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09.03.2012 TuS: Die Leistungen stimmen, aber Punkte bleiben aus
Fußball-Regionalliga - Das Lob des Gegners und des eigenen Anhangs war der TuS Koblenz trotz zweier Niederlagen zuletzt gewiss, kaufen konnte sich der Tabellenletzte der Fußball-Regionalliga West davon aber rein gar nichts. Im 23. Saisonspiel müssen die Schängel nun am Samstag um 14 Uhr bei Bayer 04 Leverkusen II antreten, da würde Trainer Michael Dämgen auch mal gerne auf Lobeshymnen seines Gegenübers verzichten, wenn eine nur mittelmäßige Leistung zuvor schon etwas Zählbares bringt.
"Wir wollten uns nach der Winterpause besser präsentieren, das haben wir geschafft. Jetzt fehlen nur noch weitere Punkte", umreißt TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen die aktuelle Situation nach den beiden Heimpleiten binnen fünf Tagen. "Das Ziel ist erst dann erreicht, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Du darfst dich nie zu sicher fühlen", bemüht Dämgen zwar eine Binsenweisheit, beschreibt damit aber treffend das Geschehen beim 2:3 gegen Kaiserslautern, als sich seine Schützlinge nach der zwischenzeitlichen 2:1-Führung schon am Ende der Siegerstraße wähnten. "Das war ein richtiger Nackenschlag und hat richtig weh getan", sagt Dämgen und ergänzt im gleichen Atemzug: "Jetzt gilt es, die Enttäuschung bis zum nächsten Spiel abzubauen." Und das steht nun im Ulrich-Haberland-Stadion auf dem Programm, der ehemaligen Heimspielstätte der ersten Leverkusener Garnitur vor dem Umzug in die BayArena.
Die personelle Situation nach der Winterpause stimmt den Koblenzer Trainer zufrieden: "Wir sind in der Rückrunde gut aufgestellt." Allein auf die beiden Dauerverletzten Philipp Langen und Sören Klappert muss er derzeit noch verzichten. A-Junior Maximilian Acquah, der als Angreifer zum erweiterten Kader zählt, empfahl sich zuletzt nachhaltig beim ältesten Nachwuchs mit jeweils einem Treffer gegen die DJK Schifferstadt und den FK Pirmasens. In der Abwehr gibt es zurzeit ein Überangebot: Lukas Klappert muss nach zwei Bewährungsproben hintereinander wieder auf die Ersatzbank, für ihn wird Johannes Göderz nach Ablauf seiner Rotsperre die angestammte Position des rechten Verteidigers einnehmen. Für Patrick Nonnenmann reichte es zuletzt nur zu Kurzeinsätzen. Der angeschlagene Kapitän Angelo Barletta steht zwar wieder zur Disposition, "allerdings fehlt ihm noch etwas der Spielrhythmus", wie sein Trainer einräumt. Bleibt noch Juras Gros, der nach seiner Pause wegen Problemen im Leistenbereich zurück in die Startelf drängt.
Ein Blick auf die Tabelle sei abschließend erlaubt, auch wenn Dämgen das nicht so gerne sieht oder hört: Nach den Saisonniederlagen Nummer neun und zehn ist der Abstand der TuS zum Vorletzten - mittlerweile der SC Idar-Oberstein - auf vier Punkte angewachsen. Der zweite Auswärtssieg in Leverkusen wäre also nicht schlecht, um ein wenig den Kontakt herzustellen, zumal im Anschluss mit den SF Lotte und Eintracht Trier zwei Schwergewichte der Liga auf die Koblenzer warten.
Von unserem Mitarbeiter Bodo Heinemann
Gegner unter der Lupe: Bayer 04 Leverkusen II
Leverkusen. Der Stachel der Enttäuschung sitzt sicher tief bei Bayer 04 Leverkusen nach der 1:7-Demütigung in der Champions League beim FC Barcelona. Allerdings sollte die TuS Koblenz nicht darauf spekulieren, dass sich diese indiskutable Leistung in irgendeiner Form auf die zweite Mannschaft in der Regionalliga West auswirkt – auch wenn die gesamte U23 am Mittwoch vor Ort im Stadion Camp Nou Zeuge des historischen Desasters wurde.
Das Team um Chefcoach Matthias Mink und seinen Assistenten Johann Rieckhof ist seit Ablauf der Winterpause recht gut in Schuss – ganz im Gegensatz zur Hinrunde: Mit nur drei Siegen und 17 Punkten lag Leverkusen seinerzeit noch im Dunstkreis der TuS. In den folgenden sieben Begegnungen aber hat die Elf schon zehn Zähler gesammelt und rangiert nun im unteren Mittelfeld. „Alles schlaue Jungs und gute Fußballer“, beurteilt TuS-Trainer Michael Dämgen den kommenden Gegner. Am Dienstag holte die Reserve der Werkself durch den achten Saisontreffer von Sven Kreyer ein 1:1 beim FC Schalke 04 II, die Partie vier Tage zuvor an der Elversberger „Kaiserlinde“ ging allerdings mit 0:1 verloren. bhm
TuS Koblenz II will die Serie in Tarforst fortsetzen
FSV Trier-Tarforst - TuS Koblenz II (So., 14.30 Uhr): Wie schnell aus einem potenziellen Abstiegskandidaten ein Anwärter auf einen gesicherten Mittelfeldplatz wird, verdeutlicht im Moment die TuS II, die inzwischen acht Spiele ungeschlagen ist und am Wochenende mit dem 3:0-Sieg gegen den FC Karbach einen weiteren Schritt aus der Abstiegszone machte. „Mit jedem Erfolg steigt bei meiner Mannschaft natürlich das Selbstvertrauen, die Leistungen werden dadurch automatisch besser“, erklärt der Koblenzer Trainer Markus Breitbach den Aufschwung seines Teams. „Wir wollen die Serie möglichst fortsetzen. Trier-Tarforst ist eine sehr heimstarke Mannschaft, da zu bestehen, wird sicher nicht einfach. Aber Jan Hawel und Tino Lagator stehen uns wieder zur Verfügung, damit steigen unsere Chancen, dort etwas Zählbares zu holen“, hofft Breitbach. Bei einem Sieg an der Mosel würde die Koblenzer Regionalliga-Reserve die Gastgeber gar überholen. „Das wäre nicht unwichtig. Wir wollen versuchen, uns ein kleines Polster zu verschaffen, denn es werden sicher auch mal wieder Rückschläge kommen, die tun dann nicht so weh“, sagt Breitbach. wzi, dag
Quelle Rhein-Zeitung 09.03.2012 http://rhein-zeitung.de
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