen zu wenig gemacht."
TuS: Sukalo meldet sich gesund zurück
Koblenzer Mittelfeldspieler nach Verletzung wieder voll belastbar Nach sechs Wochen Verletzungspause zeichnet sich die Rückkehr von Goran Sukalo in den Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ab. Möglicherweise steht der 26-Jährige sogar schon am Sonntag beim Auswärtsspiel in Augsburg auf dem Platz. Es ging gestern ordentlich zur Sache bei der TuS. Mit zwei intensiven Einheiten hat der Fußball-Zweitligist die unmittelbare Vorbereitung auf die anstehende Begegnung beim FC Augsburg aufgenommen. Während Tayfun Pektürk (Leistenverletzung), Noureddine Daham (Lehrgang mit der algerischen Nationalmannschaft in Paris) und Matej Mavric (Länderspiel mit Slowenien gegen Dänemark) fehlten, mischte Goran Sukalo nach sechswöchiger Verletzungspause wieder eifrig mit.
Sterzenbach folgt auf Degen Mitglieder von TuS Koblenz wählen neuen Präsidenten Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat seit gestern Abend um 21.08 Uhr einen neuen Präsidenten: Die Mitgliederversammlung des Vereins wählte mit überwältigender Mehrheit Rüdiger Sterzenbach für die kommenden zwei Jahre.
Der 61-Jährige folgt auf Walter Degen, der nach vier Jahren im Präsidium nicht mehr für eine Wiederwahl kandidiert hatte. "Ich möchte mich bei Herrn Sterzenbach bedanken, er hat in der kurzen Zeit enorm viel für TuS Koblenz erreicht", sagte Degen, der allerdings nicht ganz sorgenfrei aus dem Amt scheidet. Denn: Die Versammlung hat ihm und dem Restvorstand die Entlastung für das Geschäftsjahr 2005/06 verweigert, die Entlastung für das Geschäftsjahr 2006/07 wurde aufgrund eines laufenden Steuerverfahrens zurückgestellt.
Hintergrund der fehlenden Zustimmung durch die Mitglieder ist die unklare finanzielle Situation des Vereins, der in dieser Hinsicht nicht auf Rosen gebettet ist. Aktuell belasten den e.V. rund 400 000 Euro Verbindlichkeiten, zudem kämpft die im Sommer ausgelagerte GmbH gegen eine entstandene Schieflage an. "Uns ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit eine Liquiditätslücke von über vier Millionen Euro auf rund 600 000 zum Saisonende zu reduzieren", sagte Sterzenbach, der zudem verkündete, "dass sich meine Zeit als ehrenamtlicher Geschäftsführer dem Ende entgegenneigen sollte." Neben Sterzenbach wurde auch Rolf Schmitz (Finanzen) und Joachim Benner neu in die TuS-Führung gewählt, die den zurückgetretenen Gerd Schmitt und Markus Vogt nachfolgen.
TuS fehlt vor Augsburger Tor die letzte Entschlossenheit
Erste Niederlage seit sieben Partien: Die Koblenzer Serie ist gerissen FC Augsburg - TuS Koblenz 1:0 (1:0) 66 Prozent Ballbesitz. Reichlich Torchancen, etliche Freistöße vor dem gegnerischen Tor. Eine ordentliche Spielanlage. Das alles konnte TuS Koblenz beim FC Augsburg vorweisen. Das alles war aber letztlich zu wenig, um Zählbares zu verbuchen. Denn: Weil die Gastgeber weitaus effizienter agierten, hat die Serie der Mannschaft von TuS-Trainer Uwe Rapolder ein Ende.
Nach dem 0:1 beim Tabellennachbarn mussten die Koblenzer zum ersten Mal seit sechs Spieltagen den Platz mit leeren Händen verlassen."Der Auftritt hat sich nahtlos an das angefügt, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben", fasste Rapolder die 90 Minuten in der sonnenüberfluteten Rosenau zusammen. Vermutlich hätten die Koblenzer noch einmal 90 Minuten dranhängen können, das Ergebnis wäre das gleiche gewesen.
"Leider gibt es im Fußball keine B-Note, am Ende zählt nun mal das Ergebnis", so der TuS-Coach. Nun haben die Koblenzer Kicker wahrlich keine Pirouetten oder Dreifachsprünge hingelegt, aber der Auftritt war in Teilen durchaus gefällig. Nach schwachem Start fand die Rapolder-Elf Einstellung zu Gegner und Spiel, musste da allerdings schon einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einem Einwurf wurde leichtfertig der Ball abgegeben, aus dem Hinterhalt hielt Lars Müller einfach mal drauf - 1:0. (22.).
Kuqi rettet TuS den Punkt
Finne trifft beim Remis gegen St. Pauli kurz vor Schluss - Fünftes Unentschieden daheim in Folge TuS Koblenz wartet weiter auf den ersten Erfolg in der Rückrunde. Gegen den FC St. Pauli konnte zumindest das Schlimmste verhindert werden. Stürmer Njazi Kuqi rettete der TuS mit seinem Treffer zum 1:1 einen Punkt.
TuS Koblenz - FC St. Pauli 1:1 (0:0) Trainer Uwe Rapolder hatte bei der Forderung nach dem ersten Heimsieg seit fast vier Monaten im Vorfeld auch vor martialischen Worten nicht zurückgeschreckt. Mit dem Messer zwischen den Zähnen wollte der Trainer der TuS Koblenz seine Mannen um den Erfolg kämpfen sehen. Aber auch diese drastische Motivationshilfe erwies sich am Ende als stumpfes Schwert. Die TuS schafften es lediglich, ihre unselige Unentschieden-Serie - zuletzt gab es vier in Serie davon - fortzusetzen.
Das 1:1 gegen den FC St. Pauli war allerdings weit davon entfernt, Zufriedenheit bei den Fans zu erzeugen. Und das nicht nur, weil Njazi Kuqi der Ausgleichstreffer erst in Minute 88 gelang.
Das Remis nach 90 leidlich unterhaltsamen Spielminuten verdeutlichte einmal mehr das große Manko dieser TuS-Tage: Es fehlt schlichtweg an den spielerischen Mitteln, die auch in der von Kampffußball geprägten Zweiten Liga einfach vonnöten sind, will man den Erfolg erzwingen, wie Rapolder das fordert.
Effiziente TuS schockt Lautern
Koblenzer Sieg im Rheinland-Pfalz-Derby stürzt den FCK noch tiefer in den Abstiegsstrudel - Djokaj trifft doppelt für die Gäste Auf den 1. FC Kaiserslautern kommen schwere Zeiten zu. Das ernüchternde 2:3 (1:2) im Rheinland-Pfalz-Derby gegen TuS Koblenz stößt die "Roten Teufel" noch tiefer in die Abstiegshölle.
1. FC Kaiserslautern - TuS Koblenz 2:3 (1:2) Die "graue Eminenz" hat dem "kroatischen Fuchs" den Einstand vor eigenem Publikum gehörig verdorben. TuS Koblenz und Trainer Uwe Rapolder besiegten im Rheinland-Pfalz-Derby den 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 (2:1) und machten aus dem freudig erwarteten Heimdebüt von Neu-Trainer Milan Sasic eine freudlose Veranstaltung. "Das war mit Blick auf die Tabelle, aber auch für unsere Entwicklung ein wichtiger Erfolg", freute sich Rapolder.
Sein Pendant Sasic wollte bei den Seinen nach dem Sieg in Fürth unter der Woche ein neues Selbstbewusstsein ausgemacht haben. Im Spiel wussten die Lauterer das allerdings gut zu verstecken. Der Druck, nun vor eigenem Publikum nachlegen zu müssen, lähmte die FCK-Spieler mehr als sie das jüngste Erfolgserlebnis beflügelte.
Dabei ließ sich der Abend ganz gut an für die Gastgeber. Nach einer weitgehend ereignislosen Viertelstunde bescherte eine Standardsituation den Lauterern die erste Chance und den ersten Treffer. Nach einem abgewehrten Freistoß fiel der Ball Sebastian Reinert vor die Füße, der aus 18 Metern das Leder unter die Latte drosch.
TuS: Horrende Nachzahlungen Ausmaß und Folgen der Betrügereien bei TuS Koblenz in den Jahren 2003 bis 2006 sind jüngsten Zahlen zufolge noch weitaus größer als bis dato bekannt. Nach Informationen unserer Zeitung sollen neben den Steuernachzahlungen in Höhe von 200 000 Euro auch noch rund 440 000 Euro inklusive Zinsen an Nachzahlungen an die Sozialversicherungsträger anfallen. Genaue Zahlen dürften erst nach Ende der Ermittlungen feststehen, die laut Oberstaatsanwalt Horst Hund noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
Erst vergangene Woche hat die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der TuS wegen dieser Verfehlungen Antrag auf Erlass eines Strafbefehls gestellt und eine Bewährungsstrafe sowie eine Geldbuße gefordert.
März 2008
Erst stark, dann stark gezittert
TuS Koblenz feiert beim 2:0 gegen Jena den zweiten Sieg in Folge - Bruch im Spiel nach der Pause - Pektürk trifft spät Zwei Siege in Folge, nach dem 22. Spieltag 30 Punkte auf dem Konto - mit großer Erleichterung quittierten sie im Lager von TuS Koblenz den 2:0-Erfolg gegen Carl Zeiss Jena.
TuS Koblenz - FC Carl Zeiss Jena 2:0 (1:0) Am Ende schien alles gut geworden zu sein. Erstmals in dieser Saison hatte TuS Koblenz mit dem 2:0 gegen Carl Zeiss Jena zwei Siege in Folge feiern dürfen. Und mit 30 Punkten nach 22 Spieltagen ist die Ausgangsposition wahrlich keine schlechte, um zum Ende dieser Spielzeit den Klassenverbleib feiern zu können. Aber dann das! Tritt doch nach dem Spiel tatsächlich eine Frau an TuS-Trainer Uwe Rapolder mit der Bitte heran: "Herr Basler, kann mein Mann mal ein Foto von Ihnen und mir machen?" Rapolder willigte gut gelaunt ein, konnte sich freilich den Zusatz nicht verkneifen, die Frau verklagen zu wollen, so sie ihn noch einmal mit "Herr Basler" anrede.
Es war nicht die einzige Situation an diesem Nachmittag, in der sich der TuS-Übungsleiter auf der falschen Veranstaltung wähnte. Nach rasanten 30 Minuten mit aggressivem Pressing, schnörkellosem Offensivspiel, einer Handvoll bester Chancen und einer verdienten 1:0-Führung durch Ardijan Djokaj geriet die zweite Halbzeit aus Koblenzer Sicht zur nervenaufreibenden Zitterpartie. Apropos Djokaj: Bei seinem Tor nahm der Montenegriner die Hand zur Hilfe. Da half es den Gästen herzlich wenig, dass der Linksfuß nach Spielende reuig sein Vergehen einräumte.
TuS nutzt die Räume nicht
Koblenzer spielen gegen den 1. FC Köln gut mit, agieren in der Offensive aber nicht präzise genug TuS Koblenz hat die Überraschung verpasst. Zwar spielte die Rapolder-Elf in Köln gut mit, agierte im Angriff aber allzu harmlos und verlor am Ende mit 0:1 beim FC.
1. FC Köln - TuS Koblenz 1:0 (0:0) Christoph Daum dozierte nach dem mühsam errungenen 1:0 gegen die TuS aus Koblenz mal wieder gewohnt langatmig über Motivationskünste im Allgemeinen und seine Vorzüge auf diesem Gebiet im Besonderen. Nach 45 aus Sicht des 1. FC Köln wenig berauschenden Minuten und einem gellenden Pfeifkonzert zur Halbzeit sah sich der Kölner Fußball-Lehrer in der Pause zuvorderst mal wieder als Psychologe gefordert.
Im Verein mit einem gelungenen Personalwechsel war es womöglich eben diese Aufbauarbeit, die aus FC-Sicht doch noch zum Gelingen des Nachmittags beitrug. Zehn starke Minuten nach dem Wechsel reichten den Kölnern zum Sieg. Wie der zustande kam, schien auch Daum im Nachhinein nicht mehr sonderlich zu interessieren. "In solchen Situationen sind die Punkte entscheidend. Manchmal kommt es eben auf Kleinigkeiten an", spielte Daum auf die spielentscheidenden Szenen zwischen der 52. und 54. Minute an.
TuS Koblenz: Loos im Amt Nun ist es amtlich: Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat einen neuen Geschäftsführer. Wolfgang Loos unterzeichnete gestern einen bis Juni 2011 datierten Vertrag. Wie angekündigt ist Rüdiger Sterzenbach einen Tag zuvor von seinem Amt als ehrenamtlicher Geschäftsführer zurückgetreten. Sterzenbach, bei der jüngsten Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden von TuS Koblenz gewählt, wechselt in den Aufsichtsrat.
Loos, unter anderem lange Jahre beim 1. FC Köln als geschäftsführender Vorstand tätig, war zuletzt Manager beim Oberliga-Club 1. FC Saarbrücken. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit den Gremien der TuS Koblenz", sagte Loos nach der gestrigen Vertragsunterzeichnung.
Richter trifft in letzter Sekunde
TuS Koblenz fährt überraschenden Auswärtssieg bei der SpVgg Greuther Fürth ein - Torwart Dennis Eilhoff pariert Elfmeter TuS Koblenz hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. In einer am Ende turbulenten Partie gewann die Elf von Trainer Uwe Rapolder in buchstäblich letzter Sekunde bei der SpVgg Greuther Fürth. Das Tor des Tages erzielte Andreas Richter, zuvor hatte TuS-Torwart Dennis Eilhoff einen Foulelfmeter gehalten.
SpVgg Greuther Fürth - TuS Koblenz 0:1 (0:0) Die Uhr im Fürther "Playmobil-Stadion" zeigte 15.50 Uhr, als es für die Spieler und Betreuer von TuS Koblenz kein Halten mehr gab. Wenige Sekunden zuvor hatte Andreas Richter einen Eckball von Marko Lomic ins Netz geköpft, Schiedsrichter Christian Schößling pfiff erst gar nicht mehr an. Nach einer teilweise dramatischen Schlussphase jubelten die TuS-Kicker über einen überraschenden Auswärtssieg bei den Franken.
"Es war sicher etwas glücklich, aber nicht unverdient", bemühte TuS-Trainer Uwe Rapolder später eine Floskel, die aber letztlich den Spielverlauf und auch das Ergebnis völlig zutreffend beschreibt. Denn: Gerade in der zweiten Halbzeit mussten sich die Koblenzer mehrfach ihrer Haut erwehren, ehe sich die Dinge kurz vor dem Ende zugunsten der TuS wendeten. Entscheidenden Anteil daran hatte Torwart Dennis Eilhoff, der nach der Pause zunächst zwei Großchancen der Fürther vereitelte, ehe er in der 77. Minute einen Elfmeter von Stefan Reisinger parierte. "Es freut mich für ihn, nachdem er zwischenzeitlich doch etwas in der Kritik gestanden hatte", sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, der einen Einstand nach Maß verbucht hatte. "Ich habe noch nie gegen Fürth verloren", schmunzelte der neue Manager, "schön, dass es so geblieben ist."
Eigentore begünstigen TuS-Höhenflug
Koblenzer avancieren nach Heimsieg gegen 1860 München zur zweitbesten Rückrunden-Mannschaft - "Löwen" sorgen für kuriosen Spielverlauf TuS Koblenz ist auf dem besten Weg, die bislang sorgenfreie Saison abzurunden. Nach dem Erfolg gegen 1860 München hat das Team von Trainer Uwe Rapolder schon 36 Punkte auf dem Konto - neun Spieltage vor dem Saisonende ist der Abstiegskampf kein Thema mehr.
TuS Koblenz - TSV 1860 München 3:1 (2:1) Goran Sukalo, in der Hinrunde vielleicht der Top-Akteur in Reihen von TuS Koblenz, hat 2008 noch kein Spiel über 90 Minuten absolviert. Abwehr-Routinier Branimir Bajic fehlt seit zwei Wochen wegen einer schmerzhaften Verletzung am Zeh, und gegen 1860 München fiel am Ostersonntag in Anel Dzaka auch noch die Seele des TuS-Spiels wegen der fünften Gelben Karte aus. Was den Rest des Koblenzer Kaders indes nicht daran hinderte, das Herz in beide Hände zu nehmen und die Erfolgsgeschichte der TuS in Liga zwei im Allgemeinen und die der Rückrunde im Besonderen fortzuschreiben. Trotz - oder vielleicht gerade wegen dieses Handicaps.
Mit dem 3:1 gegen die„Löwen“ avanciert die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder jedenfalls hinter Hoffenheim zum zweitbesten Rückrunden-Team. 36 Punkte nach 25 Spieltagen haben zur Folge, dass Trainer und Spieler der TuS spätestens nach dem Erfolg gegen die Münchner für den Begriff Abstieg in ihrem Wortschatz keine Verwendung mehr haben.
Wobei sich die TuS-Akteure in jüngster Zeit nicht mehr allein damit zu begnügen scheinen, ihre Spiele „einfach so“zu gewinnen. Nein, Partien der TuS bieten darüber hinaus großen Unterhaltungswert, die jüngsten Koblenzer Erfolge beanspruchen zu Recht einen Stammplatz im Kuriositätenkabinett. Erst der Siegtreffer in Fürth in der dritten Minute der Nachspielzeit. Noch verrückter wurde es gegen 1860. Binnen sieben Minuten bescherten die Gäste der TuS durch zwei blitzsaubere Eigentore eine 2:1-Führung, nachdem sie in einer starken Anfangsphase zunächst ins Koblenzer Tor getroffen hatten. Doch innerhalb dieser sieben Minuten brachten sich die „Löwen“ um den Erfolg und servierten diesen den Platzherren sozusagen auf dem Silbertablett.
Die TuS verliert in letzter Minute B ajics Eigentor in der Nachspielzeit beschert Tabellenführer Mönchengladbach einen glücklichen Sieg gegen die Koblenzer Gut gespielt, viel Lob eingeheimst, aber wohl das Glück verbraucht: Durch ein Eigentor von Branimir Bajic in der Nachspielzeit verlor TuS Koblenz bei Borussia Mönchengladbach mit 0:1.
Borussia Mönchengladbach - TuS Koblenz 1:0 (0:0) Darin bleiben sich die Koblenzer seit der Partie in Fürth treu: Wenn die TuS spielt, ist für den Unterhaltungswert gesorgt. Auf dieses Unterhaltungsmoment hätten die Mannen von Trainer Uwe Rapolder indes verzichten können: In der zweiten Minute der Nachspielzeit bei der Partie in Mönchengladbach schlug das Schicksal erbarmungslos zurück. Waren die Koblenzer in Fürth durch das Siegtor in Minute 94 und gegen 1860 München durch zwei Eigentore des Gegners noch stürmisch von Fortuna umarmt worden, so gesellte sich nun das Pech zur TuS. Einen Flankenball von Marko Marin "in die Schnittstelle der Abwehr" (O-Ton Rapolder) lenkte Branimir Bajic unhaltbar für Eilhoff ins eigene Tor.
Klar, dass ein Wort nach dem Schlusspfiff im Koblenzer Lager die Runde machte. "Bitter. Wir haben uns hier heute richtig gut verkauft und hätten den einen Punkt sicher verdient gehabt", merkte der erneut stark aufspielende Manuel Hartmann an.
April 2008
Vata-Freistoß rettet den Punkt T uS Koblenz kommt nach magerer Leistung nur zu einem 1:1 gegen Kickers Offenbach - Mittelfeld setzt kaum Impulse Die Koblenzer Himmelsstürmer haben wieder Bodenhaftung: Nach spielerisch magerer Vorstellung reichte es für die TuS gegen Kickers Offenbach nur zu einem 1:1.
TuS Koblenz - Kickers Offenbach 1:1 (0:1) Der Erbauung von Gladbach folgte die Ernüchterung. Gegen Kickers Offenbach musste sich die TuS Koblenz mit einem 1:1 begnügen - und die Fans mit einer spielerisch schwachen Vorstellung ihrer zuvor so hochgelobten Mannschaft. "Wir müssen mit dem Remis zufrieden sein, weil wir heute einfach nicht zwingend genug gespielt haben", meinte der fehlerlose TuS-Torsteher Dennis Eilhoff. Den Offenbachern habe man angemerkt, "dass sie noch jeden Punkt brauchen".
Bei der heimstarken Borussia noch für ihren couragierten Auftritt und die zur Schau gestellte Fußball-Kultur gepriesen, rechnete ein jeder gegen die Offenbacher Kickers mit der Bestätigung des spielerischen Aufwärtstrends.
Doch weit gefehlt. Von gesteigertem Selbstbewusstsein und Kombinationssicherheit keine Spur. Allen positiven Vorzeichen zum Trotz agierten die Koblenzer in der Offensive viel zu überhastet - und damit zwangsläufig auch unpräzise. Genügend Gelegenheit für TuS-Trainer Uwe Rapolder, seinem Bewegungsdrang Raum und Platz zu verschaffen. Gleich mehrfach sprang der verärgerte Coach von seinem Stuhl auf. Steter Grund: Erneut hatten seine Mannen unter Umgehung jeglichen Spielversuchs mit hohen Bällen das Mittelfeld überbrückt. Vorne sollte dann just der kleingewachsene Fatmir Vata diese Bälle auch noch vernünftig verarbeiten.
TuS fehlt in Osnabrück die Leidenschaft
Koblenzer können dem kampfstarken Aufsteiger wenig entgegensetzen und bleiben ohne Punkt
VfL Osnabrück - TuS Koblenz 2:0 (1:0) Der Vorsatz war da, mehr aber auch nicht. Wie man so schön sagt, wollte TuS Koblenz beim Gastspiel in Osnabrück erst kämpfen, um dann das vermeintliche spielerische Übergewicht für sich zu nutzen. Weil beides indes nicht klappte, ging die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder völlig verdient als Verlierer vom Platz. Nach insgesamt 90 stimmungsvollen Minuten hieß es 2:0 für den leidenschaftlich kämpfenden Aufsteiger aus Niedersachsen - ein Ergebnis, das der TuS schmeichelte.
Konsequenz des Ganzen: Die Rapolder-Elf muss sich nach drei Runden ohne Sieg vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg neu sortieren, während die Osnabrücker einen veritablen Schritt in Richtung Klassenverbleib getan haben.
Dabei hatte es eigentlich ganz gut angefangen für die Koblenzer. Die TuS hielt die Gastgeber vom Tor fern und nahm den Angriffen des VfL früh die Wucht. Allein, es fehlte die Entlastung, im Spiel nach vorn kickten die Männer von Trainer Rapolder ein bisschen vor sich hin. Das hätte aber womöglich schon gereicht, um die Niedersachsen nach deren Anfangs-Offensive in Schach zu halten - wenn da nicht Schiedsrichter Peter Gagelmann gewesen wäre.
In der 33. Minute zeigte der Unparteiische plötzlich auf den Elfmeterpunkt. TuS-Torwart Dennis Eilhoff soll Nico Frommer gefoult haben - eine klare Fehlentscheidung des erfahrenen Unparteiischen. Pierre de Wit traf zwar erst im Nachschuss, dennoch hieß es 1:0 für den Aufsteiger.
Djokaj schießt TuS zum Klassenverbleib
Koblenzer knacken mit Heimsieg gegen Freiburg die 40-Punkte-Marke - Trainer Uwe Rapolder gibt Torwart Michael Gurski Bewährungschance Die letzten Zweifel in Sachen Abstieg sind beseitigt: Nach dem Heimsieg gegen den SC Freiburg hat TuS Koblenz den Klassenverbleib in der Zweiten Liga praktisch gesichert. Mann des Abends auf dem Oberwerth war Ardijan Djokaj mit zwei Treffern.
TuS Koblenz - SC Freiburg 3:2 (1:1) Noch sind fünf Runden in der Zweitliga-Saison 2007/2008 zu absolvieren aber spätestens ab heute kann TuS Koblenz definitiv für die neue Spielzeit planen. Nach dem 3:2 gegen den SC Freiburg ist die ominöse 40-Punkte-Marke erreicht - das Unwort Abstieg kann rund um das Stadion Oberwerth ab sofort aus dem Vokabular gestrichen werden. Auf der anderen Seite steht wohl auch fest: Der SC Freiburg wird der Zweiten Liga erhalten bleiben, die Breisgauer scheitern vermutlich an ihrer Auswärtsschwäche.
Schade eigentlich für Freiburg, denn der SCF stellt eine Mannschaft aus feinen Fußballern - die aber mit einem nicht unerheblichen Makel versehen sind: Den Breisgauern gelingt es zu selten, ihre spielerische Dominanz in Tore umzuwandeln. Wie zum Beispiel in der ersten Halbzeit auf dem Oberwerth. Die Männer von SC-Trainer Robin Dutt ließen das Bällchen bisweilen schön zirkulieren, mussten aber dem frühen 1:0 der TuS hinterherlaufen. Bereits in der dritten Minute hatte Ardijan Djokaj den Ball auf Njazi Kuqi durchgesteckt, der den Ball über SC-Torwart Michael Langer lupfte - besser kann man einen Treffer nicht herausspielen.
TuS: Lizenz nur unter Bedingungen DFL erteilt in erster Instanz allen Klubs die Spielgenehmigung Dort, wo sie ausgetragen wird, gab es gestern für die 36 Fußball-Profiklubs Post von der Deutschen Fußball Liga. Alle Vereine haben demnach die Lizenz für die neue Saison erhalten - einige mit Auflagen und Bedingungen. Die gute Nachricht vorweg: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2008/2009 keine blauen Briefe verschickt. Der Haken bei der Sache: Es gibt Klubs, die noch um die heiß begehrte Spielgenehmigung bangen müssen, weil die DFL ihnen mitunter knallharte Bedingungen gestellt hat. Ob das der Grund ist, warum sich Wolfgang Loos, Geschäftsführer des Zweitligisten TuS Koblenz, nicht zur erteilten Lizenz gratulieren lassen wollte? Loos ("Zahlen bleiben im Haus!") hüllte sich über Details der von der DFL gestellten Bedingungen in Schweigen. Doch deckt keine Geheimnisse auf, wer die Probleme von TuS Koblenz in der Wirtschaftlichkeit ausmacht. "Klar, wir müssen gewährleisten, dass der Spielbetrieb bis zum 30. Juni 2009 auch wirtschaftlich aufrecht- erhalten wird", sagte Loos. Liquidität ist das Zauberwort für die DFL. Spielerverkäufe, das deutete auch Trainer Uwe Rapolder an, werden unumgänglich, will sich der Verein eine beherrschbare wirtschaftliche Basis schaffen
TuS Koblenz muss Eilhoff ziehen lassen
Bundesligist Arminia Bielefeld fordert ausgeliehenen Torwart zurück - 25-Jähriger freut sich auf Herausforderung bei seinem Stammverein Am Wochenende ist bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz die erste Personalentscheidung für die neue Spielzeit gefallen. Weil Arminia Bielefeld den ausgeliehenen Dennis Eilhoff zurückbeordert, kehrt die Nummer eins der TuS am Ende der Saison zu seinem eigentlichen Arbeitgeber zurück.
TuS Koblenz II steht im Pokalfinale
Mannschaft von Trainer Colin Bell setzt sich im Halbfinale gegen die SG Badem durch - Eike Mund sorgt per Elfmeter für die Entscheidung Fußballfest auf dem Oberwerth, allerdings nicht im Stadion beim heimischen Zweitligisten, sondern auf dem Kunstrasen bei der Reserve von TuS Koblenz: Der B-Ligist gewann im Rheinlandpokal-Halbfinale gegen die SG Badem und steht im Finale.
TuS Koblenz II - SG Badem 1:0 (0:0) Eike Mund lässt TuS Koblenz II jubeln: Durch ein Elfmetertor in der 50. Minute im Pokal-Halbfinale um den Bitburger Pokal des Fußballverbandes Rheinland gegen die SG Badem/Kyllburg/ Gindorf sorgt der B-Ligist für die Überraschung und zieht ins Pokalfinale ein. Dort wartet nun der Oberligist SV Eintracht Trier 05, der sich ebenfalls gestern Abend beim Rheinlandligisten SG Bad Breisig nach Elfmeterschießen mit 3:2 durchsetzte.
"Die Mannschaft hat verdient gewonnen. Wir sind überglücklich, mit dieser Truppe im Pokalfinale zu stehen", freute sich der Koblenzer Trainer Colin Bell.
DFL straft TuS Koblenz ab Verstoß gegen die Ligastatuten: Dem Fußball-Zweitligisten werden acht Punkte abgezogen Fußball-Zweitligist TuS Koblenz muss plötzlich um den Klassenverbleib bangen. Wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung zieht die Deutsche Fußball Liga dem Klub in der laufenden Saison acht Punkte ab. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz mit einem Punkteabzug bestraft, der in der Geschichte des deutschen Profifußballs seinesgleichen sucht. Acht Zähler nimmt die DFL dem Klub für die laufende Spielzeit vom Punktekonto und schickt die TuS damit in den Abstiegskampf. Mit ihrer Entscheidung, die noch auf ihre Rechtskräftigkeit hin überprüft wird, ist die DFL nur einen Zähler unter dem Höchststrafmaß geblieben. Darüber hinaus sprach die DFL eine Geldstrafe in Höhe von 200 000 Euro aus.
Koblenzer zeigen Nerven TuS kassiert Pleite beim SC Paderborn - Gelb-Rot für Kuqi - Trainer Rapolder muss auf die Tribüne Erst der Tiefschlag durch die Deutsche Fußball Liga, dann der Schock auf dem Rasen. Nach der Niederlage beim SC Paderborn steckt TuS Koblenz unversehens mitten im Existenzkampf - und zeigt Nerven.
SC Paderborn - TuS Koblenz 3:2 (3:1) Nein, auch Fußball-Profis sind nur Menschen, die den Schalter nicht einfach umlegen können. Weil sich in den vergangenen Tagen die Ereignisse um TuS Koblenz überschlugen, gelang es der Elf nicht, die erhoffte Trotzreaktion auf den Rasen zu bringen. Die Konsequenz: ein 2:3 in Paderborn. Es war wohl eine Mischung aus der ganz neuen psychischen Belastung, einem ungewohnten System und nicht zuletzt dem kaum erkennbaren Zweikampfverhalten, mit der sich die TuS die Mission "Jetzt erst recht" anfänglich selbst zunichte machte. Angesichts der diversen Verletzungsnöte hatte Rapolder seine Mannen mit einer 3-4-3-Variante aufs Feld geschickt, die aber in der Rückwärtsbewegung gar nicht funktionierte.
Planungen der TuS liegen auf Eis
Punktabzug durch die Deutsche Fußball Liga bringt Verhandlungen mit Neuzugängen ins Stocken - Kader ins Trainingslager In dieser Woche beginnt für TuS Koblenz der Gang durch die Instanzen, um sich gegen den Punktabzug durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu wehren. Ein Prozedere, das womöglich bis über das Saisonende hinaus dauern kann - mit weitreichenden Folgen für die sportlichen Planungen. Am Wochenende war Uwe Rapolder wieder einmal viel unterwegs. Spielbeobachtung stand auf dem Dienstplan des Trainers von TuS Koblenz. Und, was noch viel wichtiger ist: Spielerbeobachtung. Landauf, landab haben die Planungen für die Zukunft begonnen, alle Klubs sind auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen, da macht TuS Koblenz keine Ausnahme. Allein, die in vielerlei Hinsicht vakante Situation des Vereins erschwert die Akquise von potenziellen Neuzugängen enorm, Rapolder sind derzeit die Hände gebunden. Oder, wie er selbst sagt: "Die DFL hat uns mit ihrem Urteil Fesseln angelegt."
Mai 2008
TuS-Fans: Protestmarsch zum Stadion Treffpunkt zum Demonstrationszug am Sonntag ist um 10.30 Uhr am Koblenzer Hauptbahnhof
Zu einem "Protestmarsch gegen den völlig überzogenen Punktabzug" ruft André Karn, Fanbetreuer bei TuS Koblenz, in einer E-Mail an die Fanklubs auf: "Wir, die Fans der TuS, wollen damit ein Zeichen setzen!" Geplant ist ein Demonstrationszug zum Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden. "Am kommenden Sonntag treffen wir uns um 10.30 Uhr am Hauptbahnhof und werden um 11 Uhr in einem Bannermarsch gemeinsam und geschlossen in Richtung Stadion gehen. Wir werden zum Ausdruck bringen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen und dass sich unsere Mannschaft auch in dieser schwierigen Situation auf uns verlassen kann
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Solidarität beflügelt die TuS
Koblenzer Erfolg gegen Wehen als Reaktion auf den Punkteabzug durch die Deutsche Fußball Liga - Fernandez spielt groß auf Emotionen pur und ein phasenweise begeisterndes Spiel: Mit dem Heimsieg gegen den SV Wehen Wiesbaden hat TuS Koblenz eindrucksvoll demonstriert, dass sich der Verein ungeachtet des Punktabzuges durch die Deutsche Fußball Liga gegen den Abstieg aus der Zweiten Liga stemmt.
TuS Koblenz - SV Wehen Wiesbaden 2:0 (1:0) Uwe Rapolder wollte zuerst nicht, aber er musste. Das Spiel zwischen Koblenz und dem SV Wehen Wiesbaden war schon eine Viertelstunde zu Ende, als der TuS-Trainer aus der Kabine zitiert wurde. Feiern mit den Fans war angesagt, und Rapolder erfüllte auch diesen Part letztlich gerne. 2:0 hatte die TuS gewonnen, aller Ballast, der sich nach dem Punktabzug durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) rund um den Verein, ja um eine ganze Region aufgebaut hatte, fiel gestern Nachmittag um 16 Uhr im Stadion Oberwerth ab. "Man sieht, welchen Faktor der Fußball in dieser idyllischen Kleinstadt hat", sagte der Trainer, "heute gehört mindestens die Hälfte des Sieges den Anhängern."
Nur sechs Zähler Abzug Der Einspruch der TuS Koblenz gegen den Abzug von acht Punkten wegen Verstößen gegen das Lizenzierungsverfahren brachte einen Teilerfolg. Am Donnerstag einigten sich Vertreter der TuS sowie der Ligavorstand in Frankfurt/Main auf einen Vergleich. Koblenz werden demnach in der laufenden Runde nur sechs Punkte abgezogen, dafür aber drei zu Beginn der kommenden Spielzeit. Somit hat Koblenz in der Tabelle nun 37 Zähler und zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Die TuS Koblenz war am 24. April 2008 mit dem Rekord-Punkteabzug belegt worden, weil sie dem Lizenzierungsausschuss die Verträge der Spieler Marko Lomic und Branimir Bajic“ samt Ablösesumme in Höhe von 2,3 Millionen Euro“ vorenthalten haben soll. Die DFL sprach sogar von "mutwilliger Täuschung". Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro ausgesprochen. Eine erste Beschwerde wurde Anfang der Woche von der DFL noch abgewiesen, weil sich "keine neuen Erkenntnisse ergeben" hätten, so DFL-Geschäftsführer Christian Müller. Nun erreichte Koblenz aber einen Reduzierung der Sperre um zwei Zähler. Zumindest für diese Saison. Denn sollte die TuS den Klassenerhalt schaffen, werden zu Beginn der kommenden Saison weitere drei Punkte abgezogen, so dass sich die Strafe auf ingesamt neun Punkte erhöht.
TuS: Nun muss ein Sieg her
Koblenz bei Niederlage in Hoffenheim chancenlos - Entscheidet DFL-Vorstand schon heute? Es wird verdammt eng für TuS Koblenz. Nach dem 1:3 (0:1) bei der TSG Hoffenheim benötigt die TuS am Sonntag gegen Aue einen Sieg, will sie den Klassenverbleib unter Dach und Fach bringen.
TSG 1899 Hoffenheim - TuS Koblenz 3:1 (1:0) Runter von der A6, geht es vorbei am Hundesportverein Sinsfeld, ausgedehnten Rapsfeldern - ländliche Idylle. Und dann taucht auch schon das Ortsschild Hoffenheim auf. Dahinter ein Weiler, der ohne seine TSG 1899 so unscheinbar wäre wie Franjo Pooth ohne Verona. So aber ist alles blau-weiß geschmückt, sogar das Rathaus zieren die Fähnchen in den TSG-Farben. Hier also schlägt neuerdings das Herz des deutschen Fußballs - Erstligafußballs gar? Gut möglich, denn beim ungefährdeten 3:1 (1:0) gegen TuS Koblenz machte der Aufsteiger deutlich, dass er das Zeug zum Durchmarsch von der Regionalliga ins Oberhaus hat.
Und die Koblenzer? Die blieben in Hoffenheim den Beweis ihrer Zweitligatauglichkeit über weite Strecken schuldig. Als hätte es den Acht-Punkte-Abzug und damit die akute Abstiegsgefahr nie gegeben, spielte die Elf von Trainer Uwe Rapolder auf wie eine Fußballmannschaft in der Sommerfrische. Hatte der Trainer im Vorfeld der Partie im Kraichgau ein paar Mal zu viel betont, dass es am Sonntag gegen Aue gelte, mit einem Sieg den Klassenverbleib unter Dach und Fach zu bringen?
TuS Koblenz zittert und feiert
Unentschieden gegen Aue reicht zum erneuten Klassenverbleib - Trainer Rapolder kämpft und genießt das Bad in der Menge Es ist vollbracht, wenn auch mit Mühe und Not: Nach einem Unentschieden gegen Erzgebirge Aue kann TuS Koblenz das nervenaufreibende Hin und Her um den Punktabzug hinter sich lassen, der Klassenverbleib ist unter Dach und Fach.
TuS Koblenz - FC Erzgebirge Aue 2:2 (0:0) Das war mehr als nur ein simpler Jubel nach dem geschafften Klassenverbleib. Nein, im Lager von TuS Koblenz wurden am Sonntag Emotionen der ganz besonderen Art frei. Erst die zweite Nichtabstiegsfeier des Zweitligisten ließ erahnen, welche Last von Trainern, Spielern und auch den Fans gefallen ist. Hinter dem Verein liegt ein fast vierwöchiger Ausnahmezustand, der bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen hat. Souveräne Auftritte, Klassenverbleib, Punktabzug, Verhandlungen hinter den Kulissen, erneuter Existenzkampf, Punkte-Rückgabe - dieses Spannungsfeld gipfelte im 2:2 gegen Erzgebirge Aue. Eine Partie, in der sich so ziemlich der gesamte Gefühlswirrwarr widerspiegelte. Und damit nicht genug: Nach dem Schlusspfiff dauerte es noch einmal fünf Minuten, ehe die Ergebnisse von den übrigen Plätzen bekannt wurden. 300 Sekunden, die auf dem Oberwerth zur Ewigkeit wurden, bis endlich feststand: TuS Koblenz spielt auch in der nächsten Saison in der Zweiten Liga, dank der guten Tordifferenz sind alle Rechenspiele nur noch theoretischer Natur. Der Rest war eine einzige Feier, bis zum Mittwoch haben die Spieler frei.
Rapolder hat nach versöhnlichem Ende viel Arbeit Starker Auftritt von TuS Koblenz bei Alemannia Aachen - Djokaj trifft doppelt - Trainer intensiviert schwierige Kaderplanungen
Alemannia Aachen - TuS Koblenz 1:3 (0:0) Tabellenplatz zehn trotz sechs Punkten Abzug, dazu ein letztlich überzeugendes 3:1 bei Alemannia Aachen: TuS Koblenz hat die Horror-Wochen endgültig hinter sich gelassen und für ein versöhnliches Ende der Saison 2007/2008 gesorgt. Mehr noch: Nach den Nackenschlägen abseits des Platzes hat sich aus Depression, Wut und Trotz so etwas wie Aufbruchstimmung entwickelt, das auch in den nächsten Monaten nicht einfache Schicksal erfolgreich zu meistern. "Wir sind sehr glücklich, wir hinterlassen zum Abschluss einen sehr guten Eindruck", freute sich denn auch ein höchst zufriedener TuS-Trainer Uwe Rapolder nach den unterhaltsamen 90 Minuten auf dem "Tivoli". "Wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir in diese Liga gehören."
Das kann man wohl sagen. Wenn man bei der Mannschaft der Stunde aus einem 0:1 ein souveränes 3:1 macht, noch dazu in weniger als 30 Minuten, spricht das für die Qualität, die dieser Kader aufweist. Und es zeugt von Charakter, wenn dies in einer Partie gelingt, in der es eigentlich um nichts mehr geht. Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr Ardijan Djokaj, der mit seinen Saisontoren zehn und elf untermauerte, dass er durchaus höheren Ansprüchen genügt. Das weiß auch Rapolder, der indes noch nicht weiß, was aus dem Torjäger wird. "Klar ist, dass wir Akteure abgeben müssen. Wer das sein wird, muss man sehen." Kurios: Neben "Doppelpack-Djokaj" trug sich auch Branimir Bajic in die Torschützenliste ein und damit wohl auf den Wunschzettel des ein oder anderen Konkurrenten. Was Rapolder wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis nehmen wird. Keine Frage, Djokaj würde der TuS fehlen - und treffsichere Angreifer sind rar.
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