Juli 2011
01.07.2011     TuS muss sich weiter gedulden, darf aber hoffen

Entscheidung über Regionalliga-Lizenz steht auch nach der Anhörung vor dem DFB aus – Unterlagen waren zu spät in der Verbandszentrale

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Die Hängepartie um die Regionalliga-Lizenz für TuS Koblenz wird zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit. Nachdem der um seine Existenz kämpfende Fußballverein in der Vorwoche seine Unterlagen für die Regionalliga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht hat, geht auch nach der abschließenden Anhörung vor dem Zulassungsbeschwerdeausschuss das Warten auf die Lizenz weiter. Eigentlich war für den späten Nachmittag mit einer Entscheidung gerechnet worden, doch daraus wurde (wieder einmal) nichts. Nach dem letzten Stand der Dinge ist am heutigen Freitag mit einem abschließenden Urteil zu rechnen – sicher ist das in dieser nicht enden wollenden Affäre aber nicht. Die Indizien deuten gleichwohl darauf hin, dass die Dinge für die TuS ein gutes Ende nehmen und der Klub in der vierten Liga starten darf.

Frist um 52 Minuten überschritten

Die TuS-Verantwortlichen mussten bei dem 75-minütigen Termin detailliert die Umstände schildern, unter denen die Sponsoringverträge und Bürgschaften am vergangenen Freitag auf den Weg gebracht worden sind. Unstrittig ist, dass die vom DFB gewünschte Summe von rund 1,2 Millionen Euro erbracht worden ist, wie TuS-Präsident Werner Hecker nach der Anhörung bestätigte: „Der DFB hat unsere Unterlagen anerkannt.“

Zum Knackpunkt wird indes der zeitliche Ablauf. In einem Wettlauf mit der Zeit waren bis 12.30 Uhr alle Zusagen über die erforderlichen Gelder eingeholt worden, unter anderem auch eine maßgebliche Bürgschaft des Mittelrhein-Verlags über 600 000 Euro. Aber: Weil sich die anschließende Beurkundung bei der Sparkasse Koblenz hinzog, konnte die ultimative Frist von 14 Uhr nicht eingehalten werden. Nach Informationen unserer Zeitung sind die Unterlagen erst um 14.52 Uhr in der Zentralverwaltung des DFB per Fax eingegangen.

Bei einem Verband, der Termine und Fristen als heiliges Gut ansieht, wäre allein dieses Versäumnis Grund genug gewesen, der TuS die Lizenz zu verweigern. Der Verein machte allerdings von seiner Möglichkeit Gebrauch, Beschwerde gegen das aus seiner Sicht zu enge Zeitfenster einzulegen, weshalb die mündliche Verhandlung überhaupt erst möglich geworden ist.

„Wir haben in der Anhörung unsere Meinungen ausgetauscht“, berichtete Hecker, nach dessen Meinung die zahlreichen Paragrafen des DFB kein eindeutiges Urteil zulassen: „Es gibt durchaus Spielraum für Interpretationen.“ Neben Hecker vertraten Vorstandsmitglied Joachim Benner und der bei der TuS GmbH für die Finanzen zuständige Mitarbeiter Marco Weinand den gebeutelten Koblenzer Klub. Zudem fungierte ein Jurist aus der Kanzlei des renommierten Sportrechtsanwalt Christoph Schickhardt (Ludwigsburg) als Berater.

Die Hoffnung, dass die Delegation nach dem Ende der Sitzung um 16.15 Uhr mit einer Entscheidung den Heimweg antreten könnte, erfüllte sich nicht. Laut den DFB-Statuten darf der Zulassungsbeschwerdeausschuss auch nicht über Wohl und Wehe entscheiden, sondern muss den Vorgang zurück an den Spielausschuss geben – mit einer entsprechenden Empfehlung. Wie diese aussehen könnte, vermochte Hecker nicht zu sagen: „Die Chancen stehen 50:50.“

Dass der Verband nicht schon längst das Aus für die TuS verkündet hat, deutet darauf hin, dass man den Klub nach dem Rückzug aus der Dritten Liga nicht ins Bodenlose fallen lassen will. Vielmehr verdichten sich die Anzeichen, dass die DFB-Verantwortlichen eine salomonische Lösung anstreben. Im Anschluss an die Koblenzer waren auch die Klubchefs der Sportfreunde Lotte und des TSV Havelse eingeladen, die vom Urteil zur TuS unmittelbar betroffen sind.

DFB denkt über Aufstockung nach

Demnach sieht es ganz danach aus, dass Lotte die Versetzung in die Nord-Staffel erspart bleibt und der sportlich abgestiegene TSV Havelse nun doch als Nachrücker in der Nord-Staffel bleiben darf. Die West-Staffel, zu der dann die TuS sowie der SC Idar-Oberstein, Mainz 05 II und Eintracht Trier gehören, würde folglich aufgestockt und mit 19 Vereinen spielen, im Norden wäre Havelse der 18. Klub.

Selbst ein Nein zur Lizenz muss indes noch nicht das Ende für die TuS bedeuten. Als letzte Instanz könnte der Verein das DFB-Schiedsgericht anrufen. Doch dieser Schritt wird Hecker und Co. wohl erspart bleiben. Vielmehr sieht es danach aus, dass der sonst so strenge DFB ein Auge zudrückt und dem Neuaufbau in der Regionalliga nicht im Wege stehen will.


Aufatmen bei TuS Koblenz: DFB erteilt Regionalliga-Lizenz

Koblenz - Das bange Warten und Hoffen hat ein Ende: TuS Koblenz erhält die Lizenz für die Fußball-Regionalliga.

Dies ist am Freitagmorgen durchgesickert. Nachdem die Vereinsspitze am Donnerstag vor dem Zulassungsbeschwerdeausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nochmals angehört worden ist, hat das Gremium dem letzlich zuständigen Spielausschuss die Lizenzerteilung empfohlen.

Knackpunkt des Verfahrens war offenbar die zeitliche Verzögerung bei der Einreichung der abschließenden Bürgschaften sowie der Sponsoring-Verträge in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Den TuS-Offiziellen sowie ihrem Rechtsbeistand ist es anscheinend gelungen, auf eine Grauzone im Regelwerk hinzuweisen. Unstrittig bei den abschließenden Prüfungen des Verbands war, dass die TuS-Unterlagen vollständig eingereicht wurden.

Letztlich honorierte der DFB wohl auch das Bemühen des Vereins, mit aller Macht den freien Fall in die Ober- oder gar Rheinlandliga zu vermeiden. Die Klub-Chefs können nun die zuletzt stockenden Planungen vorantreiben. Als erster Schritt ist die Installierung eines neuen Geschäftsführers geplant, dem Vernehmen nach handelt es sich um Thomas Theisen.

Als Konsequenz aus der Entscheidung zugunsten der TuS wird die Regionalliga West auf 19 Vereine aufgestockt. Die Sportfreunde Lotte, denen eine Versetzung in die Nord-Staffel drohte, verbleiben demnach im Westen. Zudem rückt der TSV Havelse, der zwar sportlich abgestiegen ist, aber die Lizenz bereits erhalten hat in die Nord-Staffel nach

Quelle Rhein-Zeitung 01.07.2011  http://rhein-zeitung.de

l_st02
02.07.11    TuS atmet auf: DFB sagt Ja zur Lizenz

Koblenzer dürfen in der kommenden Saison in der Regionalliga starten – West-Staffel wird auf 19 Vereine aufgestockt

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Um 15.15 Uhr verschickte die TuS Koblenz die erlösende Pressemitteilung, um 15.30 Uhr gab's auch die offizielle Bestätigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): Nach wochenlangem Ringen hat der Verein die Lizenz für die Regionalliga erhalten und kann somit nach dem Rückzug aus der Dritten Liga eine Etage tiefer einen Neuaufbau starten. „Die Erleichterung ist riesengroß“, freute sich Werner Hecker.

Am Tag zuvor hatte der TuS-Präsident zusammen mit seinen Mitstreitern beim Zulassungsbeschwerdeausschuss des DFB in Frankfurt vorgesprochen, um die Verspätung von 52 Minuten zu erklären, die in der Vorwoche beim Einreichen der Papiere entstanden war. Eine überschrittene Frist wird vom Verband in aller Regel nicht toleriert, nach Ansicht der TuS bietet der entscheidende Passus in den Statuten aber durchaus Interpretationsspielraum. Der Sachverhalt war laut DFB „rechtsverbindlich nicht zu klären“. Unstrittig bei den Prüfungen des Verbands war, dass die TuS-Unterlagen vollständig eingereicht wurden. Letztlich honorierte der DFB wohl auch das Bemühen des Vereins, mit aller Macht den freien Fall in die Ober- oder gar Rheinlandliga zu vermeiden – ein Nein aus Frankfurt hätte unweigerlich zur Insolvenz geführt.

Stattdessen können die Klub-Chefs nun die zuletzt stockenden Planungen vorantreiben. „Uns waren ja in vielen Dingen die Hände gebunden“, sagt Hecker. Als erster Schritt ist nun die Installierung eines neuen Geschäftsführers geplant, mit Thomas Theisen ist sich der Verein bereits einig. Weil der entsprechende Vertrag noch nicht unterschrieben ist, hält sich der 42-Jährige mit Aussagen zurück: „Ich äußere mich erst dann, wenn alles spruchreif ist.“ Theisen soll in der Aufsichtsratssitzung der TuS am Dienstag offiziell ernannt werden. Gleichzeitig sind offenbar im Hintergrund schon etliche Gespräche gelaufen.

Die Zeit drängt, mit Blick auf den Saisonauftakt am 7. August zählt für die TuS jede Stunde. Sollten sich Theisen und das Präsidium bereits am Wochenende einigen, steht der Kaderplanung nichts mehr im Weg. Derzeit hat der Verein nicht einmal eine Rumpfelf unter Vertrag. „Wir werden die Verhandlungen forcieren“, sagt Hecker, der guter Dinge ist, binnen kürzester Zeit eine konkurrenzfähige Mannschaft beisammenzuhaben. Darüber hinaus gibt es etliche Baustellen im Verein, nahezu alle Bereiche müssen neu strukturiert werden. „Es gilt, mit Hochdruck zu arbeiten“, weiß Hecker, „aber wir können die Dinge jetzt mit einer ganz anderen Gemütsverfassung angehen.“

Spannend bleibt, wer neuer Trainer auf dem Oberwerth wird. Sicher ist: Stefan Ruthenbeck, der lange Zeit als erste Wahl galt, hat zwischenzeitlich abgesagt. Stattdessen will der Fußball-Lehrer nach eigener Aussage seinen Vertrag bei Oberligist Spvgg Wirges erfüllen: „Die Koblenzer haben sich sehr um mich bemüht, aber es gab viele Punkte, die für Wirges sprechen.“

Um möglichen Einsprüchen anderer Vereine aus dem Weg zu gehen, wird als Konsequenz aus der Entscheidung zugunsten der TuS die Regionalliga West auf 19 Vereine aufgestockt. Die Sportfreunde Lotte, denen eine Versetzung in die Nord-Staffel drohte, verbleiben demnach im Westen. Zudem rückt der TSV Havelse, der zwar sportlich abgestiegen ist, aber die Lizenz bereits erhalten hat, in die Nord-Staffel nach


Die Regionalliga West

Nach der Lizenzerteilung für TuS Koblenz spielen folgende 19 Vereine in der Regionalliga West:
SC Idar-Oberstein,     FSV Mainz 05 II,     TuS Koblenz,     Eintracht Trier,    Fortuna Köln,    SV Elversberg,    Rot-Weiß Essen,    SF Lotte,
SC Verl,    SC Wiedenbrück,     Wuppertaler SV,      VfL Bochum II,     Borussia Dortmund II,     Fortuna Düsseldorf II,     1. FC Kaiserslautern II,
1. FC Köln II,     Bayer Leverkusen II,     Bor. M'gladbach II,     Schalke 04 II

Quelle Rhein-Zeitung 02.07.2011  http://rhein-zeitung.de

l_st02
04.07.2011      Trainer Dämgen legt heute los

 Michael_Daemgen_01TuS Koblenz verpflichtet neuen Coach und beginnt mit der Saisonvorbereitung

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Koblenz. Nach den quälend langen Wochen rund um die Lizenzerteilung verlieren die Verantwortlichen der TuS Koblenz bei den sportlichen Planungen keine Zeit. Der designierte Geschäftsführer Thomas Theisen wird zwar erst in dieser Woche seinen Vertrag unterschreiben, ist aber schon eifrig auf allen Ebenen im Einsatz – und auch ein neuer Trainer ist bereits gefunden: Michael Dämgen hat beim künftigen Regionalligisten einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben, der 50-Jährige wird heute offiziell seinen Dienst auf dem Oberwerth antreten.

Dämgen passt nahezu optimal zur Philosophie der TuS: Der 50-Jährige kennt als Ex-Profi und langjähriger Trainer und Manager bestens die Branche – und ist obendrein in der Region verankert. Dämgen hat zu Jugendzeiten in Kastellaun im Hunsrück die Schuhe geschnürt und wohnt jetzt im Westerwald. „Ich habe über die Jahre natürlich den Weg der TuS verfolgt“, sagt der Coach, „wir müssen versuchen, einen Neustart zu schaffen.“ Geht es nach Dämgen, soll das Ringen um Bürgschaften und Juristereien möglichst schnell aus den Köpfen, „wir wollen den Fußball wieder in den Mittelpunkt rücken und für positive Schlagzeilen sorgen.“

Entsprechend bemüht sich das Führungs-Duo, dem Verein eine der Liga angepasste Struktur zu geben. Der Verein soll bodenständig daherkommen, wieder stärker in der Region verankert werden – und eine junge, hungrige Mannschaft auf den Rasen bringen. „Das wird eine interessante Herausforderung“, sagt Dämgen.

Knackpunkt in allen Konzepten und Ideen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Nachdem bereits im Vorjahr in Liga drei auf Sparflamme gekocht wurde, stellt sich die Sache nun noch einmal erheblich komplizierter dar. Die TuS Koblenz anno 2011 muss mehr denn je den Spagat meistern, quasi unter Profibedingungen zu arbeiten – ohne aber die dafür nötigen Gelder zu haben. „Es wird für die Spieler hier nichts mehr zu verdienen geben“, sagt Geschäftsführer Theisen unmissverständlich. Will heißen: Der Lebensunterhalt lässt sich als TuS-Fußballer künftig nicht mehr bestreiten. „Der Ehrgeiz muss die Entbehrungen aufwiegen“, umreißt Theisen ein Teil des Profils, das die Akteure erfüllen sollten. Rund 150 Bewerbungen von Beratern und Spielern liegen bei dem 42-Jährigen auf dem Tisch, „aber deren Vorstellungen sind aus finanzieller Sicht für uns utopisch“.

Dieser Hintergrund erschwert die Kaderplanungen, ändert aber nichts am Optimismus der Verantwortlichen. Am heutigen Montag um 17 Uhr wird die Mannschaft im Stadion Oberwerth mit der Saisonvorbereitung beginnen, „das neue Gesicht lässt sich dann schon ein bisschen erahnen“, sagt Theisen. Nachdem zwischenzeitlich der Großteil des Vorjahreskaders andernorts untergekommen ist, werden die Akteure aus der zweiten Reihe befördert. Zum Beispiel Tobias Bauer, Jan Hawel und Eike Mund – oder auch Sören und Lukas Klappert, die im Vorjahr erste Erfahrungen im Profikader gesammelt haben. Einen neuen Anlauf will auch Johannes Göderz starten, der zu Koblenzer Zweitligazeiten zwischenzeitlich zum Kader gehört hatte, dann aber durch eine Verletzung zurückgeworfen wurde und zuletzt in der U 23 aktiv war.

Einer der führenden Köpfe im Team könnte Michael Stahl sein. Der 23-Jährige wird ebenfalls das Training aufnehmen, hofft aber wohl noch auf ein Angebot aus der Dritten Liga. „Ich bin aber zuversichtlich, dass er bleibt“, sagt Theisen. Gern hätten die Koblenzer auch Ole Kittner als potenziellen Abwehrchef behalten, der Innenverteidiger will sich aber neu orientieren. „Die verbliebenen Spieler sind natürlich unsere ersten Ansprechpartner“, erklärt Dämgen, „darüberhinaus müssen wir sehen, wer für uns infrage kommt.“

16 bis 18 Akteure sollen nach den Wünschen der Verantwortlichen am Nachmittag auf dem Rasen stehen. Möglicherweise gibt es bereits den einen oder anderen Neuzugang zu sehen, zudem werden in den kommenden Tagen vermutlich etliche Probespieler eingeladen. Wann der Kader letztlich komplett sein wird, vermag Dämgen noch nicht zu sagen. „Je eher, desto besser“, sagt der neue TuS-Trainer, „aber wir werden nichts übers Knie brechen.“


Michael Dämgen: In Eisbachtal fing alles an

Michael Dämgen, geboren am 6. April 1961, stammt aus Dickenschied im Hunsrück und begann seine Karriere 1980 beim damaligen Oberligisten Sportfreunde Eisbachtal. Seine anschließenden Stationen als Profi waren der SC Freiburg, Bayer Uerdingen und Alemannia Aachen. Einer der Höhepunkte seiner Laufbahn war 1986 das 7:3 der Uerdinger im Europapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Dresden – „das Wunder von der Grotenburg“. Insgesamt stehen für den Abwehrspieler Dämgen 70 Bundesliga- und 104 Zweitligaspiele zu Buche. Nach seiner aktiven Laufbahn war er Co-Trainer bei Wacker Burghausen und dem TSV 1860 München, anschließend fungierte er drei Jahre als sportlicher Leiter bei Kickers Offenbach. Zuletzt trainierte er den künftigen Liga-Konkurrenten Wuppertaler SV.

Quelle Rhein-Zeitung 04.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
05.07.2011      TuS: Aufgalopp zur Spielersuche

Koblenzer Trainer Michael Dämgen verschafft sich ersten Überblick – Nessos wird Co-Trainer

Von Bodo Heinemann und Sven Sabock

Koblenz. Der nächste Neuaufbau hat begonnen. Und so scheint es, für einen Moment könnte man glatt vergessen, dass TuS Koblenz binnen zwei Jahren um zwei Klassen abgestürzt ist. Die Neugier ist nach wie vor groß, das Interesse am künftigen Regionalligisten ungebrochen. Um 17 Uhr nahm TuS-Trainer Michael Dämgen unter dem warmen Applaus der rund 450 Zuschauer seine Arbeit auf und hatte dabei nicht weniger als 24 Spieler beisammen.

Die stolze Zahl an Aktiven auf dem Rasen des Stadions Oberwerth liest sich erfreulicher, als die Situation derzeit noch ist. Was nicht verwundert, schließlich haben Dämgen und Geschäftsführer Thomas Theisen erst am Wochenende ernsthaft mit den sportlichen Planungen beginnen können. Und, so machte Dämgen deutlich, es wird wohl noch seine Zeit dauern, bis der TuS-Kader anno 2011/12 stehen wird. „Wir suchen Spieler, die die nötige Qualität haben, um die Mannschaft voranzubringen“, so der Fußball-Lehrer, „und wir suchen Spieler, die bei uns den Durchbruch schaffen wollen.“ Selbstredend müssen die finanziellen Forderungen der Akteure ins schmale Budget passen, bei der TuS wird Fußball künftig allenfalls zum Nebenerwerb. „Die Regionalliga ist eine Klasse, in der vor allem die Spieler investieren müssen“, weiß Szene-Kenner Dämgen, „sie bekommen dort die Möglichkeit, sich zu zeigen und für höhere Aufgaben zu empfehlen. Viel zu verdienen gibt es dort nicht.“ Der Aufgalopp in die neue Spielzeit glich somit eher einer Art Casting, wie man neudeutsch sagt. Mehr als ein Dutzend Balltreter durften zur Probe mitmischen, Dämgen wird sich in den kommenden Tagen ein Bild verschaffen müssen. Unter anderem gaben Torwart Patrick Nettekoven (Wuppertaler SV), Christian Kunert (Wehen Wiesbaden II), Nico Müller (FC Homburg), Jura Gros (RSV Würges) und Hüsni Tahiri (Spfr Siegen) ihre Visitenkarte ab, auch vier Asiaten durften sich vorstellen.

Gleichwohl gibt es bereits ein paar Eckpunkte in Bezug auf die Zusammensetzung des Teams. „Wir haben sechs bis acht feste Zusagen“, berichtete Dämgen und meinte damit vor allem die Spieler aus der zweiten Reihe des Drittliga-Teams. Eike Mund, Jan Hawel, Tobias Bauer, die Brüder Sören und Lukas Klappert oder auch Thomas Klasen wollen weiterhin das TuS-Trikot tragen, zudem werden etliche Akteure aus der zweiten Mannschaft auf ihre Regionalliga-Tauglichkeit hin untersucht. „Wir werden im Laufe der Woche auch die ersten Verträge abschließen und Fakten schaffen“, berichtete Theisen. Zudem soll am Samstag bei den Sportfreunden Siegen das erste Testspiel ausgetragen werden.

Neben Klasen wird allenfalls Michael Stahl als eine der Stammkräfte des Vorjahres in Koblenz bleiben, die übrigen Profis aus dem Drittliga-Team haben sich aus sportlichen oder finanziellen Gründen für einen Wechsel entschieden. Thomas Gentner stellt sich gerade beim schottischen Erstligisten FC Aberdeen vor, auch Christian Pospischil orientiert sich anderweitig.

Zum spektakulärsten Neuzugang könnte ein guter alter Bekannter werden. Im Stadion weilte auch TuS-Eigengewächs Philipp Langen, der vor drei Jahren zur SpVgg Greuther Fürth gewechselt ist, sich dort im Zweitliga-Team aber nicht durchsetzen konnte und in der Vorsaison in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Süd aktiv war. „Er hat seine Bereitschaft signalisiert, für die TuS zu spielen“, sagt Theisen. Langen würde eigentlich perfekt ins Raster passen. Er ist jung, bodenständig und mit der TuS und der Region verbunden. Denn, so betonte TuS-Präsident Werner Hecker einmal mehr: „Wir wollen die Leute in und um Koblenz mitnehmen und für uns begeistern.“

Für die neue Führungsriege sind die Visionen des Klub-Chefs mehr als nur eine Worthülse, wie eine weitere wesentliche Personalie zeigt: Neben Peter Auer, der weiterhin als Torwart-Trainer aktiv sein wird, hat Chefcoach Dämgen einen Assistenten aus den eigenen Reihen aus dem Hut gezaubert: Der ehemalige Publikumsliebling Evangelos Nessos fungiert künftig als Co-Trainer.

Quelle Rhein-Zeitung 05.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
08.07.2011     Dämgen sucht in Siegen die richtige Mischung

TuS-Trainer testet am Samstag die Tauglichkeit seiner Kicker – In der Regionalliga trifft Koblenz zuerst auf den SC Verl

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Koblenz. Hochbetrieb im Stadion Oberwerth: Seit Montag bittet Michael Dämgen, der neue Trainer des Regionalligisten TuS Koblenz, seine Schützlinge in spe zweimal täglich zum Sichtungstraining, lediglich am heutigen Freitag wird nur einmal geprobt. Im Verbund mit Co-Trainer Evangelos Nessos muss er dabei mit geschultem Auge möglichst rasch die sprichwörtliche Spreu vom Weizen trennen.

Die erste Gelegenheit, das Schängel-Ensemble unter Wettkampfbedingungen zu beobachten, erhält der 50-jährige Übungsleiter am Samstag um 15 Uhr: Dann nämlich tritt die TuS im Hofbachstadion beim NRW-Oberligisten Spfr Siegen an. „Gar keine Frage, unter Druck kann man die Fähigkeiten der einzelnen Spieler besser beurteilen“, umreißt Dämgen die immense Bedeutung der nun folgenden Testspielserie.

Exakt einen Tag nach dem Saisonauftakt der TuS präsentierte der DFB den Rahmenspielplan der 19 Mannschaften umfassenden Regionalliga West. Spieltag eins steht vom 5. bis 7. August auf dem Programm, die Koblenzer genießen aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl zunächst aber ein freies Wochenende. Ein Umstand, der Dämgen jedoch in die Karten spielt: „Ja, klar. Wir haben schließlich ein bis zwei Wochen später als die Konkurrenz mit der Vorbereitung begonnen.“ So hat er zum einen sieben Tage mehr Zeit, um die neue TuS auf den Ernst des Fußballlebens vorzubereiten. Und zum anderen beispielsweise die Möglichkeit, den ersten Gegner unter die Lupe zu nehmen. Dabei handelt es sich um den Vorjahresneunten SC Verl, der aller Voraussicht nach am Samstag, 13. August, um 14 Uhr in Koblenz seine Visitenkarte abgeben wird. Zunächst aber muss der DFB in Absprache mit den Vereinen noch eine terminliche Feinabstimmung vornehmen. Eine Woche später treten die Koblenzer bei der Bundesliga-Reserve von Borussia Mönchengladbach an. Gegen Eintracht Trier darf die TuS am ersten Oktober-Wochenende vor eigenem Publikum ran, zwei Wochen später erwarten die Koblenzer den SC Idar-Oberstein.

Zuvor gilt es aber, aus der langen Reihe an Testspielern und den verbliebenen Kräften der Vorsaison eine schlagkräftige Einheit zu bilden. Dämgen: „Jeder bekommt die Chance, sich adäquat zu zeigen.“ TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen macht klar, dass trotz des relativ kleinen Zeitfensters in der Vorbereitungsphase überhastete Vertragsabschlüsse nicht zu befürchten sind: „Wir werden bestimmt keinen Spieler verpflichten, ohne ihn vorher unter ernsthaften Bedingungen getestet zu haben.“ Mit „ernsthaft“ meint er speziell die vier Testspiele, die die TuS bis zum 20. Juli zunächst bestreiten wird (siehe links). Danach stehen laut Dämgen noch drei bis vier weitere Spiele auf dem Programm, unter anderem geht es dabei in Bad Ems gegen eine Rhein/Lahn-Auswahl. Eine rühmliche Ausnahme im Vertragspoker der nächsten Tage und Wochen bildet wohl Jura Groß, im Vorjahr noch für den RSV Würges in der Oberliga Hessen im Einsatz. An seiner Verpflichtung besteht schon jetzt gesteigertes Interesse. Er zählt zum Kreis derer, die nach Möglichkeit schon am heutigen Freitag unter Vertrag genommen werden sollen. Neben Groß sind es laut Theisen sieben Spieler der Vorsaison, mit denen über die sportliche Zukunft konkret verhandelt werden soll.

Beim Auftakt am Montag tummelten sich 24 Aktive auf dem Oberwerther Grün, dazu gesellten sich am Spielfeldrand die verletzten Thomas Klasen und Philipp Langen, dessen Vertrag in Fürth abgelaufen ist. Mittlerweile nehmen auch Johannes Grober (SG Bad Breisig, zuvor TuS Mayen) und der aus der Jugendabteilung der SG 99 Andernach stammende Oliver Stang (VfL Osnabrück, zuvor Borussia Mönchengladbach II) am Übungsbetrieb teil. Auch Toki Nakai (Spvgg Wirges) zählt zu den Spielern, die an einem Engagement in Koblenz interessiert sind. Ob's klappt, wird die nahe Zukunft zeigen.


TuS bestreitet vier Testspiele bis zum 20. Juli

Nach dem ersten Vorbereitungsspiel am Samstag bei den Sportfreunden Siegen stehen auch die nächsten drei Testspielgegner der TuS Koblenz mittlerweile fest. Am Mittwoch, 13. Juli, trifft das Team von Trainer Michael Dämgen auf dem Kunstrasenplatz in Kobern-Gondorf um 19 Uhr auf den SV Untermosel. Drei Tage später – am Samstag, 16. Juli – kommt der Liga-Konkurrent 1. FC Köln II nach Nörtershausen zum Kräftevergleich. Der Anpfiff erfolgt um 14 Uhr. Und am Mittwoch, 20. Juli, spielen die Koblenzer um 19 Uhr in Kirchwald (bei Mayen gelegen) gegen den Rheinlandligisten TuS Mayen

Quelle Rhein-Zeitung 08.07.2011  http://rhein-zeitung.de

l_st02
09.07.2011      Drei frühere Bundesligisten warten auf die TuS Koblenz

Essen ist Publikumsmagnet – Fortuna setzt auf Koschinat

Von unserem Mitarbeiter Christoph Erbelding

Koblenz. Für die TuS Koblenz beginnt die Saison der Fußball-Regionalliga am Samstag, 13. August, mit dem Heimspiel gegen den SC Verl. Die RZ hat sich vorab in der vierthöchsten Spielklasse umgeschaut und stellt die künftigen TuS-Gegner vor. Den Auftakt machen drei Klubs, die der TuS etwas voraushaben – sie haben schon in der Bundesliga gespielt. Allerdings liegen die großen Jahre von Fortuna Köln, Rot-Weiss Essen und dem Wuppertaler SV lange zurück.

SC Fortuna Köln: Seit elf Jahren ist der SC Fortuna raus aus dem Profibereich. Nach einer 26 Jahre andauernden ununterbrochenen Zugehörigkeit zum Profi-Unterhaus zwischen 1974 und 2000 und einer Saison in der Bundesliga (1973/74) bedeutete der Abstieg im Jahr 2000 einen tiefen Einschnitt. Nach dem Rückzug des Mäzens Hans „Jean“ Löring fiel der Verein in ein Loch. Der Tiefpunkt folgte in der Saison 2004/05, die finanziell bedingt vorzeitig in der Winterpause abgebrochen werden musste, was den Abstieg in die Verbandsliga zur Folge hatte. Erst dort endete die Schussfahrt. 2008 gelang die Rückkehr in die Oberliga. In der Vorsaison wurden die Kölner Dritter. Da Germania Windeck als Zweiter keine Lizenz beantragt hatte, stiegen die Fortunen auf.

Nationalspieler in Köln

Gleich 14 Zugänge hat der Aufsteiger für die Regionalliga vorgestellt. Darunter auch die Ex-Koblenzer Dieter Paucken, Stefan Haben, Oliver Laux und Lukas Nottbeck. Und auch der neue Fortuna-Coach hat eine Geschichte bei der TuS. Uwe Koschinat, zuletzt Co-Trainer in Koblenz, schwingt inzwischen das Zepter bei der Fortuna. Der Kader der Domstädter hat weitere interessante Kicker zu bieten. Sogar Nationalspieler stehen in Köln unter Vertrag: Alassane Ouédraogo – einst in Diensten der TuS Koblenz – bringt es auf 62 Länderspiele für Burkina Faso, Maycoll Canizales-Smith war fünfmal für Kanada im Einsatz.

Die Kölner hatten die beste Defensive in der NRW-Liga. Koschinat will den Fortunen nun noch mehr Offensivstärke einimpfen. Er bevorzugt ein 4-3-3-System. „Dafür ist die Mannschaft zusammengestellt“, so Koschinat.

Rot-Weiss Essen: Als Meister der NRW-Liga kehren die Essener ein Jahr nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga zurück. Der Verein hat ein Insolvenzverfahren erfolgreich überstanden und ist erstmals seit Jahrzehnten wieder schuldenfrei. Euphorisch sind die Essener deswegen aber nicht. „Für uns wäre Platz zehn sicher schon ein großer Erfolg“, erklärte RWE-Vorsitzender Michael Welling. Neun Zugänge sollen dabei helfen, unter anderem Maik Rodenberg (Bielefeld) und Kevin Grund (Duisburg), die zuletzt in Liga zwei gekickt haben. In Alexander Thamm hat einer der wichtigsten Spieler der Vorsaison die Rot-Weißen allerdings verlassen. Den Innenverteidiger, der keine Minute verpasste, zu ersetzen, wird eine große Aufgabe von Trainer Waldemar Wrobel sein.

Auf ihre Fans können sich die Essener in jedem Fall verlassen. Über 7000 Zuschauer verfolgten zuletzt im Schnitt die Partien im Georg-Melches-Stadion, in dem die Rot-Weißen sieben Bundesligaspielzeiten bestritten haben, die letzte 1976/77. Auch auswärts unterstützen die Fans Rot-Weiß zumeist zahlreich – da darf die TuS auf eine große Kulisse hoffen.

Wuppertaler SV: Geht der Beobachter nach den Marktwerten des Internetportals „www.transfermarkt.de“, ist der Wuppertaler SV der Favorit in der kommenden Regionalliga-Saison. 3 450 000 Euro, so die Schätzung des Portals, ist der 24 Spieler umfassende WSV-Kader wert. Auf Platz zwei landet SF Lotte mit 2 775 000 Euro.

Wuppertal mit Brinkmann

Die vergangene Saison hebt die Wuppertaler nicht in die Favoritenrolle. Eine durchschnittliche Spielzeit endete auf Platz acht. Besonderes Manko: Die Wuppertaler wiesen als einziges Team mit einem einstelligen Tabellenplatz eine negative Tordifferenz auf. Mit Karsten Hutwelker soll es ein neuer Trainer richten, er wird von 13 neuen Spielern begleitet. Die prominentesten Kicker: Ex-TuS-Kapitän Dennis Brinkmann und Benjamin Baltes, der zuletzt in der ersten niederländischen Liga mit Excelsior Rotterdam unter anderem gegen Ajax Amsterdam gespielt hat, und Robert Fleßers, der bei Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 unter Vertrag stand. Auch im Angriff gibt's ein bekanntes Gesicht: Aus Burghausen ist Christian Knappmann gekommen, der 30-Jährige war zu Regionalligazeiten für die TuS aktiv. Bundesliga-Luft schnupperte der WSV von 1972 bis 1975.

Quelle Rhein-Zeitung 09.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
11.07.2011      Yoneta Yuya erzielt das erste Tor für die neue TuS

Koblenz holt ein 1:1 beim Oberligisten in Siegen – Zehn Spieler unter Vertrag

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Siegen. Aller Anfang ist schwer, sagt ein deutsches Sprichwort. Das gilt auch und vor allem für den Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz, der nach bewegten und bewegenden Wochen nun mit neuformierter Mannschaft erste Gehversuche auf sportlichen Sektor unternimmt. Dass besagter (Neu-)Anfang nach nur fünf Trainingstagen schon ordentlich verläuft, unterstreicht das 1:1 (0:0) im ersten Testspiel beim NRW-Oberligisten Spfr Siegen.

„Es hat mich eigentlich nicht überrascht, dass wir gut gespielt haben“, schilderte TuS-Trainer Michael Dämgen kompakt seine positiven Eindrücke der ersten Woche. Sein Siegener Kollege Michael Boris sagte: „Wir können mit dem 1:1 durchaus zufrieden sein. Man darf nicht vergessen, dass Koblenz Regionalligist ist und in der nächsten Saison eine gute Rolle spielen will.“ Mit einem übersichtlich strukturierten 4-2-3-1 brachten die Koblenzer schnell die erforderliche Grundordnung ins Spiel. Dämgen macht klar, worauf es ihm momentan hauptsächlich ankommt: „Wir müssen in dieser Phase der Vorbereitung viel miteinander sprechen und uns auf einfach Dinge beschränken.“

In einer ansehnlich geführten ersten Halbzeit hätten die Gäste speziell durch Kapitän Jan Hawel durchaus in Führung gehen können. Der Spielfluss ließ zu Beginn des zweiten Abschnitts aber merklich nach. „Ja, da hatten wir einen kleinen Bruch im Spiel“, beschrieb Dämgen ohne Umschweife die Phase, als Siegen eine Unachtsamkeit in der Koblenzer Defensive nach einem Konter durch Leland Wright zum 1:0 (68.) nutzte. Die Antwort der TuS ließ aber nicht lange auf sich warten. Yoneta Yuya erzielte per Volley-Abnahme nach Vorarbeit des überzeugenden Maximilian Acquah den alles in allem leistungsgerechten Ausgleich. „Wenn der Junge immer so spielt wie heute, dann werden wir ihn wohl häufiger bei unserer ersten Mannschaft sehen“, ließ TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen durchblicken. Acquah zählt noch offiziell zu den Koblenzer A-Junioren. Theisen hat mittlerweile folgende Spieler vertraglich gebunden: Philipp Langen, Eike Mund, Jan Hawel, Tobias Bauer, Lukas und Sören Klappert, Johannes Göderz, Jura Gros sowie die beiden Torhüter Kevin Birk und Kadir Yalcin. Das sind – Acquah schon mit eingerechnet – in der Summe exakt elf Spieler, somit hat die TuS 2011/12 schon Mannschaftsstärke erreicht.

Der vom RSV Würges gekommene Gros hinterließ beim Auftritt in Siegen einen bleibenden Eindruck auf der sogenannten Sechser-Position. „Gut vorstellen“ kann sich der Koblenzer Geschäftsführer auch die Verpflichtung von Tokio Nakai, in der Vorsaison noch für den Oberligisten Spvgg Wirges im Einsatz: „Es gibt nur noch wenige Details zu klären, das regeln wir im Verlauf der Woche.“ Unter den 18 in Siegen eingesetzten Spielern war auch ein weiteres neues Gesicht: Jan-Sebastian Uth (SC Brühl) durfte sich in Halbzeit zwei auf der Position des Außenverteidigers versuchen.

Das nächste Testspiel bestreitet die TuS am Mittwoch um 19 Uhr in Kobern-Gondorf beim A-Ligisten SV Untermosel.


Spfr Siegen - TuS Koblenz 1:1 (0:0)

TuS Koblenz: Patrick Nettekoven – Seung-Yeop Ok (46. Sebastian Uth), Eike Mund (72. Paul Lauer), Lukas Klappert (46. Mike Urwin), Yung-Hun Kim – Tokio Nakai (72. Maximilian Acquah), Jura Gros, Johannes Göderz (46. Johannes Grober), Hüsni Tahiri (46. Seung-Woo Na) – Tobias Bauer (46.Yoneta Yuya), Jan Hawel.

Zuschauer: 650.

Tore: 1:0 Leland Wright (68.), 1:1 Yoneta Yuya (74.).

Quelle Rhein-Zeitung 11.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
12.07.2011      Koblenzer Auftaktgegner kommt fast ohne Ex-Profis aus

Verl verzichtet auf prominente Namen – Lotte will nach oben – Wiedenbrück setzt auf den Torschützenkönig

Von unserem Mitarbeiter Christoph Erbelding

Idar-Oberstein. Seit einer Woche bereiten sich die Regionalliga-Fußballer der TuS Koblenz intensiv auf die neue Saison vor. Mit dem Heimspiel gegen den SC Verl beginnt für die TuS am Samstag, 13. August, der Alltag in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Die RZ hat sich vorab bei drei Teams umgesehen, die trotz ihres überregional kaum bekannten Namens in der Regionalliga schon für Furore gesorgt haben.

SC Verl: Seit der Saison 2007/08 spielen die Verler in der Fußball-Regionalliga. Dort waren sie schon von 1994 bis 2003 vertreten, unter anderem trug Nationalspieler Arne Friedrich das SC-Trikot. Zuletzt reichte es für die Kicker aus Verl zweimal zu Platz neun.

Die Stadt Verl liegt rund 20 Kilometer südlich von Bielefeld. Ein einziger Kicker kann auf Erfahrung im Profibereich zurückblicken: Marco Kaminski (ein Zweitliga-Einsatz 2005/06 für RW Ahlen). Die Verler bauen nicht auf große Namen, sondern auf Teamgeist.

Bei den Zugängen haben die Ostwestfalen ihr Augenmerk auf angriffslustige Spieler gerichtet. „Wir haben in der Offensive an Qualität gewonnen“, sagt Trainer Raimund Bertels. Das Ziel des Coaches ist es, nicht im grauen Mittelmaß der Tabelle zu landen: „Darüber möchte ich mir derzeit keinen Kopf machen.“

SC Wiedenbrück: Der Aufschwung des SC Wiedenbrück ist mit einem Namen verbunden: Thomas Stratos. Seitdem der ehemalige Bundesligaspieler von Arminia Bielefeld den Verein zur Spielzeit 2008/09 in der Westfalenliga als Trainer übernommen hat, gelang dem SC der Durchmarsch bis in die Regionalliga. Dort landeten die Ostwestfalen vergangene Saison auf dem zehnten Rang.

Für einen Kicker der Wiedenbrücker endete die vergangene Runde mit einem Ritterschlag: Robert Mainka wurde mit 18 Treffern Torschützenkönig. Überhaupt stellten die Wiedenbrücker in der vergangenen Saison die beste Offensive aus der zweiten Tabellenhälfte. 55 Gegentreffer weisen auf Probleme in der Defensive hin. Eine Bewährungsprobe wartet auf die SCW-Verteidiger am letzten Juli-Wochenende. Im DFB-Pokal empfangen die Wiedenbrücker den Bundesligisten 1. FC Köln.

Sportfreunde Lotte: Der Klub hat große Ambitionen. Vergangene Saison auf Platz drei gelandet, soll es in der kommenden Saison nach oben gehen. Die Lotter haben den Aufstieg im Visier. Die Sportfreunde, denen es immer wieder gelingt, junge Ex-Bundesligaspieler zu verpflichten, gehen in ihr viertes Jahr in der West-Staffel, erreichten dort neben Platz drei in der Vorsaison in der Spielzeit 2009/10 den zweiten Platz. Doch woher rühren diese Erfolge? Lottes Akteur Fabian Liesenfeld versuchte es im Winter zu erklären. „Der Verein weist sehr gute Strukturen auf. Das liegt auch an Manfred Wilke, der hier Fußballobmann und so etwas wie der Dietmar Hopp von Lotte ist.“

Allerdings: Ein Aufstieg wird für die Lotter nicht zum Selbstläufer. 14 Abgänge bedeuten einen Umbruch. Unter den Abgängen befinden sich auch Leistungsträger. Timo Kunert und Tobias Willers (beide zu RW Oberhausen) verabschiedeten sich in die Dritte Liga. Auf der Gegenseite stehen sieben Zugänge. Dass sich am Kader noch etwas ändert, so wie in der Vorsaison, als während der laufenden Spielzeit fünf Kicker nachverpflichtet wurden, kann allerdings nicht ausgeschlossen werden.

Für die Regionalliga-Fußballer der TuS Koblenz steht am Mittwoch in Kobern-Gondorf das Testspiel gegen den A-Ligisten SV Untermosel auf dem Programm (Anpfiff: 19 Uhr).

Quelle Rhein-Zeitung 12.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
15.07.2011      Erster Sieg dank drei Doppelpacks

TuS gewinnt beim SV Untermosel mit 6:0 – Theisen „in guten Gesprächen“ mit Barletta

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Kobern-Gondorf. Zweites Testspiel, erster Sieg. Allerdings dient das 6:0 (2:0) der TuS Koblenz beim A-Ligisten SV Untermosel nun wahrlich nicht als Gradmesser für die Regionalliga-Tauglichkeit der neu formierten Mannschaft. Das weiß auch Trainer Michael Dämgen nur zu genau: „Wir wollten uns in der Region gut präsentieren und ein ordentliches Ergebnis erzielen – das ist uns gelungen. Dass das Spiel natürlich nicht den Stellenwert hat wie zum Beispiel das folgende gegen den 1. FC Köln II, sollte doch jedem klar sein.“ Im sportlichen Duell der beiden 100-jährigen Vereine biss sich die TuS in den ersten 45 Minuten auf dem Kunstrasen in Kobern-Gondorf ein wenig die Zähne aus am zähen Abwehrriegel des Außenseiters. Angriff auf Angriff rollte zwar auf das Tor des Bezirksliga-Absteigers, zunächst jedoch ohne den gewünschten Erfolg. Erst zwei von Kapitän Jan Hawel verwandelte Foulelfmeter (12. und 20.) sorgten für die Führung.

Im zweiten Abschnitt verdreifachten die Koblenzer diese Quote. Tobias Bauer (67., 69.) und der neue Testspieler Kerim Arslan (79., 81.) – zuvor bei den Spfr Siegen im Einsatz, früher bei Bayer Leverkusen II – schraubten mit den Doppelpacks Nummer zwei und drei an diesem regnerischen Abend das Ergebnis halbwegs standesgemäß in die Höhe. Dämgen war mit dem Auftritt speziell nach der Pause durchaus zufrieden: „Da haben wir auf die Tube gedrückt, es war wesentlich mehr Bewegung im Spiel.“ SVU-Kollege Frank Rath entgegnete: „Für uns war es eine gute Laufeinheit.“ Die ganz große Gelegenheit zum Ehrentreffer verpasste Ali Necmetin, als er einen von TuS-Torhüter Jan Kramer fahrlässig vertändelten Ball (32.) nicht im Koblenzer Tor unterbringen konnte. Einziger Wermutstropfen aus Sicht des guten Gastgebers: Daniel Schäfer musste nach einem Zusammenprall mit Kramer mit einer Platzwunde und Nasenbeinbruch vom Feld. Rath: „Ich hätte lieber 0:15 verloren und Daniel dafür unverletzt behalten.“

Arslan durfte als einziger TuS-Feldspieler über 90 Minuten sein Können zeigen. Zunächst spielte er auf der Position des linken Außenverteidigers, im zweiten Abschnitt belebte er merklich die Offensive – was sich auch prompt in den beiden Treffern niederschlug. Auf der gegenüberliegende Längsseite des Platzes versuchte Niko Nakas (SV Elversberg, früher SV Wehen Wiesbaden) sein Glück. Auch er zeigte in Ansätzen, dass er für Koblenz durchaus eine Bereicherung des Regionalliga-Teams sein kann.

Neben dem nun anstehenden Test gegen den Liga-Konkurrenten 1. FC Köln II (am Samstag um 14 Uhr in Nörtershausen) und der Partie gegen den Rheinlandligisten TuS Mayen (am Mittwoch um 19 Uhr in Kirchwald) hat Teamkoordinator Peter Back drei weitere Spiele vereinbart: Am Freitag, 22. Juli, trifft die TuS in Bad Ems auf eine Rhein/Lahn-Auswahl. Am Dienstag, 26. Juli, messen sich die Koblenzer in Mülheim-Kärlich mit der ortsansässigen SG 2000. Und am Freitag, 29. Juli, erwartet die Dämgen-Elf in Urbar (Hunsrück) den Süd-Regionalligisten Wormatia Worms.

Derweil ist Geschäftsführer Thomas Theisen weiter in vertraglichen Angelegenheiten auf Achse. Michael Stahl, der Torschütze des Jahres 2010, war in den bisherigen Testspielen der TuS nicht mit von der Partie und liebäugelt weiterhin mit dem Wechsel zu einem klassenhöheren Verein – das kann ihm kaum einer verdenken. Solange das Transferfenster noch offen ist, wird der Verein mit dem 23-jährigen wohl nicht übereinkommen. „Er wird nächste Woche in Italien getestet“, lässt der Geschäftsführer durchblicken. „In guten Gesprächen“ ist Theisen hingegen mit Angelo Barletta (VfL Osnabrück, zuvor FSV Frankfurt): „Er ist der Leitwolf, den der Trainer sich wünscht.“

SV Untermosel - TuS Koblenz 0:6 (0:2)
TuS Koblenz: Jan Kramer – Jan-Sebastian Uth (46. Paul Lauer), Lukas Klappert (46. Eike Mund), Mike Urwin (46. Johannes Göderz), Kerim Arslan – Johannes Grober (46. Jura Gros) – Hüsni Tahiri (46. Seung-Yeop Ok), Nakai Tokio (46. Seung-Woo Na), Yoneta Yuya (46. Tobias Bauer), Yung-Hun Kim (46. Nikos Nakas) – Jan Hawel (46. Maximilian Acquah).

Schiedsrichter: Abdullah Carman (Koblenz).

Zuschauer: 450.
Tore: 0:1 Hawel (12., Foulelfmeter), 0:2 Hawel (20., Foulelfmeter), 0:3 Bauer (67.), 0:4 Bauer (69.), 0:5 Arslan (79.), 0:6 Arslan (81.).


TuS Koblenz bekommt es mit Klopp junior zu tun

Die Zweitvertretungen aus Dortmund, Gelsenkirchen und Bochum kommen mit prominenten Namen

Von unserem Mitarbeiter Christoph Erbelding

Koblenz. In der Fußball-Regionalliga bekommt es die TuS Koblenz mit zahlreichen Zweitvertretungen von namhaften Profivereinen zu tun. Die RZ hat sich vor dem ersten Heimspiel der TuS am
 13. August gegen den SC Verl bei drei Ruhrgebiets-Klubs umgeschaut .

FC Schalke 04 II: Die zweite Schalker Vertretung spielte in den vergangenen Jahren in der Regionalliga keine berauschende Rolle. Zuletzt landete sie auf Rang elf. Dennoch fand das Team immer mal wieder einen Weg in die überregionalen Schlagzeilen, was es einzig und allein einem Spieler zu verdanken hatte: Albert Streit. Richtig, jener als schwierig geltende Streit, der es auf 118 Bundesliga-Einsätze bringt, steht immer noch beim FC Schalke unter Vertrag, ist jedoch nach seiner Ausbootung durch Felix Magath seit knapp zwei Jahren kein Thema mehr fürs Bundesliga-Team. Weil andere Profi-Vereine Abstand von einer Verpflichtung des hoch veranlagten Kickers genommen haben, läuft er in unregelmäßigen Abständen für die zweite Schalker Mannschaft auf. Ob die Koblenzer Fans Streit zu sehen bekommen werden, ist jedoch fraglich: Auf der Homepage der Königsblauen wird der Mittelfeldspieler nicht einmal mehr im Kader von Schalke II geführt. Zudem datiert Streits letztes Spiel vom 5. November 2011.

Doch auch ohne Streit hat die Schalker Reserve einen bekannten Spieler zu bieten: Frank Fahrenhorst. Der Innenverteidiger, der 2004 gegen Österreich und Brasilien sogar das DFB-Trikot trug, hat sich 2010 dazu entschlossen, als erfahrener Recke die junge Schalker Garde zu verstärken. Dort wird der Ex-Bremer mehr denn je gebraucht. Ohne ihn käme der Schalker Kader, der von Bernhard Trares trainiert wird, einer Juniorenauswahl gleich.

Borussia Dortmund II: Im Schatten des grandios aufspielenden Bundesliga-Meisters absolvierte der Dortmunder Unterbau eine passable Saison, die auf Platz sechs endete. Seitdem hat sich viel verändert im Kader. 13 Zugänge müssen integriert werden. Ein bisschen Klopp steckt auch im Kader der zweiten Dortmunder Mannschaft. Während oben Jürgen Klopp als Trainer die Zügel fest in der Hand hält, spielt in der Reserve Sohn Marc auf der Position des Rechtsverteidigers. Klopp junior brachte es in der vergangenen Spielzeit auf 19 Einsätze und einen Treffer. Aufgrund eines im Mai erlittenen Kreuzbandrisses dürfte er aber in der Vorrunde ausfallen. Die beiden Top-Torjäger der kleinen Borussen waren Damien Le Tallec mit elf und Daniel Ginczek mit zwölf Treffern. Letzterer ist zum Zweitligisten VfL Bochum abgewandert. Dass der neue Trainer David Wagner einst für Schalke 29 seiner 30 Bundesliga-Spiele bestritten und 1997 den Uefa-Cup gewonnen hat, sollte ihn bei seiner Arbeit mit dem BVB-Unterbau eher nicht beeinträchtigen.

VfL Bochum II: Auch die VfL-Reserve hatte in der vergangenen Saison ihren „Albert Streit“. Seit Januar 2011 gehört der für einige Monate suspendierte Mimoun Azaouagh jedoch wieder dem Profi-Kader an. Ob mit oder ohne Azaouagh – die Bochumer Zweite hatte in der abgelaufenen Saison mit Problemen zu kämpfen. Platz 14 war die Folge.

Acht Zugänge sollen verhindern, dass es wieder so eng wird. Allerdings haben die jungen Neuen nur wenig Erfahrung vorzuweisen. Die einzige Ausnahme trägt einen prominenten Namen: Fabian Götze, Bruder des Dortmunder Nationalspielers Mario Götze, war zuletzt bei Mainz 05 II aktiv und kam ab und an auch bei Testspielen der Profis zum Einsatz. Der neue Trainer der VfL-Reserve hört auf den klangvollen Namen Iraklis Metaxas. Mit Dariusz Wosz, dem Bochumer Ex-Profi und heutigen A-Junioren-Coach, will er unter anderem versuchen, „die Verzahnung zwischen den Abteilungen zu intensivieren.“

Quelle Rhein-Zeitung 15.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
16.07.2011      Die Abstiegsgefahr hält sich in Grenzen

Zulassungskriterien für Regionalliga geregelt – In der Saison 2012/13 mit 22 Teams

Koblenz. Wenn am ersten Augustwochenende die Fußball-Oberliga Südwest in die neue Runde startet, ist dies gleichzeitig auch die Qualifikationssaison für die neue Regionalliga Südwest, die 2012 unter dem Dach der Landesverbände Rheinland, Südwest, Saarland, Baden, Südbaden, Württemberg und Hessen startet.

Gleich vorneweg: Selbst der kommende Meister der Oberliga Südwest ist nicht automatisch Mitglied der neuen Regionalliga. Auf sechs Seiten haben die sieben Landesverbände einen zwar verständlichen, aber durchaus auch komplizierten Qualifikationsmodus bestimmt. Starten wird die Regionalliga in einem Jahr mit 22 Mannschaften. Darunter dürfen normalerweise höchstens sieben Reserveteams von Bundesligisten oder Zweitligisten sein. Zweite Mannschaften von Drittligisten bleiben von vorn herein außen vor.

Der Stand der Dinge: Derzeit spielen aus den sieben Landesverbänden 18 Mannschaften in den Regionalligen West und Süd. Das sind Bayern Alzenau, Eintracht Frankfurt II, FSV Frankfurt II, Hessen Kassel (alle Hessen), SC Freiburg II, SG Großaspach, 1899 Hoffenheim II, Karlsruher SC II, Waldhof Mannheim, SC Pfullendorf, Stuttgarter Kickers (alle Baden-Württemberg), Wormatia Worms, SV Elversberg, SC Idar-Oberstein, 1.FC Kaiserslautern II, TuS Koblenz, 1. FSV Mainz 05 II und Eintracht Trier (alle Südwest). Das sind unter den 18 Mannschaften genau sieben Reserveteams. Dazu könnte höchstens noch die Reserve des VfB Stuttgart kommen, falls sie aus der 3. Liga absteigt. Gefährdet wären zudem bei einem Abstieg der Lizenzmannschaft die Reserven des Karlsruher SC und des FSV Frankfurt.

Belegen die 18 derzeitigen Südwest-Regionalligisten am Saisonende 2011/2012 Plätze zwischen Rang 2 und 15, und es kommt höchstens ein Absteiger aus der 3. Liga dazu, würden alle drei Oberliga-Meister Südwest, Hessen und Baden-Württemberg direkt aufsteigen. Gibt es einen zweiten Absteiger aus der 3. Liga, müssten die drei Oberliga-Meister in einer Relegation die beiden Aufsteiger ermitteln. Aber: Aufstieg geht vor Abstieg. Zum Beispiel: Zwei Südwest-Teams steigen aus der 3. Liga ab, und ein Südwestverein belegt in einer Regionalliga einen Abstiegsplatz, dann würden alle drei Oberliga-Meister aufsteigen, aber der sportliche Absteiger bliebe außen vor und müsste runter in die Oberliga. Die jetzigen Regionalligisten stehen zwar vor einer recht stressfreien Runde, aber man sollte sich auch nicht zu sicher sein, denn es kann durchaus Absteiger geben. Ist das Kontingent von 22 Teams noch nicht erreicht, aber alle Oberligameister sind oben, werden die freien Plätze den Absteigern zugeteilt, strikt nach Platzierung.

Belegen zwei Südwestvereine in den Regionalligen West und Süd jeweils Rang 18, es ist aber nur noch ein Platz in der neuen Staffel zu vergeben, so gibt es zwischen ihnen zwei Entscheidungsspiele.
 vj

Quelle Rhein-Zeitung 16.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
18.07.2011      Tobias Bauer trifft an seinem 23. Geburtstag

TuS Koblenz holt in Nörtershausen ein 1:1 gegen den 1. FC Köln II – Barletta dirigiert als Kapitän und Innenverteidiger

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Nörtershausen. Die TuS Koblenz bleibt in der Vorbereitung auf die neue Saison der Fußball-Regionalliga West weiter ungeschlagen. Im Duell mit dem Liga-Konkurrenten 1. FC Köln II – der bislang stärkste Gegner – sprang auf dem gepflegten Rasenplatz in Nörtershausen ein achtbares 1:1 (0:0) heraus. Mit seiner Analyse „es war ein intensiv geführtes Spiel, wir haben unser gutes Niveau unter Beweis gestellt“ traf TuS-Trainer Michael Dämgen den Nagel auf den Kopf. Intensiv waren vor allem die läuferischen Bemühungen beider Teams, die Defensive des Gegners unter Druck setzen zu wollen – zunächst nur mit mäßigem Erfolg. Köln versuchte es kurz hinter der Mittellinie vornehmlich mit hohen Bällen in den Strafraum, die TuS setzte konsequent aufs Flügelspiel bis hinunter zur Grundlinie. Lebhaft wurde die Partie erst gegen Ende der ersten 45 Minuten. So traf Test-Angreifer David Sasse (vom SV Rhenania Bessenich gekommen) per Volley-Abnahme nur den rechten Pfosten des kölschen Kastens, der Nachschuss von Tobias Bauer prallte an die Querlatte (43.). Elf Spielminuten und eine schöpferische Halbzeitpause später machte Bauer es dann besser: Nach Kopfball-Vorlage von Nakai Tokio drosch er das Spielgerät aus fünf Metern Entfernung zum 1:0 über die Torlinie. Und bereitete sich damit selbst ein Geschenk zu seinem 23. Geburtstag.

Die Probeeinheit von Sturmspitze Sasse, ein kantiger, aber auch wendiger Kerl wie Jan Hawel, war mit Ablauf der ersten Halbzeit beendet. Dämgen beurteilte dessen Leistung diplomatisch: „Er weiß, wo das Tor steht.“ Das darf der 24-Jährige wohl bei den nun folgenden Testspielen gegen den Rheinlandligisten TuS Mayen (Mittwoch, 19 Uhr in Kirchwald), eine Rhein-Lahn-Auswahl (Freitag, 19 Uhr in Bad Ems) und beim A-Ligisten VfL Oberbieber (Samstag, 17 Uhr) noch einmal zeigen. Zumal die TuS ja weiter auf der Suche nach einem brauchbaren Angreifer ist. „Es gibt noch eine lange Liste an wechselwilligen Spielern, da ist aber leider kein Stürmer dabei“, umreißt Geschäftsführer Thomas Theisen den Umstand, dass zu einer derart fortgeschrittenen Phase der Markt in dieser Hinsicht nahezu leer gefegt ist. Anders gestaltet sich da schon die Suche nach einer neuen Nummer eins. Mit Christian Krüger (SpVgg Greuther Fürth II) stand nun schon der dritte Keeper zwischen den Pfosten. Mit Blick auf diese Position macht sich Theisen denn auch keine oder nur kaum Sorgen: „Torhüter stehen momentan bei uns Schlange.“ Er vertraut dabei nahezu blind der Empfehlung von Torwarttrainer Peter Auer, der am Freitag sein Wiegenfest beging – allerdings ist das TuS-Urgestein exakt 17 Lenze älter als der torgefährliche Angreifer und feierte somit einen runden Geburtstag. Blumen gab's dafür vor der Partie vom frisch verpflichteten Angelo Barletta, der als neuer Kapitän in der Innenverteidigung eine gute Figur abgab, zunächst im Verbund mit Eike Mund, später mit Lukas Klappert. Das nahm Coach Dämgen zufrieden zur Kenntnis: „Er hat sofort die Führungsrolle angenommen.“ Nach seiner Auswechslung (58.) verlor das Koblenzer Spiel etwas an Stabilität, das lag aber auch am unermüdlichen FC-Nachwuchs, der bis zur letzten Sekunde sein Heil in der Offensive suchte. Aber nur einmal waren die Kölner Bemühungen von Erfolg gekrönt: Lukas Musculus, der vor etwas mehr als einem Jahr noch zum Kader der TuS Koblenz zählte, überlistete Schlussmann Krüger mit einem raffinierten Schlenzer zum leistungsgerechten Ausgleich (75.). Beide Teams hätten die Partie im Schlagabtausch der Schlussphase allerdings noch für sich entscheiden können. So verpasste beispielsweise der erst aus- und dann wieder eingewechselte Hüsni Tahiri den Koblenzer Siegtreffer, als er nach einem Konter den Ball in aussichtsreicher Position in den wolkenverhangenen Hunsrücker Himmel jagte (81.).
„Es war ein guter Test gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe“, verteilte der Kölner Trainer und Ex-Profi Dirk Lottner ein artiges Lob an die TuS. Sein Pendant Dämgen sah das ähnlich: „Das war ein erster Vorgeschmack auf die Regionalliga.“ Beide Mannschaften sehen sich am zweiten Dezember-Wochenende wieder, dann geht's allerdings um Punkte.

TuS Koblenz - 1. FC Köln II 1:1 (0:0)
TuS Koblenz:
Christian Krüger – Nikos Nakas (46. Seung-Yeop Ok), Eike Mund (46. Lukas Klappert), Angelo Barletta (58. Mike Urwin), Kerim Arslan (73. Paul Lauer) – Hüsni Tahiri (46. Johannes Grober), Johannes Göderz, Yung-Hun Kim (66. Tahiri) – Jura Gros (46. Nakai Tokio), Tobias Bauer – David Sasse (46. Jan Hawel).

Schiedsrichter: Ingo Kreutz (Alflen).
Zuschauer: 535.
Tore: 1:0 Bauer (54.), 1:1 Musculus (75.).

Quelle Rhein-Zeitung 18.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
21.07.2011      TuS Koblenz bezwingt den TuS Mayen in Kirchwald mit 4:1

Kirchwald. Der Fußball-Regionalligist TuS Koblenz hat das Testspiel gegen den Rheinlandligisten TuS Mayen gestern Abend mit 4:1 (3:1) für sich entschieden. Das erste Ausrufezeichen vor 500 Zuschauern in Kirchwald setzte allerdings der klassentiefere Rheinlandligist. Nach einem Ballverlust von Johannes Grober – der Ex-Mayener will sich derzeit beim Koblenzer Trainer Michael Dämgen für ein Engagement beim Regionalligisten empfehlen – traf Stephan Schikora für den Außenseiter (14.). Drei Tore von David Sasse sorgten vor dem Pausenpfiff für die Koblenzer 3:1-Führung (20., 31., 40.). Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer weiter ein Spiel auf ein Tor. Während der TuS Mayen in Durchgang zwei keinen Schuss aufs Koblenzer Gehäuse abgab, erarbeitete sich der Regionalligist Möglichkeiten im Minutentakt. Die mangelhafte Chancenverwertung dürfte Coach Dämgen indes nicht gefallen haben, es reichte für sein Team nur noch zum Treffer zum 4:1 durch Testspieler Yeong-Hun Kim, der einen Abpraller nach Freistoß von Tobias Bauer verwertete (72.). Für die TuS Koblenz waren gestern neue Testspieler im Einsatz. Dominik Schwertel spielte zuletzt für Regionalliga-Absteiger Arminia Bielefeld II, Zamir Daudi beim 1. FC Eschborn in der Hessenliga.
maw


TuS: Theisen kommt voran

Fußball-Regionalliga - Gut drei Wochen vor dem Saisonauftakt geht es mit den Personalplanungen bei TuS Koblenz voran, nach wie vor gibt es beim Fußball-Regionalligisten aber noch etliche offene Baustellen. "Es bleibt dabei, wir werden keine Schnellschüsse machen", sagt TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen, wohl wissend, dass angesichts des schmalen Budgets praktisch alle Verpflichtungen passen müssen.

Das kleinste Problem bleibt dabei, einen ambitionierten Torwart an Land zu ziehen. Neben Kadir Yalcin und Kevin Birk wird noch nach einer potenziellen Nummer eins gefahndet. "Die Auswahl ist groß", hat Theisen festgestellt, "wir wollen jemanden holen, der jung ist, uns auch perspektivisch helfen kann - und der vor allem finanzierbar ist." Das fehlende Kleingeld macht vor allem die Suche nach einem Stürmer schwer. Treffsichere und gleichzeitig bezahlbare Angreifer sind rar gesät, das haben die Koblenzer Verantwortlichen in etlichen Gesprächen feststellen müssen. "Jemanden zu verpflichten, der die Garantie für zehn bis 15 Tore pro Saison mitbringt, ist für uns nicht darstellbar", sagt Theisen ohne Umschweife.

Aber: Wie in vielen anderen Bereichen soll auch hier aus der Not eine Tugend gemacht werden. Zum Beispiel mit der Verpflichtung von David Sasse, der in den Testspielen einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt - beim 4:1 gegen Rheinlandligist TuS Mayen traf der 24-Jährige gleich drei Mal. Sasse war zuletzt für den SV Nierfeld in der Nähe von Euskirchen aktiv und hatte sich in den vergangenen Wochen bei der SG Mülheim-Kärlich fit gehalten - da war der Weg zu deren Ex-Trainer Thomas Theisen nicht weit. "Wir werden ihn auf jeden Fall in den nächsten Tagen unter Vertrag nehmen", sagt der TuS-Geschäftsführer. Ähnlich liegen die Dinge bei dem asiatischen Trio Yeong-Hun Kim, Seung-Yeop Ok und Nakai Tokio. Hier sind noch diverse Formalitäten zu klären.

Gern hätte Theisen auch schon in der Personalie Michael Stahl Vollzug vermeldet. Das Angebot der Koblenzer liegt auf dem Tisch, der Mittelfeldmann stellt sich derzeit aber bei einem italienischen Zweitligisten vor. "Sollte er dort einen Vertrag bekommen, wünschen wir ihm natürlich alles Gute", so Theisen, der aber nach wie vor optimistisch ist, dass Stahl letztlich der TuS den Zuschlag geben wird.

Ärgerlich für Trainer Michael Dämgen: Die designierten Leistungsträger Thomas Klasen und Philipp Langen hinken aufgrund von Verletzungen noch hinterher. Klasen ist wegen einer Entzündung am Knie quasi zum Nichtstun verurteilt, Langen kann nach einer Herzmuskel-Entzündung nur langsam die Belastung steigern.

Von unserem Redakteur Sven Sabock

Quelle Rhein-Zeitung 21.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
23.07.2011    Bauer macht's sieben Mal: TuS Koblenz schlägt Bad Emser Auswahl 14:0

Bad Ems. Tobias Bauer (hier beim Kopfball) und Fußball-Regionalligist TuS Koblenz haben ihr Gastspiel in Bad Ems am Freitagabend genutzt, um sich für kommende Aufgaben warmzuschießen. Gegen eine Auswahl der Verbandsgemeinde Bad Ems, bestehend aus Akteuren der SG Nievern, des VfL Bad Ems und des gastgebenden SV Becheln, setzte sich die Mannschaft von Trainer Michael Dämgen vor rund 500 Zuschauern mit 14:0 (5:0) durch. Tobias Bauer stand wie Keeper Kadir Yalzin, Mittelstürmer Jan Hawel und Kapitän Angelo Barletta über 90 Minuten auf dem Platz und war mit sieben Treffern der erfolgreichste Schütze. Hawel hatte die Gäste früh in Führung gebracht (6.) und Tokio Nakai schnell das 2:0 nachgelegt (10.), danach ging der Regionalligist aber zu großzügig mit seinen Möglichkeiten um. „Damit kann ich nicht ganz zufrieden sein“, sagte Dämgen. „Wir waren zwar überlegen, aber die Zielstrebigkeit hat gefehlt.“ In dieser Phase traf Nicolas Liefke nach einem Konter über Stefan Deusner sogar für die Auswahl – stand zuvor aber im Abseits. Zweimal Bauer und Barletta vor der Pause sowie David Sasse (2), Max Acqua, Kerim Arslan und erneut Tobias Bauer (5) sorgten für den letztlich standesgemäßen Endstand.
ros

Quelle Rhein-Zeitung 23.07.2011  http://rhein-zeitung.de

l_st02
25.07.2011     Koblenzer Kader nimmt immer mehr Konturen an

TuS erzielt 25 Tore in drei Testspielen – Am Dienstag in Mülheim

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Koblenz. Stolze 25 Tore erzielte die TuS Koblenz in drei Testspielen binnen vier Tagen gegen unterklassige Konkurrenz. Was auf den ersten Blick nach einem stimmungsvollen Scheibenschießen des Fußball-Regionalligisten aussieht, stellte Michael Dämgen aber nur bedingt zufrieden: „Wir hätten schon noch das eine oder andere Tor mehr schießen müssen.“

Keine Frage, dass der 50-jährige TuS-Trainer den erzielten Ergebnissen dieser Tage keine oder nur wenig Bedeutung beimisst. Was ihn vielmehr interessiert, ist ein reibungsloser Spielfluss mit schnellen Ballkontakten – das also, was im Kickerjargon gemeinhin als „blindes Verständnis“ der Akteure auf dem Feld bezeichnet wird. Co-Trainer Evangelos Nessos weiß, dass (noch) nicht alle Rädchen perfekt ineinander greifen: „Die Jungs kennen sich zum Teil erst eine Woche. Aber Baustein für Baustein kommen wir der Sache schon näher.“ Nach dem 4:1 gegen den TuS Mayen reihten sich beim 14:0 (5:0) in Bad Ems gegen eine Rhein/Lahn-Auswahl sieben TuS-Spieler in die Schützenliste ein: allen voran Tobias Bauer mit sieben Treffern, zudem David Sasse (2), Jan Hawel, Tokio Nakai, Angelo Barletta, Maximilian Acquah und Kerim Arslan.

Beim 7:1 (2:1) nur 22 Stunden später gegen den VfL Oberbieber empfahl sich auch Neu-Testspieler Dominik Schwertel (Arminia Bielefeld II) mit zwei Toren. Er fügte sich sichtbar nahtlos ins TuS-Kollektiv ein, was man allerdings von Zamir Daudi (1. FC Eschborn) nicht behaupten konnte, der sich auf der rechten Seite in den ersten 45 Minuten zu oft verzettelte. Die übrigen Koblenzer Tore vor rund 370 Zuschauern besorgten Sasse (2), Jura Gros, Nakai und Paul Lauer. Für Charly Grün, den Trainer des gastgebenden A-Ligisten, war das Ergebnis „vollkommen in Ordnung, weil ich nach den beiden schnellen Toren am Anfang schon das Schlimmste befürchtet hatte“. Der Ehrentreffer auf dem engen Kunstrasenplatz an der Grafenwiese ging auf das Konto von Trainersohn Moritz, der zum 1:2-Pausenstand ins Schwarze traf.

Am heutigen Montag trifft sich der TuS-Kader nebst Trainer- und Betreuerstab zum obligatorischen Mannschaftsfoto. Geschäftsführer Thomas Theisen orakelt: „Ich gehe mal davon aus, dass alle, die dann auf dem Bild zu sehen sind, auch zum künftigen Kader zählen.“ Das könnte bedeuten, dass sich die noch nicht verpflichteten Sasse, Arslan, Nakai, Yung-Hun Kim und Seung-Yeop Ok lächelnd dem Fotografen stellen werden.

Die TuS spielt am Dienstag um 19 Uhr beim Rheinlandligisten SG Mülheim-Kärlich, am Freitag treffen die Koblenzer um 19 Uhr in Urbar (Hunsrück) auf den Süd-Regionalligisten Wormatia Worms.


TuS spielt im Jubiläumsdress

Theisen freut sich auf seinen Heimatverein

Mülheim-Kärlich. Das wird ein interessantes Testspiel am Dienstagabend im Schulsportzentrum in Mülheim-Kärlich zwischen der heimischen SG 2000 und dem Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz (Anpfiff 19 Uhr). Denn der neue Koblenzer Geschäftsführer Thomas Theisen trifft dabei auf seinen Heimatverein, bei dem er selbst noch vor etwas mehr als einem Jahr als Trainer der Rheinlandligamannschaft an der Seitenlinie stand. „Es wird ein ernsthafter Test für unsere Formation“, sagt Theisen nun aus TuS-Perspektive, „wir testen in dieser Partie einen Torwartkandidaten, und Trainer Michael Dämgen ist davon überzeugt, dass dieser sich gegen Mülheim über Mangel an Beschäftigung nicht beklagen kann.“ Schließlich erwartet Theisen einen offensiv spielenden Rheinlandligisten. Die Koblenzer Fans dürfen sich zudem auf eine optische Überraschung freuen: Die TuS, die in diesem Jahr 100-jähriges Jubiläum feiert, wird erstmals in den Jubiläumstrikots auflaufen.


Dauerkarten-Verkauf gestartet

Koblenz. Mittlerweile ist der Dauerkarten-Verkauf für die Heimspiele der TuS Koblenz in vollem Gang. Für die Rhein-Zeitung-Haupttribüne sind nur noch wenige Tickets übrig. Neben der Möglichkeit, sich über die Homepage www.tuskoblenz.de online Tickets zu sichern, können alle Fans ihre Dauerkarte auch über die Hotline 0180 50 40 300 bestellen.

Alle interessierten Fans können ihre Dauerkarten auch bei der TuS-Geschäftsstelle (Altlöhrtor 13-15 in Koblenz) persönlich in Empfang nehmen. Von montags bis freitags ist die Geschäftsstelle von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Dort findet aber ausschließlich ein Barverkauf statt. Die Stehplatz-Dauerkarte für Kinder (sechs bis 14 Jahre) gibt es beispielsweise für 60 Euro, ein Erwachsenenticket für diesen Bereich kostet 95 Euro (ermäßigt für Mitglieder) oder 125 Euro. Verfügbar sind auch noch Sitzplatz-Karten für die unüberdachte Tribüne an der Gegengeraden.

  Quelle Rhein-Zeitung 25.07.2011  http://rhein-zeitung.de

l_st02
27.07.2011   SG Mülheim-Kärlich gewinnt 2:1 gegen die TuS –
                         Koblenz verpflichtet Kerim Arslan

Mülheim-Kärlich. Fußball-Rheinlandligist SG Mülheim-Kärlich hat den Test gestern Abend auf dem Rasenplatz am Schulzentrum gegen den Regionalligisten TuS Koblenz mit 2:1 (1:1) gewonnen und damit für die erste Niederlage der TuS unter Trainer Michael Dämgen gesorgt. Schon nach drei Minuten kamen die Mülheimer vor 700 Zuschauern zur Führung: Christian Wiersch nahm einen Ball mit dem Rücken zum Tor perfekt an, umspielte mit einer kurzen Drehung seinen Gegenspieler und schoss ins lange Eck zum 1:0. Pero Miletic, der im Tor der TuS getestet wurde, war machtlos. Es dauerte allerdings nicht lange bis zum Ausgleich. Der Ball landete nach einem Freistoß genau auf dem Kopf von David Sasse, der dem Mülheimer Torwart Michael Wall keine Chance ließ und zum 1:1 einköpfte (11.). In der folgenden Viertelstunde bestimmte die TuS das Spiel, ohne jedoch zu treffen. Zwei schöne Schüsse von Tobias Bauer aus 20 Meter Entfernung, ein weiterer Kopfball von Sasse sowie eine unübersichtliche Situation im Strafraum – mehr musste die SG im ersten Durchgang nicht überstehen. Derweil hatte die TuS Glück, dass ein Schuss von Steffen Pistono kurz vor dem Pausenpfiff nur an den Pfosten knallte. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Pistono dann aber ein Geniestreich: Mit einem Traumpass ließ er die Koblenzer Abwehr ins Leere und Kevin Urbatzka alleine mit Ball aufs TuS-Tor laufen. Diese Chance nutzte Urbatzka zum 2:1 (50.). Durch viele Wechsel auf beiden Seiten ging der Spielfluss verloren. Eine 100-prozentige Torchance gab's für die Koblenzer nicht mehr, sodass es beim 2:1 für Mülheim blieb. Von Beginn an im Koblenzer Dress spielte derweil Kerim Arslan, der bei der TuS einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 unterschrieben hat. Zuletzt war der 24 Jahre alte Außenspezialist für die Sportfreunde Siegen aktiv gewesen.
wzi


TuS II siegt in Horressen

Koblenzer 3:0 im Endspiel gegen Montabaur

Horressen. Die Endspiele um den „Nissan-Wagner-Cup 2011“ boten auch in diesem Jahr wieder reichlich Spannung und ansehnlichen Fußball. Im Finale der Rheinlandliga- und Bezirksligateams setzte sich die Reserve der TuS Koblenz in einem temporeichen Spiel verdient mit 3:0 (0:0) gegen den Bezirksligisten TuS Montabaur durch. Standesgemäß übernahm die Mannschaft von Trainer Markus Breitbach von Beginn an die Kontrolle, nur die Chancenauswertung ließ vor allem im ersten Durchgang arg zu wünschen übrig. Für die „Erlösung“ auf Seiten der TuS sorgte in der 71. Minute endlich Herbert Donkor, der frei vor Scheid zum 1:0 einschob. Wenig später erhöhte Paul Lauer mit einem direkt verwandelten Freistoß aus gut 20 Metern auf 2:0 (77.), ehe erneut Donkor zum 3:0 abstaubte, nachdem Scheid zuvor noch gegen Edis Ramovic pariert hatte (79.). Einen Treffer für Montabaur auf dem Fuß hatte kurz vor Schluss Tim Schenkelberg, dessen Schuss landete allerdings nur am Außennetz (87.).


A-Junioren der TuS starten bei Eintracht Trier

Koblenz. Der Fußballnachwuchs der TuS Koblenz ist von der A- bis in die C-Jugend in allen drei Junioren-Regionalligen vertreten. Den Auftakt machen die A-Junioren am 14. August mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Trier. Zum ersten Mal zu Hause – allerdings tragen die Koblenzer ihre Heimspiele im Bad Emser Silberaustadion aus – spielt die TuS am 21. August gegen Pirmasens. Die B- und die C-Junioren steigen eine Woche später in die Saison ein. Die B-Junioren, die auf dem Rasenplatz des Lahnsteiner Johannesgymnasiums spielen, erwarten am 21. August den FK Pirmasens. Die C-Junioren dürfen ebenfalls zu Hause ran: Am 20. August auf dem Oberwerther Kunstrasen gegen Ludwigshafen.

Quelle Rhein-Zeitung 27.07.2011  http://rhein-zeitung.de

l_st02
29.07.2011      TuS präsentiert sich im neuen Jubiläumstrikot

Koblenzer ziehen sich in den Schwarzwald zurück – Sasse unterschreibt Zwei-Jahres-Vertrag

Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann

Koblenz. Die flammneuen Jubiläumstrikots zum 100-jährigen Bestehen mit dem Lotto-Schriftzug und dem Kleeblatt auf der Brust sollen der TuS Koblenz eigentlich Glück bringen. Davon war in Mülheim-Kärlich aber noch nichts zu sehen, das Testspiel gegen die zwei Klassen tiefer angesiedelte SG 2000 ging mit 1:2 (1:1) in die Binsen.

„Bedenklich, aber nicht wirklich überraschend“, beurteilte TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen speziell die wacklige Darbietung der Defensivabteilung. Im noch nummernlosen Dress fehlte den Koblenzer Kickern auf dem regennassen Rasen des Mülheimer Schul- und Sportzentrums phasenweise die spielerische Linie. Jeweils zu Beginn der ersten und der zweiten Halbzeit war die TuS gedanklich nicht ganz auf der Höhe, Resultat waren die beiden Gegentreffer durch Christian Wiersch (3.) und Kevin Urbatzka (50.).

Das einzige TuS-Tor des Abends erzielte David Sasse per Kopf zum zwischenzeitlichen Ausgleich (11.). Und wurde für seinen achten Treffer in der Vorbereitung nun auch belohnt: „Ja, er hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben“, bestätigte Theisen gestern die Verpflichtung des vom SV Rhenania Bessenich gekommenen Hünen. Um Haaresbreite wäre Mülheim die sportliche Heimat von Sasse geworden, denn die SG war zunächst dessen erster Ansprechpartner. Schweren Herzens ließ Wilfried Zils, der Sportliche Leiter der SG 2000, den talentierten Kicker aber gen Koblenz ziehen. „Nimm du ihn lieber, der ist zu gut für uns“, soll SG-Trainer Marco Wagner laut Theisen gönnerhaft gesagt haben.

22 Mann umfasst der erweiterte Koblenzer Kader derzeit, wobei sich einige der Akteure aber sicher wohl eher im Rheinlandliga-Team wiederfinden werden. Grundsätzlich einig ist sich die TuS mit dem asiatischen Trio Tokio Nakai, Jung-Hun Kim, und Seung-Yeob Ok. „Was fehlt, ist eine Aufenthaltsgenehmigung bis Sommer 2012“, weist der Koblenzer Geschäftsführer auf eine nicht unerhebliche Auflage des DFB hin. Perfekt ist die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Johannes Grober. Der 22-Jährige spielte zuletzt beim Oberliga-Absteiger SG Bad Breisig und unterschrieb einen Ein-Jahres-Vertrag.

Damit ist die endgültige Kaderstärke aber noch nicht erreicht. So ist die TuS beispielsweise weiterhin auf der Suche nach einer neuen Nummer eins: Mit Pero Miletic (zuvor Spfr Siegen) stand beim 1:2-Testspiel gegen die SG Mülheim-Kärlich nun schon der fünfte Schlussmann zwischen den Pfosten. Ein sechster soll aller Voraussicht nach am Samstag, 6. August, getestet werden. Während die übrige Regionalliga-Konkurrenz dann schon um Punkte rangelt, trifft das Team von Trainer Michael Dämgen um 19 Uhr auf dem Sportplatz in Mülheim-Kärlich auf den belgischen Erstliga-Absteiger A.S. Eupen, der von Wolfgang Frank trainiert wird.

Sollte die TuS wider Erwarten keinen weiteren Keeper mehr an Land ziehen, genießt wohl der von den A-Junioren gekommene Kader Yalcin das Vertrauen der Verantwortlichen. Theisen: „Da sind wir uns alle einig, dass das wohl so kommen wird.“ In der nächsten Woche ist kein Testspiel geplant, dann ziehen sich die Koblenzer vom 2. bis 4. August in ein Trainingslager im Schwarzwald zurück. Noch bleiben Dämgen 14 Tage Zeit, sein Team zu formen, das am Freitag, 12. August, um 19 Uhr gegen den SC Verl antreten muss. Das dritte Heimspiel der Saison – ursprünglich vorgesehen am Sonntag, 4. September – wurde derweil vorverlegt und steht nun tags zuvor um 18 Uhr im Stadion Oberwerth auf dem Programm.

Die TuS spielt heute Abend um 19 Uhr in Urbar (Hunsrück) gegen den Süd-Regionalligisten Wormatia Worms.

Quelle Rhein-Zeitung 29.07.2011 http://rhein-zeitung.de

l_st02
30.07.2011        Koblenz verliert mit 1:3

TuS hält beim Test gegen Wormatia Worms lange Zeit gut mit

Urbar. Fußball-Regionalligist TuS Koblenz hat ein Testspiel gegen Wormatia Worms auf dem Sportplatz in Urbar/Hunsrück mit 1:3 (1:1) verloren. Dabei waren die Koblenzer dem Süd-Regionalligisten über weite Strecken des Spiels ein gleichwertiger Gegner. Die TuS spielte munter nach vorn und zeigte, dass sie durchaus in der Regionalliga mithalten kann. Nur in manchen Situationen fehlt noch die Cleverness.

Der Wormser Martin Gollasch sorgte vor 379 Zuschauern in der 13. Minute für die 1:0-Führung der Wormatia. TuS-Akteur Jung-Hun Kim markierte noch in der ersten Hälfte den 1:1-Ausgleich (34.). Im zweiten Durchgang waren die Wormser wieder zur Stelle. Allerdings mithilfe der TuS, die in der 51. Minute im eigenen Strafraum nicht abgeklärt genug reagierte und den Wormser Gollasch nur mit einem Foul stoppen konnte. Den folgenden Elfmeter verwandelte Tim Bauer zum 2:1. In der Schlussminute erhöhte erneut Bauer das Endergebnis auf 3:1. Bemerkenswert bei Koblenz: Philipp Langen stand gestern Abend relativ lange auf dem Platz.
zca, sle

Quelle Rhein-Zeitung 30.07.2011  http://rhein-zeitung.de

l_st02
l_st02