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August 2011 01.08.2011 TuS deutet gegen Worms Regionalligaformat an
Koblenzer mit ansehnlichem Spiel und individuellen Fehlern
Von unserem Mitarbeiter Carsten Zillmann
Urbar. Die Standortbestimmung der TuS Koblenz ist gelungen. Die neu formierte Fußballmannschaft bewies im Testspiel gegen den VfR Wormatia Worms, dass der Kader durchaus Regionalligaformat besitzt. Gegen den Vertreter der Süd-Staffel wurden aber auch die Defizite des Teams von Trainer Michael Dämgen deutlich. Am Ende siegten die Rheinhessen auf der Sportanlage in Urbar/Hunsrück mit 3:1 (2:1) – zum Ärger Dämgens: „Auch wenn es nur ein Test war. Keiner verliert gerne.“
Die Gegentore zeigten dabei die Schwächen der TuS dezidiert auf. In der ersten Viertelstunde hakte das Aufbauspiel gewaltig. Die Abwehrspieler um Kapitän Angelo Barletta fanden selten Abnehmer für ihre eröffnenden Pässe. Die Wormatia stellte die Flügelspieler geschickt zu und machte die Räume in der Zentrale gleichzeitig eng. Auch die beiden Sechser der TuS waren damit kaum anspielbar.
Nach 13 Minuten fingen die Gäste mit dieser Taktik einen Pass von Philipp Langen ab und schalteten rasch um. Für die TuS-Defensive ging fortan alles zu schnell. Martin Röser drang über die linke Angriffsseite mit Tempo in den Strafraum ein, umspielte den herausrückenden Eike Mund locker. Die Viererkette der TuS rückte nicht korrekt ein, sondern rannte geschlossen in Richtung des Ballführenden. VfR-Flügelspieler Martin Gollasch stand so völlig frei am langen Pfosten und schob ein. „Daran werden wir uns gewöhnen müssen“, sagte Dämgen. „Die Mannschaften stellen das Mittelfeld und schalten bei Ballgewinn sofort mit ihren schnellen Angreifern um. Das ist sehr schwer zu verteidigen. Entscheidend ist eigentlich, den Ball so nicht zu verlieren.“
Vor den beiden weiteren Gegentreffern stimmte zwar das gruppentaktische Verhalten, allerdings erlaubten sich die TuS-Verteidiger zwei individuelle Schnitzer. Lukas Klappert, den Dämgen nach der Pause an der Seite von Barletta als Innenverteidiger testete, versuchte einen Steilpass auf den Torschützen Gollasch abzulaufen. Gollasch setzte sich aber durch, entwischte Klappert, der ihn nur noch mit einem Foul bremsen konnte. Den fälligen Strafstoß versenkte Tim Bauer eiskalt zum 2:1 (51.) für Worms. Linksverteidiger Bauer setzte auch den Schlusspunkt. Bitter für Klappert: Er machte auch in dieser Szene in der 90. Minute keinen soliden Eindruck. Younes Bahssou trickste ihn mit einer minimalen Körpertäuschung aus, ging zur Grundlinie durch und passte auf den einschussbereiten Bauer. Dämgen sprach die Fehler an, warb aber um Verständnis für seine Schützlinge: „Klar sind solche individuellen Dinge sehr ärgerlich. Wir sind aber sehr jung und manchmal auch unerfahren. Da passieren solche Fehler. Als Ausrede gilt das natürlich nicht. Wir können es schließlich besser.“
Zeitweise sogar viel besser. Zwischen der 20 Minute und Klapperts erstem Aussetzer hatte die TuS das Spiel im Griff. Nachdem Johannes Göderz von der Außenverteidigerposition ins Zentrum gerückt war, spielten die Blau-Schwarzen richtig ansehnlichen Fußball. Die Spieleröffnung flutschte deutlich schneller, bei Ballverlusten presste die gesamte Mannschaft sofort aggressiv gegen den Ball. Göderz und Jura Gros, der zweite Sechser, eroberten das Spielgerät deshalb häufig in der VfR-Hälfte. Einmal schickte Göderz den flinken Koreaner Jung-Hun Kim direkt mit einem Steilpass, den Kim zum zwischenzeitlichen Ausgleich in der 34. Minute nutzte. Insgesamt wirkte die TuS in dieser Phase extrem homogen, kaum wie eine Mannschaft, die neu zusammengestellt ist. Diese konsequente Spielweise ist auch die Chance der Koblenzer: Der junge Kader muss taktisch gut geordnet auftreten. Außerdem müssen für Erfolge alle Spieler ans persönliche Leistungslimit gehen. Dämgen will in den verbleibenden Wochen daraufhin arbeiten: „Wir fahren jetzt ins Trainingslager. Dort werden Automatismen noch besser einstudiert. Außerdem müssen die Spieler an ihre Topform herangebracht werden.“
Ihren letzten Härtetest vor dem Saisonstart bestreitet die TuS Koblenz im Rahmen des Familientages der SG Mülheim-Kärlich: Am kommenden Samstag spielt die TuS auf dem Rasenplatz in Mülheim gegen den belgischen Zweitligisten A.S Eupen (Anpfiff 19 Uhr).
Koblenzer Gegner mit vielen Talenten
Zweitvertretungen aus Kaiserslautern, Mainz und Köln im Porträt
Von unserem Mitarbeiter Christoph Erbelding
Koblenz. In dieser Woche bereitet sich die TuS Koblenz in einem Trainingslager auf die Fußballsaison in der Regionalliga West vor, am Samstag steigt auf dem Rasenplatz in Mülheim-Kärlich mit dem Spiel gegen den belgischen Zweitligisten A.S Eupen der letzte Test, und am 12. August steigt das erste Spiel für die Koblenzer – im Stadion Oberwerth gegen den SC Verl. In der Reihe der TuS-Gegner stehen auch drei Talentschuppen: der 1. FC Kaiserslautern II, der 1. FSV Mainz 05 II und der 1. FC Köln II.
1. FC Kaiserslautern II: Lange bewegten sich die kleinen Roten Teufel in der vergangen Dekade in den unteren Regionen der Regionalliga und hatten mit Abstiegssorgen zu kämpfen. Zweimal ging es schief, stand am Saisonende der Gang in die Oberliga bevor. Seit dem letzten Aufstieg 2008 hat sich das Team von Trainer Alois Schwartz, dem ehemaligen Profi (85 Bundesliga-Spiele für MSV Duisburg und Stuttgarter Kickers), jedoch in der Regionalliga etabliert. 2009 landeten die Youngster aus der Pfalz auf Rang zwei, die vergangene Saison schlossen sie auf Platz vier ab, dazwischen lag ein achter Platz.
Bei einem Blick auf den Kader der FCK-Zweiten sticht ein Name besonders hervor: Boris Becker! Es ist aber natürlich nicht der einstige Tennis-Star und bekennende Bayern-Fan, sondern ein 1991 in Tambow (Russland) geborener Rechtsverteidiger, der es vergangene Saison auf neun Regionalliga-Einsätze brachte. Becker gehörte also nicht zum Stammpersonal. Ganz im Gegensatz zu Andrew Wooten, der als eiskalter Vollstrecker mit 15 Buden dafür Sorge trug, dass der FCK-Unterbau eine derart gute Rolle spielen konnte. Zur Freude seines Trainers verlängerte der Stürmer seinen Vertrag bereits im Mai um ein Jahr bis 2012. Und auch im Tor kann Schwartz mit einer festen Größe planen: In Marco Knaller hütet ein ehemaliger österreichischer U21-Nationalkeeper die Kiste. Offen ist noch, wer sich vor der Nummer drei des FCK-Profikaders positionieren wird. Vergangene Saison kamen lediglich zwei etatmäßige Verteidiger auf mehr als zehn Einsätze: Denis Linsmayer (33 Spiele) und Kapitän Marcel Correia (28). Letzterer hat sich mittlerweile dem Zweitligisten Eintracht Braunschweig angeschlossen, sodass Schwartz bei der Besetzung seiner Viererabwehrkette auf einen Leistungsträger der vergangenen Jahre verzichten muss.
1. FSV Mainz 05 II: Wie die FCK-Zweite gehören auch die „Mini-Mainzer“ seit 2008 der Regionalliga an. Doch anders als der FCK landeten die 05-Reservekicker in der vergangenen Saison im unteren Tabellendrittel. In Abstiegsgefahr geriet die FSV-Zweite zwar nicht, doch Platz 13 sorgte auch nicht gerade für Jubelstürme in der Landeshauptstadt.
Positiv ist die Rückrunde der Mainzer allerdings vor dem Hintergrund zu sehen, dass sie fast gänzlich auf zwei Leistungsträger verzichten mussten: Bei Abwehrspieler Jan Kirchhoff und Stürmer Petar Sliskovic hatte sich ein so immenser Entwicklungsprozess entfaltet, dass Bundesliga-Coach Thomas Tuchel dauerhaft auf sie zu setzen begann. Waren beide Spieler bis zur Winterpause gemeinsam noch auf 29 Einsätze in der Regionalliga gekommen, brachte es nach Silvester lediglich Sliskovic noch auf zwei Einsätze, ansonsten schnupperten beide Erstligaluft. Die beiden Talente wird Trainer Martin Schmidt auch in der kommenden Saison ersetzen müssen und setzt dabei gleich auf neun Eigengewächse aus der eigenen A-Jugend.
Schmidt, der aus der Schweiz stammt, hat der zweiten Mainzer Mannschaft seit seinem Amtsantritt eine Jugendphilosophie eingeimpft, die in Ex-Profi Marco Rose (34, 65 Bundesliga-Spiele) nur einen erfahrenen Akteur zulässt. „Wir setzen ganz bewusst auf eine sehr junge Mannschaft und das Risiko, dass vielleicht in ein paar Spielen die fehlende Erfahrung ein Nachteil für uns sein könnte. Alle Spieler im Kader wollen in ein oder zwei Jahren den Sprung in den Profibereich schaffen. Dafür müssen sie einen Lernprozess durchlaufen. Das funktioniert aber nicht, wenn ich ihnen alles vorgebe und vorkaue und alle Entscheidungen abnehme“, beschreibt der Übungsleiter seine Sicht der Dinge.
Schmidt scheut sich nicht, seine Kontakte in die Heimat spielen zu lassen, um dem Kader Qualität zuzuführen. Weil neben Sliskovic auch die beiden zweitbesten Torschützen, Preston Zimmerman (zu Darmstadt 98) und Adriano Grimaldi (zu Fortuna Düsseldorf), den FSV verlassen haben, machte der 45-Jährige in Albert Spahiu einem Ersatzmann den Wechsel nach Mainz schmackhaft, der bei den Young Boys Bern schon Erfahrung in der ersten Schweizer Liga gesammelt hat.
1. FC Köln II: Dass bei einer zweiten Mannschaft eines Profivereins die Förderung junger Spieler im Vordergrund steht, ist nichts Neues. Bei der Reserve des 1. FC Köln findet diese Ausrichtung zur kommenden Saison auch in der eigenen Namensgebung eine weitere Verschärfung. Bisher traten die Kölner Talente als „U23“ auf, demnächst nennt sich die Müngersdorf-Vertretung „U21“ – ein klares Signal, wohin der Weg gehen soll. Ein Blick auf den Kader der Kölner Zweiten bestätigt denn auch, was sich hinter der neuen Bezeichnung verbirgt: Lediglich drei Spieler sind älter als 21, einen Routinier der alten Schule gibt es gar nicht. In die Rolle des Leitwolfs rutscht Stefan Schwellenbach als mit Abstand ältester Spieler des Kaders – der Innenverteidiger ist 27 Jahre jung.
Das war in der Vorsaison noch nicht der Fall. Da standen im Kölner Kader erfahrene Spieler, die für Ruhe auf dem Platz sorgen sollten. Einer von ihnen, Carsten Cullmann, dürfte dank seiner 81 Bundesliga-Spiele überregional ein Begriff sein. Doch nicht nur auf dem Platz setzen die FC-Verantwortlichen bei ihrer Reserve auf junge Kräfte – auch der Trainerposten wird mit einem jungen Vertreter seiner Zunft besetzt.
Einem, der gleichwohl als Star des Kollektivs angesehen werden muss: Dirk Lottner, langjähriger FC-Profi, tritt seine erste Cheftrainerstelle im aktiven Bereich an, nachdem er in der Vorsaison noch beim Bundesliga-Team als Co-Trainer auf der Bank gesessen hatte. Der Freistoßspezialist vergangener Zeiten trägt die Verjüngungskur der FC-Rasselbande mit. „Wir wollen sehen, wie sich die jungen Spieler in bestimmten Situationen verhalten. Es geht um Persönlichkeitsentwicklung und Lernprozesse“, sagt Lottner.
Quelle Rhein-Zeitung 01.08.2011 http://rhein-zeitung.de
05.08.2011 Torschütze des Jahres 2010 geht TuS Koblenz verloren
Michael Stahl steht dem Regionalligisten nicht zur Verfügung – Kommen Colak und Miletic? – Morgen spielt Eupen in Mülheim-Kärlich
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Wie die TuS Koblenz in die Saison der Fußball-Regionalliga West starten wird, weiß im Moment wohl noch keiner so genau. Sicher ist aber mittlerweile: Michael Stahl, Torschütze des Jahres 2010 und zwischenzeitlich zu einer kleinen Koblenzer Kicker-Kultfigur herangereift, wird dann nicht (mehr) zum Kader der Schängel zählen.
„Ja, ich habe Geschäftsführer Thomas Theisen gesagt, dass ich definitiv nicht zur Verfügung stehe“, bestätigte der 23-jährige Mittelfeldspieler auf Anfrage: „Mein Probetraining in Italien ist gut gelaufen. Zwei, drei Klubs haben Interesse gezeigt. In Deutschland gibt es eine Anfrage aus der Zweiten und eine aus der Dritten Liga. Noch liegt mir kein konkretes Angebot vor, meine Zukunft liegt also in den Sternen.“ Stahl läuft die Zeit nur bedingt davon, als vertragsloser Spieler ist für ihn noch bis zum 31. Januar das Transferfenster geöffnet. „Eine Notlösung kommt für mich nicht in Frage“, lässt er unmissverständlich durchblicken: „Ich bin ungebunden, habe weder Frau noch Kind. Ein Angebot aus dem Ausland bereitet mir kein Kopfzerbrechen.“ Theisen wünscht ihm in jedem Fall „viel Glück“ auf dem weiteren Weg.
Damit verlieren die Koblenzer also eine Leitfigur, die es nun adäquat zu ersetzen gilt. Denn einen positiven, wenn auch nur kleinen Nebeneffekt hat die ganze Geschichte: Das für Stahl reservierte Salär steht nun für die Verpflichtung eines anderen Akteurs zur Verfügung. So sieht Theisen noch Handlungsbedarf in der Innenverteidigung, die in regelmäßig wechselnder Besetzung bis jetzt noch keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Die Lücke schließen soll der 21-jährige Kroate Jure Colak, der in der vergangenen Saison 34 Spiele für 1860 München II in der Regionalliga Süd bestritten hat und der zuvor seiner Profession beim 1. FC Kaiserslautern II und in der Jugend des VfB Stuttgart nachgegangen ist.
Dass die TuS derweil noch emsig einen weiteren Torhüter sucht, ist beileibe nicht neu. Pero Miletic, zuletzt bei den Spfr Siegen zwischen den Pfosten und jüngst beim 1:2 der TuS in Mülheim im Einsatz, war auch beim dreitägigen Trainingslager im Schwarzwald mit dabei und ist weiterhin intensiv im Gespräch. Am späten Nachmittag kehrte der TuS-Tross gestern vom „Teambuilding“ zurück. In den vergangenen Tagen stand dabei weniger das runde Spielgerät im Fokus, sondern vielmehr vertrauensbildendes Miteinander. „Der Zusammenhalt zählt. Es ist enorm wichtig, dass sich alle gut kennen und auch respektieren“, macht TuS-Trainer Michael Dämgen deutlich.
Am Samstag um 19 Uhr steht nun das siebte Testspiel der TuS auf dem Programm. Auf dem Rasenplatz in Mülheim-Kärlich erwarten die Koblenzer den belgischen Zweitligisten A.S. Eupen. Dann treffen auch zwei alte Bekannte aufeinander: Eupens Trainer Wolfgang Frank war bei Kickers Offenbach als verantwortlicher Mann an der Seitenlinie im Amt, als Dämgen dort den Posten des Sportlichen Leiters bekleidete.
Quelle Rhein-Zeitung 05.08.2011 http://rhein-zeitung.de
06.08.2011 Fans und TuS feiern Stadionfest
Erlös der Feier soll Kickern das Trainingslager finanzieren
Koblenz. „Zurück in die Zukunft“ lautete das Motto des Stadionfests, mit dem die TuS Koblenz jetzt die neue Saison eröffnet hat. Geboten wurde dabei ein fast achtstündiges sportliches und kulturelles Programm.
„Mit dem Motto wollen wir ausdrücken, dass wir Fans wieder mehr integriert werden,“ erläutert Andreas Stein vom Dachverband Koblenzer Fanclubs (DKF), der das Fest in Eigenregie durchführte. Der DKF hat zukünftig einen Sitz im TuS-Aufsichtsrat. Auch TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen stellte klar: „In schweren Zeiten müssen Vorstand, Aufsichtsrat, Spieler und Fans enger zusammenrücken.“ Zwei positive Zeichen hätte der DKV bereits gesetzt: die Organisation des Festes und den Fanartikelverkauf.
Außerdem hat der Dachverband ein T-Shirt zum 100-jährigen Vereinsbestehen herausgebracht. Es zeigt die Elf, die 1968 um den Bundesliga-Aufstieg gespielt hat, und wird neben dem offiziellen Fan-Trikot verkauft. „Die neue Form der Zusammenarbeit tut der TuS gut“, lobte Walter Desch, Vorsitzender des Fußballverbands Rheinland, der ebenso wie Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein zu den rund 2000 Besuchern am Freitag gehörte. Mit dem Festerlös wird ein Trainingslager der Mannschaft finanziert. TuS-Präsident Werner Hecker freute sich: „Hierüber ist der Verein, dem es finanziell nicht rosig geht, besonders dankbar.“ wfs
Quelle Rhein-Zeitung 06.08.2011 http://rhein-zeitung.de
Bilder von der Saisoneröffnung

08.08.2011 David Sasse scheidet mit einem Schädelbruch aus
TuS Koblenz muss das 2:2 gegen A.S. Eupen teuer bezahlen
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Neun Spiele, fünf Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen, 36:9 Tore. Nach fünfwöchiger Vorbereitung liest sich die Bilanz der TuS Koblenz eigentlich recht vielversprechend. Wenige Tage vor dem Start in die Fußball-Regionalliga West hält Geschäftsführer Thomas Theisen den berühmten Ball aber bewusst flach: „Wir dürfen nicht vergessen, wo die meisten unserer Spieler herkommen. Wenn wir jede Begegnung bis zum Saisonende wie ein Pokalspiel bestreiten, haben wir in dieser Liga vielleicht eine Chance.“
Das respektable 2:2 (0:2) am Ende der langen Testspielserie gegen den belgischen Zweitligisten A.S. Eupen musste sich die TuS auf dem Rasenplatz in Mülheim-Kärlich teuer erkaufen: Angreifer David Sasse wurde nach einem Zusammenprall benommen ausgewechselt (61.). Was zunächst noch als Gehirnerschütterung eingestuft wurde, entpuppte sich später aber als schlimme Verletzung: „Sasse hat einen Schädelbruch. Wie lange er ausfällt, weiß keiner,“ verbreitete Theisen tags darauf die Hiobsbotschaft.
Zur Chronologie des Spiels: José Espinal brachte die Belgier nach einer Ecke per Kopf in Führung (25.), neun Minuten später zirkelte Kevin Kis einen Freistoß zum 0:2 in den Koblenzer Kasten. Für Aufregung sorgte unmittelbar vor dem Ende des ersten Abschnitts noch ein rüdes Foul von Michail Popovic an Philipp Langen. Da der Übeltäter zuvor wegen einer ähnlichen Aktion schon die Gelbe Karte gesehen hatte, war er im Endeffekt mit der nun folgenden Ampelkarte recht gut bedient. Im zweiten Abschnitt hatte die TuS den dezimierten Gegner gut im Griff, zwingende Torgelegenheiten ergaben sich aber vorläufig nicht. Das bemängelte auch Trainer Michael Dämgen: „Da waren wir zwar am Drücker, hatten aber nur wenige klare Aktionen.“ Als der für Sasse eingewechselte Jan Hawel einen dieser strukturierten Vorstöße zum Anschlusstreffer nutzte (77.), war der Bann gegen bissige Belgier gebrochen. Knapp 60 Sekunden danach traf Jung-Hun Kim per Direktabnahme zum Ausgleich. Hawel verpasste nach 85 Minuten nur um Haaresbreite den Koblenzer Siegtreffer.
Eupens Trainer Wolfgang Frank wirkte etwas mürrisch: „Heute haben mir einige gute Spieler gefehlt, sonst bekommt der Gegner hier vier, fünf Stück. Es war aber für beide Mannschaften sicher ein guter Test.“ Zumindest dem letzten Teil dieser Aussage konnte Dämgen zustimmen: „Wir haben ganz gut angefangen und uns nach den beiden Gegentoren wieder ins Spiel zurückgekämpft. Eupen hatte in der zweiten Halbzeit nicht eine einzige Torchance.“ Wer übrigens in Mülheim-Kärlich nach dem angekündigten Testspieler Jure Colak (zuvor 1860 München II) Ausschau hielt, rieb sich verwundert die Augen. Theisen gab achselzuckend zu Protokoll: „Es sieht schlecht aus. Sein Berater versucht lieber, ihn in Norwegens erster Liga unterzubringen.“ Was aber nichts daran ändert, dass die TuS weiter auf der Suche nach einem gestandenen Innenverteidiger ist.
Quelle Rhein-Zeitung 08.08.2011 http://rhein-zeitung.de
11.08.2011 Gentner verlängert in Koblenz
Kurz vor Saisonauftakt verpflichtet die TuS einen weiteren Spieler
Koblenz. Im Juni des vergangenen Jahres war er von Eintracht Frankfurt II zur TuS Koblenz gestoßen, jetzt, kurz vor dem ersten Saisonspiel in der Fußball-Regionalliga morgen zu Hause gegen den SC Verl (19 Uhr), hat Thomas Gentner bei der TuS verlängert. Gentner unterschrieb einen Vertrag beim Regionalligisten.
Das Drittliga-Heimspiel im November 2010 gegen den SV Wehen Wiesbaden wird Gentner vielleicht in Erinnerung gehabt haben, als er sich nun für ein weiteres Jahr bei der TuS entschied. Denn die Koblenzer gewannen das Heimspiel mit 3:2, hatten bis dahin eine überraschend starke Saison in der 3. Liga hingelegt – und dem Linksverteidiger Gentner waren zwei Tore gelungen. „Der Zusammenhalt ist einfach unsere Stärke“, sagte er damals, und auch in der kommenden Saison soll der Zusammenhalt ein entscheidender Faktor bei der TuS sein.
Einen Beitrag für den Zusammenhalt leisten derzeit auch die zahlreichen TuS-Fans: 1000 Dauerkarten sind bereits verkauft, und bei der Saisoneröffnung konnte der Dachverband Koblenzer Fanclubs 10 000 Euro für die TuS erwirtschaften. sle
Tribüne im Stadion Oberwerth wird abgebaut
Koblenz. Ein Teil der Tribünenlandschaft im Stadion Oberwerth wird zurückgebaut. Die Sparkassen-Tribüne soll bis zum ersten Heimspiel gegen Verl am Freitag Geschichte sein. Am Dienstag wurden bereits alle Sitzflächen und Teile des Gerüsts entfernt. Nachträglich soll auch noch die Toto-Lotto-Tribüne abgebaut werden. Diese Tribüne bleibt vorerst noch stehen, Sitzplätze hierauf werden aber schon nicht mehr verkauft. Der Spardruck bei der TuS hat die Schritte notwendig gemacht: Die Tribünen sind angemietet, die Miete entfällt dann. Sparen wird die TuS auch am VIP-Bereich: Das Zelt in der jetzigen Form wird es nicht mehr geben, dafür aber einen VIP-Bereich. Und dort will der Dachverband Koblenzer Fanclubs der TuS mit Helfern beim Auf- und Abbau unter die Arme greifen. Helfer werden für jedes Heimspiel gesucht. Und noch ein Novum: Es wird keine Pendelbusse mehr geben.
Quelle Rhein-Zeitung 11.08.2011 http://rhein-zeitung.de
12.08.2011 TuS setzt auf Gentner und Nonnenmann
Kadir Yalcin steht heute gegen den SC Verl im Koblenzer Kasten – Mit Pero Miletic gibt es keine Einigung
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Michael Dämgen ist ein Mann des offenen Wortes, der gelassen, geduldig und umfassend jede Frage zu beantworten weiß. Dass sich der Trainer des Fußball-Regionalligisten TuS Koblenz aber auch ab und zu verschlossen gibt, versteht sich in diesem Geschäft fast von selbst: „Wir wollen ja schließlich nicht schon vorher alles verraten.“ Was er aber bis zu diesem Zitat schon in die Notizblöcke und Mikrofone diktiert hat, lässt die Zusammensetzung der TuS-Elf am Freitagabend bei der Heimspielpremiere um 19 Uhr gegen den SC Verl mehr als nur erahnen.
„Ja, der Kadir Yalcin wird spielen“, macht Dämgen beispielsweise kein Geheimnis um die Besetzung der Torwartposition. Mit Schlussmann Pero Miletic, der nach dem Trainingslager und dem Spiel gegen A.S. Eupen schon mit einem Bein im Kader stand, konnte der Verein keinen für beide Seiten zufriedenstellenden Vertrag auf den Weg bringen. Dass Angreifer Jan Hawel nach der schweren Verletzung von Neuling David Sasse im Sturm auflaufen wird (Dämgen: „Das ist seine Chance, unser Vertrauen gehört ihm“), dürfte ebenso klar sein wie der Einsatz von Johannes Göderz.
Der 22-Jährige gilt zweifelsohne als der große Gewinner der sechswöchigen Vorbereitung. Der defensive Mittelfeldspieler schnupperte vor zwei Jahren unter Coach Uwe Rapolder schon einmal Zweitliga-Luft, verschwand aber schnell wieder in der Versenkung. „Das ist jetzt meine zweite Chance, die ich natürlich unbedingt nutzen möchte“, ließ der Spieler mit der Nummer sechs verlauten. Einen Stammplatz sicher hat auch der schon als „verlorener Sohn“ bezeichnete Thomas Gentner, der sich nun kurzfristig doch für ein weiteres Jahr an Koblenz gebunden hat. Sollte der ehemalige Frankfurter auf der ihm angestammten Position des Linksverteidigers spielen, dann kann der ebenfalls gesetzte Philipp Langen ins Mittelfeld aufrücken. Dass Angelo Barletta als Kapitän in der Innenverteidigung als feste Größe gilt, dürfte auch klar sein. Wer neben ihm spielt, eher weniger: Eike Mund, Mike Urwin und auch Lukas Klappert haben noch nicht mit letzter Konsequenz gezeigt, dass sie zu den Leistungsträgern in diesem Mannschaftsbereich zu zählen sind. Vielleicht werden sie aber dort auch schon im Handumdrehen von Patrick Nonnenmann verdrängt, dessen einjährige Verpflichtung der Verein gestern bekannt gab. Der 21-Jährige kommt von Hertha BSC II und hat dort in der abgelaufenen Saison acht Spiele in der Regionalliga Nord bestritten.
Zum erweiterten Kandidatenkreis für die Koblenzer Anfangself sind auch Jura Gros, Tobias Bauer, Kerim Arslan, Seung-Yeop Ok und Jung-Hun Kim zu zählen. An Alternativen mangelt es Dämgen beim nunmehr 23-köpfigen Kader mengenmäßig sicher nicht. Ob alle Akteure allerdings auch ohne Wenn und Aber in der vierten Liga Fuß fassen können, sei mal dahingestellt. Bisher haben nur Barletta, Langen, Gentner, der noch verletzte Thomas Klasen und der frisch verpflichtete Nonnenmann in dieser Klasse so ihre Erfahrungen sammeln können.
Den Vorjahresneunten Verl kennt Dämgen zwar nicht unbedingt aus der Westentasche, aber er hat sich vor Wochenfrist im Stadion an der Poststraße selbst ein Bild machen können – zumindest eine Halbzeit lang. Da filmte der mitgereiste Kameramann einen engagiert auftretenden SC, der mit dem Führungstor durch Jeton Arifi (40.) in die Halbzeitpause gegangen war. Was Dämgen aber nicht mehr sehen konnte, weil er wegen des Testspiels gegen Eupen (2:2) schon wieder auf der Rückreise war: Die Schwarz-Weißen kassierten im zweiten Spielabschnitt gegen die SV Elversberg noch sage und schreibe vier Gegentreffer und grüßen nun erst einmal vom Tabellenende. „Das Ergebnis ist eine Katastrophe. Jetzt müssen wir den Kopf wieder freibekommen und in Koblenz punkten“, fordert SC-Trainer Raimund Bertels. Dass der Koblenzer Fan vor dem Duell mit einem derart gebeutelten Gegner von einem lockeren Sieg träumt, diese Vermutung liegt auf der Hand. Doch diese Gedankengänge sind Dämgen fremd: „Verl wird sich sicher abwartend verhalten und überfallartig kontern. Wir müssen Geduld haben. Die Zuschauer sollen aber das Gefühl bekommen, dass wir willig sind, dieses Spiel zu gewinnen.“
2200 Zuschauer im Schnitt?
Koblenz. Knapp 5000 Zuschauer im Schnitt strömten in der vergangenen Saison zu den insgesamt 19 Drittliga-Spielen der TuS Koblenz. Keine Frage, dass mit einer derartigen Resonanz eine Fußball-Etage tiefer wohl kaum zu rechnen ist. „Wir kalkulieren in der neuen Saison mit einem Durchschnitt von 2200 Zuschauern“, lässt sich TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen bei dieser Zahlenspielerei ein wenig in die Karten schauen.
Gegen Verl wird sich der Andrang trotz bisher 1000 verkaufter Dauerkarten gewiss in Grenzen halten, exakt zwei Wochen später aber beim Heimspiel gegen den renommierten Traditionsverein Rot-Weiss Essen wird das abgespeckte Stadion in Koblenz sicher eine für diese Liga respektable Kulisse beherbergen. Das Stadion Oberwerth wird in der Regel 60 Minuten vor dem Anpfiff der Partie geöffnet, nur bei den sogenannten Problemspielen (Essen, Wuppertal, Trier) können die Fans schon eine halbe Stunde früher die Pforten passieren. bhm
Drei Pendelbusse fahren
Entgegen der ursprünglichen Ankündigung richtet die TuS Koblenz in enger Zusammenarbeit mit der Kevag nun doch aufgrund erhöhter Nachfrage einen kostenlosen Park&Ride-Service ein, wenn auch nur im relativ kleinen Rahmen: Ab 17.30 Uhr fahren am heutigen Freitag von der Karthause aus drei Pendelbusse zum Stadion Oberwerth. Diese Busse fahren nach dem Regionalliga-Spiel gegen den SC Verl natürlich auch in umgekehrter Richtung. bhm
Quelle Rhein-Zeitung 12.08.2011 http://rhein-zeitung.de
13.08.2011 TuS geht zum Auftakt leer aus
3051 Zuschauer sehen beim 0:1 gegen den SC Verl engagierte Koblenzer
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Wenn das 0:1 (0:0) zum Auftakt gegen den SC Verl so etwas wie ein Gradmesser für die Regionalliga-Tauglichkeit der TuS Koblenz ist, dann muss man vielleicht ein wenig um die fußballerische Zukunft des Gastgebers bangen. Ein schwacher Trost: Die Elf von Trainer Michael Dämgen war über weite Strecken ebenbürtig.
Stimmung unter den 3051 Zuschauern machte sich schon nach nicht einmal 120 Sekunden breit, als das obligatorische „Kooblenz, Koooblenz“ durch das Oval des Oberwerther Stadions hallte. Was die Heimmannschaft zunächst nicht oder nur ganz wenig beflügelte – ganz im Gegenteil: Denn Verl gab in den ersten 20 Minuten eindeutig den Ton an und hätte dabei sogar in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen: Andreas Saur fand im Anschluss an eine Ecke aus dem Gewühl heraus im glänzend reagierenden TuS-Schlussmann Kadir Yalcin seinen Meister (16.). Nach dem daraus resultierenden Eckstoß verpasste Sascha Brinker das anvisierte Ziel nur knapp.
Und als Yannik Schröder völlig blank vor Yalcin den Ball per Kopf nicht richtig traf (19.), hätten die Platzherren schon in Rückstand liegen können. Danach war's mit der Verler Herrlichkeit aber vorbei, die TuS bekam das Spiel und den Gegner immer besser in den Griff. Zwei Freistöße in aussichtsreicher Position durch Tobias Bauer (22.) und Jura Gros (28.) verpufften jedoch wirkungslos. Die wohl beste Gelegenheit bot sich Sturmspitze Jan Hawel, der nach 34 Minuten aus spitzem Winkel nur knapp am SC-Torsteher Milos Mandic scheiterte.
Nach dem Wechsel sah es so aus, als sollte der Gastgeber weiter am Drücker bleiben: Eine Minute nach Wiederanpfiff segelte ein Gros-Freistoß vorbei an Freund und Feind nur knapp am langen Pfosten des SC-Tores vorbei. Auf der Gegenseite konnte Koblenz von Glück reden, dass Yalcin den Ball nach einer Ecke gerade noch vor der Linie zu packen bekam (51.).
In der Folge entwickelte sich ein ständiges Hin und Her, das an den Kräften beider Mannschaften zehrte und bei der einen oder anderen Aktion die nötige Präzision kostete. Koblenz entwickelte dabei etwas mehr Druck. Genau in diese kurze Drangphase hinein fiel dann der einzige Treffer des Abends: Matthias Haeder jagte den Ball im Fallen aus kurzer Distanz in die Koblenzer Maschen (74.). Mit einem Doppelwechsel wollte Dämgen das Resultat korrigieren – allerdings ohne Erfolg.
Koblenzer Reserve kassiert ein 3:7
TuS II hat beim Rheinlandligaauftakt bei den Eisbachtaler Sportfreunden keine Chance
Von unserem Redakteur Christoph Gerhards
Nentershausen. Die Zuschauer wurden beim 7:3 (4:1)-Sieg der Eisbachtaler Sportfreunde über TuS Koblenz II zum Auftakt der Rheinlandligasaison mit zehn Treffern glänzend unterhalten, die beiden Trainer waren weit weniger begeistert. Markus Breitbach sprach nach der Koblenzer Niederlage von „Demütigung pur“ und machte dafür die Vielzahl der individuellen Fehler verantwortlich, sein Eisbachtaler Kollege Dirk Hannappel hatte in der Offensive eine „außergewöhnlich gute Vorstellung“ seiner Mannschaft gesehen, kritisierte aber die Nachlässigkeiten in der Abwehr.
Eisbachtal führte nach elf Minuten schon mit 2:0 nach einem von TuS-Spielführer Sebastian Hahn an Tobias Schuth verursachten und von Christian Kaes sicher verwandelten Foulelfmeter sowie der schönen Vorarbeit von Dominic Reusch, die Tobias Schuth aus kurzer Distanz verwertete. Dirk Freudendahl erhöhte nach 26 Minuten auf 3:0, nachdem Timo Schlags Kopfball nach Kaes-Eckball noch auf der Linie abgewehrt worden war. Auf der Gegenseite verwandelte Hahn im Nachschuss einen von Torwart Johann Heinz an Albert Bühler verwirkten Foulelfmeter (31.), doch wiederum nur fünf Minuten später erzielte Timo Schlag nach einer erneuten Kaes-Ecke das Tor zum 4:1-Pausenstand.
Kaes verwandelte dann in der 64. Minute den dritten Elfmeter des Spiels zum 5:1. Die von Hannappel kritisierten Nachlässigkeiten verhalfen dem 39-jährigen Sascha Breitbach (69.) und Robert Wagner (75.) zu den Treffern zum 5:3. Selbst ein viertes TuS-Tor schien möglich, bevor der eingewechselte Martin Schönke (88.) und Christian Kaes (90.+1) für das 7:3 sorgten.
Eisbachtaler Sportfreunde - TuS Koblenz II7:3 (4:1) Eisbachtal: Heinz - Weinand, Freudendahl, Schlag, Groß - Chr. Reusch (72. Reifenscheidt), Haberzettl, Kaes, Schafferhans - D. Reusch (62. Heene), Schuth (69. Schönke). Koblenz II: Kramer - Tillmanns, Hahn, Dahm, Matuwila - Wagner (79. Güngörmüs), Urwin, Breitbach, Akwapay - Donkor (71. da Rocha), Buhler. Schiedsrichter: Amir Amirian (Burgschwalbach). Zuschauer: 350. Tore: 1:0 Christian Kaes (6., Foulelfmeter), 2:0 Tobias Schuth (11.), 3:0 Dirk Freudendahl (26.), 3:1 Sebastian Hahn (31.), 4:1 Timo Schlag (36.), 5:1 Christian Kaes (64., Foulelfmeter), 5:2 Sascha Breitbach (69.), 5:3 Robert Wagner (75.), 6:3 Martin Schönke (88.), 7:3 Christian Kaes (90.+1). Besonderheit: Torwart Heinz hält Foulelfmeter von Hahn (31.).
TuS-Nachwuchs legt los
Koblenz beginnt bei Eintracht Trier
Von unserem Redakteur Stefan Lebert
Koblenz. Wieselflink und kaum zu stoppen – so präsentierte sich Fußballer Maximilian Acquah in der Saisonvorbereitung; und zwar bei einigen Testspielen mit der Regionalligamannschaft der TuS Koblenz. Eigentlich steht Acquah jedoch im Kader der Koblenzer A-Junioren, die am Sonntag (13 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Trier in die Regionalliga Südwest starten. Er sollte in der Mannschaft von Trainer Dirk Laux nach dem Weggang zahlreicher Spieler (aus Altersgründen aber auch, weil aufgrund der lange Zeit ungewissen Situation im Verein einige wechselten) eine Führungsrolle übernehmen. Doch Acquah fällt rund zwei Monate aus – mit Syndesmosebandriss.
„Das ist wirklich sehr schade“, sagt Trainer Laux, „wir müssen jetzt leider erst einmal ohne ihn klarkommen.“ Dennoch ist sich der Koblenzer Übungsleiter sicher, dass er „eine recht gute Mannschaft“ beisammen hat. Aber er sagt auch: „Für ganz vorn wird es wohl nicht reichen.“ So wie in der vergangenen Saison, als sich die TuS bis kurz vor dem Saisonende im Zweikampf mit dem 1. FC Saarbrücken um Meisterschaft und Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga befand. Dann aber Saarbrücken ziehen lassen musste. Für diese Spielzeit gibt Laux die Favoritenrolle ab: an Eintracht Trier und FK Pirmasens. Und gegen diese beiden Mannschaften sind die ersten beiden Gegner. Nach dem Spiel in Trier am Sonntag steigt das erste Heimspiel der Koblenzer am 21. August (12.30 Uhr) gegen Pirmasens. Und zwar auf dem Kunstrasenplatz Oberwerth, mit Sondergenehmigung. Normalerweise müssen die Regionalligaspiele nämlich auf Naturrasen ausgetragen werden.
In den vergangenen Jahren spielte der älteste TuS-Nachwuchs meist im Bad Emser Silberaustadion. „Das ist in Bad Ems eine sehr schöne Anlage mit einem breiten Platz, was unserem Spiel entgegen kommt“, sagt Laux zwar, aber natürlich ist die Anreise nach Bad Ems für die Koblenzer Fans unangenehm. Deshalb werden in dieser Saison auch einige Spiele in Koblenz ausgetragen.
Doch ob Bad Emser Silberaustadion oder Oberwerther Kunstrasenplatz, die Koblenzer wollen auf jeden Fall im oberen Drittel der Tabelle mitspielen – und sie haben auch schon in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt. „Wir haben alle Vorbereitungsspiele gewonnen“, erzählt Laux. Darunter auch zwei Spiele gegen hessische Oberligisten. „Aber wie das zu bewerten ist, wird sich erst in den Meisterschaftsspielen zeigen.“
Die A-Junioren der TuS
Zugänge: Luca Wolf, Carlo Kohns (beide Jugend des FSV Mainz 05), Delil Abruso (SG Andernach), Lukas Schäfer (Thalexweiler), Florian Raich (SG Betzdorf), Philipp Krokowski (Spvgg Wirges), Kristian Grzobic (Serbien), Philipp Rath, Julian Feit, Enrico Köppen, Dominik Schwörer, Julian Saas, Emre Kaya (alle eigene B-Jugend).
Kader: Florian vom Dorf, Philipp Rath, Julian Feit, Kevin Edelmann, Luca Wolf, Enrico Köppen, Dominik Schwörer, Marcel Löhr, Marvin Sauerborn, Guliano Masala, Delil Abruso, Lukas Schäfer, Emre Altin, Julian Saas, Florian Raich, Philipp Krokowski, Kristian Grzobic, Ferhan Güngörmüs, Emre Kaya, Maximilian Acquah, Carlo Kohns.
Quelle Rhein-Zeitung 13.08.2011 http://rhein-zeitung.de
15.08.2011 TuS fehlen in der Offensive zündende Ideen
Koblenzer wirken beim unglücklichen 0:1 gegen den SC Verl am Anfang und am Ende etwas ratlos
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Nach 90 Minuten Regionalliga-Fußball steht die TuS Koblenz erst einmal da, wo sich keine Mannschaft der Republik gerne wiederfindet: in der untersten Region der Tabelle. Wobei das ernüchternde 0:1 (0:0) zum Auftakt im Heimspiel gegen den SC Verl und die damit einhergehende Position nur unzureichend das tatsächliche Geschehen und auch das Leistungsvermögen der Mannschaft um Trainer Michael Dämgen widerspiegelt. Die abschließenden Worte des Verler Trainers Raimund Bertels sagen da schon mehr aus: „Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Wir haben nicht gut gespielt und viel falsch gemacht. Paradox, dass wir dann am Ende gewonnen haben.“ Kollege Dämgen ergänzte: „Ein Punkt wäre nicht unverdient gewesen. Leider haben wir nach vorne keinen richtigen Druck entwickelt, das habe ich mir anders vorgestellt.“ Bertels bewies beim Einwechseln nach einer Stunde Spielzeit ein glückliches Händchen, denn das Tor des Abends war eine Produktion zweier Ergänzungsspieler: Janos Bluhm düpierte bei seinem Vorstoß die gesamte rechte Abwehrseite der TuS, der mitgelaufene Matthias Haeder drosch den von der Grundlinie hereingepassten Ball im Fallen ins Koblenzer Gehäuse (75.). Dem Gegner genügte im zweiten Spielabschnitt also ein einziger lichter Moment, um drei Punkte im Gepäck mit nach Ostwestfalen zu nehmen.
Dämgen versuchte auf ähnliche Weise, dem Spiel eine Wende zu geben: Doch die neun Minuten vor dem Ende in die Begegnung beförderten Tokio Nakai und Johannes Grober konnten das Spiel nicht mehr positiv beeinflussen. Und damit ist das Koblenzer Manko beim Premieren-Auftritt noch einmal an- respektive ausgesprochen: Vor dem Verler Tor erarbeitete sich die TuS in der Summe zu wenig Chancen. „Stimmt, wir hatten kaum klare Aktionen“, gab Dämgen auch unumwunden zu. Da machte sich gleich im ersten Spiel der negative Umstand bemerkbar, dass wegen der verletzten Angreifer David Sasse, Thomas Klasen und Maximilian Acquah keine oder kaum offensive Alternativen auf der Bank saßen. Rückkehrer Philipp Langen, im linken Mittelfeld aufgestellt und noch nicht 100-prozentig fit, schüttelte nach dem Abpfiff verständnislos den Kopf: „Wir sind für eine einzige Unachtsamkeit eiskalt bestraft worden.“ Und dann verbreitete er noch einen Hauch von Optimismus: „Aber ansonsten können wir mit unserem ersten Auftritt ganz zufrieden sein.“
Wenn 3051 Zuschauer schon ein Maßstab für das von Geschäftsführer Thomas Theisen formulierte Saisonziel („Wir wollen Vertrauen gewinnen“) sind, dann ist die TuS zumindest in dieser Hinsicht auf einem sehr guten Weg. Wenn jetzt auch noch das Geschehen auf dem Rasen rasch an Stabilität und Qualität gewinnt, dann wird die Mannschaft dieses Vertrauen auch bald in Form von Punkten zurückzahlen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Samstag um 14 Uhr im Rheydter Grenzland-Stadion gegen die ebenfalls noch punktlose Reserve von Borussia Mönchengladbach. Dämgen: „Wir müssen viel investieren, um in dieser Liga zu punkten. Die Balance zwischen Defensive und Offensive ist ganz wichtig, daran müssen wir arbeiten.“
Barletta nimmt Kollegen in die Pflicht
TuS-Kapitän ist sich sicher: Das wird eine schwere Saison
Von unserem Redakteur Sven Sabock
Koblenz. Angelo Barletta ist ein Mann der klaren Worte. Das muss er auch sein, schließlich ist der 34-Jährige Kapitän der TuS Koblenz. Auf dem Platz bemühte sich Barletta während der 90 Minuten gegen den SC Verl lautstark, die Defensive zu sortieren, um nach dem 0:1 ebenso deutlich festzustellen: „Das wird eine sehr schwere Saison für uns.“ Darüber sind sich alle Beteiligten einig, die Auftaktniederlage zeigte indes deutlich auf, dass noch viel Arbeit auf die Koblenzer wartet. In allen Bereichen. „Uns fehlt es eben an Erfahrung, und das müssen wir durch Leidenschaft und Willen wettmachen“, sagt Barletta.
Der Innenverteidiger selbst ist dabei ein wesentlicher Faktor, um zumindest die fehlende Routine im Kader ein Stück weit zu kompensieren. 130 Spiele in der zweiten und dritten Liga stehen für den gebürtigen Hanauer zu Buche, zuletzt war er zwei Jahre beim VfL Osnabrück aktiv gewesen – inklusive Auf- und Abstieg. Nun will er in der Regionalliga den jüngeren Kollegen zur Seite stehen, ihnen in kniffligen Situationen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Keine einfache Aufgabe, wie schon zu Beginn der Partie zu sehen war. Verl hatte nach Standardsituationen gleich drei Großchancen, die Abstimmung in der Defensive ließ zu wünschen übrig. „Wir müssen uns steigern“, weiß der Kapitän, der aber zu verstehen gibt, dass im neuen TuS-Ensemble die Dinge nicht von heute auf morgen funktionieren können: „Wir müssen Geduld haben, man kann eben nichts erzwingen.“
Die Bereitschaft zu lernen ist vorhanden, allein, es fehlt noch an der Güte, eine eingespielte Mannschaft wie den SC Verl nachhaltig unter Druck zu setzen. „Die Laufwege müssen noch besser abgestimmt werden“, weiß Barletta und zeigt den wesentlichen Makel der Koblenzer auf: „Es fehlt noch an der Durchschlagskraft.“
Klar, dass Barletta ob des erfolglosen Saisonstarts ernüchtert ist, die Aufbruchstimmung ist aber größer als der Frust. „Ich bin hierhin gekommen, weil ich mit der TuS noch etwas erreichen will“, sagt der Hesse und meint damit in erster Linie, den Koblenzer Neuaufbau zu unterstützen. „Wir müssen jetzt die Basis für die kommenden Jahre schaffen“, so sein vorrangiges Ziel auf dem Oberwerth.
Am Ehrgeiz mangelt es Barletta und Co. also nicht, die Leistung vom Freitagabend ist freilich ein Beleg dafür, dass noch reichlich Luft nach oben ist. „Wir müssen sehen, dass wir möglichst schnell in die Spur finden“, fordert der TuS-Kapitän. Selbstredend, dass er dabei seinen Anteil leisten will.
Ex-Koblenzer trifft gegen TuS II dreimal
Nentershausen. Keine Gnade mit dem alten Verein: Christian Kaes, lange Jahre für Koblenz in Ober- und Regionalliga am Ball, steuerte drei Treffer zum 7:3 der Spfr Eisbachtal gegen die TuS-Reserve bei. Nach der Niederlage zum Auftakt in der Fußball-Rheinlandliga sprach der Koblenzer Trainer Markus Breitbach von „Demütigung pur“. 5:1 hatten die Eisbachtaler schon geführt, ehe die TuS noch einmal auf 3:5 verkürzen konnte. Als dann aber erneut Eisbachtal traf und Christian Kaes mit seinem dritten Treffer das 7:3 besiegelte, war die Auftaktpleite für die TuS II perfekt. Der Eisbachtaler Trainer Dirk Hannappel hatte in der Offensive eine „außergewöhnlich gute Vorstellung“ seiner Mannschaft gesehen, kritisierte aber die Nachlässigkeiten in der Abwehr, die vor allem nach einer 5:1-Führung dafür sorgten, dass die „Eisbären“ am Ende fast noch zittern mussten. „Das Spiel hat gezeigt, warum wir eine sehr unterhaltsame Saison erleben werden, in der wir aber mit dem Aufstieg nichts zu tun haben.“
Quelle Rhein-Zeitung 15.08.2011 http://rhein-zeitung.de
16.08.2011 TuS-Nachwuchs kassiert zum Auftakt ein 1:4
Koblenzer sind beim Favoriten der Regionalliga in Trier ohne Chance
Trier/Koblenz. Die A-Juniorenfußballer der TuS Koblenz haben nach der knapp verpassten Meisterschaft in der Vorsaison einen Fehlstart in die neue Spielzeit der Regionalliga Südwest hingelegt, wenngleich das Ergebnis nicht den Spielverlauf widerspiegelt. Gegen den Vorjahresdritten SV Eintracht Trier, der ebenfalls lange Zeit um die Meisterschaft mitgespielt hatte, unterlag die Elf von Trainer Dirk Laux vor allem aufgrund der schlechten Chancenverwertung mit 1:4 (0:1).
Die Koblenzer hatten schon zwei gute Möglichkeiten und die Gastgeber noch nicht ein einziges Mal aufs Tor geschossen, ehe Burak Sözen nach einem Fehler in der TuS-Abwehr das 1:0 für Trier erzielte (24.). Danach waren die Koblenzer weiter bemüht, ließen vor dem Gehäuse der Eintracht aber die notwendige Kaltschnäuzigkeit vermissen.
Mit zwei schnellen Toren nach der Halbzeitpause (56., 62.) durch Sözen und Robin Garnier sorgten die Gastgeber früh für die Entscheidung. In der 84. Minute erzielte Enrico Köppen den einzigen Koblenzer Treffer, ehe Sözen in der Schlussminute mit seinem dritten Tor den Endstand markierte. „Leider haben wir uns heute noch etwas zu grün gezeigt und unsere Chancen nicht genutzt. In so einem Topspiel muss man eben auch die Tore machen“, sagte Laux, der am kommenden Sonntag mit seiner Mannschaft sein Heimdebüt geben wird. Auf dem Oberwerther Kunstrasenplatz heißt der Gegner dann FK Pirmasens (Anpfiff 12.30 Uhr). Und beide Mannschaften stehen wollen unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren. Denn genau wie Koblenz ist Pirmasens einer der Anwärter auf die vorderen Tabellenplätze, verlor aber überraschend zu Hause gegen den FSV Offenbach mit 1:3. tok
Koblenz: Raich, Wolf, Masala, Löhr (57. Hein), Edelmann (63. Schäfer), Köppen, Arbursu, Schwörer (46. Kaya), Rath, Altin, Güngörmüs.
Quelle Rhein-Zeitung 16.08.2011 http://rhein-zeitung.de
19.08.2011 Am 5. September kommt der MSV Duisburg
TuS trifft am Samstag im Rheydter Grenzlandstadion auf die Gladbacher Reserve – Testspiel fest terminiert
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Am Montag, 5. September, kommt wieder einmal der MSV Duisburg nach Koblenz. Der Fußball-Zweitligist um Trainer Milan Sasic hat zugesagt, um 19 Uhr ein Testspiel gegen die TuS bestreiten zu wollen. Geschäftsführer Thomas Theisen sagt: „Das ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen anlässlich unseres 100-jährigen Vereinsbestehens.“
Zunächst aber muss sich die Mannschaft weiter in der vierten Liga beweisen. Die Koblenzer gehen dabei erstmals seit dem 20. Mai 2006 (6:1-Sieg beim 1. FC Eschborn) wieder auf Regionalliga-Auswärtstour. Ziel der fußballerischen Reise ist diesmal das vom Oberwerth rund 148 Kilometer entfernte Rheydter Grenzlandstadion am Jahnplatz, in dem die Reserve von Borussia Mönchengladbach die Heimspiele in der West-Staffel austrägt. Die Begegnung mit der TuS wird am Samstag um 14 Uhr angepfiffen.
Am 30. März 2008 waren die Koblenzer Kicker letztmals zu Gast in Mönchengladbach, zu glorreichen Zweitliga-Zeiten durfte die TuS noch im Borussia-Park gegen die erste Garnitur des Gastgebers antreten, damals gab's erst kurz vor Spielschluss den entscheidenden Gegentreffer zum 0:1. Genug Geschichtsunterricht, nun zum aktuellen Geschehen: Dass der kommende Gegner nach zwei knappen Niederlagen in Folge sogar noch hinter den ebenfalls punktlosen Koblenzern im Tableau rangiert, interessiert TuS-Trainer Michael Dämgen nur am Rande: „Das ist ein schwer auszurechender Gegner. Da weißt du nie, wer mitspielt und woran du bist.“
Trainer neigen ja dazu, die Anfangsformation ihrer Mannschaft grundlegend zu ändern, wenn es mal nicht läuft. Nicht so Dämgen, der trotz des 0:1 gegen den SC Verl durchaus zufrieden mit der Vorstellung seiner Schützlinge war. Mit Blick aufs nun folgende Spiel sagt er daher: „Große Veränderungen wird es nicht geben.“ Was aber wiederum bedeuten kann, dass zumindest punktuell die Aufstellung modifiziert wird. Dass beispielsweise Neu-Verteidiger Patrick Nonnenmann nun zur Startformation zählt, ist eher nicht zu erwarten. Dämgen: „Er ist erst eine Woche bei uns und hat noch Nachholbedarf.“ Und um in der Offensive das Rad neu zu erfinden, dafür fehlt es dem Koblenzer Trainer einfach an Alternativen. Theisen zählt auf: „Thomas Klasen ist am Dienstag am Knie operiert worden und wird noch sechs bis acht Wochen brauchen. David Sasse läuft zwar schon wieder, darf nach seinem Schädelbruch aber noch keinen Körperkontakt riskieren. Max Acquah hat immerhin die Krücken abgelegt, Sören Klappert macht noch seine Schambeinentzündung zu schaffen.“ So wird Dämgen die „Veränderung“ vielleicht auch nur auf taktischem Sektor vornehmen. Zudem hat er per Videoanalyse allen Akteuren das Spiel gegen Verl noch einmal vor Augen geführt, um die eigenen Fehler zu erkennen und abzustellen. Ob diese Maßnahme Früchte trägt, steht am Samstag gegen 15.50 Uhr fest.
Der Gegner: Borussia Mönchengladbach II
Mönchengladbach. Um Haaresbreite wäre die Reserve des VfL Borussia Mönchengladbach nach der Saison 2009/10 in den Niederungen der NRW-Liga verschwunden. Als 16. der Regionalliga-Abschlusstabelle blieb der Fohlen-Elf der Gang in die fünfte Liga aber erspart, da gleich zwei Vereine der Klasse Insolvenz angemeldet hatten. Danach übernahm Sven Demandt als Trainer das Ruder der U23 – mit Erfolg: die abgelaufene Saison beendete die zweite Borussen-Garnitur auf einem respektablen fünften Platz. Die Regionalliga-Mannschaft wird von den Verantwortlichen gewissermaßen als das letzte Glied in der Ausbildungskette betrachtet auf dem Weg der Eigengewächse zum Profifußballer. Externe Neuzugänge soll es nur geben, wenn der Kandidat perspektivisch für die Lizenzmannschaft infrage kommt. Eine Ausnahme bilden nur jene Spieler, die aufgrund ihrer Erfahrung in der U23 zum Einsatz kommen – sie sollen die vielen jungen Talente auf dem Platz an die Hand nehmen. Torhüter Janis Blaswich, Innenverteidiger Niklas Dams, die Mittelfeldspieler Julian Korb und Dennis Dowidat sowie Stürmer Elias Kachunga gehören zum Beispiel offiziell der Lizenzmannschaft an, bei der sie auch trainieren. bhm
Quelle Rhein-Zeitung 19.08.2011 http://rhein-zeitung.de
21.08.2011 TuS wartet weiter auf das erste Tor
Fußball-Regionalliga - Die TuS Koblenz muss in der Fußball-Regionalliga West weiter auf den ersten Punkt und auch auf das erste Tor warten: Das 0:2 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach II beförderte den Gast auf den letzten Tabellenplatz. TuS-Trainer Michael Dämgen bewertete den Auftritt seiner Schützlinge im Rheydter Grenzlandstadion vor 535 zumeist Koblenzer Anhängern wie folgt: "Wir haben uns bis zum Schluss gewehrt. In der zweiten Halbzeit haben wir mutig nach vorne gespielt, sind aber für unseren Aufwand leider nicht belohnt worden." 45 Minuten vor dem eigentlichen Anpfiff war vom Gästeteam weit und breit noch nichts zu sehen. Ein gewaltiger Stau auf der A61 vor Mönchengladbach hatte den TuS-Bus ausgebremst, somit begann die Partie mit einer viertelstündigen Verspätung - eine optimale Vorbereitung aufs Spiel sieht sicher ganz anders aus.
Ob's mit ein Grund dafür war, dass die TuS nur schleppend in die Begegnung kam, sei mal dahingestellt. Die mit insgesamt neun Spielern der Lizenzabteilung gespickten Gladbacher wirkten leichtfüßiger und stürzten die Koblenzer Defensive zu Beginn von einer Verlegenheit in die andere. Der Australier Mathew Leckie, am Vorabend noch beim 4:1 der ersten Borussen-Garnitur gegen den VfL Wolfsburg eingewechselt, drosch den Ball nach maßgerechter Vorarbeit von Matthias Zimmermann humorlos zum 1:0 unter die Latte (12.). Die linke Abwehr- und Mittelfeldseite der TuS war in dieser frühen Phase der Partie überhaupt nicht im Bild.
Und wenn Yuki Otsu das Spielgerät unter den kritischen Augen des Gladbacher Bundesligatrainers Lucien Favre nicht freistehend am leeren Tor vorbeigeschossen hätte (26.), hätte das Spiel einen richtig bösen Verlauf für Koblenz nehmen können. So aber kämpften sich die Gäste ins Spiel zurück und tauchten ab und zu auch recht vielversprechend vorm Borussia-Gehäuse auf. Aber die fast harmlos anmutende Art und Weise, wie sich Tobias Bauer (33.) und Angelo Barletta (39.) mit dem Kopf sowie Johannes Göderz (56.), Mike Urwin (70.) und Jan Hawel (77.) mit dem Fuß im und am gegnerischen Strafraum versuchten, lässt den Wunsch von TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen mehr als nur verständlich erscheinen: "Wir müssen personell unbedingt noch etwas tun." Neben einem Angreifer suchen die Koblenzer Verantwortlichen weiterhin einen Verteidiger und einen Torwart.
Dass man schnell und schnörkellos zum Ziel kommen kann, verdeutlichte Gladbach, als die TuS in der Vorwärtsbewegung fahrlässig den Ball vertändelte: Otsu schickte Patrick Herrmann durch die Mitte auf die Reise, der dann Keeper Kadir Yalcin umlief und den Ball nur noch einzuschieben brauchte (68.). Ein 3:0 oder 4:0 war jetzt möglich, aber Elias Kachunga scheiterte an Yalcin (69.) und Otsu am Innenpfosten (75.) - das wäre für die TuS dann aber auch zu viel des Schlechten gewesen.
Ein Fußballspiel ist sicher mehr als nur die Summe der aufzählbaren Ereignisse, die theoretisch zu Toren hätten führen können oder sogar müssen. Die Gladbacher wirkten so, als könnten sie jederzeit noch einen Gang zulegen, wenn es wirklich eng geworden wäre. Borussen-Coach Sven Demandt, mit dem Dämgen zwei Tage zuvor in der Lotto-Elf noch gemeinsam gegen den Ball getreten hatte, sagte höflich: "Wir haben verdient gewonnen. Koblenz hat sich aber wacker geschlagen, bis zum 2:0 war das eine ganz enge Geschichte." Ein artiges Kompliment für die alles in allem überschaubaren Bemühungen der TuS, mehr nicht. Fazit: Koblenz hielt gegen einen spielerisch deutlich überlegenen Gegner dank eines unerschütterlichen Kampfeswillens phasenweise ordentlich mit, ein eigener Treffer war durchaus möglich. So blieb Theisen letztlich nur die fromme, fast trotzig geäußerte Hoffnung: "Dann schießen wir unsere ersten Tore halt auf dem Oberwerth." Gelegenheit dazu hat das neue Schlusslicht am kommenden Freitag ab 19 Uhr gegen den Tabellendritten Rot-Weiss Essen.
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Quelle Rhein-Zeitung 21.08.2011 http://rhein-zeitung.de
22.08.2011 TuS II kassiert 0:1 in 90. Minute
Koblenzer in Linz mit viel Pech
Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten
Linz. Was ist ein glücklicher Sieg ist? Diese Frage können die Spieler des Fußball-Rheinlandligisten VfB Linz spätestens seit Sonntagnachmittag beantworten. Durch ein Tor von Matthias Metzen in der 90. Minute gewannen die Linzer nicht nur in allerletzter Sekunde mit 1:0 gegen TuS Koblenz II, sondern auch nach dem Spielverlauf und Chancenverhältnis mussten die Gäste aus der Rhein-Mosel-Metropole eigentlich als Sieger das Spiel verlassen.
Besonders in der ersten Halbzeit bekamen die Zuschauer auf dem Kaiserberg Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Linzer Tor geboten. Es war zum Teil schon Unvermögen, wie leichtfertig die TuS Chancen liegen ließ. So traf Tokio Nakai (7.) das völlig leere VfB-Tor aus sechs Metern nicht. Ferner scheiterten Robert Wagner (26.) und Paul Lauer (39.) ebenfalls freistehend. Das waren nur drei von insgesamt sieben, acht guten Möglichkeiten. „Wir hätten mit drei, vier Toren führen müssen. Dann wäre das Spiel vorzeitig schon entschieden gewesen“, bemängelte auch TuS-Trainer Markus Breitbach. Linz blieb bis zum Wechsel ohne eine einzig nennenswerte Chance.
In der Halbzeitpause reagierte der Linzer Spielertrainer Michael Theuer nicht nur personell, sondern auch taktisch und beorderte seine Viererkette weiter nach vorn. „Damit wollte ich die Räume enger machen. Zudem habe ich meine Spieler aufgefordert, mehr in die Zweikämpfe zu gehen“, sagte Theuer. Nun konnten die Gastgeber die Partie ausgeglichen gestalten und eigene Chancen erarbeiten. So scheiterte Theuer (53.; 65.) selbst bei zwei guten Einzelaktionen am guten TuS-Torwart Kevin Birk.
Doch danach kam Koblenz wieder besser ins Spiel, und hatte durch Edis Ramovic (81.) die erneute Riesenchance in Führung zu gehen. Als sich alle Akteure und Zuschauer bereits mit dem torlosen Unentschieden abgefunden hatten, entschied der gute Schiedsrichter Jan Schönfeld in der 90. Minute noch einmal auf Eckball für den VfB. Nach der Hereingabe von Theuer auf den kurzen Pfosten verlängerte Sascha Freymann mit dem Hinterkopf auf Matthias Metzen, der nur noch zum 1:0 einnicken musste. Knapp 60 Sekunden später hatte Metzen nach einem Konter sogar noch das 2:0 auf dem Fuß, doch Birk verhinderte mit einer Glanzparade eine höhere Niederlage. Das wäre allerdings des Guten zu viel gewesen. Breitbach war enttäuscht: „Nach zwei Niederlagen in Folge haben wir nun drei Punkte verschenkt. Das hat meine Mannschaft nicht verdient.“
Koblenz: Birk, Tillmanns, Dahm, Hahn, Klappert (69. Nonnenmann), Grober, Wagner, Lauer (79. da Rocha), Ramovic, Nakai, Buhler (64. Matuwila).
TuS-Nachwuchs läuft der Spitzengruppe hinterher
A-Junioren-Regionalliga Koblenzer verlieren mit 3:4
Von unserem Mitarbeiter Wilfried Zils
Koblenz. Zwei Spiele, zwei Niederlagen – das ist die frühe Saisonbilanz der A-Juniorenfußballer der TuS Koblenz in der Regionalliga Südwest. Gegen den FK Pirmasens unterlag die Mannschaft von Trainer Dirk Laux auf dem Oberwerther Kunstrasenplatz mit 3:4.
Dass es schwer werden würde, hatte der Trainer schon erwartet: „Uns steht fast eine ganze Mannschaft nicht zur Verfügung, und Pirmasens gehört zu den guten Mannschaften in der Regionalliga.“ So kam es wie erwartet, die Partie war gerade mal eine Minute alt, als Florian Steinhauer einen Fehler der Koblenzer Abwehr zur Gästeführung nutzte. Aber von dem frühen Rückstand ließen sich die Schängel nicht beeindrucken und kamen in der 17. Minute zum Ausgleich. Kapitän Marcel Löhr traf nach einer Ecke per Kopf zum 1:1. Fünf Minuten später war Enrico Köppen zur Stelle und sorgte für die Führung der Koblenzer. Die wiederum Christopher Koch in der 27. Minute ausgleichen konnte.
Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatten die Gastgeber die Möglichkeit, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Nach einem Handspiel von Julian Raquet zeigte der Unparteiische sofort auf den Elfmeterpunkt. Kapitän Marcel Löhr übernehm Verantwortung, scheiterte aber am Pirmasenser Torhüter Frederic Palmstorfer. Vielleicht eine spielentscheidende Szene. „Wer weiß wie die Partie verlaufen wäre, wenn uns hier die Führung gelungen wäre“, sagte Laux.
Die Begegnung war im zweiten Abschnitt kaum zwei Minuten alt, da erzielte erneut Steinhauer per Kopf seinen zweiten Treffer zum 3:2 für die Gäste. „Wir machen zu viele einfache Fehler, und das in einer Vielzahl in einem Spiel, die für mich völlig unerklärlich ist. So viele Fehler haben wir in der ganzen vorigen Saison nicht gemacht“, zeigte sich Laux nach den 90 Minuten sehr verärgert, nahm geleichzeitig aber die Mannschaft in Schutz: „So eine Verletzungsmisere habe ich noch nie erlebt, die Jungs, die heute auf dem Feld standen, haben ihr bestes gegeben, aber es reicht einfach nicht.“
Laux ärgerte sich aber nicht nur über die Niederlage sowie die schlechte Personallage. Er ärgerte sich auch darüber, dass ein Spieler nicht verpflichtet werden konnte, weil die erforderliche Unterschrift vom Verein nicht geleistet wurde. „Ich bin schon neun Jahre hier und habe so manches erlebt, aber so etwas noch nicht“, sagte Laux.
Die Entscheidung der Partie fiel indes in der 78. Minute: Roland Wagner nutzte einen Foulelfmeter zur 4:2-Führung für Pirmasens. Zwar gaben sich die Koblenzer noch nicht auf und erwiesen sich als läuferisch mindestens ebenbürtig, es reichte auch noch zum 3:4-Anschlusstreffer durch Ferhan Güngörmüs (88.), aber letztlich blieb es beim Sieg der Pirmasenser. Laux: „Die ersten beiden Spiele haben wir verloren, das können wir bei der Konstanz der Spitzenmannschaften in der Regionalliga nicht mehr aufholen. Jetzt laufen wir von Anfang an der Spitzengruppe hinterher, eine völlig unbefriedigende Situation.“
Koblenz: Raich - Wolf, Masala, Löhr, Schwörer (Feit), Köppen, Arbursu, Rath, Altin, Kaya (46. Gaida), Güngörmüs (90. Schäfer).
Quelle Rhein-Zeitung 22.08.2011 http://rhein-zeitung.de
25.08.2011 TuS Koblenz verpflichtet Michael Stahl
Torschütze des Jahres soll schon morgen gegen Essen zum Einsatz kommen
Koblenz. Mit Zielen in der Ferne hatte Michael Stahl eigentlich schon großes Glück: Mit seinem 61,5-Meter-Tor im Pokalspiel gegen Hertha BSC wurde der Diezer zum Torschützen des Jahres – und zur TuS-Ikone. Schon gegen Ende der vergangenen Drittligasaison gab es Kontakte mit anderen Vereinen. Anfang August sagte der Mittelfeldspieler, der Mitte September 24 wird, der TuS Adieu. Stahl hatte da noch frisch unter dem Eindruck eines zweiwöchigen Vorspielens in Italien gestanden, hatte Hoffnungen auf einen Wechsel dorthin. „Da war aber nichts Seriöses dabei“, sagte Stahl. „Kurz vor dem Abschluss entdeckt man dann Haken und Ösen.“
Also jetzt die Kehrtwende: In der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Essen saß Stahl auf dem Podium neben Geschäftsführer Thomas Theisen, Trainer Michael Dämgen und TuS-Pressesprecher Julian Turek. Der verlorene Sohn ist zurück: „Ich habe Bock auf die TuS.“ Keine 24 Stunden zuvor hatte bei der TuS daran wohl niemand gedacht: Am Dienstagabend um 22 Uhr hatte Stahl Theisen angerufen. „Wir haben dann fünf Minuten telefoniert und uns am Morgen noch mal fünf Minuten an den Verhandlungstisch gesetzt“, sagte Stahl. „Mir ging es nicht ums Geld.“ Stahl hat einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben.
„Wir wissen, was er kann und haben ihn sehr gerne genommen“, sagte Theisen. Trainer Michael Dämgen ergänzte: „Der Weg war für ihn immer offen.“ Die Nummer 28, die Stahl als Rückennummer erhält, werde man sehr bald auch auf dem Platz sehen, wahrscheinlich bereits beim Spiel gegen Essen.
Nun laufen bei den Koblenzern natürlich die Vorbereitungen auf das Heimspiel am Freitagabend (19 Uhr) gegen Rot-Weiss Essen. Zahlreiche Fans werden aus Essen erwartet. Und auch die TuS-Fans haben noch die Möglichkeit, sich ihre Tickets für das Spiel zu sichern.
Es gibt sowohl noch Tages- als auch Dauerkarten auf der Rhein-
Zeitung-Haupttribüne. Neben der Möglichkeit, sich über die Homepage www.tuskoblenz.de online Tickets zu sichern, ist dies auch über die Tickethotline 0180/50 40 300 möglich. Tageskarten für die Heimspiele der TuS gibt es ab sofort auch in allen bekannten Vorverkaufsstellen und auch auf der TuS-Geschäftsstelle (Altlöhrtor 13-15). Derweil sind die Tageskassen vorm Heimspiel gegen Essen bereits ab 17 Uhr geöffnet. bhm, law
Quelle Rhein-Zeitung 25.08.2011 http://rhein-zeitung.de
26.82011 Stahl soll gegen Essen für Aufschwung sorgen
TuS Koblenz will heute gegen RWE etwas Zählbares einfahren
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Nur einen Tag nach der offiziellen Verpflichtung von Michael Stahl darf der ehemalige Spieler und zugleich neue Mann mit der Nummer 28 sofort beweisen, ob er die erhoffte Verstärkung im Mittelfeld der TuS Koblenz ist: Um 19 Uhr spielen die Schängel im Rahmen des vierten Spieltags der Fußball-Regionalliga West gegen Rot-Weiss Essen.
Dass „Stahli“ von Beginn an spielen wird, steht wohl außer Frage – so jedenfalls lassen sich die Worte von Trainer Michael Dämgen deuten: „Er wird relativ zügig zum Einsatz kommen. Ich gehe davon aus, dass er am Freitagabend seinen Platz finden wird gegen Essen.“ Der angesprochene Akteur betont: „Ich werde alles in die Waagschale werfen. Es wäre schön, wenn wir die ersten drei Punkte hier in Koblenz behalten würden und ein bisschen für Aufbruchstimmung sorgen.“ Natürlich ist er nicht der Heilsbringer, der die TuS nun im Alleingang nach vorne bringen wird, das wissen die Vereinsverantwortlichen und auch Stahl selbst. Zumindest soll er aber seinen Teil zum erhofften Aufschwung beitragen.
Wer für ihn aus der Startelf weichen muss, das lässt Dämgen noch offen, den Spekulationen sind also Tür und Tor geöffnet: Spielt er auf der ihm zugedachten „Sechser“-Position, dann könnte es eventuell die dort bislang eingesetzten Jura Gros oder Johannes Göderz erwischen – auch wenn beide ihren Job bisher recht ordentlich verrichtet haben. Möglich aber auch, dass der TuS-Coach ein wenig am üblichen 4-2-3-1-System herumfeilt. Klar ist jedenfalls ganz hinten, dass Kadir Yalcin – wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt – zum dritten Mal in Folge das Koblenzer Tor hüten wird. Auch wenn der Youngster aus dem eigenen Lager die ihm gestellte Aufgabe bisher ganz gut gelöst hat, wird Geschäftsführer Thomas Theisen nicht müde zu betonen, dass die TuS noch auf der Suche nach einem weiteren Ballfänger sei: „Er muss aber mit Kopf und Herz dabei sein und in den finanziellen Rahmen passen.“ Das gilt offenbar nicht für André Maczkowiak (zuvor Rot-Weiß Ahlen), der in dieser Woche beim TuS-Training gesichtet worden ist. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, antwortete Theisen relativ eindeutig auf die Frage, ob denn der Ex-Ahlener den gestellten Anforderungen auch gerecht wird.
Und mit Blick auf die vakante Position in der Offensive sagt er: „Stürmer, die Tore in der Regionalliga garantieren, sind für TuS Koblenz im Jahr 2011 nicht zu finanzieren.“ Gesucht sind somit junge, talentierte Leute, die gegen kleines Geld die sich bietende Plattform nutzen wollen.
Theisen: „Wir wollen aber keinen Schnellschuss tätigen, denn wir haben nur einen Schuss.“ Zum aufkeimenden Thema Christian Kaes, der zurzeit bei den Spfr Eisbachtal laut Theisen „seinen zweiten Frühling erlebt“, sagt der Geschäftsführer: „Das ist nicht die Personalie, die wir suchen.“ Somit wird die TuS im Großen und Ganzen mit dem zuvor verfügbaren Personal plus Stahl versuchen, Rot-Weiss Essen mehr als nur zu ärgern. Ein wenig Sorgen bereitet lediglich Philipp Langen, der sich am Dienstag beim Training das Knie verdrehte. Dämgen will „Essen so unter Druck setzen, dass wir auch als Sieger vom Platz gehen können“. Das funktioniert aber nur, wenn Koblenz in der Offensive mehr Durchschlagskraft als bisher an den Tag legt.
Der Gegner: Rot-Weiss Essen
Koblenz. 16 Plätze und sechs Punkte trennen Rot-Weiss Essen derzeit vom Tabellenletzten aus Koblenz. Wobei sich die Mannschaft um Trainer Waldemar Wrobel beim bisher einzigen Auswärtsspiel (1:2 beim Spitzenreiter 1. FC Köln II) nicht unbedingt mit Ruhm bekleckerte. Geht's nach TuS-Coach Michael Dämgen, dann soll RWE natürlich auch nach dem Abpfiff auf dem Oberwerth weiter auf den ersten Punkt in der Fremde warten.
Top-Torschütze der Essener ist Benedikt Koep, der beim Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 II (2:1) und beim jüngsten 2:0 gegen die SV Elversberg ins Schwarze traf. Ob Abwehrspieler Maik Rodenberg (Knieprobleme) in Koblenz mit von der Partie sein wird, ist noch fraglich. Coach Wrobel hält Koblenz für einen starken Gegner, dem aber im Vergleich zu anderen Teams die individuelle Klasse fehlt: „Sie kommen über das Kollektiv.“ bhm
TuS-Reserve fehlt noch ein Knipser
TuS Koblenz II - SV Morbach (So., 14.30 Uhr): Das nennt man einen kapitalen Fehlstart, nach drei Spielen stehen noch keine Punkte auf dem Konto der TuS-Reserve. „Natürlich wissen wir, dass wir unbedingt punkten müssen. Zwar stimmte teilweise die Leistung, der Ertrag stimmte aber auf keinen Fall. Gegen Morbach wird es zwar schwer, aber die Mannschaft ist durchaus in der Lage, auch gegen einen Gegner von solchem Kaliber zum ersten Erfolgserlebnis zu kommen“, verbreitet Trainer Markus Breitbach Zuversicht. „In Linz hatten wir sechs Spieler dabei, die zum erweiterten Kader der Ersten zählen. Und trotzdem haben wir nichts geholt. Wir sind vor allem im Angriff noch zu unerfahren. Hier täte uns ein Knipser gut“, weiß Breitbach, woran es wohl liegt. Deshalb soll über das Kollektiv der Erfolg gesucht werden. „Jeder darf ein Tor schießen, auch die Abwehr- und Mittelfeldspieler“, sagt der Coach freimütig. Beim Koblenzer Rheinlandligisten hatte man sich den Saisonstart sicher anders vorgestellt, aber die Verantwortlichen werden nicht nervös: „Wir arbeiten hart für den Erfolg und werden vielleicht schon am Sonntag dafür belohnt“, hofft Trainer Breitbach. wzi, dag
Quelle Rhein-Zeitung 26.08.2011 http://rhein-zeitung.de
27.08.2011 TuS Koblenz holt den ersten Punkt
Gegen Rot-Weiss Essen gibt's ein verdientes 0:0 – Stahl mit Freistoß-Hammer
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Das erste Tor der TuS Koblenz in der Fußball-Regionalliga West lässt weiter auf sich warten, nicht aber der erste Punktgewinn: Im Duell mit den zuvor 16 Plätzen besser postierten Rot-Weissen aus Essen holten die Schängel gestern Abend vor 3650 Zuschauern ein durchaus verdientes 0:0. Nach 80 Minuten hatte der Koblenzer Anhang den ersten Torjubel der Saison schon auf den Lippen, doch der Essener Torwart Dennis Lamczyk parierte mit viel Mühe den 35-Meter-Freistoßhammer von Rückkehrer Michael Stahl.
Ähnlich wie schon in Mönchengladbach nahm TuS-Trainer Michael Dämgen eine Veränderung in der Anfangsformation vor: Diesmal wurde der offensiv orientierte Tobias Bauer aus dem Spiel genommen, dafür durfte sich Stahl – wie auch zu erwarten war – von Beginn an beweisen. Stahl rückte auf die Sechser-Position von Jura Gros, der wiederum nahm den Platz hinter Sturmspitze Jan Hawel ein. Akzente im Dauerregen und auf tiefem Untergrund setzten zunächst aber die Gäste: Koblenz kam – wie schon in den beiden vorangegangenen Begegnungen – nur schleppend in den Vorwärtsgang, RWE hingegen näherte sich in der Anfangsphase gleich zweimal gefährlich dem TuS-Tor. Ein Kopfball von Benedikt Koep (5.) verfehlte knapp das anvisierte Ziel, einen Distanzschuss von Timo Brauer (13.) lenkte der Koblenzer Keeper Kadir Yalcin mit den Fingerspitzen spektakulär über das Quergestänge. Die TuS Koblenz war in der ersten halben Stunde absolut ebenbürtig, allerdings waren die Offensivaktionen einfach nicht zwingend genug.
Neben zwei, drei erwähnenswerten Situationen in Essener Strafraumnähe produzierte die TuS dann in Person von Kapitän Angelo Barletta wenigstens eine Gelegenheit, als er den Ball aus acht Meter Entfernung per Kopf nach einer Ecke nicht richtig traf (35.). Zwei Minuten zuvor musste der Gastgeber verletzungsbedingt erstmals wechseln: Philipp Langen wurde durch Seung-Yeob Ok ersetzt, der die rechte Verteidigerposition einnahm. Dafür rückte Kerim Arslan nach vorne. Die nächste erwähnenswerte Szene gehörte wieder den Essenern, als erneut Brauer einen Schuss nur knapp am rechten Pfosten des TuS-Gehäuses vorbei setzte (40.)
Die erste Aktion nach dem Wechsel für Koblenz und Jung-Hun Kim: Seine Direktabnahme aus halbrechter Position wurde im letzten Moment aber noch zur Ecke abgelenkt (59.). Danach ging es munter hin und her: Die TuS drückte, Essen mit Holger Lemke (66.) und Koep (72., 74.) war einem Tor aber ein wenig näher. Bis zur besagten 80. Minute, als Stahl antrat und Hawel den Abpraller nicht richtig traf. Alles in allem war's gegen ein Spitzenteam der Liga ein redlicher Punktgewinn der TuS, der Mut macht für die nahe und auch fernere Zukunft.
Koblenz: Yalcin – Arslan, Mund, Barletta, Gentner – Göderz, Stahl – Kim (78. Nakai), Gros (69. Bauer), Langen (33. Ok) – Hawel.
Quelle Rhein-Zeitung 27.08.2011 http://rhein-zeitung.de
29.08.2011 Koblenzer reichen die Rote Laterne weiter
Dank des 0:0 gegen Essen überholt die TuS den SC Idar-Oberstein – Mineiro soll ab Dienstag mittrainieren
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Das respektable 0:0 der TuS Koblenz gegen Rot-Weiss Essen brachte zwei mittlerweile nicht mehr ganz so neue Erkenntnisse an den Tag: Das Team von Trainer Michael Dämgen kann in der Fußball-Regionalliga West ganz gut mithalten, erzeugt dabei aber in der vordersten Linie viel zu selten den erforderlichen Druck, um auch mal ein Tor zu erzielen. Brauchbares Nebenprodukt des ersten Punktgewinns: Die Schängel reichen die Rote Laterne des Tabellenletzten zum diesmal spielfreien Aufsteiger aus Idar-Oberstein weiter. Dem TuS-Coach ist das fehlende Offensivpotenzial nicht verborgen geblieben: „Bei uns wird Fußball mehr gearbeitet, unser Spiel ist dünn gesät mit Torchancen.“ Gegen Essen probierte er daher eine andere Variante als bisher aus. Anstelle von Tobias Bauer durfte sich diesmal Jura Gros als offensivster Mittelfeldspieler hinter Sturmspitze Jan Hawel versuchen – mit überschaubarem Erfolg. Dämgen: „Für meinen Geschmack war er zu weit vorne und wollte ständig den Ball haben, das geht so natürlich nicht.“
Das Debüt von Rückkehrer Michael Stahl verlief vielversprechend: Der Mann mit der Nummer 28 räumte als Sechser viele Bälle ab und setzte sich auch im Aufbau immer wieder gut in Szene. Und fast wäre ihm sogar noch das Tor des Abends gelungen, doch Essens Keeper Dennis Lamczyk entschärfte mit Mühe dessen 35-Meter-Freistoßhammer, den abprallenden Ball setzte Hawel – wohl ein wenig überrascht von der sich bietenden Gelegenheit – neben das RWE-Gehäuse.
Das torlose Remis forderte seinen Tribut: Auf den verletzt ausgeschiedenen Philipp Langen muss Dämgen und die TuS bis zu zwei Wochen verzichten, am Mittwoch beim VfL Bochum II und am Samstag im Heimspiel gegen den Wuppertaler SV wird der 24-Jährige definitiv nicht dabei sein. „Er hat eine Schienbeinkopfprellung und eine leichte Bänderdehnung“, beschreibt TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen die Folgen des Zweikampfs, der Langen in der 33. Minute aus dem Geschehen beförderte. Auch ohne ihn waren die Koblenzer aber in der Lage, den Gegner permanent ordentlich zu beschäftigen, so dass der sich nur selten entfalten konnte. RWE-Coach Waldemar Wrobel analysierte ernüchtert: „Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient gehabt. Unser Auftreten war enttäuschend, wir waren einfach nicht gallig genug.“
Und wenn RWE dann doch mal gefährlich durch Benedikt Koep, Timo Brauer oder Holger Lemke vorm Tor der Platzherren auftauchte, dann war der gute Schlussmann Kadir Yalcin zur Stelle oder die TuS mit der nötigen Portion Glück gesegnet. Die Defizite in der Defensive sollen durch einen Zugang kompensiert werden: Der Brasilianer Mineiro ist in Koblenz wieder mal im Gespräch. Der 36-Jährige war für die brasilianische Nationalmannschaft 24 Mal im Einsatz, für Hertha BSC absolvierte er 36 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei zwei Tore. Danach ging er zum FC Chelsea, wo er allerdings nicht Fuß fassen konnte. Seine letzte Station bis vor einem Jahr war Schalke 04. Der nur 1,69 Meter große Südamerikaner ist eigentlich ein defensiver Mittelfeldspieler, soll aber eher eine Aufgabe in der Innenverteidigung der TuS übernehmen. Ob die Verpflichtung bis zum kommenden Mittwoch über die Bühne gehen wird, darf leise bezweifelt werden. Dann nämlich steht um 19 Uhr im Wattenscheider Lohrheidestadion das vierte Punktspiel der Koblenzer beim VfL Bochum II auf dem Programm. Die belastungsintensive Woche bereitet Dämgen kein Kopfzerbrechen: „Englische Woche? Kein Problem. Schließlich spielen und sehen wir doch alle viel zu gerne Fußball.“ Abschließend entschuldigte sich Theisen bei der Pressekonferenz noch „für einen unschönen Tag in Koblenz“. Was er aber vornehmlich damit meinte, war das nervige Unwetter und der damit einhergehende Dauerregen.
Kadir Yalcin bewahrt stets einen kühlen Kopf
Andreas Rössl aus Frankfurt wird in dieser Woche getestet
Drei Gegentore in viereinhalb Stunden sind in der Regionalliga sicherlich eine akzeptable Quote. Dass die TuS Koblenz nicht schon mehr Einschläge zu verzeichnen hat, ist auch ein Verdienst von Torhüter Kadir Yalcin, der die ihm aufgetragene Aufgabe bisher zur Zufriedenheit aller gelöst hat. Zuletzt beim 0:0 gegen Essen, als er mehrmals in brenzligen Situationen kühlen Kopf bewahrte. TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen sucht aber weiterhin zusätzlich einen „erfahrenen Torhüter, der Ruhe ausstrahlt“. Gut, reichlich Erfahrung bringt Yalcin nicht mit, aber eine gewisse Abgeklärtheit kann man dem 19-Jährigen, der in der Jugend auch für den 1. FC Kaiserslautern gespielt hat, wahrlich nicht absprechen. Er sieht dem nahenden Konkurrenzkampf gelassen entgegen: „Ich denke, dass ich meine Sache ganz ordentlich mache und mir das Vertrauen bisher auch verdient habe. Ein neuer Torwart wird ja nicht direkt spielen, er muss erst einmal an mir vorbeikommen. Da habe ich für mich eigentlich ein ganz gutes Gefühl.“
Der nächste Kandidat für den Posten zwischen den Pfosten wird in dieser Woche auf Herz und Nieren geprüft: Er heißt Andreas Rössl, ist 23 Jahre alt und bestritt für Eintracht Frankfurt II und 1860 München II insgesamt 59 Spiele in der Regionalliga Süd. Ob noch ein paar für TuS Koblenz hinzukommen? bhm
TuS II wartet weiter auf den ersten Punkt
Koblenz unterliegt Morbach 0:1
Von unserem Mitarbeiter Wilfried Zils
Koblenz. Gegen den SV Morbach hatten sich Fußball-Rheinlandligist TuS Koblenz II und Trainer Markus Breitbach so viel vorgenommen, aber am Ende reichte es wieder nicht: Die Hunsrücker setzten durch einen Treffer von Andre Thom (76.) recht glücklich mit 1:0 (0:0) durch.
Vor 120 Besuchern boten beide Teams vor der Pause Magerkost, bei beiden Mannschaften stand die Verteidigung des eigenen Tores im Vordergrund – offensive Akzente waren absolute Mangelware. Die einzig erwähnenswerte Chance hatten die Gäste in der 22. Spielminute, als Xavier Alsina einen Ball vor der Linie verstolperte und diese gute Gelegenheit ausließ. Ansonsten entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, die fußballerische Leckerbissen aber vermissen ließ.
Nach der Pause wurde das Spiel viel lebhafter und es entwickelte sich eine ansehnliche Partie. Michael Dämgen, Trainer der Regionalligamannschaft, beobachtete den Auftritt einiger seiner Schützlinge und hoffte wenigstens auf einen Punktgewinn, warnte aber: „Die Mannschaft muss die Balance finden und darf nicht zu viel wollen. In ihrer Situation wäre ein erster Punkt durchaus hilfreich. Das Risiko eines eventuellen Erfolges darf nicht zu Lasten einer entblößten Abwehr gehen, man muss auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein.“ Trotz allen Engagements stand die TuS-Reserve auch in der Abwehr gefestigt und schien auf dem besten Weg, den Zähler zu erreichen. Bis zur 76. Minute, da konnte sich Andre Thom über die rechte Seite ungehindert durchsetzen, und der gute Kevin Birk im Tor der Koblenzer hatte gegen den satten Schuss keine Chance.
Sofort machte sich Unsicherheit bei den Gastgebern breit, und von einer Schlussoffensive war so gut wie nichts zu sehen. Die Gästeabwehr um den umsichtigen Oleg Tintor geriet nicht in Gefahr, die Hunsrücker spielten den Rest routiniert herunter. Nach der vierten Niederlage in Folge zeigte sich TuS-Trainer Markus Breitbach konsterniert: „Ich bin schon sehr enttäuscht. Dass es in dieser Saison schwer würde, kam nicht unerwartet. Ich hatte aber nicht erwartet, dass wir nach dem vierten Spieltag ohne jeglichen Punktgewinn am Tabellenende stehen.“ Auch Dämgen konnte ihm keinen Mut machen: „ Die Akteure, die ich ihm zur Verfügung stellen kann, sind alles keine Offensivkräfte.“ Dabei bräuchte Breitbach dringend einen Knipser, um zum ersten Erfolg in dieser Saison zukommen.
Koblenz: Birk - Klappert, Dahm, Hahn, Nonnenmann (79. Akwapay), Urwin, Tillmanns, Grober, Da Rocha (64. Buhler), Ramovic, Wagner (85. Matuwila).
Quelle Rhein-Zeitung 29.08.2011 http://rhein-zeitung.de
30.08.2011 Koblenz will in Bochum punkten
TuS fährt am Mittwoch ohne Langen ins Lohrheidestadion – Sasse ist wieder da
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Koblenz. Der Anfang ist mit dem ersten Punktgewinn gemacht, jetzt will die TuS Koblenz in der Regionalliga West das bewerkstelligen, was im Fußball-Jargon gemeinhin als „nachlegen“ bezeichnet wird. Und das heißt konkret: Die Elf von Trainer Michael Dämgen will die Heimreise vom anstehenden Auswärtsspiel beim VfL Bochum II (Mittwoch, 19 Uhr) mindestens mit einem, besser sogar mit drei Punkten antreten.
Es ist die erste von insgesamt zwei „englischen“ Wochen in der Liga, in denen es drei Spiele zu überstehen gilt. Das nächste Mal müssen sich die TuS und ihre Klassenkonkurrenten erst im April 2012 diesen Strapazen unterziehen. Zunächst einmal geht es nun ins rund 165 Kilometer vom Oberwerth entfernte Lohrheidestadion nach Wattenscheid, wo die Bochumer Zweitliga-Reserve ihre Heimspiele auszutragen pflegt. Im Großen und Ganzen werden die Koblenzer mit der Mannschaft anreisen, die schon beim 0:0 gegen Rot-Weiss Essen auf dem Spielberichtsbogen stand.
Fehlen wird definitiv Linksfuß Philipp Langen, der sich gegen Essen das Knie ordentlich geprellt hat: „Da hat sich Flüssigkeit gebildet, die muss erst mal raus. Kann sein, dass ich vielleicht etwas länger als zwei Wochen ausfalle.“ Denkbar, dass für ihn entweder Seung-Yeob Ok oder Tobias Bauer in die Startelf rücken, Dämgen wird die Formation dann entsprechend umbauen.
Stürmer David Sasse, der Anfang August mit einem Schädelbruch ausgefallen war, hofft nun, nach knapp einmonatiger Verletzungspause in dieser Woche zumindest im erweiterten Kader zu stehen. Damit der kantige Angreifer nicht Gefahr läuft, beim nächsten Zweikampf in luftiger Höhe einen Rückschlag zu erleiden, haben ihm seine Mitspieler einen speziellen Kopfschutz geschenkt, wie ihn auch schon seit längerer Zeit der Torwart des FC Chelsea, Petr Cech, benutzt. Sasse: „Wenn ich jetzt richtig ins Training einsteige, dann trage ich ihn auch mal.“ Sein Coach hebt jedoch warnend den Finger: „Wir müssen aufpassen, dass der David am Anfang nicht zu viel will.“ Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet Dämgen der Umstand, dass sich Bochum – ähnlich wie unlängst die Borussia aus Mönchengladbach – vielleicht mit Akteuren aus der Lizenzspieler-Abteilung verstärkt. Das ist aber ein Problem, mit dem sich die TuS in dieser Saison noch weitere sieben Mal herumschlagen muss.
Das am Samstag, 17. September, vorgesehene Regionalliga-Heimspiel der TuS Koblenz gegen Bayer 04 Leverkusen II wird nicht um 14 Uhr, sondern erst um 18 Uhr angepfiffen.
Der Gegner: VfL Bochum II
Koblenz. Sportliche Sorgen plagen zurzeit den VfL Bochum – und das gleich im doppelten Sinn: Die erste Mannschaft ist als tabellarischer Vorletzter in der Zweiten Liga nicht gerade auf Rosen gebettet, die zweite Garnitur steht als Drittletzter der Regionalliga West nur unwesentlich besser da. In vier Spielen hat das Team des griechischen Trainers Iraklis Metaxas bisher erst zwei Punkte gesammelt, die gab es vor eigenem Publikum gegen Fortuna Köln (1:1) und den 1. FC Köln II (0:0). Im jüngsten Auswärtsspiel ging die VfL-Reserve trotz des frühen Führungstores durch Ridvan Avci (19.) mit 1:2 leer aus bei der SV Elversberg. „Am Ende hat sich die Erfahrung des Gegners durchgesetzt“, befand der 44-jährige Metaxas, der nun natürlich bemüht sein wird, sich die Koblenzer als unteren Tabellennachbarn vom Leib zu halten. bhm
Nachwuchs der TuS kassiert die dritte Niederlage in Folge
Koblenzer Regionalligist spielt 2:3 in Schifferstadt – B-Junioren dominieren und besiegen Homburg mit 2:0
Koblenz. Drei Spiele, drei Niederlagen – die A-Juniorenfußballer der TuS Koblenz haben in der Regionalliga Südwest einen Fehlstart hingelegt. Derweil konnten die B-Junioren der TuS nach der Auftaktniederlage ihr zweites Regionalliga-Heimspiel gewinnen.
Für A-Junioren läuft es wie verhext Es läuft wie verhext für die A-Juniorenfußballer der TuS Koblenz. Das 2:3 (1:2) bei der DJK Schifferstadt war die dritte Niederlage im dritten Spiel. Der Vizemeister des Vorjahres, der sich nach wie vor mit einigen verletzten Spielern herumschlagen muss, offenbarte allen voran in der Defensive wiederholt Schwächen und gab das Spiel durch individuelle Fehler aus der Hand.
In der ersten Halbzeit scheiterte Enrico Köppen mit der ersten Großchance am DJK-Keeper. Auf der Gegenseite machten es die Gastgeber besser und trafen nach schwachem Defensivverhalten der Koblenzer in der 18. Minute per Abpraller zum 1:0, nachdem TuS-Torwart Florian Raich gut pariert hatte. Nach einer halben Stunde schlugen die Schängel zurück und erzielten nach einer Ecke durch Ferhan Güngörmüs den Ausgleich. Vor der Pause vergab erneut Köppen die Chance auf die mögliche Führung, stattdessen trafen die Gastgeber in der 40. Minute nach einem langen Ball und Unordnung in der Koblenzer Abwehr zum 2:1.
TuS-Trainer Dirk Laux forderte für die zweite Hälfte lange und klare Bälle aus der Abwehr, stattdessen vertändelte sein Team sechs Minuten nach Wiederanpfiff erneut den Ball und geriet mit 1:3 in Rückstand. Marcel Löhr brachte die Koblenzer mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 60. Minute noch einmal ran. Doch der Ruck, der durch die Mannschaft ging, zahlte sich in der Schlussphase nicht mehr aus. Köppen vergab per Kopf die beiden besten Ausgleichschancen (73./77.).
„Wir sind vor allem defensiv noch viel zu grün und müssen einiges arbeiten. Wir gewinnen die Spiele nicht mit unserem Namen, sondern nur mit der notwendigen Bereitschaft auf dem Platz“, sagte Co-Trainer Mark Schraivogel. „Wir müssen jetzt mit einem Sieg gegen Bingen wieder Selbstvertrauen tanken.“
Koblenz: Raich, Masala, Löhr, Feit, Sauerborn, Köppen, Arbursu (78. Wolf), Rath, Altin (46. Schwörer), vom Dorf (31. Rang), Güngörmüs (88. Kohns).
Erster Sieg für Trainer di Maio Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Die B-Juniorenfußballer der TuS Koblenz haben eine Woche nach der Auftaktpleite gegen Pirmasens im Heimspiel gegen den FC Homburg mit dem 2:0 (0:0) die ersten drei Punkte der Saison eingefahren. Das junge Team von Trainer Vincenzo di Maio zeigte eine ansprechende Leistung, allein die Chancenauswertung war noch verbesserungswürdig.
Von Beginn an bestimmten die Koblenzer das Spielgeschehen. Mitte der ersten Halbzeit scheiterte Joachim Akwapay zweimal mit einem Distanzschuss am Homburger Torwart. Danach klärten die Gäste eine Chance von Dennis Gaida auf der Linie. „Leider haben wir es verpasst, die Tore zu machen“, haderte di Maio. Im zweiten Abschnitt kamen die Homburger nach einer Standardsituation zu ihrer einzigen gefährlichen Möglichkeit. Nach 56 Minuten schloss aber schließlich Fabiano Collu einen schönen Koblenzer Angriff zum überfälligen 1:0 ab. Acht Minuten später sorgte Tayfun Öztürk nach einem Freistoß per Kopf für die Entscheidung. „Wir haben gut verteidigt und dem Gegner nur eine Chance ermöglicht. Der Sieg war hochverdient“, sagte di Maio. tok
Koblenz: Heinrich, Schlich, Weber, Reuter, Strunk, Gaida, Akwapay (69. Simbargov), Fritsch, Engel (41, Öztürk), Collu, Yilmaz (41. Lüdecke).
Quelle Rhein-Zeitung 30.08.2011 http://rhein-zeitung.de
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